Posts by Bostonian

    Fazit: Aber wenn man einmal in einem solch spannenden und nachhaltigen Projekt arbeitet, wie es das Zerbster Schloss nun einmal ist, kann man nicht wirklich davon lassen …

    Akanthus, dieses Engagement für das Schloss ist absolut bewundernswert und sollte für ganz Deutschland ein Beispiel setzen! Vielen vielen Dank dafür!

    Wir waren nur einmal in Plauen, wo der Erhaltungsgrad der Altstadt uns überrascht und gefreut hat. Aber, jedes Mal dass wir mit dem Zug durchfahren ist es ein Genuss, die herrlichen Gründerzeitler zu erblicken. Es gehört sicherlich zu den besten Gründerzeitensembles in Deutschland, zusammen mit Leipzig, Wiesbaden, Halle, (vielleicht noch Zwickau und Cottbus?)

    Insofern kann man das "de Saxe" fast schon als Glück betrachten. ..... möglicherweise war es so gemeint von dem Herrn aus Boston? I don't know.

    Da wollte ich eigentlich nicht zweideutig sein. Ich preise beide Gebäude als effektive Füllbauten, die harmonisch in die neue Altstadt passen. UND, daß sie besser sind als ich erwartete! Daß sie aber mit echten Rekos verwechselt werden können behauptet wohl niemand.


    Ich versuche halt ein "glass half full" kind of guy zu sein!

    Am Anfang des Neumarktwiederaufbaus haben wir ein grosses Geschenk bekommen: Hotel de Saxe, das ja nicht als Reko vorgesehen war. Es mußte nicht historisch bewußt gebaut werden, war es aber. Am Ende der Geschichte kommt dieses graue Nachbarhaus, wo auch ohne Pflicht oder Vorgaben, traditionsbewusst gebaut wurde!


    Alle Achtung! Da können wir uns glücklich preisen!

    Fachwerkverlust in Frankreich war tatsächlich verheerend. Vor allem in der Stadt Lisieux. Zum Glück gibt's noch wunderbare Schätze. Rouen (schätzungsweise an die 2000 Häuser!), Troyes, Auxerre ( 706 Fachwerkhäuser), und Bourges (über 390) sind an erster Stelle zu nennen. Aber auch Albi und viele Städte in Bretagne können sich kleinerer FW Ensembles rühmen! Vom Elsass ganz zu schweigen...

    Auch ich finde die Füllbauten in der Friedrichstadt einigermaßen annehmbar. Immerhin ist die urbane Verdichtung zu begrüßen!

    Wenn das Viertel jetzt nur etwas von touristischer Anziehungskraft gewinnen könnte: z. B., öffentliche Zugänglichkeit des schönen Marcolinipalais; ein Musikhistorisches Museum in der ehemaligen Richard Wagner Wohnung; Rekonstruktion von der Matthäuskirche Einrichtung usw.

    Darüber hinaus hat das Q IV mit dem Hotel [ohne Circonflex!] de Saxe, das vorher überhaupt nicht gesetzt war, die insgesamt positive Entwicklung des Dresdner Neumarkts massiv (!) mitangestoßen.


    Deshalb: Großen Dank an die Baywobau und sehr persönlich an Berndt Dietze!

    Ja! Das Hotel, als frühes unerwartetes Geschenk, war absolut maßgebend für die ganze Neumarktbebauung! Deswegen übernachten wir gelegentlich gern dort, als kleiner Dank, sozusagen, an den Bauherrn.

    Die Wende kam leider zu spät für Halberstadt, Greifswald, Schwerin, Zwickau usw. Die ersten Zerstörungen haben sogar in der Weltkulturerbe Stadt Quedlinburg angefangen. Desto erfreulicher die Rettung in Görlitz und Meißen!

    Im Gründerviertel hätte ich Rekos zwar begrüsst, aber sie waren nicht notwendig. Denn hier ging es echt um Stadtreparatur, nicht um Wiederaufbau. Lübeck war schliesslich, mit ihren 1000 erhaltenen historischen Häusern, wesentlich weniger zerstört als Dresden oder Frankfurt, und gehört mit Recht zum Weltkulturerbe. Gerade deswegen finde ich das Gründerviertel so bemerkenswert: weil es nicht notwendig war!


    Dagegen sind in Dresden und Frankfurt die Leistungen von anderer Größenordnung. Mit dem Neumarkt hat Dresden, Deutschlands ehemals schönste Großstadt, ihr barockes Herz wieder. Hier sind tatsächlich die wichtigsten Fassaden wieder zu erleben: ein Traum! Und Frankfurt, eine beträchtliche moderne Großstadt, hat endlich eine sichtbare Verbindung mit ihrer mittelalterlichen Vergangenheit wiederhergestellt.


    Ich begrüße alle drei Projekte von ganzem Herzen!

    Aus welchem Land denn erwarten sie mit dieser Betonherrlichkeit die Touristen heranzulocken? Italien? Frankreich?Japan? USA? Vielleicht wollen sie sogar mit den schönsten deutschen Touristenzielen wettkämpfen: etwa mit Kassel, Pforzheim, Duisburg!


    Was für ein weitsichtiges, kluges Touristenamt! Die haben allesamt eine Gehaltserhöhung verdient, weil Touristen jetzt aus aller Welt nach Dresden strömen werden, um den Neustädter Markt zu bewundern.

    Es war nicht das Stadtplanungsamt, sondern das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden, das dem Geschäftsbereich Kultur und Tourismus untersteht...

    Lieber Heimdall: 10.000 Beiträge!

    Zu diesem Meilenstein möchte ich dir gratulieren und mich gleichzeitig bedanken für dein ständiges Engagement und deine unerschöpfliche Energie. Auf deine interessanten und kreativen Posts freue ich mich jeden Tag--die bilden tatsächlich einen Grundstein von diesem Forum. Mach bitte weiter so!