Posts by Manuel Re

    Keine Sorge, Elbegeist, du spielst zwar momentan den Alleinunterhalter, aber es lesen einige eifrig mit, können vermutlich nur leider nichts dazu beitragen.

    Mir gefällt die Zizendorfschule ebenfalls am besten, vor allem,weil sie in strukturschwachem Gebiet liegt und damit zeigt, dass ansprechendes Bauen keine Frage der Potenz der jeweiligen Stadt darstellt. Mit diesem alten Vorurteil hatten wir dieses Jahr -Beispiel die unbelehrbaren Stadträte von Dessau - sehr viel zu kämpfen.

    Hier mein gestraffter Texvorschlag,den ich so formuliert habe, wie ich ihn für angemessen und sinnvoll halte. Erbitte unbedingt notwendige Ergänzungen.




    Das momentan in der Planung befindliche Projekt „Domhöfe Wetzlar“ bietet die einmalige Chance, gegenüber des ersten Rathauses der Stadt Wetzlar eine Kriegswunde zu schließen und eine daran anschließende Bausünde der Nachkriegszeit zu beseitigen.


    Durch das geplante Neubauvorhaben wird hier die Möglichkeit erbracht, dass bisher wenig belebte Altstadtviertel zwischen Kornmarkt und Domplatz nach dem Aussterben der Fußgängerzone erneut lebhaft zu gestalten und mit Menschen zu füllen. Zudem erfüllen die neu zu schaffenden Höfe und Gassen eine belebende Funktion und nehmen durch die Namensgebung historischen Bezug zum Areal und der Stadtgeschichte.
    Durch die behutsam an der Geschichte des Ortes, aber auch an der Nachkriegsbebauung orientierte Neubauplanung kann hier die Chance ergriffen werden, den Fischmarkt mit seinen angrenzen Fachwerkhäusern, den Domplatz mit seinen Gebäuden des 18./19.Jahrhunderts, aber auch das weit über 600 Jahre alte Haus Brotschirm 6 und der Kulisse des Domes und des Fischmarktes in seiner Gänzlichkeit und Geschlossenheit zu vervollständigen.


    Der Verein „Stadtbild Deutschland e.V.“ möchte sich hiermit bei den Verantwortlichen für die bisherige umsichtige Planung bedanken, zugleich aber einen Verbesserungsvorschlag einbringen:


    Wir möchten anregen, das Gebäude Fischmarkt/Domplatz (Herzogliches Haus) sowie das Gebäude „Hotel zum Dom“ zu rekonstruieren.


    Dies muss nicht in seiner kompletten Gebäudesubstanz geschehen, sondern kann als Fassadenrekonstruktion (vgl. Rotes Haus und Haus zum Esslinger in FFM, Dinglingerhaus in Dresden, usw.) geschehen. Somit kann die alte Platzkante wiederhergestellt, aber auch modernes Wohnen ermöglicht werden. Hier sollte vor allem auf das Material, die Farbe, die Fensterummantelung, die Dacheindeckung und die Nachbarbebauung der Vorkriegszeit Rücksicht genommen werden, da diese auch in Teilen bis in die Nachkriegsjahre erhalten waren, wie fotografische Aufnahmen beweisen. Es mangelte damals vermutlich am Willen oder der finanziellen Möglichkeit zum originalgetreuen Wiederaufbau.


    Die Idee mag dem Einen oder Anderen vermutlich zunächst abwegig oder unrealistisch erscheinen. Aber auch in Wetzlar sind erfolgreiche Fassadenrekonstruktionen nichts Neues: Dies ist in den 1980er Jahren mit der Ostzeile des Kornmarktes (und dem dortigen “Römischen Kaiser”) geschehen. Aber auch eine der jahrhundertealten Wahrzeichen der Stadt, das Lottehaus wurde nach seiner Kriegszerstörung rekonstruiert.


    Leider sind auch in Wetzlar viele stadtbildprägende Ensembles (Dillbrücke, Hallenbad, Krankenhaus Bergstraße) abgerissen oder durch Unglücke/Krieg vernichtet worden (Goldenes Ross, Mehlwaage). Das Neubauvorhaben am Domplatz bietet daher die Chance, auch Wetzlars bereits sehr schönem Stadtbild durch Rekonstruktionen positive architektonische Akzente hinzuzufügen, zumal es sich hierbei lediglich um zwei Gebäude handeln würde.


    Durch die vorgeschlagene Fassadenrekonstruktion des herzoglichen Hauses als auch des Hotels zum Dom würden außerdem die klassizistische Fassadenelemente des Fischmarktes als auch des südwestlichen Domplatzes (Modehaus Beck) und der nördlichen Hauptwache aufgenommen und es entstünde so ein noch harmonischeres Ortsbild. Zudem fördert eine Rekonstruktion eine individuelle Aufrechterhaltung einer Gebäude- als auch Platzgeschichte und würde nicht zuletzt auch den Tourismus mehr anregen als ein konventioneller Neubau.


    Bliebe zuletzt noch die Frage nach Nutzung und Baukosten. Hier zeigen aber die Erfahrungen aus anderen Städten und Gespräche unseres Vereins mit Architekturbüros, die darauf spezialisiert sind, dass mit relativ moderaten Mehrkosten von 2 bis maximal 5% zu rechnen wäre, das entstandende Gebäude durch die ansprechendere Fassade aber auch einen höheren Marktwert besitzen würde.


    Wir bitten daher die Stadträte und Verantwortlichen, die Machbarkeit dieser Idee zu prüfen.

    In Dresden, Potsdam, Frankfurt oder Berlin wird die Stadt gerade wieder aufgebaut und es werden Fehler der "autogerechten" Stadt rückgängig gemacht.

    Das ist, gelinde gesagt, eine Beschönigung des Klotzens, was in diesen Städten (ich beziehe mich v.a. auf Berlin und Dresden) stattfindet. Was dort Gutes entstand,ist v.a. dem bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken, nicht so sehr der Stadtplanung.

    Andere Städte in Europa machen es vor: Auch mit "moderner Architektur" lassen sich Touristen und Einheimische begeistern wenn Sie nicht durch allzu viele Kompromisse verdruckst wird.

    Wenn, wie in Dresden, die verantwortliche Leiterin des Stadtplanungsamtes aber schlicht und einfach unfähig ist, gute moderne Architektur zu produzieren (Dresden ist eben nicht Bilbao!), dann können nur politisch durchgesetzte Rekonstruktionen ein Mittel sein, die städtebauliche Misere abzumildern.

    Ich halte es gar nicht für ausgeschlossen, dass der reflektierte Wiederaufbau einer bestimmten baulichen Fassung des Narrenhäusels eine gute Lösung darstellt, aber ich sehe keine sachliche und fachlich fundierte Abwägung dieser Frage.


    Ausserdem fragt man sich doch, warum genau dieser Ort von einem gewinnorientiert arbeitenden Bauträger besetzt werden muss?

    Die Antwort ist ganz einfach: Weil nur durch ein wiederaufgebautes Narrenhäusel die Neubebauung des angrenzenden Neustädter Marktes in eine kleinteilig-traditionelle Richtung gelenkt werden kann- woran die Mehrheit in diesem Forum (zum Glück!) ein großes Interesse hat.

    hier wird der Ratsbauhof auch ausführlich beschrieben:

    Danke janpmw, aber die Frage war nicht, wo ich Beschreibungen zu einzelnen Gebäuden finde (da habe ich als Ex-Hildesheimer mit dem Stadtarchiv die beste Quelle), sondern welche Projekte theoretisch umsetzbar wären.

    Mein "Aufruf" bzw Post war auch so gemeint, dass dies evtl. Jemand aus Hildesheim oder Umgebung herausfindet

    Einzig theoretisch (!!!!) denkbare Rekos in Hildesheim sind Neustädter Schenke, Borchersches Haus und goldener Engel, eventuell noch Ratsbauhof. Alle anderen Grundstücke bebaut. Vor Jahren bestand mal die Möglichkeit,die Eckemekerstraße (heute Alter Markt) zu rekonstruieren,wenn man die dortige Hauptschule abgerissen HÄTTE. Aber diese Idee hat dort außer mir niemand je vorgeschlagen.


    Ebenfalls gedient wäre der Stadt mit einer Gestaltungssatzung.

    Und wenn man jetzt nur das Borchersche Haus wieder aufbauen würde! Der Platz dafür ist ja noch vorhanden...

    Ja, das wäre auch mein Traum, aber dafür fehlt es an Investoren mit Sinn für wirklich Nachhaltiges.
    Mein ebenfalls so großer Traum: Der goldene Engel. Auch sein Baugrund ist bis heute frei.

    Vielen Dank, civitas fortis für deine Mühen. Wir sollten deine Vorschläge schriftlich an die Fraktionen weiterleiten. Kannst du das Modell aus anderen Ansichten präsentieren? So kann ich schwer einschätzen, welche Stelle in DD du damit genau meinst.

    Als ehemaliger Hildesheimer kenne ich den Vorkriegszustand ganz gut und auch den Investor Simon Hoberg, den ich in seinem Vorhaben damals unterstützte und der ebenfalls Mitglied unseres Vereins ist. Es gibt kaum fotos des Vorkriegszustandes, was dort vor dem Krieg stand, war ein einfaches 0815-Fachwerkhaus ohne besondere Bedeutung. Ja, bei dem jetzigen Bau handelt es sich um eine Anlehnung an das Kramergildehaus. Ich bin auf den Endzustand gespannt.

    -Kein klar und schnell handelnder Vorstand
    -keine sofortige,klare Distanzierung von polit. Vereinnahmung durch AFD
    -kein Nutzungskonzept, keine klare Argumentation mit Beispielen aus anderen vergleichbaren Städten
    -keine bzw nicht genügende Zusammenarbeit mit verbündeten Stadtratsfraktionen bzw. Stadträten
    -keine Mobilisierung des Potentials in Altenheimen per Briefwahl
    -völlig misslungene Abschlussveranstaltung, bei der man sich zudem noch in Abhängigkeit begab von einer städtischen Moderatorin,die die Veranstaltung selbstherrlich leitete und mittendrin einfach beendete.


    Zusammenfassung: keine klare Leitung des Vereins bzw. der Initiative, ein Nebenher Gewurschtele, bei dem man zudem auch wenigHilfe bzw EInmischung von außen wollte.

    Die Dessauer Initiatoren hatten von Anfang an keine Chance. Bisher sind hier alle Bürgerentscheide gescheitert.

    Das ist nun wirklich Blödsinn! Sie sind an 432 fehlenden Stimmen gescheitert, sie hätten also fast gewonnen. Aber sie haben dummerweise soviele Fehler gemacht,soviele Chancen nicht genutzt und sich so chaotisch verhalten,dass sie sich selber ins Knie geschossen haben. Das ist Fakt!