Posts by Kaiser Karl

    Warum nehmen wir nicht einfach unpolitische Berühmtheiten aus der Zeit?

    z.B.Carl Philipp Emanuel Bach (war oft im Schloss),

    Johann Joachim Quantz (war ebenfalls im Schloss),

    Andreas Schlüter

    Eosander von Göthe

    Hübscher Bildvergleich und zugleich Aufforderung zu "Finde den Fehler", also eher die künstlerische Freiheit des Gärtners, die hier recht frei den Architekturgarten seines Treppenhausbildes gestaltet hat: z.B. die Anzahl der freistehenden Baluster im vorderen Geländer, beim Gärtner 13, auf dem Foto 10! Der Sockel für den Leuchter schließt beim Maler schräg ab, parallel zum Stiegenverlauf, im Original gerade. Aber beim Jupiter(?)/Gigant hat er sich mächtig ins Zeug gelegt die Verkürzung des Beines in der Perspektive anatomisch korrekt auf die Leinwand zu zaubern. Eine beliebte Herausforderung für die Maler alter Zeiten!

    Die Sockel waren früher tatsächlich so wie der Maler es festgehalten hatte:

    ==>Virtuelle Besichtigung: Der Anhalter Bahnhof am Askanischen Platz

    https://anhalter.technikmuseum.berlin/

    Das habe ich jetzt erst gesehen. Wirklich sehr gut gemacht. Der Bahnhof wäre heute eine sehr beliebte Veranstaltungshalle. Wie kurzsichtig damals die Stadtplaner waren. Lieber erst mal sehr viel Geld für die Beseitigung gut erhaltener Baudenkmäler ausgeben, als das Geld erstmal zu sparen und zu überlegen, wie man sonst die Gebäude in späteren Jahren nutzen könnte. Selbst die Ruine wäre heute eine Bereicherung der ganzen Gegend.

    So ein virtueller Rundgang durch ein Gebäude sollte es auch für das Schloß geben. Immerhin existiert ja schon das Äußere, der Schlüterhof und die Gigantentreppe. Die Paraderäume im 1. und 2. Stock an der Nordseite mit dem Weißen Saal und der Schloßkapelle und die wichtigsten Räume der Südseite wären noch wünschenswert. Dann würde das Schloß wenigstens virtuell wieder existieren und könnte besichtigt werden.

    Vor ein paar Jahren sollte doch das Zentrum zum Teil virtuell rekonstruiert werden. Ich glaube Berlin 1929 hieß es. Leider hört man nichts mehr davon.

    Stimmt, Eosander hatte ja auch einen riesigen Kuppelturm auf dem Portal geplant, was die Westausrichtung des Schlosses noch verstärken sollte. Allerdings hätte die symmetrische Südfassade parallel dazu trotzem so bestehen können.

    Was mir gerade aufgefallen ist:

    In dem sehr lesenswerten Artikel:

    Eine Wappenkartusche am Berliner Schloss als Zankapfel
    Nach Anbringung der Wappenkartusche am Eosanderportal flammt der Disput über die Rekonstruktion des Berliner Schlosses erneut auf
    www.zeilenabstand.net

    sind diese beiden Fotos der Wappenkartusche.

    Es scheint, als ob die alten Flügel nicht nur kleiner waren, sondern auch viel dichter an der Fasssade. Sie berühren den Sandstein fast:

    bei der neuen Kartusche scheinen die Flügel viel weiter nach vorne zu stehen:

    Hier das letzte Foto der alten Adlerkartusche:

    Ja diesen grandiosen Plan von Johann Friedrich Eosander von Göthe kenne ich auch. Es ist wirklich schade, dass Friedrich I 1713 gestorben ist und nicht noch 5 Jahre gelebt hat. Dann wäre die Südfassade des Schlosses vollendet und grandios gewesen. Auch jetzt ist sie kunstvoll, doch mit dem breiten prächtigen Mittelportal wäre sie symmetrischer gewesen.

    Tja, so ließ dann der sparsame Soldatenkönig die klaffende Lücke in der Fassade möglichst preiswert schließen, indem er statt des Mittelportals an der Stelle das Portal I von Schlüter nachahmte, jedoch etwas in die Breite gezogen. Dort, wo das linke Seitenportal gebaut werden sollte, zog er einfach die Fassade durch, wodurch eine deutiche Asymmetrie entstand.....,

    Allerdings stimmt auch die Perspektive nicht. Um korrekt vergleichen zu können, müssen beide Fotos vom gleichen Standort gemacht werden. An den grünen Kreisen sieht man deutlich, dass man das neue Foto viel weiter vom Portal entfernt aufgenommen hat, was dazu führt, dass alle Teile, die nach vorne heraustreten, tiefer scheinen.. Also müsste man mal etwas dichter an das Portal gehen und nochmal ein Foto machen.

    Hier nochmal zum Vergleich:

    Interessant finde ich, dass selbst die originale Kartusche Abweichungen zu der Zeichnung zeigt und in einigen Details der jetzigen näher kommt. Aber egal. Ist die Kartusche erst mal 30 Jahre alt, wird sie auch nicht mehr so schwarz sein und sich noch besser in das Gesamtkunstwerk "Schloss" einfügen.

    Zumindest steckt im Namen Orangerieschloss das Wort Schloss. Also ist es nicht ganz verkehrt es aufzunehmen.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Residenzschloss von Rastatt auch aufgenommen werden sollte. Es ist zumindest nicht in dem Film enthalten. Ich habe es nach erneuter Durchsicht nicht gefunden und bin jetzt sehr sicher, dass es nicht enthalten ist. Wegen des Alters und der enormen Größe ist es schon von gewisser Bedeutung.

    Hmmmm, hab ich irgendwie nicht gesehen. Wohl aber Schloß Mannheim, was ja im Krieg so stark zerstört wurde, dass ernsthaft erwogen wurde die Reste nach dem Krieg zu sprengen.

    Auch Schloß Ortenberg habe ich nicht gefunden. Es gibt halt so viele Schlösser in Deutschland, dass man nie alle aufnehmen könnte. :wink:

    Das Zentrum 1944.

    Wenn man sich damals entschlossen hätte den Krieg ein Jahr früher zu beenden, wäre das Zentrum von Berlin noch fast verschont geblieben. Auch das Schloß hätte mit fast allen Innenräumen den Krieg überlebt. Ich glaube nur im Lustgartenflügel ist 1943 eine Sprengbombe detoniert und hat unter Anderem die Gobelingalerie zerstört. Auf dem Foto sind jedoch links schon einige Ruinen zu sehen.