Posts by SchortschiBähr

    :schockiert:
    Ach, ach das schnuckelige Staufen sinkt ab. Kenne Staufen gut. Werd da mal bei Gelegenheit hinfahren und mir ein Bild von der Lage vor Ort machen. Witzig:
    Bgm Benitz war mal in den 90igern mein Chef, damals noch als Kulturamtsleiter. Er hat schon ein Herz für die Kultur. Wird ihm wirklich arg sein, wenn jetzt sein Städtle absinkt, obschon er eigentlich was für die umweltfreundliche Beheizung des Rathauses tun wollte...

    Philon


    Nein, ich meine es nicht so. Meine Absicht mich in der Gegenwart zu zentrieren erfolgt aus spiritueller Einsicht. Das schließt für mich nicht den Erhalt oder die Wiedergewinnung wertvoller historischer Baudenkmale aus. Anknüpfend an Thomas Beitrag wollte ich die Wirkungen, die ein melancholisches Anklammern an vergangene Welten psychisch und seelisch zur Folge haben kann aus meiner Sicht andeuten. Es geht hier um eine geistige Haltung. Mit welcher inneren Haltung, mit welcher Absicht will ich Altes bewahren oder auferstehen lassen?
    Und Philon, worüber setzen wir uns in diesem Forum auch auseinander!? Geht es nicht auch um die Entwicklung einer neuen Baukunst auf den Grundlagen der klassischen Architektur, aber als eine inspirierte Neuentwicklung und nicht als nachvollziehende Nachahmung!
    Und das Neue als ein aus dem geistigen Potential auf die Welt geholter Manifestationsprozeß, also ein künstlerischer Prozeß ist meiner Ansicht und Erfahrung nach ein Prozeß von innen nach außen. Im Innersten meiner Selbst schöpfe ich die neuen Ideen und lasse sie Wirklichkeit werden. Die geistigen Größen der Vergangenheit, Dichter, Maler, Denker und Komponisten, geniale Erfinder, Baumeister, die etwas Neues zur Kulturentwicklung beigtragen haben, konnten dies wahrsacheinlich nur deshalb so weltbewegend, weil sie sich ganz in der Gegenwart mit ihrem Geist befanden und so frei von historischen Zwängen und Einschränkungen sich inspirieren ließen.
    Bei Le Corbusier und Co fehlt etwas Wesentliches: die Natürlichkeit. Und das wesenhafte, seelische Angesprochensein, die Herzqualität. Bauhausarchitektur kann zwar schlicht, auch proportioniert erscheinen, doch für mich, da sie sehr im mentalen, denkerischen begründet ist, irgendwie abgetrennt, gespalten und daher nicht den ganzen Menschen ansprechend, letztlich auch abgespalten vom Leben in seiner Ganzheit.
    Die Sehnsucht nach Rekonstruktionen, nach den alten Städten, wie Dresden ist vielleicht auch die Sehnsucht nach Verwurzelung in der Natürlichkeit des Lebens. Die Bauhaus-Moderne kann diese Sehnsucht nicht befriedigen. Und da es zur Zeit noch keine umfassende, neue architektonische Strömung gibt, wird auf das Alte zurückgegriffen. Würde es nicht darum gehen, die Werte der überkommenen Architekturprinzipien zu erkennen, zu verstehen , zu verinnerlichen und damit eine neue Baukunst zu schaffen!?
    Machen wir am anderen Ort mit dieser Diskussion weiter...!?

    Quote from "Weingeist"

    Eigentlich wäre es auch an der Zeit, neben den regulären Visualisierungen auch jene mit dem Neptunbrunnen zu erstellen. Ich bin sicher, jedem würden die Äuglein aus dem Kopf fallen, außerdem ist der Neptunbrunnen derzeit in einem erbärmlichen Zustand und es müßte sowieso was getan werden. Für was braucht man in der Friedrichstadt diesen Brunnen ? Am Neumarkt sähe er tausendmal besser aus.
    Sende Brunnen an Hummel.
    Also: Brunnen an Hummel :zwinkern:



    Au ja, diese Visualisierung möchte ich sehen!!! :huepfen:

    Vielen Dank Kindvon2Dresdnern für diese privaten Dokumentationsaufnahmen. Mir fehlen die Worte... !



    Quote from "Thomas Filip"

    Die Bilder sind erschütternd, weil sie aufgrund des privaten Charakters noch authentischer und damit natürlich auch noch einmal bedrückender wirken.
    Trotzdem frage ich mich immer wieder: Warum tun wir uns das an? In meinem Regal stehen auch immer noch die Standardwerke zu den architektonischen Kriegsverlusten, aber immer wieder frage ich mich, ob für mich nicht langsam die Zeit gekommen ist, mich von diesen Büchern zu trennen. Der Blick zurück hilft mir nicht, er produziert bei mir überwiegend negative Gefühle. Er setzt wenig produktive Energien frei. An Euren bisherigen Reaktionen merke ich, dass es Euch kaum anders zu gehen scheint. Die Bilder provozieren Wut und Bitterkeit. Daher meine Frage: Warum die forgesetzte Selbsttortur mit Bildern einer untergangenen Welt? Wichtig: Ich möchte hier ausdrücklich differenzieren zwischen notwendiger geschichtlicher Aufklärung und bewusster - und daher für mich jedenfalls - fragwürdiger, dauerhafter visueller Selbst-Versenkung in den Abgründen deutscher Geschichte.



    Was Du schreibst ,Thomas, kann ich aus meiner spirituellen Sicht voll unterstützen. Der Blick auf die Vergangenheit bindet uns an diese, insbesondere wenn es bildhaft-emotionale Eindrücke sind, bindet unsere Kräfte, schwächt uns, die Visionen für die Zukunft verschwinden, die schöpferischen Quellen versiegen. Obschon ich selbst hier viele alte Bilder eingestellt habe, sage ich mir immer wieder bewußt "lasse das Alte los", schau ins Jetzt, den Fokus in die Gegenawart zu konzentrieren: Darin tauchen die Visionen für das Zukünftige aus mir selbst auf. Im Jetzt liegt die Kraft etwas Neues für die Zukunft zu schaffen. Die Alten Welten sind bewußt zu verabschieden, um frei zu werden. Das gilt eigentlich für alle Lebensbereiche, nicht nur beim Thema "Dresdentrauma"

    Mein 100. Beitrag!!! :lockerrot::dichter::)


    Und es folgt der vierte und letzte Teil der Bildserie aus:

    BILDDOKUMENT DRESDEN 1933-1945


    "In den Tagen nun vor dem 13. Februar vor 63 Jahren."


    Ich bin froh und dankbar, daß von dieser, meiner Mutterstadt doch noch soviel vorhanden ist, erlebbar ist und wieder auflebt, das mich ihre einstige kulturelle Größe und Schönheit erahnbar, spürbar und vorstellbar werden läßt.
    Sei es eine stete Herausfordung an der Auferstehung einer neuen und weiter entwickelten Stadtbaukultur mitzuwirken. Ein jeder an seinem ihm gemäßen Platz...



    Dresden, Neustädter Markt




    Neustädter Markt 1945




    Im Buch Bildunterschrift mit:
    Oskar-Seiffert Museum (Anm.:also der Jägerhof)




    Berühmte Holzplastik Madonna mit Kind im Oskar-Seiffert-Museum




    Neustadt, Dreikönigskirche 1945




    Japanisches Palais





    Das Dresdner Narrenhäusl





    Rathausturm





    Die Hofkiche 1945




    und das Schlußbild in 2 Fassungen. Letzteres als Zugabe aus dem zweiten Exemplar des "Bilddokument..." in einem warmen Sepiaton.



    Habe auf mein Schreiben (siehe weiter oben) Rückmeldung erhalten. Freut mich! :D
    Die Identität werde ich nicht veröffentlichen. Aber es ist ein Fraktionsvorsitzender, der sich durch Engagement für Dresdens Bauprojekte auszeichnet:




    Sehr geehrter Herr ...


    vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich teile Ihre Auffassung und richte meine
    Politik daran aus. Jedes Einzelvorhaben muss sorgfältig diskutiert und
    bewertet werden. Dem von Ihnen formulierten Grundanliegen muss es
    entsprechen.


    In meiner Freiburger Zeit hat mir jeder Blick (lange sogar vom Arbeitsplatz
    in der Universität) auf das Münster Kraft gegeben. Mindestens so empfinde
    ich es jetzt auch beim Blick auf die Zeugnisse Dresdner Baukultur.


    Mit freundlichen Grüßen


    ...

    Hallo alle zusammen!
    Hier mein Brief an den obigen Verteiler. Etwas länger geraten, ausgedruckt exakt eine DinA4 -Seite und bewußt mehr auf der emotionalen Seite formuliert und möglichst kein "Schlechtmachen" des bereits Vorhandenen...,
    wer sich angesprochen fühlt darf sich gerne argumentativ für weitere Briefe anregen lassen. No copyright!



    Bauprojekte um den Dresdner Neumarkt


    Sehr geehrte Damen und Herren, Stadträtinnen und Stadträte,


    als Sohn einer Dresdnerin, die die Zerstörung Dresdens erlebt hat, ist es mir ein besonderes Herzensanliegen den Wiederaufbau der kulturellen Kernzentren dieser Stadt mit größtem Interesse aus der Ferne zu verfolgen. Obschon nicht in Dresden aufgewachsen, kenne ich diese Stadt von Kindesbeinen an durch zahlreiche Aufenthalte.


    Es ist mit größter Anerkennung zu beobachten, wie diese Stadt im Wiederaufbau berühmter Stadträume durch einen architektonischen Bewußtseinswandelprozeß geht, ja Geburtsprozeß hin zu einem vorurteilsfreieren Rekonstruieren des historischen Bauerbes, das Dresden weltberühmt gemacht hat. Dresden hat hier die einmalige Chance den Ruf der Stadt als eine der Welthauptstädte der barocken Bau- und Bürgerkultur wieder in schöner Anmutung neu zu begründen und auch fortzuentwickeln und so viele Menschen durch ästhetisch und emotional ansprechende Stadträume nach Dresden einzuladen und vielleicht auch auf Dauer als Neudresdner begrüßen zu dürfen. Ein wesentlicher Standortfaktor wäre dies, ja der eigentliche Schatz im Zentrum dieser Stadt!


    Ich bitte daher diese einmalige Chance ein „Gesamtkunstwerk“ von harmonischer Ausstrahlung schaffen zu können, zu erkennen und mutig in voller Konsequenz zu ergreifen!!! Das heißt von politischer Seite die Vorgaben und Bedingungen für Bauherren und Architekten so zu gestalten, daß nur jene zum Zuge kommen, die sich mit einfühlsamer Würdigung des „Gesamtkunstwerkes Dresdner Altstadt“ mit ihren Bauvorhaben einfügen wollen und es als gemeinschaftliche Aufgabe verstehen Gebäude und damit Straßenzüge von durchgehender Schönheit und Echtheit zu schaffen. Dies würde bedeuten nur Entwürfe zuzulassen, die entweder die in Auf- und Grundriß qualtätvolle und materialstimmige Rekonstruktion wertvoller Barockbauten vorsehen oder sich in der Proportionierung und Gliederung den barocken Häuserfronten angleichen und damit einfügen.
    Ich appelliere an alle politisch Verantwortlichen die neuen Tendenzen in der Archtitekturszene zu erkennen und Ideen zur „Stadtraumheilung“ zu fördern. Das Provozieren von ästhetischen Brüchen durch Polarisierung mit architektonischen Gegensätzen scheint mir eine überholte intelektuelle Vorstellung zu sein. Fühlen wir uns nicht von reicher gestalteten Bauwerken in klassischer und auch ornamentaler Gestaltung berührter und damit auch wohler!?


    Die Dresdner und auch die Freunde dieser Stadt in aller Welt werden es den Verantwortlichen danken, wenn diese weise entscheiden und mit klaren an der Schönheit klassischer Maßstäbe orientierten Gestaltungvorgaben wieder zum Ruhme Dresdens als Kunstweltstadt beitragen. Hier ist in Generationen zu denken und zu handeln. Was bewährt sich auch in 100 Jahren? Was ist der individuelle Genius Dresdens und wie ist dieser weiter zu entwickeln!?
    Vorbilder dazu gibt es genug!


    So hoffe ich auf Besinnung und der Umwidmung bei Neubauprojekten wie dem „neuen Hotel“ in der Rampischen Straße, dem "Gewandhausprojekt" und bei Projekten in den "Quartieren am Schloß" und darüberhinaus in der Altstadt, d.h. diese noch einmal auf ihre Stimmigkeit im Kontext des Gesamtkunstwerkes „Altstadt“ zu überprüfen und gegebenenfalls tiefgreifende Umgestaltungen zu verlangen !


    In guter Hoffung auf verantwortlichen Umgang mit dem Erbe Dresdens, grüßt Sie freundlichst,
    Jürgen Th... S... (bei Freiburg/Breisgau)





    Das nenne ich mal eine einfühlsame Rekonstruktion bzw. Restaurierung:


    Am linken Schloßflügel "wackelt" sogar noch der Dachfirst, also wohl originaler alter Dachstuhl und zeigt uns somit die Verformungen aus den Jahrhunderten seines Bestandes. Der rechte Dachfirst zieht glatt und gerade durch, ohne diese Anmutung von Altersgeformtheit.
    Bei Betondachstühlen gibt's auch auf Jahrhunderte hin keine aussicht auf individuelles "lebendiges Atmen" des Gebäudewesens. Bleibt halt starr betonköpfig. (Wobei ich glaube,daß im Falle von Schloß Osterstein die Betonwände/-decken im Dachstuhl sich auf das erste Dachgeschoß beschränken, nach den Fotos jedenfalls. Vielleicht weiß jemand mehr davon)

    Na, wie wär`s, wenn wir youngworths Iniative endlich eine Freiburg-Galerie zu eröffnen erstmal würdigen und begrüßen würden, als auf der Mittelmäßigkeit der gezeigten Viertel "herumzuhacken" :zwinkern:


    Youngwoerth nähert sich Freiburg eben von den Randschichten her.
    Ich appelliere aber an Dich unsere geneigten Aph-ler nicht zu vergraulen und ihre Geduld nicht überzustrapazieren. Jetzt braucht es den Riesen- Bringer, um unsere Leute bei der Stange zu halten, sprich für Freiburg eine Lanze zu brechen. Die bisher gezeigten Ansichten bekommt der touristisch oder architektonisch begeisterte Besucher garnicht zu Gesicht, wenn er sich auf den großen Einfallsstraßen der Stadt nähert (sie liegen total abseits und haben mit der Kernstadt garnichts zu tun. Also wie wären Bilder von der Habsburger Straße aus Richtung Norden oder von der Schwarzwaldstraße aus Richtung Westen oder von Osten aus dem Schwarzwald her(als klassische Entrees bis vor die alten Stadttore (zeig uns mal die äußere Kajo vonder Dreisam her), oder noch besser: Wie kommt man nach Freiburg von den Bergen her, als Wanderer: Schloßberg, Schömberg oder Lorettoberg!
    Sobald ich meine neue Digi-Kamera habe (dauert aber noch...Geld!) beteilige ich mich an der Galerie eifrigst, eben aus meiner Sicht.


    DANKE youngworth für die Ouvertüre, jetzt laß uns den 1. Aufzug sehen!!! :schockiert:

    Quote from "youngwoerth"

    ...., die Postmoderne am Augustinerplatz, das Hotel in der Eisenbahnstraße, das Victoria-Gebäude,...


    Stimmt, einverstanden!!! Es gibt viele einfühlsame postmoderne Einfügungen in Freiburg, die mir auch sehr gefallen. Doch die Postmoderne hat sich nicht weiterentwickelt. Das sind alles Ergebnisse der Jahre um 1990.
    Ich wollte die Tendenzen der letzten 5 Jahre und aktuell hervorheben, darauf aufmerksam machen!



    Und da können wir gerne für den Freiburger Thread mal losziehen:


    Quote from "youngwoerth"


    Ansonsten können wir gerne auch mal zusammen auf Fototour gehen, wenn ich auch schon ziemlich viel zusammen hab. :schockiert:


    ... und die "Freiburger Kontraste" aufspüren und diese inklusive die von Dir schon abgelichteten gelungenen Beispiele dann präsentieren.


    (Kontraste z.B.: Neues Viertel am Wiehre-Bahnhof im Kontrast zum Gründerzeitviertel (da in unmittelbarer Nähe entsteht ein Bauhauswürfel mitten im gewachsenen Gründerzeitviertel), Talstraße wird allmählich auch rumgewürfelt, Botanischer Garten Glasfont zur Habburger hin, gegenüber des Herder-Verlagsgebäudes weißer Würfel mit terassenflachdach, vorher Gründerzeitbau, Bahnhofzeile, Ecke Friedrichring/Roteckring,=Platz des ehem. Dominikanerklosters wird zum 2mal neu bebaut, ehem. Keplergymnasium, nur der Turm ist übrig, ... usw.)


    Also, um den Freiburger Thread zu eröffnen lasse ich Dir den Vortritt, gell! :zwinkern:8)

    Also jetzt spätestens muß ich mal was zur Freiburger Lobhudelei youngwoerths sagen. :augenrollen:
    Vorweg aber: Ich schließe mich voll und ganz eurer oben stehenden Kritik an den Ulmer Neubauten an.
    Eine aggressive Zumutung ist das!!! :? :schockiert:
    Keinerlei Einfühlsamkeit, eine egomanische Klotzerei inmitten eines völlig anders gearteten architektonischen Umfeldes, bestehend aus giebelständigen Häusern verschiedener Jahrhunderte. Eine unsensible bewußte Missachtung des Ortes. Die Riegel wirken wie Despoten, denen das Volk zu huldigen hat(die Altstadthäuser), es ihnen aber völlig schnuppe ist und die sich tyrannisch und dünkelhaft von ihren Umfeld abgrenzen müssen, um sich in ihrem Machtgehabe zu bestätigen, ja das Fußvolk noch in 2 Parteien aufspalten, statt Einheit und Zusammengehen zu fördern. Die durch die Ortssituation gestellte Aufgabe wurde völlig verfehlt. Mag sein , daß neue Straßen- und Platzräume entstehen, doch mit welcher Atmosphäre...
    Ich kenne die Straßensituation noch aus den 80igern. Freilich tat da eine Veränderung Not. Doch jetzt wirkt es, als ob der Altstadt was im Hals stecken geblieben wäre und demnächst der große Hustenanfall kommt, um den Fremdkörper wieder auszustossen. Wenn doch Städte wie Lebewesen auch zu eigenen Bewegungen fähig wären und ihre Selbstheilungskräfte aktivieren könnten. Da würde das große Kotzen deutschlandweit anheben. Wäre sehr, sehr heilsam.
    :zwinkern:


    Und nun kurz zu Freiburg. Ich kenne diese Stadt nunmehr im 18ten Jahr und liebe sie, fühle mich dort sehr wohl, habe viele Feunde und Bekannte. Es gibt viele Flecken in der Stadt mit großer Verweilqualität. Doch diese Qualität ist mittlerweile durch genau denselben Glasbetonfetischismus gefährdet wie andernorts auch. Youngwoerth guck doch mal genau hin , was in Freiburg gerade abgeht. Mitten in die Gründerzeitviertel werden Glaskästen gepflanzt. Am Bahnhof entsteht derzeit ein wuchtiger Riegel der die Trennung von Altstadt und Stühlingerviertel, ohnehin durch die Bahnlinien schon besiegelt noch verstärkt, noch brutaler als das Ulmer Beispiel. Die Qualität einer Stadt verhindert nicht deren Verschandelung durch spätere Architektengenerationen. Freiburg ist auf dem besten Wege dazu.
    So und jetzt wird es Zeit einen differenzierten Freiburgstrang zu eröffnen, an dem ich mich beteiligen werde, wenn ich in den nächsten Monaten mir eine Digi-Spiegelreflex zulegen werde. Also packmers Youngwoerth!!! 8)

    @ Miwori, Dein Wohnblock-Foto:
    :verrueckteaugengelb: :verrueckteaugengelb: :verrueckteaugengelb:


    Ich staune immer wieder, was es in Dresden alles gab! Was für ein bürgerlicher Wohlstand im kaiserlichen Deutschland!!!


    @ Alle
    Wir machen doch schon mit solchen Seiten aufmerksam. Vielleicht wäre es sinnvoll erstmal die Internetpräsenz solcher architektur-stadtgeschichtlicher "Aufwecker"-VorherNachher-Vergleiche zu erweitern, wo doch Hinz und Kunz heutzutage eher ins Internet gucken, als die Straßenzüge ihrer Stadt bewußt betrachten!!!


    Freut mich übrigens, wie sich dieser Strang hier entwickelt. :D

    Wooowwww!!!
    Das klingt ja alles ziemlich gut. Endlich mal echt kulturbewahrende freudeauslösende Nachrichten. Das gibt ja einen der schönsten Schloßinnenhöfe Deutschlands, schöner als vor dem Krieg. :huepfen:


    Was mich jetzt interessiert: wie sehen die Elemente der transparenten Kuppel über dem kleinen Schloßhof aus? Ob der architektonische Gesamteindruck nicht so sehr gestört wird!?

    Weiter geht's mit Teil 3:


    BILDDOKUMENT DRESDEN 1933-1945




    Das neue Rathaus




    und 1945







    Eingangsfront des neuen Rathauses



    und danach




    Der Stallhofgang im Dresdner Schloß





    Schloß, Englische Treppe
    (Im Buch bezeichnet als: Der Aufgang zum Schloß)




    Trümmer im Schloßhof 1945




    Im Großen Schloßhof



    und 1945




    Der Altmarkt




    1945





    Die Fortsetzung folgt mit dem 4-ten und letzten Teil im Februar. Dann ua. mit Bildern aus Dresdner Neustadt.

    @Wissen.de


    DANKE für deine Appetitanreger auf den Potsdamer. Mit einem Besuch dort wird's bei mir aber erst Spätsommer werden. Aber dann...!


    @ Benni, Berlinfan


    Das runde Gegenteil ist zum einen der halbrund oder Viertelsturm des Sonycenters, aber vorallem die "Platzecke", bzw. Gebäudekante schräg gegenüber. Am Potsdamer prallen extreme Formkontraste aufeinander. Für die Ursache der scharfen Gebäudekanten der Tortenstücke die Straßenführungen verantwortlich zu machen würde ja heißen die Architektenschaft habe sich der Straßensituation ergeben und hier mangels Gestaltungswillen Gebäudegrundrisse geometrisch streng bis in die Dreiecksspitze vorgezogen und das "Dreieck" nicht als gestalterische Herausforderung angenommen zu haben. Stimmt vielleicht sogar!!!Zumindest bei dem Hochhaus links außen(weiß nicht im einzelnen von wem...). Der Kollhoff-Turm zeigt etwas Willen und Idee zur Gestaltung der Spitze. Und es kommt so was wie eine Schaufront trotz Dreieckssituation auf. Die Backsteinverkleidung (!?),wie youngworth schon hervorhob, gibt dem Turm eine angenehme Wärme hebt ihn aber in diesem dann noch folgenden Materialmix auch wieder als Solitär heraus.

    Im Grunde kommt es mir vor, als ob nicht die Aufgabe anstand einen Platzraum zu gestalten mit einem im Sinne des Gesamtkunstwerkes stimmigen Platzfassadenbild, in dem die Gebäude sich dienend einfügen, sondern der Platz wird benutzt um den Größen aus der Architekturwelt für ihre Titanen eine Repräsentationsbühne zu bieten. Da stehen sie nun diese Riesenbabys, einer so extravagant und unnormal, sprich vordergründig auffällig, wie der andere und neiden sich gegenseitig den Platz, recken sich soweit wie möglich spitzig in den Platzraum hinein, zeigen die coole flache oder breite Schulter oder runden sich hochmütig ins eigene Schneckenhaus zurück: eine Parade der Eitelkeiten!? :zwinkern: