Posts by jack000

    Pardon! Ich wollte hier niemandem zu nahe treten. Genau so gut hätte ich Köln, Hamburg oder Stuttgart nennen können. In der ganzen Republik gibt es Ecken, die man als problematisch bezeichnen kann.

    z.B. Stuttgart ist eine der hässlichsten Städte die man sich überhaupt vorstellen kann. Leipzig hingegen ist sehr schön!
    => Insgesamt befinden sich derzeit in den neuen Bundesländern weitaus schönere Städte als in den alten Bundesländern!
    Wirtschaftliche Grundlagen spielen da keine Rollen, da z.B. Böblingen zu den hässlichsten Städten in Deutschland gehört obwohl es dort Vollbeschäftigung gibt.

    Ich glaube schon, dass wenn einmal alle Quartiere am Neumarkt bebaut sind, dass in 50 Jahren der Kulturpalast (der Name passt hier nicht zum Produkt - diese Mogelpackung) entsorgt wird und am Muell der (Bau-)Geschichte landen wird. Der Stadtgrundriss schreit doch foermlich danach. Im Endeffekt wird man dann sicherlich schon rein aus objektiven Gründen hier die notwendige Bereinigung versuchen umzusetzen.

    Wunschmäßig sollte es schneller gehen als 50 Jahre ... Der Kulturpalast als Fremdkörper muss so schnell wie möglich weg!

    @ jack000 und stauffer


    Ich könnte zwar auch sehr gut im öffentlichen Raum auf die Vertreter verschiedenster menschlicher Verhaltensweisen verzichten, von Ausspuckern auf den Gehweg über Fassadensprayer und Müll-achtlos-Wegwerfer bis hin zu Spielplatzjunkies, Wildbislern und Zigarettenkippen-Wegschnipsern, aber in einer derartig restriktiven, den Einzelnen permanent gängelnden Gesellschaft wie in Singapur wollte ich nicht leben, nur damit die Straßen sauber sind. Ordnung um jeden Preis kann doch nicht die Maxime sein?

    Es geht doch nicht darum Gesetze aus Singapur 1:1 umzusetzen ... ebenso muss das Kind ja nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden.
    Worum es geht ist doch mal ein anderes Augenmerk über diese Verschmutzungen zu werden, denn diese müssen doch nicht sein und sind verhinderbar wenn man es einfach sein lässt. Sei es aus Überzeugung oder aus Angst vor Strafe.


    Solange aber "Toleranz" bei diesem Thema herrscht wird man dem nicht beikommen können. Es geht also darum darüber nachzudenken ob das alles wirklich so sein muss oder ob man nicht mit mit anderen Methoden (Niemand will hier wegen Sprayern Arbeitslager einrichten!) der Problematik beikommen kann.
    Dazu gehört nun mal eine höhere Kontrolldichte und entsprechend härtere Strafen (z.B. im großen Maßstab TAGs entfernen müssen).
    Ebenso spricht auch nichts gegen die Freigabe an grauen Flächen (Die gibt es ja genug in Deutschen Städten) für Künstler (oder welche die es werden wollen).


    => Was nicht sein kann ist die generelle Tolerierung dessen was wir doch auch den Bildern zuvor gesehen haben!

    Und - wie beinahe zu erwarten - gibt es in der Humboldtstraße auch noch etwas unerfreuliches zu vermelden:
    Kaum ist der Bauzaun weg, tauchen die ersten geistig minderbemittelten asozialen Schmierfinken auf und hinterlassen ihren Schmutz auf den nagelneuen Fassaden:


    [...]
    Wenn das auch an den rekonstruierten Gebäuden passiert, drehe ich durch! Da hilft offenbar nur Videoüberwachung, denn am Landtag habe ich so einen Mist noch nicht gesehen.

    Von Singapur ist daher zu lernen ... da würde sich niemand sowas trauen ... und wenn doch bekommen die das zu spüren!
    => Es ist ein Skandal, daß sowas in Deutschland überhaupt sein kann, da sind Politik, Polizei und Justiz gefragt, dem maximal Einhalt zu bieten!

    Man muss heutzutage damit zufrieden sein, aber uns allen ist klar was selbst den traditionellen Neubauten wie diesem fehlt: Die Ornamentik, die früher die Gründerzeitbauten schmückte und die Fassaden erst zum Leben erweckte und bereicherte. Ornament ist in der modernen Architektur bis zum heutigen Tag ein Tabu das ich nie begriffen habe. Warum verzichten wir aus freien Stücken auf das, was wir doch in Wahrheit gerade so schön finden?

    Du hast in allen Punkten ja recht, aber deine erste Aussage "heutzutage damit zufrieden sein" sagt alles aus was dazu zu sagen ist. Insgesamt kann man doch froh sein, wenn eine Stadtreparatur stattfindet und nicht Zerstörung Nr. 3 forciert wird.
    In Berlin ist da vieles gelungen und wenn man sehen möchte wie man Städte richtig vermurksen kann schaue sich Kassel & CO an.
    Die neuen Gebäude in dem Beispiel hier passen sich doch wenigstens der gewachsenen Struktur an und sind nicht isolierte Solitäre als Ergebnis von Architekten als Selbstdarsteller wie es leider so häufig geschieht.
    => Daher kann ich mit diesen Neubauten sehr gut leben ...

    Diskutieren mit Asozialen macht keinen Sinn, nur eine umfassende Gentrifizierung kann das Bahnhofsviertel retten!

    Am Portal II + III scheint es genauso zu sein, scheinbar haben die Arbeiter nur die 4 Tage Woche!

    Das ist der Fehler im System in Deutschland: Alle arbeiten gleichzeitig )MO-FR) und alle haben gleichzeitig frei (SA/SO). Das kann nicht funktionieren.
    => In Branchen in denen man für andere da sein muss sollte SA und SO Arbeit normal sein. In diesem Fall ist es Berlin Zentrum und niemand stört sich daran wenn mindestens auch Samstags gearbeitet werden würde.

    1925 wird man beim Durchqueren eines düsteren vierten Hinterhofs irgendwo im Wedding vermutlich ein ähnlich mulmiges Gefühl gehabt haben, wie heute in einer Gropiusstädtischen Unterführung.

    Dabei wollte man alles besser machen und sogar einen neuen Menschen schaffen. Das ist folglich schief gelaufen und es gab keine Verbesserungen.


    Wobei ich noch den Unterschied sehe, dass man in diesen Hinterhöfen denjenigen begegnet die dort wohnen da keine Fremden dort rum lungerten... in der gropiusstädtischen Unterführung begegnet man sonst wem,

    Es werden die Zerstörungen von Städten im WWII jeweils in % angegeben. Es stellt sich aber die Frage: Wie wurde das denn überhaupt bemessen? Gab es dafür einheitliche Vorgaben? Ab wann galt ein Gebäude als "zerstört"?


    Hintergrund: M.E. wurden hohe Zerstörungsgrade angegeben um den Abriss nur wenig beschädigter Gebäude zu rechtfertigen um großflächig etwas anderes errichten zu können.

    Gibt es denn eine gute Dokumentation des Vorkriegsbestandes, der die Phantasie anregt? Ich hatte immer den Eindruck, dass das Marienviertel zwar recht nett aber eben auch nicht außergewöhnlich war und vielleicht ein wenig zu kleinbacken und durchschnittlich für eine Großstadt. Wir haben ja nicht hier repräsentative Renaissancepracht oder Fachwerkträume, sondern Durchschnitt, der in wirklich jeder ostdeutschen Kleinstadt stehen könnte. Eine kleinteilige Bebauung wäre sicherlich wünschenswert zur Wiedererlangung eines urbanen Raumes, und Überwindung des solitären Charakters der Kirche, aber meines Erachtens ist viel Raum für Architektur. Wenn überhaupt reicht vollkommen die Wiedererlangung einiger Gassen, eines Stadtbildes.

    Das Problem ist der aktuelle Zustand der für eine große Hauptstadt im Zentrum in keinster Weise zu vertreten ist! Es kann so nicht bleiben wie es ist ... Lösungen gibt es viele und es gibt nicht nur ein schwarz oder weiss ...

    Solange die Wohnungssituation so ist wie sie ist ist das natürlich völliger Mumpitz. Da wird überhaupt kein Wohngebäude abgerissen. Insofern stellt sich auch die Frage nach der Architektur einer Neubebauung nicht.

    Berlin ist noch meilenweit entfernt von der Situation wie in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, München, etc... und es geht ja einmalig um einige hundert Wohnungen die abgerissen werden müssen während in Berlin 10.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden.
    => Die paar Wohnungen können also nicht als Ausrede dafür herhalten diesen Schandfleck in der Mitte Berlins länger als notwendig ertragen zu müssen.
    Abgesehen davon würden ja auch wieder neue Wohnungen dort gebaut werden.