Posts by Oberbaumbrücke

    Da dieses Postkartenmotiv seit 75 Jahren nicht mehr existierte, vermute ich, dass es sehr wenige Menschen gibt, die es kennen. Ob es mehr sind als diejenigen, die Gaertners Vedouten kennen?

    Auch wenn dieses Postkartenmotiv seit 75 Jahren nicht mehr in der Realität existierte,... im Übrigen schickten die Berlinbesucher bereits vor 100 oder 120 Jahren gerne Karten mit der Ansicht des Schlosses mit Nationaldenkmal und nicht die Gaertnersche Ansicht... so dürfte spätestens mit dem Siegeszug des Internets und dem Beginn der Planungen zum Wiederaufbau des Schlosses diese Perspektive wieder stark ins Bewusstsein der Menschen gerückt sein.

    Mich wundert etwas, dass Berlin scheinbar anders tickt als anderswo in Deutschland. Überall werden mittlerweile schon seit einiger Zeit genau diese Maßnahmen ergriffen: Schattenspendende Bäume, weniger Versiegeln, Wasserströme wieder offenlegen oder sogar künstlich neu anlegen, Wasser erlebbar machen, insgesamt einen Erlebnisraum schaffen, Aufenthaltsqualität steigern. Nicht nur wehrt man sich hier nun gegen die wenigen geplanten Schritte in diese Richtung, schon die Stadt hat das meiste davon versäumt, indem sie weder die Grünanlagen (ich lese hier widersprüchliche Aussagen dazu ob es die nun gibt) auf der einen, noch den Brunnen auf der anderen Seite realisiert hat und stattdessen riesige gepflasterte Flächen geschaffen hat, die sowohl im Hochsommer, als auch wie windigem Wetter wohl kaum sehr angenehm sein dürften. Ich verstehs nicht.

    DAS ist nun wiederum auf dem Mist der Senatsbaudiktatorin Lüscher gewachsen, wie uns allen bekannt ist.

    "Weltbekannt" und "klassisch" sind Ausdrücke, die ich mit den Veduten und der Zeit Gaertners in Verbindung bringe.


    Wo hättest du denn den U-Bahneingang platziert und wie hättest du ihn gestaltet? Das würde mich sehr interessieren.


    Ich mag übrigens Bäume. Auf Gaertners Bild gibt es auch Bäume. Das war wohl nicht "früher"?

    Du willst wohl wirklich nicht verstehen, oder?

    Wer bitte außer den wirklich Kunstinteressierten kennt denn die Darstellungen von Gaertner? Ich persönlich habe ihn erst durch eine Ausstellung im Ephraim-Palais kennen- und lieben gelernt.

    Aber als Postkarten- und touristisches Fotomotiv (incl.Nationaldenkmal) kennen das Schloss wohl viele Menschen eher, bzw. haben es so vor Augen, wie auf der alten Ansichtskarte, die ich eingestellt habe.

    Es geht beim U-Bahneingang auch weniger um den "normalen" Zugang, den man stilistisch auch besser anlegen kann als wohl jetzt entworfen. Und frank1204 hat es ausgesprochen, was auch meine Meinung ist. An dem Eingang (oder auch stattdessen) seitlich am Zeughaus wäre es sicherlich auch gegangen.


    Ich bin ein sehr eifriger Hobbyfotograf in allen Stadtteilen Berlins (und in anderen deutschen Städten). Was denkst Du, wie schwierig oder gar unmöglich es manchmal ist, ein Motiv aus einer bestimmten Persepktive oder im Ganzen aufzunehmen, weil die deutsche Regulierungswut unsere Innenstädte mit Verkehrsschildern nahezu vollkleistert.


    Da würde ich es begrüßen, wenn man bei so einem Prestigeobjekt wie dem Berliner Schloss es fertigbringt, die Fotografierbarkeit, schon im Interesse der zahlreichen Touristen aus aller Welt nicht durch Bäume oder Aufzugseingänge einzuschränken.

    Lieber Rastrelli,


    Du weißt ganz genau, dass nicht der Blick auf der Schloss vor dem Abriss der Häuser an der Schlossfreiheit gemeint ist, sondern z.B. dieser.

    Netter Versuch, die Kritik an der unsensiblen Gestaltung des Schlossumfeldes abschmettern zu wollen.

    Aber Du wirst doch nicht ernsthaft behaupten, dass der Blick durch die geplanten Bäume und den Fahrstuhl zum U-Bahnhof Museumsinsel auf das Schloss aus der Entfernung ungetrübt ist.
    Am Schlossplatz hat man eine lange, auffällige steinerne Sitzbank, Fahrradständer und Lichtsäulen installiert und die Weigerung den Schlossbrunnen wieder an seinen angestammten Platz zu versetzen, an der Nordseite ist es ein klobiger U-Bahneingang und früher nicht vorhandene Bäume. Von der gärtnerischen Rekonstruktion der Lustgartenfront und der Weigerung, die noch original vorhandenen Rossebändiger zurückzuholen ganz zu schweigen

    Das ist doch ein Vergleich zwischen Apfel und Birnen.

    Busse, Autos, Ampeln, Verkehrsschilder (deren Flut man allerdings stark einschränken könnte) sind nun mal

    Attribute der modernen Gesellschaft im Zentrum einer Hauptstadt, auf die man nur schwerlich verzichten kann.

    Auf das Dachcafé an dieser Stelle hätte man sehr wohl verzichten können.

    Leider scheint auch der U-Bahn-Eingang stilistisch an dieser Stelle ein Fehlgriff zu sein. Im Untergrund ein Märchen mit Sternenhimmel, auf der Straße klobig und aufdringlich. Den Aufzug zur Schaffung der Barriefreiheit hätte sich mit gutem Willen sicherlich auch an nicht so exponierter Stelle errichten lassen.

    Trotzdem sind das von Häuserfront zu Häuserfront keine 100m, Das wäre die Länge einer Geraden auf einem Sportplatz. Selbst der Kurfürstendamm hat nur 53 Meter incl. der Gehwege
    Und wie ich schrieb, war geplant, die Friedrichstraße auf eine Breite von 60m zu öffnen und das dürfte hinkommen.

    Zu Ostzeiten war die Friedrichstr. mit Gehwegen an dieser Stelle über 100m breit und sollte bis Bhf. Friedrichstr. so breit weitergeführt werden.

    Heute ist es wieder so eng wie damals.


    Na, sagen wir mal, die Häuserfront des Hotels Unter den Linden war zurückgezogen, aber keineswegs war der Gehweg über 100m breit. Ursprünglich war Anfang der 60er Jahre wohl mal vorgesehen, die Friedrichstraße an dieser Stelle (bis zum Bahnhof) als Fußgängerzone zu gestalten, die wäre dann aber 60m breit gewesen.


    Foto: Wikipedia, Autor unbekannt

    Ich glaube, da irrst Du, die Perspektive kann nicht stimmen. Das Berolinahaus stand direkt neben dem Warenhaus Tietz, was man auf der rechten Bildhälfte im Hintergrund sieht. mit der Berolina davor (man sieht den Kopf)

    Hier mal ein Blick aus der Gegenrichtung mit der rechteckigen Grünfläche, die leider später beseitigt wurde. Rechts die Häuserzeile, nach der Du gefragt hast, das war nicht nur ein Gebäude, sondern mehrere.


    P.S. Dort steht heute ungefähr das Haus Alexander.

    das ließe sich ja noch umplanen - dann geht die eben quer durch den Treptower Park >;-}

    Der Treptower Park wird dann ohnehin zum ParkPLATZ, weil die ganzen Pendler schließlich irgendwo ihre Autos tagsüber unterbringen müssen. Und die Autotouristen aus dem In- und Ausland werden auch dumm schauen. wenn sie dann mit ihrem Gepäck in die Öffis umsteigen müssen.
    Aber wahrscheinlich müsste es dann ohnehin 1101 Ausnahmregelung geben, für Taxis, Lieferanten, Ärzte, Feuerwehr, Krankenwagen, Gehbehinderte, Anlieger, Besucher der Anlieger und vor allem die Dienstwagen der Abgeordneten. Der Preußische Landtag liegt schließlich auch innerhalb des S-
    Bahnrings. Aber gerade die müssten gezwungen werden, ihre Kutschen am Ring stehen zu lassen.

    Ich stelle mir gerade vor, Biden oder Macron kommen auf Staatsbesuch und Angie sagt am BER zu ihrem Gast: Wir nehmen jetzt die S-Bahn. :tongue::tongue::tongue: