Posts by Bautradition

    Trotzdem finde ich wir müssen beim "Kulturforum" differenzieren zwischen architektonischem Ausdruck des Museumsensembles (oder Museums-pas-ensembles) und dessen Inhalt.


    Das Erste ist wirklich unterirdisch, das Zweite hat m.E. durchaus Weltrang.

    ... und wem's zu gut geht, dem sei noch dieser Artikel in der Berliner Zeitung anempfohlen. Nicht zu viel essen vorher, das kommt sonst alles wieder raus.


    https://www.berliner-zeitung.d…hlussstrich-ist-li.172725


    Der Verfasser widerspricht sich schon in der Überschrift und dann gleich nochmals wortreich im Artikel.


    Ohne das Gesamtkonzept Humboldtforum mit Schlosshülle und Austellungskonzept mitten in der Hauptstadt, hätte es die aktuelle Debatte um Raubkunst und Kolonien in Berlin kaum gegeben!


    Wo waren nur die KritikerInnen, die sich nun lauthals melden, als die selben Objekte noch in Dahlem ausgestellt waren?


    Vermutlich ist es nur eine weitere, wohlfeile Möglichkeit, den Wiederaufbau des Schlosses zu diffamieren.

    Die Idee ist wirklich eigentlich nicht schlecht.


    Die Fassaden würden bezahlt durch die Spenden, die der lustige Palastverein gesammelt hat.


    Natürlich muss man auch hier an die wichtigen "Brüche“ denken! Um diese deutlich zu machen, bekommt der Palast zur Spreeseite eine Fachwerkfassade!

    Die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens wurde vom Ausschuss danach mit der großen Mehrheit von Grünen, CDU, SPD, Linke, FDP, Volt und Ökolinx festgestellt.


    Frage: was bewegt all diese Leute um das Bürgerbegehren gemeinsam zu verweigern....... Man kann doch nicht gemeinsam gegen gute und schöne Architektur stimmen??? Meistens ist 50% dafür und 50% dagegen. Unlogisch und nicht rational.

    Hallo Leute, das ist Frankfurt am MAIN, wir befinden uns in WESTDEUTSCHLAND. Wir glauben immer noch, dass ALLES was vor dem Krieg gewesen ist schlecht und undemokratisch war. Wir glauben sogar, dass die Häuser vor dem Krieg undemokratisch waren. Und wir glauben sogar, dass erst die Häuser, die nach dem Krieg gebaut wurden, demokratisch sind. Ja, wirklich, das glauben wir hier in Frankfurt an Main, über alle Fraktionen hinweg. Der Beton- und Glasklotz Schauspielhaus aus den 60ern wird ja explizit als offen und demokratisch bezeichnet. Im Westen ist es unchic, derlei anzuzweifeln. Parallelen zum Pellerhaus in Nürnberg sind übrigens rein zufällig und nicht von mir beabsichtigt :thumbsup:

    Den Bestandsbau zu sanieren hatte man ja am Anfang geplant - das sollte dann etwa 900 Mio. kosten. Daraufhin entspann sich die Debatte über Abriss und Neubau - wobei dies ähnlich teuer werden sollte, allerdings mit dem Vorteil, einen Neubau zu haben.


    Erst als sich die Initiative für die Wiederherstellung des rudimentär noch vorhandenen Seelig-Baus gebildet hatte mit dem Gedanken, u.a. durch Unterstützung von Investoren das alte Schauspielhaus mit historischer Fassade für geringeres Geld wiederzubeleben stellte man, seitens der Stadt Frankfurt, wundersamer Weise fest, dass ein (moderner) Neubau (unhinterfragt) noch weniger kosten sollte als die Rekonstruktion des Seelig-Baus. Wer DAS glaubt, wird se(e)lig.

    Ich frage mich eh, warum man nicht auf die seit Jahrzehnten bewährten Oberleitungsbusse (Vulgo "O-Bus" ) zurückgreift, statt teure Akkubusse zu kaufen... Offenbach selbst hatte mal mindestens eine O-Bus Linie

    Bin heute am Untermainkai 34, dem Standort der abgerissenen Villa Helfmann vorbeigekommen.


    Beim Abbruch hieß es ja, dass historische Fassadenteile in den Neubau integriert würden, u. a. das schöne, östliche Eingangsportal.


    Davon ist am Neubau, den ich an sich nicht schlecht finde, leider nichts zu sehen. Ob es noch kommt? Es wäre aber die Frage, ob es noch dazu passen würde...


    Es handelt sich um das zweite Gebäude von rechts, links davn die Bausünde "Interconti"




    Sowohl am Dreieck Saatwinkler Damm / Siemensbahn (letztere die bewaldete untere Begrenzung mit den alten Bahnsteigdächern der Endstation "Gartenfeld") im ersten Bild als auch auf der Insel Gartenfeld selbst (2. Bild) sollen rund 20.000 Wohnungen entstehen. Es geht langsam, aber es geht voran.


    Beides wird angeschlossen durch den Wiederaufbau der Siemensbahn (S-Bahn) zwischen Station Jungfernheide und (vorerst End-) Station Gartenfeld. Es gibt auch Überlegungen die S-Bahn über oder unter der Insel Gartenfeld weiter bis nach Hakenfelde zu verlängern / alternativ könnte aber auch eine Straßenbahn von Spandau via Hakenfelde nach Gartenfeld und weiter zum ehemaligen TXL (ich weigere mich diesen dusseligen Anglizismus von der "Urban Tech Republic zu verwenden) geführt werden.

    Habe mir vor Ort nochmal die Stühle unter den Bäumen vom Apothekerflügel angeschaut.


    Ist echt ne nette, Sache, schönes Plätzchen zum Sitzen im Schatten.


    Die Stühle sind immer paarweise zusammengebunden. Es gibt zwei Versionen, welche zum aufrechten Sitzen, welche zum eher "Lümmeln".


    Sitzen


    Lümmeln


    Auch ein Stuhlkreis ist möglich


    Die ersten "Verschönerungen" wurden bereits angebracht und entfernt

    Ich lebe mit meiner Familie im Speckgürtel von Frankfurt am Main, wir haben eine recht gute S-Bahnverbindung nach Frankfurt. Mein Arbeitsplatz ist aber nicht in Frankfurt sonder ein Stück außerhalb. Wir haben ein Auto, das steht 6 Tage die Woche nur in der Garage. Meine erwachsenen Töchter studieren beide und brauchen und wollen kein Auto. Hauptverkehrsmittel sind Öffis und Fahrräder.


    Da es leider keine Ringbahn wie in Berlin gibt muss ich auf der Fahrt zur Arbeit in Frankfurt umsteigen und wieder ein Stück rausfahren. Eine Art Ringbahnverbindung ist in Frankfurt seit Äonen irgendwie geplant, aber natürlich nie umgesetzt worden, kostet ja Geld! Gleichzeitig hat man es aber längst fertiggebracht einen fetten Autobahnring zu schaffen, der jetzt nochmals ausgebaut wird. Geld spielt bei den Straßen halt auch in Frankfurt keine Rolle.


    Mit den Öffis bin ich in rund 40 Minuten am Arbeitsplatz. Ich empfinde die Fahrt mit der S-Bahn als angenehm, die Wagen sind modern, klimatisiert und videoüberwacht, schwieriges Publikum ist selten darunter. Ich genieße Hin- und Rückfahrt, weil ich dabei zeitungslesend entspannen kann. Über Störungen und Verspätungen ärgere ich mich natürlich auch - wer nicht.


    Die Tickets im ÖPNV in Frankfurt sind absurd teuer. Das ist sicher auch ein Grund, warum viele Leute hier das Auto benutzen. Zudem haben hier viele steuerlich privilegierte "Firmenwagen".


    Mein Nachbar hat die gleiche Strecke, fährt aber mit dem Auto, weil er dann angeblich innert 20 Minuten am Arbeitsplatz ist. Das habe ich noch nie mit dem Auto geschafft, übrigens auch nicht, wenn ich mit ihm gefahren bin. Aber das erlebe ich oft, das Autopendler behaupten, mit den Öffis dauert's ne Stunde, mit dem Auto seien sie in 20 Minuten am Ziel.


    Autopendeln kommt für mich überhaupt nicht infrage. Das Gedrängel und Gegurke im Berufsverkehr empfinde ich als stressig und häufig richtig aggressiv. Entspannung kommt dabei nicht auf.


    So hat jeder seine Wahrnehmung. Was sicherlich niemand bestreiten kann, ist, dass wir mit der aktuellen straßenfixierten Verkehrspolitik in vielerlei Hinsicht auf dem Holzweg sind. Da helfen auch "intelligente" und elektrische Autos und LKWs nicht. Die Dinger verschwenden zuviel Platz, verbrauchen viel zu viel Energie und ruinieren das Klima.


    Das bedeutet, solange uns "Scotty" nicht "beamen" kann, müssen wir alle mehr zu Fuß gehen, Radfahren und brauchen für längere Strecken einen zuverlässigen und bezahlbaren ÖV. Und wo's gar nicht anders geht, gerne auch das Auto.


    Dass das geht, zeigt uns die Schweiz. Man muss nur endlich damit anfangen.