Posts by Klotzenstein

    Der Verein "Hannoversche Stadtbaukultur e.V.", welcher sich den Wiederaufbau der Flusswasserkunst zum Ziel erklärt hatte, ist meines Erachtens nicht mehr existent oder zumindest nicht mehr aktiv. Das schließe ich daraus, dass die Facebook-Seite "Wiederaufbau der hannoverschen Flusswasserkunst" seit längerer Zeit nicht mehr gepflegt wurde und auch die Website des Vereins nicht mehr erreichbar ist. Ob andere Vereine oder Parteien sich für den Wiederaufbau einsetzen, ist mir nicht bekannt.

    Ich bin auch total hin und her gerissen. Grundsätzlich gefällt mir die Idee sehr gut, im fertigen Zustand wirkt mir die Fassade aber zu flach und kulissenhaft. Daran haben sicherlich auch die ungeteilten Fenster ihren Anteil. Vielleicht verändert sich dieser Eindruck, sollte die Fassade irgendwann Patina ansetzen. 🤔

    Die Fassade, abgesehen von vier oder fünf Spolien, ist nicht mehr erhalten. Im Schwesterforum SkyScraperCity wurden Fotos von den Abrissarbeiten des Vorgängerbaus hochgeladen, die ich auf die Schnelle leider nicht wiederfinden konnte.

    Das ist persönliches Empfinden, aber Hochhäuser strahlen eben eine gewissen Weltoffenheit und Extravaganz aus. Sie entspechen dem aktuell vorherrschenden Zeitgeist, wie es im Übrigen auch Rekonstruktionen und neuklassische Bauten tun. Das muss sich meines Erachtens nicht widersprechen, diese Mischung macht für mich eine Metropole schlussendlich auch aus.


    Deinen Vorstellungen stimme ich ohne Widerworte zu und deren Umsetzung wäre mir sicherlich auch lieber gewesen. Ich denke aber, dass das von Anfang an nicht zur Diskussion stand und unter den gegebenen Voraussetzungen (Hochstraße, Riesenkreuzung, zersiedeltes Umland) ein interessanter und hoffentlich funktionierender Business-District geplant wurde.


    Die gezeigten Hochhausentwürfe gefallen mir eben recht gut, sie sind selbstbewusst aber nicht überschwänglich. Gemeinsam entsteht hier ein Ensemble aus sich ergänzenden Hochbauten und das ist harmonisch. Ich kann übrigens nicht für die gesamte Menschheit sprechen, in Düsseldorf sind mir aber ein paar Hochhäuser geläufig, die ich persönlich als schön empfinde. Unter anderem das Industriehaus, das Wilhelm-Marx-Haus und – man möge mich steinigen – das Dreischeibenhaus.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das Gewicht des Turmes dem Druck des Grundwassers entgegenwirkt, damit die unterirdische Station nicht aufgeschwemmt und somit aus dem Boden gedrückt wird. In Hannover musste aus diesem Grund zumindest die U-Bahn-Station "Kröpcke" während des Abrisses des darüber befindlichen Gebäudes mit Gewichten beschwert werden, bis der Nachfolgebau errichtet war.

    Ich sehe gar nicht, dass man hier einen falschen Weg beschreitet. Düsseldorf ist eine selbstbewusste und moderne deutsche Großstadt, da dürfen meines Erachtens auch gerne ausgewiesene Gebiete außerhalb der Altstadt mit (modernen) Hochhäusern bebaut werden, v.a. wenn es sich dabei um so etwas wie den gezeigten Eye Catcher handelt. Da wird mit den weiteren Hochhäusern hoffentlich ein interessantes und harmonisches Ensemble entstehen :cool:

    Ich war bereits vor wenigen Jahren im Kestner-Museum. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, ist mindestens noch die Frontfassade vollständig erhalten. Wie im Wikipedia Artikel beschrieben, wurde der Altbau nicht abgerissen, sondern in den Neubau integriert, indem dieser komplett umbaut wurde.


    Eine Rekonstruktion sehe ich in diesem Fall allerdings kritisch. Das Kestner-Museum mag von außen sehr bieder wirken, entfaltet im Inneren aber eine interessante Raumwirkung, und steht meines Erachtens auch zurecht unter Denkmalschutz. Desweiteren sind Teile der Ausstellungsfläche außerhalb der alten Fassaden, welche somit bei einem Rückbau des Gebäudes entfallen würden.

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    So kann es gehen. Ich finde, gerade in den Metropolen gibt es nun doch einen sich stabilisierenden Trend zu besserer Architektur, ich habe in letzter Zeit gerade aus Hamburg und interessanterweise Köln eine ganze Menge dieser ganz ordentlichen Entwürfe gesehen.

    Das empfinde ich ganz genau so! Mir scheint, in den Innenstädten (wirtschaftlich stärker aufgestellter) deutscher Metropolen wird vermehrt Stadtreparatur betrieben. Dazu zählt im Übrigen auch Hannover, hier werden im Moment die letzten innerstädtischen Brachen bebaut und die gröbsten Bausünden nach und nach durch moderne Stadtquartiere ersetzt.


    Die Entwicklungen verlaufen zwar noch nicht ganz im Sinne unseres Vereins, nichtsdestotrotz zeichnet sich bereits ein Marsch in die richtige Richtung ab.

    Eine weitere erfreuliche Nachricht aus der Hansestadt Hamburg: Im Stadtteil Hamburg-Mitte wird ein Hotel der TITANIC-Gruppe in neo-backsteinexpressionistischer Architektursprache realisiert (s. hier) und eine Nachkriegs-Bausünde ersetzen. Das exponierte Gebäude wird deutlich aus seinem Umfeld (Google-Maps) herausstechen und somit hoffentlich Maßstäbe für weitere Entwicklungen in dieser Ecke setzen.

    Bei dem Raster in den Obergeschossen handelt es sich nicht um eine modernistische Zutat, es war bereits Teil des Erbauungszustands, wie man auf historischen Ansichten erkennen kann (Wikipedia). Das trifft im Weiteren auch auf die durchgehende Fensterreihe im Dachgeschoss zu.


    Die fehlende Teilung der Fenster ist hoffentlich auf den sowieso recht geringen Detailgrad der Visualisierung zurückzuführen.

    Das Fernsprechamt Schlüterstraße in Hamburg-Rotherbaum wird derzeit auf die Nutzung als Universitätsgebäude der UHH vorbereitet und soll in dem Zuge umfassend saniert werden. In Zukunft soll das Gebäude zur Unterbringung der Geistes- und Sozialwissenschaften dienen.


    Entsprechend der Beschreibung auf der Homepage des Architekturbüros "Andreas Heller Architects & Designers" sowie den dazugehörigen Visualisierungen (s. hier) des Fernsprechamts blicken wir hier einer denkmalgerechten Wiederherstellung der prächtigen neogotischen Fassade entgegen.

    Mit einer äußerlichen Rekonstruktion würde ich mich in diesem Falle aber nur schwer begnügen können. Denn obwohl die Außenfassade sehr schön ist, wirkt sie auf mich nicht herausragend. Erst der Innenraum macht die Börse für mich so besonders.


    Zugegebenermaßen habe ich eine solche Säulenkonstruktion bisher höchstens als moderne Interpretation gesehen.

    Laut einem Artikel der HAZ (s. hier) wird das alte Gartentheater in den Herrenhäuser Gärten umgebaut und hierbei weitestgehend dem Ursprungszustand von 1690 angenähert. Besonders erfreulich ist die folgende Nachricht:

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    Die 17 vorhandenen, restaurierten Originale (nachträgliche Anmerkung: gemeint sind die vergoldeten Bleifiguren) aus dem 17. Jahrhundert bekommen Zuwachs. Weil es ursprünglich 27 Exemplare waren, werden nun Repliken aufgestellt, die die Gruppe wieder vollständig machen. Die Kosten dafür trägt die Wenger-Stiftung, die bereits die Restaurierung bezahlt hat.

    NDR1 Niedersachsen hat bereits am 17.12.2019 über den Umbau berichtet und bietet hierzu eine aufschlussreiche Vorher-Nachher-Ansicht (s. hier) an.

    Schönheit ist nun einmal subjektiv und Stuttgart eine offenbar sehr selbtbewusste Stadt, wobei ich diesen überbordenden Lokalpatriotismus als sehr unangenehm empfinde. Gleiches kann ich übrigens auch Städten wie Hamburg und Köln attestieren. Allerdings sollte man einem Werbetexter nicht verdenken, die eigene Stadt als besonders positiv darzustellen – nichts Anderes ist schließlich dessen Aufgabe.


    Viel peinlicher fand ich zuletzt eine Werbemaßnahme der Stadt Hannover, welche diese als "die relaxte Schwester von Berlin" betitelte und ganz offenbar auf ausländische Touristen abzielte. Wenn man schon nicht weiß, wie man die eigenen Stadt gut verkaufen kann...