Posts by Kaiser Karl


    Doch, bist Du. Ich hatte es von Anfang an richtig verstanden.


    Der Weiße Saal ist eben leider "zu jung" und damit aus Sicht der Stiftung nicht rekonstruktionswürdig. Seien wir froh, dass die Kuppel wenigstens kommt. Wäre die auch unter Wilhelm II. entstanden, könnte man sie sich vermutlich ebenfalls abschminken.


    Danke :wink: ich war kurz davor einen Rhetorikkurs zu besuchen. :biggrin:


    Ich finde es schade, dass ein Saal, der heute 130 Jahre alt ist, zu neu für eine Rekonstruktion ist. Wo liegt eigentlich die zeitliche Grenze?


    Jedenfalls wird es von den Touristen zukünftig beim Betrachten des neuen modernen Saales ständig Fragen geben, wie:
    "Warum sind denn in dem Saal die Fenster nicht einheitlich in der Breite? Hatte man damals keinen Zollstock?


    Und immer wird es die unverständliche Antwort geben: Der alte Festsaal war früher im 2. Stock direkt über diesem Saal, doch leider war er zu jung, erst 130 Jahre alt und durfte daher nicht mehr an alter Stelle eingebaut weden. Deshalb wurde er hier eingebaut, wo ursprünglich mehrere Räume gewesen sind.


    Die Gesichter von den Touristen möchte ich dann sehen. :wie: :blink: :gehtsnoch: :kopfschuetteln:

    Ich glaube manchmal, dass ich nicht fähig bin mich auszudrücken :crying:
    Ich bemängele nicht, dass die Fassade originalgetreu rekonstruiert wird, sondern, dass der neue Saal, der ja scheinbar benötigt wird, nicht an der alten Stelle zwei Etagen höher eingebaut wird. Erst schlicht, so dass er in einigen Jahren durch Spenden in alter Schönheit rekonstruiert werden könnte. Dort wären auch die Fensterbreiten gleich, was viel harmonischer aussähe, wenn man in dem Saal steht.


    Stattdessen wird nun ein genauso großer Saal im gleichen Flügel, aber im Erdgeschoß, wo die Fenster wegen der historischen Räume unterschiedliche Breiten haben, eingebaut. Aus meiner Sicht Irrsinn. :kopfwand: Übrigens heißt der Flügel sogar Weisse Saal Flügel

    Schau mal ganz genau hin:



    Erkennst du was? Richtig, die Westseite hatte auch früher schon unterschiedlich breite Fenster und dieser Zustand wurde originalgetreu so übernommen. An allen Fassaden des Stadtschlosses fanden sich kleinere Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien.

    Danke für die alte Info, die ich schon ca. 1980 kannte. Aber schau dir mal das innere im Erdgeschoß an!


    http://architekturmuseum.ub.tu…e/images/1600WM/51025.jpg


    Erkennst du was?
    Richtig. Dort gab es keinen Saal sondern mehrere Räume. Ein Raum mit breiteren Fenstern und mehrere Räume mit schmaleren Fenstern. Alles harmonisch.
    Jetzt gibt es einen großen Saal an der Stelle mit schmalen und breiten Fenstern, weil die Fensterbreiten durch die Fassadenrekonstruktion vorgegeben sind!
    Murks, wie ich sage. Denn dort gehört der Saal nicht hin!
    Ins Erdgeschoß gehören wieder Räume, welche die unterschiedlichen Fensterbreiten harmonisch aufnehmen können.

    Zudem hat der Saal, der jetzt ins Erdgeschoß gequetscht wird, unterschiedlich breite Fenster an der Westseite, was natürlich sehr gelungen aussieht. Das hier Murks gamacht wurde, wird man immer sehen können, wenn man den Raum betritt.
    Der alte Weiße Saal im 2. Stock hatte natürlich gleich breite Fenster.


    Es wäre hier so einfach gewesen die alte Lage des Saals zu übernehmen. Aber das wäre wohl zu einfach gewesen.


    Was hier gemacht wird, übersteigt meinen Verstand bei weitem... :blink:

    Ist das nicht wieder typisch, wie hirnlos hier an die Sache ran gegangen wird? :kopfschuetteln:
    genau zwei Etagen höher gab es an gleicher Stelle einen genauso großen Saal. Sehr bequem über die Weiße Saal Treppe zu erreichen. Aber nein. Der Weiße Saal darf natürlich jetzt nicht mehr eingeplant werden. Jetzt muss der Saal im Erdgeschoß sein.
    Wie unüberlegt ist das denn bitte!!! :kopfwand:


    Hätte man den Weißen Saal an der alten Stelle vorgesehen, dann wäre der größte Schloßsaal auch rekonstruiert worden und einen schöneren Rahmen für Konferenzen oder andere Veranstaltungen kann man sich nicht vorstellen. Zudem wäre direkt daneben noch die Schloßkapelle als zusätzlicher großer Saal gewesen. Ideal für größere Ausstellungen, die sich über zwei Räume erstrecken.


    Innenräume des Schlosses


    Also ich kann nur den Kopf schütteln, dass der Weiße Saal nicht wiederkommen soll und direkt unter ihm ein genauso großer Raum eingebaut wird. :aufdenkopf:

    Besonders interessant ist der Vergleich zwischen der West-Webcam


    http://cam01.berlinerschloss-webcam.de/


    und dieser Ansicht:


    http://www.bilderbuch-berlin.n…3298815_1200x1600xin.jpeg


    Was mich jedoch etwas verwundert:
    Bei den drei rechten Fenstern ist der untere Bereich des Zinkrahmens ganz anders gestaltet worden. Auch gibt es diese seltsame Sockelstufe.
    Auf der alten Ansicht sieht man, dass alle Fenster genau gleich gestaltet waren. Mit dem Stichbogen im unteren Teil.

    Das Schloss gab es ja bekanntlich schon in allen Fassungen:
    Mit komplettem Skulpturenprogramm, wie Schlüter es ausführte. (allerdings nur auf dem Teil Schlüters)


    http://img.welt.de/img/kunst-u…l-Berlin-Skulpture-2-.jpg




    Schinkel plädierte unermüdlich für eine Komplettierung der Skulpturen auf dem Teil Eosanders:


    http://3.bp.blogspot.com/_Qt30…Johann+David+Schleuen.jpg



    jedoch wurden alle Figuren erst mal abgenommen:


    http://farm9.staticflickr.com/…55104243_bee7968c5b_b.jpg




    Schließlich beschloss man, wenigstens auf den Portalen wieder Skulpturen aufzustellen:


    http://www.heinzalbers.org/picture-beralt0004.jpg



    Wegen der hohen Dachaufbauten bin ich nun der Meinung, dass man der Forderung von Friedrich Schinkel folgen und langfristig wieder auf den gesamten Fassaden Skulpturen aufstellen sollte.
    Wie gesagt, das lässt sich auch in 10 Jahren noch bewerkstelligen.


    Auch das wurde hier schon seitenweise durchdiskutiert: Einfach mal etwas zurückblättern...
    Schloss Berlin - Wiederaufbau als Humboldtforum

    Klar ist das Berlin, wo sonst? Ist doch die Hauptstadt der linksradikalen Autonomen und Anarchisten. Bald ist wieder 1. Mai.


    PS: Höhne könnte sich auch mal was Neues einfallen lassen.

    Als Autonomie
    (altgriechisch , autonomía,
    „Eigengesetzlichkeit, Selbstständigkeit“, aus , autós, „selbst“ und
    , nómos, „Gesetz“) bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung,
    Selbstständigkeit, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung
    oder Entscheidungsfreiheit.


    Anarchie (altgr. anarchía ‚Herrschaftslosigkeit‘; Wortbildung aus
    verneinendem Alpha privativum und
    archía
    ‚Herrschaft‘) bezeichnet einen Zustand der
    Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus
    für eine solche soziale Ordnung wirbt.


    Landläufig
    wird Anarchie auch mit einem durch die Abwesenheit von Staat und
    institutioneller Gewalt bedingten Zustand gesellschaftlicher Unordnung,
    Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit beschrieben und vor allem in den Medien
    häufig im Schlagwort „Chaos und Anarchie“ verwendet. Die tatsächliche
    Bezeichnung für einen solchen Zustand ist jedoch Anomie.


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    Was diese asozialen Elemente wirklich wollen ist Straffreiheit, wenn sie z.B.Privatbesitz von anderen zerstören, oder mal aus Lust und Laune jemanden zusammenschlagen um mit dessen Geld wieder ein paar Tage über die Runden zu kommen.


    Das jetzige System lehnen sie natürlich ab, weil sie dafür bestraft werden würden.


    Ich sage nur:
    Einsperren, wegschließen, bis keine mehr von denen frei rumlaufen.


    Aber vielleicht denke ich zu konservativ…

    Was wohnen denn in der Rigaerstr. 78 für asoziale Leute? Ein dermaßen häßliches zugesprühtes Haus habe ich noch nie gesehen!
    Ist das Berlin???? :blink: :kotz:
    Bei dem Haus hilft auch kein Streichen mehr! Abriß ist die einzige Möglichkeit um die Straße erheblich aufzuwerten!

    Das überrascht mich jetzt aber auch sehr. Ich war fest davon
    ausgegangen, dass die insgesamt 16 Skulpturen auf den vier Portalen
    wiederkommen.


    Ich hatte mich bisher nur daran gestört, dass die drei zusätzlichen Figuren (an
    den Ecken der Westfassade und am Vorsprung der Lustgartenfassade) auf keinem
    der aktuellen Renderings zu sehen waren. Doch dass nun auch die Portale nackt
    bleiben sollen, geht gar nicht!


    Wenn man schon das Dach nicht originalgetreu rekonstruiert, indem man zwei
    große Technik-Bungalows drauf setzt, wäre es doch sehr zu empfehlen, die
    Skulpturen auf der Balustrade wenigstens so wie im Vorkriegszustand zu
    rekonstruieren. Zu einer Barockfassade gehören nun mal auch Skulpturen.


    Ich erinnere mich noch daran, dass die Prunkvasen auf der Reichstagsfassade
    nach der ersten Sanierung abgenommen wurden, damit er moderner aussehen sollte.
    Doch es sah einfach zu nackt aus und die Verzierungen wurden zum Glück wieder
    ergänzt.


    Spätestens wenn die Schlossfassaden fertig sind wird auch dem dilettantischsten
    Architekten auffallen, dass dort etwas fehlt.


    Wir müssen halt Spenden für die Figuren sammeln. Dann sollte das kein Problem
    sein.


    Ich wäre sogar dafür, auf den gesamten Fassaden die Figuren
    wieder zu ergänzen, so wie Schinkel es immer wieder forderte. Denn zu Schinkels
    Zeit standen die Figuren und Prunkvasen nur auf dem Teil Schlüters, wie auf dem
    Bild zu sehen ist, das ich oben als Link angegeben habe.


    Auf den Portalen standen Skulpturen und auf den Fassaden im Wechsel immer eine
    Skulptur und eine Prunkvase. Im Übrigen würde das mit dem Zeughaus auch viel
    besser harmonieren.


    http://3.bp.blogspot.com/_Qt30…Johann+David+Schleuen.jpg

    In der Grabung an der Südseite erkennt man nun deutlich alte Fundamente.
    An dieser Stelle stand früher die Schloßkirche. siehe hier:


    http://upload.wikimedia.org/wi…ter_Schenk_um_1700%29.jpg


    Wahrscheinlich sind es die Fundamente dieser Kirche. Ein wirklich interessantes Zeitzeugnis.


    Was ich schade finde:
    In keiner aktuellen Ansicht des Humboldtforums sind die Skulpturen an den Ecken des Schlosses (auf der Balustrade) vorgesehen. An der Nordseite standen insgesamt 10 Figuren. Wahrscheinlich werden jedoch nur die acht Skulpturen auf den Portalen wiederkommen. Auch an der südwest-Ecke stand eine Skulptur, die nicht mehr vorgesehen ist.
    Ursprünglich standen auf dem Schlüterteil immer abwechselnd eine Skulptur und eine Prunkvase. Ich finde das sollte man nun auf dem gesamten Schloss so wiederherstellen. Das würde auch die Aufbauten auf dem Dach etwas verdecken, bzw. davon ablenken.


    siehe hier:


    http://img.welt.de/img/kunst-u…nsel-Berlin-Skulpture.jpg


    oder hier:
    http://berliner-schloss.de/arc…lung-schloss-bau-meister/

    Soviel ich weiß, wird zuerst das Erdgeschoss gemauert und dort auch schon die Sandsteinelemente eingebaut. Gehe davon aus dass dann auch die Rahmen erstmal nur im Erdgeschoss eingebaut werden, dann von Etage zu Etage weiter vorgegangen wird.

    Das wäre alternativ auch möglich. Allerdings setzt das voraus, dass immer alle Sandsteinarbeiten gut mit Schutzfolie abgeklebt werden, bevor mit den Mauerarbeiten des nächsten Geschosses begonnen wird. Denn beim Mauern wird nun mal gekleckert :biggrin:

    Jetzt sieht man auch sehr gut das weitere Vorgehen. Erst werden die Gerüste an allen Fassaden und im Schlüterhof aufgebaut, dann werden nach und nach (wie auch jetzt im Schlüterhof) die verzinkten Rahmen in die Fensteröffnungen der Betonwände eingesetzt und dann erst, wenn das geschafft ist wird gemauert. Daher dauert es bis ca. Anfang April mit dem Beginn der historischen Fassaden.
    Denn diese verzinkten Rahmen kommen ja wohl auch noch ins erste, zweite und dritte Obergeschoß.


    Wenn dann die gemauerten Fassaden in ca. einem Jahr fertig sind, werden die schönen Sandstein Fensterumrandungen eingebaut. Zum Schluß in ca. zwei Jahren dann die Säulen und das breite Kranzgesims und die Balustrade.

    Hier mal ein paar aktuelle Infos zum weiteren Vorgehen:
    Herr von Boddien hat mir auf die Frage, wann genau mit den Mauerarbeiten an den Schlossfassaden begonnen wird und ob sie Fassadenweise, oder als ganzes (also alle Fassaden gleichzeitig) gemauert werden. Die Antwort wurde von mir gekürzt und nicht wortwörtlich sondern nur sinngemäß wiedergegeben:


    Etwa Anfang April wird mit den historischen Fassaden begonnen. Im Sommer wird der erste Stock bereits erreicht sein.
    Damit die Arbeiten zügig voran kommen, wird mit allen Fassaden etwa gleichzeitig begonnen, damit mit dem Innenausbau schneller begonnen werden kann.
    Der Kuppeltambour wird gerade gegossen. Die Stahlarmierungen sind auf der großen Freifläche für das Eosanderportal schon gut zu sehen.