Auch ich hätte mir gewünscht einige der Details in dem neuen Gebäude zu integrieren, aber wir haben das Haus erst vom Investor erworben und konnten nur bedingt Einfluss nehmen.
Posts by Northernsouldancer
-
-
Hallo Neußer,
es sind keine Fachwerkbalken mit tragenden Eigenschaften, aber Eichenbohlen mit den Maßen ca. 200 x 50 die ausgefacht wurden, die Bohlen sind verzapft und mit Holznägeln verbunden und auf dem darunter befindlichen Holzrahmenständerwerk fixiert.
Diese Ausführung war vom Denkmalschutz vorgegeben und die wirtschaftlich einzig tragbare. -
Da haben wir ein Problem erkannt, es gibt keinen Investor, der ein Baudenkmal erwirbt, wenn es danach nicht sinnvoll nutzbar ist.
Und die Stadt? Die steht unter finanzieller Aufsicht, weil so gut gewirtschaftet wurde, aber dafür ist ja auch keiner verantwortlich zu machen.
Und diejenigen, die allenthalben nach mehr Verantwortung für Bürger schreien und mehr und mehr privatisieren sind in solchen Fällen ganz still.
Im Rahmen dessen, was uns möglich ist, werden wir alles tun, damit das Ensemble wieder von Menschen genutzt wird (architctura pro homine). -
hallo Architekturkritiker, Hobbydenkmalschützer und Bauprofis.......
Vorab einige Fakten:
Das Backhaus stand nicht auf der Denkmalschutzliste und unterfällt somit nicht den entscheidenden gesetzlichen Vorgaben.
Der Entwurf, die Planung und Ausführung wurden trotzdem in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehöden ausgeführt.
Der Entwurf mit dem "Altbauteil" und dem neuen Baukörper war eine konkrete Vorgabe der Denkmalbehöden, und der ursprüngliche bereits genehmigte Entwurf würde noch viel mehr Menschen die Sprache verschlagen!
Eine Erhaltung des ursprünglichen Baukörpers war wegen des fortgeschritten Verfalls nicht möglich.
Eine Nutzung der Fachwerkbalken war nicht möglich, da diese in großen Teilen schon zerbröselten.
Eine Nutzungsmöglichkeit auf Basis der ursprünglichen Bauwerksgröße war nicht möglich, zu lange haben diejenigen, die sich auch hier als Kritiker aufspielen sich um nichts gekümmert und das Backhaus verfallen lassen.
Nun zu den Bauprofis:
Richtig, die Balkenlagen sind modernen Nutzungsanforderungen angepasst, aber jetzt wenigstens mit biologisch unbedenklicher Farbe gestrichen, die das Holz schützt, und nicht wie zuvor mit Farbe, die das Holz hat verrotten lassen.
Die Sprossenfenster sind in der Aufteilung so von der Denkmalbehöde vorgegeben und dann von einem Handwerksbetrieb aus der Gegend individuell angefertigt--- offensichtlich haben die Baufachleute unter Ihnen entweder keine Ahnung oder sie waren noch nie in einem "Baumarkt"
Dasselbe gilt auch für die Tür.
Ach ja Neubaustandards... Die Fenster wurden auf Wunsch der Denkmalbehöden nur zweifachverglast ausgeführt, und nicht wie heute Standard dreifach!
Das sind die Fakten und sollte daran jemand Zweifel hegen kommen Sie gerne vorbei und klopfen an, ggf. werde ich Ihnen die Unterlagen dazu erläutern.
Nun zu Meinungen:
Es muss ja keinem gefallen, was hier entsteht, aber Jahrzehnte hat sich niemand um das Haus Harkorten gekümmert und auch kritische Bürger haben offensichtlich anderes zu tun gehabt! selbst etwas zu unternehmen und sich kümmern ist ja auch zu schwierig, da kann man lieber undifferenziert im Nachhinein kritisieren.
Abschließend, das Backhaus steht nicht unter Denkmalschutz und soll sich an das Ensemble nur anpassen und erfreulicherweise haben viele Bürger, Nachbarn und Spaziergänger sich schon positiv geäußert.
Und wer meint es besser machen zu können, das Herrenhaus steht meines Wissens zum Verkauf. Kaufpreis ca. 300.000€, geschätzte Renovierungskosten 1,5 Mio. dann wollen wir mal sehen, wann die kritischen Bürger das Geld zusammen haben.
Bis dahin stehe ich Nachts auf und vertreibe Jugendliche, die Fenster einwerfen und sinnlos zerstören, genauso wie Diebe auf der Suche nach Altmetall.....