Posts by Manuel Re

    Es wäre großartig, wenn diese herrliche Fassade in Magdeburg rekonstruiert würde.

    Vielen Dank dafür. Wirklich sehr interessant und die Öffentlichkeit sollte diese Informationen wieder vermittelt bekommen.

    Was tun eigentlich die örtlichen Protagonisten, um in Wittenberg die zunehmende Anzahl von Brachen zu schließen und den Stadtgrundriss zu rekonstruieren?

    Was sollte es da zu tun geben?Wittenberg ist ein hübsches kleines Städtchen, das gut saniert ist. Keine besonderen Kriegsverluste. Und Schrumpfungsprozesse macht jede Stadt mal durch.

    Steuerliche Förderung für Rekonstruktionen? Bebauungspläne, die wichtige Rekonstruktionskandidaten verzeichnen mit einer Regelung, dass für den Fall einer Neubebauung geprüft werden muss, ob eine Rekonstruktion sinnvoll ist? Welche Instrumente könnte es da geben?

    Das sind zwei ganz zentrale Punkte, die sinnvoll wären, aber politisch nicht durchsetzbar. Die Herren von CDU und FDP maulen in den Bauausschüssen landauf, landab ja schon rum, wenn wir nur eine dreigegliederte Fassade und stehende Fensterformate für Bebauungspläne/Bauverträge fordern und reden dann von "Investoren verschrecken".

    Die AF haben ihre Kleintel in Nürnberg und dort werden solche Interviews eher belächelt - a muß man sich nicht mit jedem, der eine abweichende Meinung vertritt, bei den Mülltonnen kloppen.

    Es besteht ein Unterschied zwischen "bei den Mülltonnen kloppen" und einem Streit unter Akademikern. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Altstadtfreunde enorme Probleme haben, gegen die Fachargumentation der örtlichen Denkmalpfleger Gehör zu finden. Da ist jede helfende Hand nützlich, vor allem, wenn die Gegnerschaft es argumentativ so leicht macht.

    Nochmal zum Toplerhaus. - Weiß jemand, ob das Gebäude der Stadt gehört?


    Und ließe es sich zum Toplerhaus umbauen, oder wäre da ein Abriss und Neubau erforderlich?

    Da das Toplerhaus ein Renaissance-Bau war mit Stilelementen, die dem Pellerhaus ähneln, ist die Frage leicht zu beantworten: Der gesamte Nachkriegsbau müsste weg und ein Trupp, wie wir ihn derzeit nur in "Guedelon" finden, bräuchte 5 Jahre Zeit, sich dort austoben zu dürfen :)

    Ich frage mich wirklich, wie jemand sich herausnehmen kann, so etwas einfach zu dekretieren und damit allen künftigen Generationen die Verbindung zu ihrer Vergangenheit und Geschichte abzuschneiden?

    Philon, würdest du dir zutrauen, einen kurzen Essay dazu zu schreiben? Den könnten wir dann auf der HP posten und den Altstadtfreunden zur Verfügung stellen. Von den Politikern wird es sicher keinen interessieren, aber wer weiß? Auch die Verwendung als Unterrichtsmaterial für Schüler könnte ich mir vorstellen.

    Wie man das als "vergleichsweise arg ruhig" bezeichnen kann, ist mir schleierhaft.

    Was Bohnenstange meint, ist, dass die Altstadtfreunde sich NUR für ihr Leuchtturmprojekt interessieren, sich ansonsten aber städtebaulich nicht eingemischt haben und somit die Chancen, das Nürnberger Stadtbild durch gute klassisch-traditionelle Neubauten aufzuwerten, ungenutzt lassen. Ein Problem, das viele Altstadtvereine in Deutschland haben. Die Hildesheimer Altstadtgilde z.B. interessierte sich auch lange Zeit nur für ihr Denkmal zum 22. März 45 oder für die Spitze des Turms der Jakobikirche.

    auch private Investoren erkennen beispielsweise immer mehr den Wert von historischer Anmutung...

    Leider sind Teile des Stadtrates (v.a. CDU/FDP) dermaßen (bitte hier ein passendes Eigenschaftswort einsetzen), dass sie noch immer die Notwendigkeit gestalterischer Vorgaben für die Bebauungspläne missachten und somit dem SPA jedesmal freie Hand für weitere Verunstaltungen lassen.

    Hier ist dringend mehr Kommunikation zwischen klassisch-traditionell entwerfenden Investorenbüros und (bitte hier ein passendes Eigenschaftswort einsetzen) Stadträten gefragt.

    Da wird wohl leider die nächsten 30 Jahre NICHTS passieren, obwohl es unendlich wichtig wäre, die Totgeburt "Kleine Brüdergasse" endlich zu beleben.

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Diese Gebäude haben so oder so nicht das ewige Leben. Eine ordentliche Wirtschaftskrise hier, ein systembedingter Leerstand da, etwas Vandalismus ...und hoppla. ;)

    Jetzt können wir unsere Konzeptionen langsam Richtung Schießgasse wenden. A Trauumm wärs auch, wenn der Advanta-Riegel hinterm Taschenberg mal wegkäme und man dort kleinteilig weitermachen könnte. Die dortigen Häuserchen waren auch wunderbar.


    Man muss nun langsam und gegen den heckmannschen Widerstand ankämpfend (der gegen den Strom der Zeit steht), das kleinteilige Neumarktgebiet erweitern. Langfristig wird das auch gelingen, da diese gesichtslosen Bauten weder eine lange Halbwertszeit haben, noch die Herzen der Dresdner entflammen können.

    Es ist vor allem blanker Hohn, einer erklärten Verhinderin jeden klassischen Bauens wie Anja Heckmann, die bei rekonstruktionsbereiten Investoren längst zu einem "malicious preventor" geworden ist, hier eine Plattform zu geben, auf der sie sich als Befürworterin des Neumarktes darstellen kann. Und die Masse der Uninformierten wird es leider glauben.

    Am Besten sind aber diese Antifa-Leute, denen man das fehlende Geschichtswissen und die fehlende Seriösität trotz aller Inszenierung schon an der Art, wie sie sich präsentieren, mehr als anmerkt.

    Das Stadtplanungsamt und insbesondere Frau Heckmann, die ja manchmal als Gegnerin des Neumarktes diffamiert wird, steht hinter dem Projekt.

    Wäre schön, wenns tatsächlich so wär. Aber die Insider wissen, dass es leider nicht stimmt. Sie muss natürlich so argumentieren, weil sie weiß, dass Millionen zusehen. Hinter verschlossenen Türen wissen Investoren, die auch wirklich historisch bauen wollen, aber genau, wer die faulen Eier im Korb sind.

    Wie es wohl bei Patzschke & Partner weitergeht, nachdem Jürgen Patzschke ja leider verstorben ist? Ich hoffe, das Büro bleibt sich auch mit den kommenden Nachfolgern treu.

    Davon kannst du stark ausgehen, die Söhne und Töchter führen das Werk bereits sehr erfolgreich fort.