Posts by Kaiser Karl

    ..und bitte auch Skąpe (Skompe, früher Hermannsdorf, nördlich von Thorn), nicht vergessen. Es ist zwar nur ein sehr kleines Städtchen, aber malerisch um einen schönen See herum gebaut und im Krieg wurde die historische Bebauung nicht zerstört. Die Hauptattraktion ist dort sicher das historische Schulgebäude aus roten Backsteinen gebaut und mit einem monumentalen Giebel.
    Dort ging meine Großmutter von 1915 bis 1918 zur Schule. Dann mussten sie fort, denn nach dem 1. WK wurde das Gebiet mit Posen und Thorn polnisch.

    Hier sind weitere Informationen:
    http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsver…ails.php?ID=856

    Das Einheitsdenkmal, so wie es geplant ist, muss verhindert werden. Es dauert ja noch ein paar Jahre bis das Schloß fertig ist. Dann muss unbedingt noch mal über das Aussehen des Einheitsdenkmals neu diskutiert werden. Die jetzige Kinderwippe ist völlig unakzeptabel und schon peinlich. Sieht fast von der Krümmung aus wie eine Banane.
    Übrigens ist auf den Visualisierungen auch immer die Adlersäule zu sehen. Die muss natürlich auch wieder dort aufgestellt werden. Eigentlich seltsam, dass sie in den 50er Jahren verschwunden ist. Die Säule hätte man doch damals in einem Park aufstellen können.
    Interessant ist auch, dass auf den Visualisierungen immer auch die westlichen und südlichen Schloßterrassen mit schöner Bepflanzung gezeigt werden, obwohl ja fest steht, das diese Terrassen nicht wiederkommen werden.

    Wenn das wirklich so geschehen ist (Abriß der Altstadt und Wiederaufbau der alten Häuser in Warschau) dann sollte das mal jemand in Wikipedia festhalten. Dort steht nur, dass die Altstadt in esten Jahrzehnten nach dem Krieg vernachlässigt wurde, wie es eigentlich eher typisch für die damalige DDR gewesen ist, wo ja zahlreiche Altstädte verfallen sind)
    Allerdings sieht die vernachlässigte altstädtische Ringstraße heute nach der Sanierung und Rekonstruktion altstädtischer aus, als die meisten Deutschen Stadtzentren.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jelenia_G%C3%B3ra

    Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Hirschberg 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen (damals Volksrepublik Polen) und wurde in Jelenia Góra (Übersetzung des Namens ins Polnische) umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde bis auf wenige Ausnahmen vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen, das die Sowjetunion annektiert
    hatte. Die Stadt hatte keine Kriegszerstörungen erlitten, gleichwohl
    wurden zahlreiche Häuser der Altstadt nach 1945 dem Verfall
    preisgegeben. Nach 1965 erfolgte eine vereinfachte Rekonstruktion der
    Ringbebauung.

    Und dann noch was: für die Altstadt Warschaus, die dennoch rein qualitativ gesehen etwas besser wiederaufgebaut wurde, hat man ja auch ganze erhaltene Altstädte in Schlesien abgerissen... :schockiert:

    Wirklich? Das ist mir gar nicht bekannt. Um welche erhaltenen Altstädte handelt es sich denn? Der historische, im Krieg zerstörte Kern von Breslau wurde ja rekonstruiert.
    Wenn man irgendwelche ausgebrannten Kriegsruinen abgetragen und an einer anderen Stelle wieder völlig aufgebaut hat, wäre es ja noch akzeptabel (besser als sprengen und völlig modern bauen), aber völlig intakte Altstädte abzureißen wäre ein Frevel!

    Ganz richtig, Stauffer, ohne deutsche Unterstützung wäre es NIE zur Rekonstruktion der Altstädte von Warschau und Danzig gekommen, auf die KK vielleicht anspielt.


    Ob das Geld aus Deutschland oder aus Nepal kommt spielt dabei überhaupt keine Rolle. Nicht das Geld ist entscheidend, ob der Altstadtkern rekonstruiert, oder modern gestaltet werden soll, sondern der politische Wille und die verantwortlichen Stellen der Stadtplanung.

    Danzig, Warschau und Breslau wurden nicht rekonstruiert, weil die Deutschen sagten, wir zahlen nur, wenn ihr alles so wiederaufbaut wie es war, sondern, weil die Bürger und Politiker Polens das so wollten.
    Deutsche Entschädigungsgelder hätte es auch gegeben, wenn Danzig und Warschau im Stil der 50er wiederaufgebaut worden wären, wie es in praktisch allen Deuteschen Städten geschehen ist.
    Und man kann mir nicht weiß machen, dass in Deutschland so selten verlorengegangene Altstadtquartiere rekonstruiert werden, weil Deutschland kein Geld hat! Es fehlt nur am politischen Willen, auch durch die starke Beeinflussung der Architektenlobby, die das mit allen Mitteln verhindern möchte!

    Ich habe schon vor vielen Jahren gepredigt, dass die "Altstadt" so wie sie momentan ist, ein Witz ist und großflächig abgeräumt gehört, was aus meiner Sicht alternativlos ist. Eine Sanierung der tristen 50er Jahre Bausünden wäre ein völlig falscher Weg. Hier kann es nur den Totalabriß geben.
    Einst die größte mittelalterliche Altstadt Europas und heute wohl die kleinste Altstadt Europas, die lange Zeit nur aus einer kleinen Häuserzeile bestand. Das kann doch einfach nicht wahr sein.
    In Polen hätte man den gesamten Kern rekonstruiert. Ohne Füllbauten versteht sich!

    Moderationshinweis (Michael): Die anschließende Diskussion zum Wiederaufbau in Polen wurde hierher verschoben: Rekonstruktionsmythos Polen

    Auf diesem Bild kann man erkennen wie schön und reizvoll das Viertel ehedem mal war.

    Das gesamte Quartier des Lehrter Bahnhofs war vor den Abrißarbeiten ab Ende der 30er Jahre richtig großstädtisch und hatte Pariser Flair. Die breite Allee mit dem schönen Palais und dem Ehrenhof links. Die hochwertigen Wohnhäuser...
    Der Lehrter Bahnhof hatte bis auf das Dach den Krieg sogar unbeschadet überstanden. Es ist wirklich sehr bedauerlich, dass das gesamte Gebiet als Totalverlust einzuordnen ist.

    Also Stuckgips ist natürlich nur für den Innenbereich, weil er wasserlöslich ist. Zur Gründerzeit hat man die zahllosen Stuckelemente für die Raum- und Deckengestaltung ebenfalls gegossen und dann angebracht. Nicht, wie einige denken, den noch knetbaren Stuck an die Decke geklatscht und dann modelliert.
    An den Fassaden wurde bei sehr teuren Stadthäusern Naturstein (meist Sandstein) genommen und bei den üblichen Gründerzeitlern vorgegossene Elemente aus Zement, wie es jetzt auch hier gemacht wird. Die Löcherchen werden sicher noch zugespachtelt, damit es keine Frostschäden gibt.

    Alles gut und richtig, aber Leute:

    Nicht immer dies alles hier intern im aph-Elfenbeinturm diskutieren und schreiben, sondern - bitte mit viel Höflichkeit und Respekt - dem Bauherren, Herrn Görner, schreiben!!!


    Vielleicht sollte man Herrn Gröner mal einen Link zu diesem Forum schicken. Er sagt doch selber, dass er wissen möchte, was die Bürger wollen. Hier schreiben die Bürger!
    Er braucht sich bloß etwas Zeit zu nehmen (Abends mal ein halbes Stündchen) um sich hier in einigen Themen etwas einzulesen. :wink:

    Ich frage mich, warum man die Klebefolien mit dem Schleifpapier auf eine Betonunterlage klebt. Plastikwände, oder sogar Pappe als Wände, hätte völlig ausgereicht. Wind und Feuchtigkeit gibt es dort ja eh nicht.

    Meine Devise: Wenn schon Murks, dann richtig!

    Zitat von Gröners: „Wenn schon Palais Hoym als Leitbau wieder aufgebaut wird, können wir doch an anderer Stelle wie dem Palais Riesch mutig und modern bauen.“

    Allein in dem Wort " mutig" steckt ja schon der vorprogrammierte Mißerfolg und die kommende architektonische Blamage.
    Die Architekten wollen scheinbar wirklich, dass Leute, die später das Haus betrachten, sagen: "Mensch, schau dir den Kasten an. Das ist aber mutig hier zwischen den schönen Häusern sowas hinzuklotzen..."

    Ich kann es nicht verstehen, dass Architekten, die schon wissen, dass alles was sie planen können "mutig" ist, trotzdem so weitermachen, ohne mal zu überlegen warum es denn mutig ist.

    Beim Anblick dieses futuristischen modernen Stadtteils um den Hauptbahnhof herum, fällt mir nur noch eines ein, um das gesamte Quartier aufzuwerten. Ein kleiner Kometeneinschlag. Natürlich mit Vorankündigung, damit diese Gegend vor der extraterrestrischen Verschönerungsmaßnahme evakuiert werden kann.
    Danach, wenn dort ein schöner Krater ist, könnte man den Stadtplanern sagen: "So und jetzt bitte richtig machen!"


    Und jetzt die Alte Saline selber:


    Bild 3356

    Das Bild finde ich besonders interessant. Werden die Salinen immer noch zur Salzgewinnung genutzt?
    Entlang des Baus befindet sich noch eine beträchtliche Salzschicht.
    Unkundige Touristen werden wohl im ersten Moment an Schnee denken, was allerdings jetzt im Sommer doch sehr unwahrscheinlich ist :lachentuerkis:

    Wenn ich mir die Vergleichsbilder hier so anschaue muss ich leider feststellen, dass Bremen heute eine sehr häßliche Stadt ist. Zumindest in weiten Teilen. Ob ein rekonstruierter Kirchturm urbanes Altstadtflair aufkommen lässt, mag ich zu bezweifeln.

    Wenn ich hier entscheiden dürfte:
    Ich würde die "Altstadt" großflächig abräumen und dann kleinteilig den Vorkriegszustand rekonstruieren. Allerdings ist es utopisch, dass soetwas geschehen wird. Hier hilft nur eine Naturkatastrophe, z.B. ein verträumter Vulkanausbruch in der Innenstadt. Ich gebe zu, es ist auch etwas unwahrscheinlich, dass das in den nächsten 10000 Jahren passieren wird...


    Beim Kuppellesesaal nach 1945 haben viele offenbar dieses Bild im Kopf:


    Quelle: Baunetz.de

    So kann der Lesesaal aber keinesfalls nach 1945 ausgesehen haben, sonst hätte man die Kuppel nicht wieder geschlossen wie auf dem Foto von 1967 zu sehen. Dieses Foto zeigt höchstwahrscheinlich den Lesesaal nach Abriss/Sprengung durch die DDR 19??


    Genau so ist es. Nach dem Krieg war lediglich ein Loch in der Kuppel und der Fußboden war zerstört, wie auf diesem Foto zu sehen ist:

    http://staatsbibliothek-berlin.de/fileadmin/_pro…_441326dbd2.jpg

    Nicht der Krieg, sondern die moderne Architektur hat aus attraktiven und urbanen Städten, dessen Zentren eine sehr hohe Aufenthaltsqualität hatten und geradezu nur aus Fotomotiven bestanden, unattraktive und in weiten Teilen abstoßende Städte gemacht.
    Diesen Fehler wird man nicht mehr korrigieren können, weil die Architektur, die einst die Städte so unverwechselbar machte, nie wieder kommen wird.
    Wie es in einem der Kommentare kurz und knapp heißt: Köln war so schön, aus und vorbei!

    Lasst mal nicht übertreiben... Realismus und Kompromisse sind gute Baumeister. Es ist ohnehin interessant, dass eine Kuppel kommt. Das war ja ursprünglich gar nicht vorgesehen.

    Habt Ihr eine Liste aller Räume, Standbilder und Treppenhäuser, die man in den nächsten 40 Jahren wiederherstellen könnte?


    Aber warum zieht man denn keine Glaskuppel ein? Das würde zum einen den Raum mit natürlichem Licht fluten und zum anderen hätte man einen grandiosen Blick in die hohe Kuppel.

    Etwas Einzigartiges hat das Denkmal ja schon. Es ist heute sicher eines der weltweit letzten und größten stalinistischen Denkmäler der Welt. In den baltischen Republiken wurden solche Anlagen aus der Stalinzeit alle abgeräumt.

    Zitat aus dem unteren Link:
    ...Die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick
    hatte 2004 gefordert, die Stalin-Sprüche zu entfernen - was ausgerechnet
    die SPD als "primitivste Bilderstürmerei" zurückwies. Tatsächlich war
    der Vorschlag wenig durchdacht, denn der Denkmalschutz und eben der
    deutsch-sowjetische Vertrag von 1990 schützt die sowjetischen Ehrenmäler
    in Deutschland vor tiefgreifenden Eingriffen. Das erstaunt nicht nur
    den russischen Autor Dimitri Chmelnizki, der schon 1998 verwundert
    schrieb: "Eine derartige Oase des Stalinismus, die alle Reformen seit
    Chruschtschows Enthüllungen über den Großen Terror überlebt hat, habe
    ich in der gesamten früheren Sowjetunion nicht zu sehen bekommen...."

    http://www.morgenpost.de/printarchiv/ww…en-Stalins.html