Posts by Citoyen

    Edit: Ansicht mit Alter Börse.

    Ein dauerhafter Link läßt sich leider nicht setzen. So findet man die Fotografie:


    1) http://www.ifaust.de/isg/
    2) Auf "ISGBild" klicken
    3) Oben auf "Suche" klicken
    4) Im Feld "Stichworte" "Antwerpen" (ohne die Anführungszeichen) eingeben und die Suche starten
    5) Links bei "Anzeige" auf "Bildergalerie" klicken
    6) Der vierte Treffer ist die Fotografie mit den beiden barocken Prachtbauten und der Alten Börse.

    Ein schönes Luftbild, pietffm! Hier habe ich nun einen alten Beitrag von RMA gefunden, der eine beeindruckende Fotografie der beiden Barockhäuser Neue Kräme 5 ("Zur Stadt Antwerpen") und 7 ("Großes Kaufhaus") zeigt. Wer dem ein Café und eine unterirdische Toilette vorzieht, dem ist eigentlich nicht zu helfen. Hier sind drei weitere Beiträge, in denen über das Haus "zur Stadt Antwerpen") diskutiert wurde.


    (Klicken zum Vergrößern)

    P.S.: In RMAs Original-Beitrag ist die Fotografie in besserer Auflösung zu sehen!


    Edit: Ansicht mit Alter Börse.

    Ja, natürlich! Die Braubachstraße ist ja selbst gründerzeitlich. Das hatte ich nicht bedacht. Man könnte also nach der Rekonstruktion der Alten Börse die Situation wie auf der 1887er-Aufnahme und dem Luftbild von 1938 wiederherstellen, allerdings bevorzugt mit niedrigeren Gebäuden zum Paulsplatz hin. Auf das alte Haus zum Wedel müßte man leider verzichten. Die Häuser Neue Kräme 5 und wohl auch 7 waren 1938 offenbar noch alte Fachwerkhäuser. Anders als auf dem Merianstich waren sie aber traufständig. Meinst Du, man hat einfach die Firstrichtung irgendwann geändert?


    Edit: Ja, Heimdall, den Einwand kann ich angesichts Deiner persönlichen Erfahrungen nachvollziehen.

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu, Riegel. Nur ist nicht mehr für alle vier anschließende Häuser Platz, glaube ich. Man müßte für Haus Nr. 5 oder 3 eine neue Südfassade gestalten. Gibt es Bilder der vorgründerzeitlichen Bebauung? Ich fand bisher nur diesen Stich, der die Häuser südöstlich der Barfüßerkirche zeigt:



    Quelle: Wikimedia Commons, Plan von 1770 nach Merian von 1628

    Ein anderer Aspekt aber ist viel interessanter. Der Antrag der "Bürger Für Frankfurt" (BFF) vom Juli hat es ja bereits formuliert. Der Oberbürgermeister möchte ein "Demokratiezentrum" neben der Paulskirche errichten. Hierfür böte sich eine Rekonstruktion der Alten Börse an der Neuen Kräme an. Ein Projekt, das mehr Chancen hätte, und für das auch viele Sympathien existieren. Die Fläche wäre frei.

    Wieder einmal ein sehr gutes Engagement der BFF! Sollte es erfolgreich sein, wird man sich überlegen müssen, wie man die Alte Börse südlich abschließt. Die südlich anschließende Bebauung kann wegen der Braubachstraße nicht komplett rekonstruiert werden, oder? Das Original hatte dort eine Brandmauer, an die das Haus Neue Kräme 7 anschloß.
    Frankfurt, Alte Börse, aus: Frankfurt am Main und seine Bauten, Architekten- & Ingenieur-Verein (Hrsg.), Frankfurt a. M., 1886
    Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC-PD

    Stimmt, Uhugreg, Du hast nicht nur die fehlende Funktion sondern auch die unvollständige Rekonstruktion bedauert. Von außen betrachtet hat sie aber schon eine enorme ästhetische Funktion und daher ist die innen unvollständige Kuppel natürlich besser als keine. Da wohl keine zwingenden Gründe für die Zwischendecke bestehen, kann man auf eine Rekonstruktion in paar Jahren hoffen. Das Beispiel des Kunsthistorischen Museums in Wien ist bestechend!

    Das ist jetzt ein bißchen Worthuberei hier. Im Grunde hat uhugreg ja nur bedauert, daß der Kuppelraum nicht in seiner ganzen Größe genutzt wird. Für wiederholte Kritik ist dieser Faden doch da.


    Auf die Gefahr hin, daß die Frage auch zum wiederholten Male gestellt wird: Gibt es eine offizielle und vernünftige Erklärung für die Zwischendecke? Klimatische Gründe lasse ich nicht gelten, da es nicht der einzige hohe Museumsraum auf der Welt wäre. Daß man damit jeden Gedanken an eine Rekonstruktion der Schloßkapelle im Keim ersticken wollte, glaube ich auch nicht. huh:)

    Deswegen halte ich solche Fundamente für einen Gewinn in ökologischer Hinsicht. Und auch in archäologischer - denn in 100 oder 1000 Jahren werden sich unsere Nachfahren dafür interessieren, wie wir denn im Jahr 2019 gelebt haben. Dass Du, lieber @Elbegeist, Betonfundamente, Hügelgräber und Tümpel für verzichtbar hältst, zeigt, wie wenig Du von Archäologie und Ökologie verstehst...

    Noch einmal zum Verständnis: Du hältst das hier für einen Gewinn in ökologischer und archäologischer Hinsicht? Bei 4000 Windrädern pro 1 AKW? Und das hier dann auch?
    Ist ein moderner Betonbau dann auch ein archäologischer Gewinn, da er zukünftig zeigt, wie wir 2019 gelebt haben?

    Hier gibt es Informationen zum Original der Apollonstatue, nach dem die Kopie von E. Stützel gefertigt wurde. Die Originalstatue, die ihrerseits eine römische Kopie nach hellenistischem Vorbild war, kam demnach unter Friedrich II. aus Rom nach Potsdam. Damals hatte sie einen anderen, mir passender erscheinenden Kopf, der später abgenommen wurde. Bei dem Attribut handele es sich um einen Leiersteg, also den Rest einer nicht mehr vorhandenen Leier oder Kithara. Der Torso der Originalstatue sei bei der Bombardierung des Neuen Museum in Berlin 1943 zerstört worden.


    Edit: Beim Faun mit Panther hat sich F. G. Adam offenbar stark an eine römische Kopie eines hellenistischen Originals angelehnt, das sich heute im Palazzo Pitti in Florenz befindet. Foto

    Soeben verteidigte sich Hans Kollhoff im Deutschlandfunk gegen die Anfeindungen von Trüby und Arch+, denen es darum gehe, „eine konservativ-bürgerliche Haltung zur Stadt und zur Frage, wie wir leben wollen in unserem Gemeinwesen, zu diskreditieren und verächtlich zu machen.“


    Hier das ganze Interview.

    Ein interessanter Artikel in der Welt:


    welt.de/finanzen/immobilien/ar…t-Bioziden-verseucht.html

    Im Nachgang zum Welt-Artikel erschienen Anfang Juni auch Berichte in der Badischen Zeitung (hinter der Bezahlschranke) und beim SWR. Leider wurde dabei nicht erwähnt, daß biozidhaltige Farben vor allem bei wärmegedämmten Fassaden nötig sind. Ein für mich neuer Aspekt ist, daß auf Flachdächern auch Herbizide zur Hemmung von Wurzeln eingesetzt werden.
    Ebenfalls schade ist, daß wohl eine Informationsveranstaltung der beteiligten Forscher – verständlicherweise – zunächst abgewartet wurde. Ich hatte die BZ schon im Februar auf die Thematik hingewiesen. Damals stand ein Bürgerentscheid über ein Neubaugebiet in Freiburg unmittelbar bevor. Nun blieb die Berichterstattung ohne öffentliche Resonanz.

    Nicht doch, Bismarck. Nachdem ursus von der Moderation für eine Woche in die Karpaten verbannt wurde, versucht er nun wohl ganz im Sinne der Vereinssatzung zu formulieren. Nicht daß gegen ihn noch eine härtere Gangart gefahren wird.

    Mag sein, daß die Neogotiker manchmal über das Ziel hinausgeschossen sind, ich möchte ihre Werke trotzdem nicht missen. Viele davon wären sonst heute noch Ruinen. Und was wohl Norman Foster aus Carcassonne machen würde?

    Lieber @Rastrelli,
    Deine Bestrebungen, die Debatte zu versachlichen, sind sehr zu begrüßen. Aufgrund der Aussagen des Premierministers Édouard Philippe in der Pressekonferenz am 17. April komme ich aber zu etwas anderen Schlüssen. Hier noch einmal die ganze Passage, aus der Du schon Ausschnitte hier und hier zitiert hast:

    Quote from Edouard Philippe

    Enfin, un concours international d'architecture portant sur la reconstruction de la flèche de la cathédrale sera organisé. Avant le 19ème siècle, la cathédrale Notre-Dame de Paris n'avait pas de flèche, c'est Viollet le DUC au 19ème qui a choisi de construire cette flèche que nous avons vu s'écrouler dans la soirée de lundi dernier. Le concours international permettra de trancher la question de savoir s'il faut reconstruire une flèche, s'il faut reconstruire la flèche qui avait été pensée et construite par Viollet le DUC dans les mêmes conditions à l'identique ou s'il le faut, comme c'est souvent le cadre et le cas dans l'évolution du patrimoine et l'évolution des cathédrales, doter la cathédrale Notre-Dame de Paris d'une nouvelle flèche adaptée aux techniques et aux enjeux de notre époque.

    Quellen: Video, Manuskript (pdf)


    Meine etwas holprige Übersetzung:
    "Schließlich wird ein internationaler Architektenwettbewerb bezüglich der Rekonstruktion des Dachreiters ausgerichtet werden. Vor dem 19. Jahrhundert hatte die Kathedrale Notre-Dame de Paris keinen Dachreiter; es war Viollet-le-Duc im 19. Jahrhundert, der entschieden hat, diesen Dachreiter zu bauen, den wir letzten Montagabend haben einstürzen sehen. Der internationale Wettbewerb wird erlauben, die Frage zu entscheiden, ob ein Dachreiter rekonstruiert werden soll, ob der Dachreiter rekonstruiert werden soll, der von Viollet-le-Duc gedacht und errichtet wurde, unter den gleichen Bedingungen, identisch, oder ob, wie es oftmals der Rahmen und der Fall in der Fortentwicklung des Kulturerbes und der Fortentwicklung der Kathedralen ist, die Kathedrale Notre-Dame de Paris mit einem neuen Dachreiter versehen werden soll, der den Techniken und Fragen unserer Zeit angepaßt ist."


    Ich bin der Meinung, daß Philippe auch eine äußerlich modernistische Gestaltung des Dachreiters hier als Möglichkeit miteinbezieht, vielleicht sogar favorisiert.
    Die Aussage, daß Notre Dame vor dem 19. Jahrhundert keinen Dachreiter gehabt habe, ist ja falsch. 600 Jahre lang hatte sie einen gotischen Dachreiter, dann 70 Jahre lang keinen und seither wieder 160 Jahre einen neugotischen – bis letzte Woche.

    Zum Dachreiter über der Vierung: Wenn man sich Stiche des 17. Jahrhunderts ansieht, bekommt man den Eindruck, daß sich Viollet-le-Duc 1860 durchaus nah an das Vorbild von ca. 1250 angelehnt hat. Ihn nicht zu rekonstruieren wäre absurd. Apropos: Ich habe nun mehrfach gelesen, der ursprüngliche Dachreiter sei von 1786–1792 wegen Baufälligkeit „demontiert“ worden. Kann es sein, daß solchen Formulierungen ein beschönigender Blick der Franzosen auf die Revolution zugrunde liegt?

    @Plaza de Insula
    Selbstverständlich nimmt Sandstein - wie jeder andere Baustoff auch - in gewissem Maße Wasser auf. Da es sich um ein Sedimentgestein handelt, kann der Wasseraufnahmekoeffizient parallel zur Schichtung (und das könnte hier am Gesims der Fall sein) deutlich höher liegen als bei anderen Natursteinen, etwa im Bereich von Ziegelsteinen.
    Ansonsten käme es ja nicht zu Ausblühungen, die dort entstehen, wo salzhaltige Porenlösung verdunstet. Richtig ist, daß die Ausblühungen im Bereich der Fugen entstehen, da das Salz aus dem Fugenmörtel gelöst wird.