Posts by Klotzenstein

    Hey hey hey, daran dass Hannover die schönste Stadt der Welt ist, dürften wohl keine Zweifel bestehen. 🤪


    Scherz beiseite. Hannover wurde in den vergangenen Jahren, zumindest seitdem ich hier lebe, stückweise aufpoliert und um zahlreiche solide Bauwerke bereichert. Leider fehlt der Stadt aufgrund mangelnder herausstechender architektonischer Ensembles und der insgesamt langweiligen geografischen Lage die notwendige Strahlkraft, um aus dem Schatten der großen Brüder Bremen und Hamburg hervorzutreten. Ich kann euch allerdings versichern, dass Hannover eine lebenswerte Stadt mit einem ausgeprägten Kieztreiben ist. Insbesondere in der Nordstadt und in Linden (beides sehr durchmischte und junge Stadtteile) kann man ganzjährig viel erleben und entdeckt dabei sogar das eine oder andere architektonische Kleinod.

    Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass man in den gezeigten Häusern wirklich hervorragend leben kann. Daran tut die Lage am Park ihr Übriges. Die gezeigte Architektur, so interessant die Baugeschichte auch sein mag und völlig ungeachtet des damals offenbar revolutionären Ansatzes, lässt mich jedoch vollkommen kalt. Weder schön noch hässlich, nach einem Spaziergang durch den Park könnte ich mich vermutlich an kein einziges Fassadendetail erinnern.

    Meines Wissens wurde dieses Projekt bisher noch nicht im Forum vorgestellt: Neue Mitte Thon – RKW Architektur +


    Eigentlich kein klassisches Projekt, durch den Mix aus Wohn-, Gewerbe- und Büroflächen und die Blockrandbebauung um einen zentralen öffentlichen Platz folgt die Neue Mitte Thon jedoch ganz der Idee des New Urbanism, das Projekt dürfte daher ganz in unserem Sinne sein. Mir gefällt weiterhin die die gewölbeförmige Ausgestaltung der Erdgeschosszone mit den geplanten Bogengängen sehr gut. Mit viel Grün und Außengastronomie könnte hier ein wirklich belebtes Quartier entstehen. Wie seht ihr das?

    Wirklich recht schick, das erinnert mich sehr stark an die expressionistischen Genossenschaftsbauten aus der Zwischenkriegszeit!


    Auf der Visualisierung mag die Fassade übrigens noch recht steril und "billig" daherkommen, die ausgeführten Bauten von SFA wirken meiner Erfahrung nach aber sehr hochwertig und plastisch. Davon kann man sich auch auf deren Website überzeugen, auf denen Fotos zu den sich in der Ausführung befindlichen Projekten veröffentlicht sind: https://www.sfa.de/projekte-uebersicht

    Die Stadt Höxter befindet sich in einem spürbaren Wandel, scheinbar angetrieben durch die Ernennung des Westwerks des Kloster Corvey zum UNESCO-Welterbe und die Planungen zur Landesgartenschau 2023. Dies äußert sich in zahlreichen Sanierungsarbeiten, welche mir beim Besuch des historichen Stadtkerns am vergangegenn Osterwochenende ins Auge gefallen sind. Insbesondere in der Corbiestraße, als Bindeglied zwischen der historischen Altstadt und dem Schloss Corvey, wurden viele Altstädthäuser mustergültig saniert. Beispielhaft ist hierfür der Erbmarschallhof: Sprossenfenster statt große Glasflächen – Erbmarschallhof Corbiestraße in Höxter wird saniert


    Der Erbmarschallhof, erbaut im Jahr 1791 als Residenz des Corvey Erbmarschalls, wurde in sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurückversetzt. Im verlinkten Artikel sind Bilder zu der Transformation abgebildet.

    Schon dort gewesen. Das Mühlenmuseum kann ich jedem Mitforisten nur wärmstens empfehlen, neben der parkähnlichen Gestaltung des Anwesens war auch die Ausstellung im Zentralgebäude sehr interessant anzuschauen. Auf der (zugegebenermaßen etwas altbackenen) Internetseite gibt es dazu ein paar Eindrücke: http://www.muehlenmuseum.de/

    Zugegebenermaßen waren die Alternativen nicht viel geistreicher, noch am ehesten hätte ich mich über "Berlinwerk Siemensstadt" (Was ist überhaupt ein Berlinwerk?) gefreut. Wir können uns zumindest damit über die Entscheidung hinweg trösten, dass vermutlich niemals ein Mensch im Alltagsdeutsch "Siemensstadt Square" in den Mund nehmen wird.

    Die harsche Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Die Planungen gefallen mir gut, die Fassaden mit den Messing-umrahmten Fenstern wirken auf mich auch sehr edel und versprühen einen – offenbar wieder angesagten – Mid-Century-Charme. Umso besser, dass dadurch so ein Beton-Ungetüm verschwindet. Hoffentlich kommt noch Naturstein oder ein hochwertiger Architektur-Beton an den Außenfassaden zum Einsatz.


    Ist die Schützenstraße eigentlich eine Fußgängerzone oder soll dahingehend verändert werden?

    Ich kann mir vorstellen, dass der kitschige Eindruck durch die lieblos anmutende Visualisierung entsteht: die farbigen Flächen sind zu makellos und hierdurch die Fassade nicht plastisch, mit den leblosen Fenstern entsteht eher der Eindruck eines aus Zuckerguss geschaffenen Modells. Im Hinblick auf vorherige Projekte des Architekturbüros erwarte ich allerdings eine hochwertige Umsetzung und somit eine Bereicherung für das Stadtbild.

    Die Synagoge in der Kölner Innenstadt soll umgestaltet werden, hierzu werden seitens des Bundes 42 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der entsprechende Artikel des Kölner Stadtanzeigers ist leider hinter einer Bezahlschranke. Ein Absatz im Wikipedia-Artikel zur Synagoge, welcher sich auf den KStA-Artikel bezieht, lässt aber auf Großes hoffen:

    Für eine aufwändige Umgestaltung der Synagoge im Sinne der Denkmalpflege stellte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags im Oktober 2020 auf Antrag der SPD und CDU einstimmig einen Betrag von 42 Millionen Euro zur Verfügung. So sollen etwa Dach und Kuppel, ein Mosaik im Innenraum sowie Fenster in „ursprüngliche[r] Pracht mit modernen Materialien“ wiederhergestellt werden.

    Eine aktuelle Ansicht der prächtigen Synagoge ist im Wikipedia-Artikel zu sehen. Der Ursprungszustand ist auf der Website der Museen Köln (s. hier) abgebildet. Im Forum Skyscrapercity wurde bereits detaillierter auf das Thema eingegangen: Link

    Eine Ansicht des Verteidigungsministeriums vor der Kriegszerstörung ist unter anderem auf folgendem Blog zu erkennen: Link

    Demnach wird die Kuppel offenbar in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Eine Aussichtsplattform schien es früher auch nicht gegeben zu haben.

    Kann einer der Teilnehmenden bitte kurz seine/ihre Eindrücke zum Webinar mit uns teilen? Der Zeitpunkt gestern fiel für mich leider etwas unglücklich, da ich mich selber noch in einem Termin befand und deshalb nicht teilnehmen konnte. Auf meine Anfrage, ob die Diskussion später in einem Stream zur Verfügung gestellt wird, habe ich seitens der DSD bisher leider keine Antwort erhalten.

    Diese Berliner Schule könnte gerne in weiteren Teilen Deutschlands Verbreitung finden. Meines Erachtens hakt es noch an gewissen Details, von dem Hochhaus und dem Wohnhaus auf den ersten beiden Fotos abgesehen, wirkt das in Beitrag #211 gezeigte Projekt auf mich nämlich etwas unrund. Ich kann es leider nicht genau benennen, vielleicht ist es nur die fehlende Patina. Nichtsdestotrotz macht Berlin hinsichtlich der Wohnbauten abseits des Zentrums im deutschlandweiten Vergleich eine gute Figur.


    Nöfer ist sowieso über alle Zweifel erhaben, Bewunderern kann ich folgende Episode des Podcasts CooleBude ans Herz legen: "Architektur ist weder Kunst noch Technik, sie ist eine eigene Profession"