Posts by Klotzenstein

    Mit den letzten zwei Bildern schließe ich meine Galerie "Das winterliche Philosophenviertel" fürs Erste ab, sollte mich nicht doch noch die Lust aufs Fotografieren packen.
    Ansonsten hoffe ich, dass Euch dieser zugegebenermaßen kurze Exkurs gefallen hat und ich Euch vielleicht von einem Besuch des Philosophenviertels überzeugen konnte.


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    Im Folgenden habe ich die eher unscheinbare Schelingstraße abgelichtet. Leider nicht zu sehen ist die prächtige Jugendstilvilla an der Ecke Schelingstraße/Kirchröder Straße, meines Erachtens der schönste Bau des gesamten Quartiers. Eventuell werde ich Ansichten nachreichen, spätestens in der Galerie "Das sommerliche Philosophenviertel" :P


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    Leider habe ich es versäumt, die Hegelstraße mit abzulichten. Daher folgen nun weitere Ansichten der Fichtestraße.


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    Die folgenden beiden Bilder zeigen zwei meines Erachtens sehr hübsche Ecksituationen an der Kreuzung Fichtestraße/Schelingstraße.


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    Auf dem vorletzten Bild erkennen wir ein zweites Verbindungshaus (zu erkennen an der schwarz-weiß-roten Fahne an der Fassade), genauer gesagt das des VDSt (= "Verein Deutscher Studenten") Hannover. Im Gegensatz zum Haus des Corps Hannoverania handelt es sich nicht um ein eigens erbautes Haus, sondern ein nach dem 2. Weltkrieg angekauftes Verbindungsheim.

    Weitere Bilder von der an den Kantplatz angrenzenden Bebauung sowie ein Einblick in die Kantstraße.


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    Folgt man nun weiter der Fichtestraße bis zu deren Kreuzung mit der Hegelstraße, begegnen einem die folgenden Straßenzüge.


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    Im letzten Bild ist ein Verbindungshaus (zu erkennen an der hellblau-rot-goldenen Fahne an der Fassade) der zwei in Kleefeld ansässigen Studentenverbindungen zu sehen, nämlich das des Corps Hannoverania.

    Liebe Forumsgemeinde,


    im Folgenden möchte ich euch Impressionen des winterlichen Philosophenviertels vorstellen, einem von Gründerzeitvillen geprägten Stadtviertel im hannoverschen Stadtteil "Kleefeld". Durch seine etwas abgeschiedene Lage gab es dort nach dem zweiten Weltkrieg nur geringe Verluste zu beklagen, weshalb es nun zu den wenigen noch großflächig historisch bebauten Stadtvierteln Hannovers gehört.


    Die Bilder stellen keinen Abriss über das gesamte Viertel dar, sondern bilden lediglich das Quartier um den Kantplatz ab.



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    Zu sehen ist die ab 1899 im neugotischen Stil entstandene Petrikirche, deren mächtiger Turmhelm 1943 bei einem schweren Luftangriff zerstört wurde. Leider hat man sich gegen eine Rekonstruktion entschieden, wobei selbst die moderne Interpretation der Kirchturmspitze zu gefallen weiß.


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    In Deutschland sind mir ebenso keine gründerzeitlichen Hochhäuser bekannt. Global betrachtet würde ich in diesem Fall auf das Flatiron Building in Manhattan verweisen, welches in der Gründerzeit erbaut wurde und stolze 91 Meter misst.


    Allerdings bezweifle ich, dass man diesem modernen Bau durch das Vorhängen einer gründerzeitlich anmutenden Fassade aufwerten kann. Dies lassen in meinen Augen die Proportionen ganz einfach nicht zu.

    Immerhin wurde mit dem Projekt "Markt 1" auch der gesamte Marktplatz umgebaut. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit, mir das Ergebnis in natura anzusehen, werde dies aber eventuell im Februar nachholen. Gerne kann ich dann auch Fotos machen und hier präsentieren.


    Weiter ist positiv anzumerken, dass mit dem Projekt eine Diskussion zur allgemeinen Aufwertung der Innenstadt entstanden ist. Laut einem Bericht der Neuen Westfälischen soll die Fokus Development AG - verantwortlich für "Markt 1" - die gegenüberliegende (und von Waschbeton-Fassaden geprägte) Marktplatz-Seite ebenfalls abreißen und neu bebauen (siehe: http://www.nw.de/lokal/kreis_h…-am-Markt-in-Hoexter.html).


    Dies sind allerdings nicht die einzigen Nachrichten aus dem kleinen Weser-Städtchen Höxter:
    Zwecks Neubau eines Asylanten-Heims ist geplant, die Kaserne an der Lütmarser Straße abzureßen, da ein Erhalt wirtschaftlich wohl nicht sinnvoll erscheint.

    Wie konkret diese Pläne sind, kann ich leider nicht sagen.


    Edit:

    Quote

    Man fragt sich hier doch, ob der Investor sich über dass was er sagt Gedanken gemacht hat oder ob die Freude so groß war, das sich alles bei der Eröffnung Anwesenden sich in einem Rausch befunden haben. Den Eindruck kann man bei dem Inhalt des verlinkten Artikel ja geradezu gewinnen (vielleicht liegt es an dem auch erwähnten sprichwörtlich euphorischen Wesen der beteiligten Ostwestfalen und Siegerländer).


    Grund der Freude wird sein, dass Höxters "gute Stube" in den letzten Jahren - insbesondere durch die Insolvenz Herties - sehr gelitten hat. Dass das Gebäude überhaupt noch erfolgreich vermarktet werden konnte, war für viele Höxteraner lange Zeit undenkbar.

    Noch ein zwei weitere Bilder zur renovierten Jugendstilvilla am Kantplatz in Kleefeld, dieses Mal im städtebaulichen Kontext:




    Die Villa rechts im Bild wurde ebenfalls erst vor wenigen Monaten saniert.


    Die Bilder sollten eigentlich den Auftakt zu einer Galerie über das verschneite Philosophenviertel darstellen, allerdings sind die meisten Fotos unterbelichtet und somit zur Präsentation unbrauchbar.

    Im Herzen des hannoverschen Stadtteils Kleefeld findet man das sogenannte Philosophenviertel, ein von prächtigen Jugendstilvillen geprägtes Stadtquartier. Leider finden sich dort zahlreiche Wohnhäuser, die in den 60er- und 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts kaputtsaniert - ja, geradezu verunstaltet - wurden.


    Seit einigen Jahren setzt allerdings der Trend ein, diese Oase im sonst so geschundenen Hannover wieder zu heilen und die betroffenen Bauten in einen mindestens historisierenden Zustand zu bringen. Ein Beispiel möchte ich Euch heute zeigen:


    Vorher:
    https://www.google.de/maps/@52…!2e0!7i13312!8i6656?hl=de


    Nachher:


    Wie sich auf den Bildern erkennen lässt, wurde der Giebel neu aufgemauert, die Eingangstür durch ein historisierendes Pendant ausgetauscht und neuer Putz auf die Fassade aufgetragen.
    Ob es sich gar um eine Rekonstruktion des Urzustands handelt, wage ich nicht zu beantworten, da mir leider nur historische Ansichten der gegenüberliegenden Platzseite bekannt sind.

    Erschreckend, wie sehr man bei der Plattenbau-Renovierung darauf aus war, dem Bau jegliche Rundbögen und fassadengliedernde Elemente zu nehmen. Insgesamt wirkt die sanierte Variante zu unterkühlt und uninteressant.

    Quote

    Herrenhausen. Ganze acht Jahre ist es her, seit die berühmte Wasserkunst südlich des Großen Gartens aus Sicherheitsgründen stillgelegt worden ist. Die Pumpanlage, die einst die große Fontäne im Barockgarten in die Höhe trieb, weist einige Schäden auf. Sorge gab es auch um die generelle Standfestigkeit des um 1860 errichteten Ziegelbaus, die älteren Teile der Anlage stammen sogar aus der Zeit um 1720. Doch nun geht es endlich voran. Im Juni haben Bauarbeiter mit der Sanierung begonnen. Wenn alles gut läuft, geht die Wasserkunst im Frühjahr 2017 wieder in Betrieb - und ist an Wochenenden dann zu besichtigen.


    Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus…-saniert-und-angestrichen

    Das ist ja witzig!
    Wie der Zufall es will, habe ich erst vor einigen Wochen auf meinem zweiwöchigen Trip durch Polen eine Nacht in einem Hirschberger Schloss-Hotel ("Palac Paulinum") verbracht. Dieses wurde seit 2002 aufwändig saniert und besticht durch seine zentrumsnahe und dennoch ruhige, geradezu romantische Lage auf der Spitze des Kreuzbergs.

    Traumhaft! Bisher hat mich noch keine Galerie in diesem Forum so sehr fasziniert.
    Besonders hervorzuheben ist der Klostergarten, ein Paradebeispiel für gelungene moderne Architektur!

    Höxter bietet leider aufgrund der Baupolitik in den 70er-Jahren kein hübsches Gesamtbild mehr, obwohl es dort nicht an historischer Bausubstanz fehlt. Der Marktplatz wird von Sicht- und Waschbetonbauten dominiert, was sich durch das Projekt "Markt1" in den kommenden Jahren hoffentlich noch ändert.


    Allerdings vergesse man in NRW nicht Soest und Warburg (diese Altstadt, ein Traum :anbeten:), welche durch ihren historischen Stadtkern hervorstechen.