Posts by Oberbaumbrücke

    Friedrichshain war nie wirklich "erstklassig", über das mittlere Bürgertum kam man kaum hinaus. Aber davon mal abgesehen, hat man in den letzten 30 Jahren schon einiges geleistet.


    Corinthstraße


    Neue Bahnhofstraße


    Simon-Dach-Straße


    Krossener Straße


    Seumestraße


    Das soll als Beispiel aus Friedrichshain an dieser Stelle genug sein. ImÜbrigen kann man sehr gut erkennen, dass die Straßen alle begrünt sind. Und das waren sie schon, als ich noch ganz klein war und wir unsere Verwandten im Ostsektor besuchen durften, die in diesem Viertel östlich der Warschauer Straße wohnten.

    Dieses Haus gefällt mir besonders gut (auch wenn kein Baum auf dem Foto zu sehen ist ;))

    Stimmt, auf den anderen Bildern sieht man ja auch, dass in der jeweiligen Straße sehr viele Bäume stehen. :biggrin:

    Aber wenn man sich vor dem Haus am Schulze-Delitzsch-Platz einfach mal umdreht.... Voilà.... auch Herr Schulze-Delitzsch ist von Bäumen umgeben. :thumbsup:

    Danke für die Bilder aber das kann man doch auch höflicher kommunizieren.

    Man könnte, aber nachdem seit Monaten von Klassiker immer die gleiche Leier kommt mit den angeblich so baumarmen Straßen (und nicht nur in Berlin) und dazu das Gejammer über die vielen stuckbefreiten Gründerzeitler, wird es auch mal langsam genug. Zumal es nicht stimmt!. Und wenn wir schon beim Thema der schönen Stuckfassaden sind.... Ja, in früheren Jahrzehnten wollte man sie nicht mehr haben. Und trotzdem gibt es inzwischen wieder ganze Straßenzüge und Kieze, in denen der Stuck noch vorhanden ist bzw. zurückgekehrt ist.

    Auch dazu einige wenige Beispiele. Alle Fotos von mir.


    Wedding, Badstraße




    Kreuzberg, Planufer




    Prenzlauer Berg, Kastanienallee




    Schöneberg, Grunewaldstraße





    Mitte, Schulze-Delitzsch-Platz



    Schönhauser Allee



    Ich könnte jetzt noch Hunderte von diesen Beispielen aus allen Bezirken Berlins zeigen...

    Aber damit will ich es erstmal bewenden lassen...

    Also mir platzt aber so langsam der Kragen. Hier mal auf die Schnelle ein paar Fotos, die keine 4 Wochen alt sind. Du machst Dich wirklich lächerlich! Jeder Tourist kommt immer wieder ins Staunen über die vielen Bäume an Straßenrändern und auf Stadtplätzen.

    Alle Fotos von mir.


    Arnswalder Platz


    Danziger Straße



    Petersburger Platz


    Und die von Dir so verleumdete Warschauer Straße, die Mittelpromenade.

    Berlin liegt zwar mitten in den (Spree) Wälder. Aber in vielen Strassen sind Bäumen entfernt worden oder abwesent.

    Tut mir leid, aber das ist wirklich totaler Unsinn! Bäume entfernt! Eher friert die Spree im Juli zu.

    Unendlich viele Straßen, die ich noch ohne Bäume kenne, sind in den letzten 40 Jahre begrünt worden. Und dazu die, in denen schon immer Bäume standen.

    Dür

    Klosterstraße ca.1920. Seit 1913 mit U Bahn.





    Dürfte doch eher noch in der Kaiserzeit aufgenommen worden sein. Auch wenn 1920 sicherlich nicht gleich alle Frauen ihre Kleiderlänge gekürzt haben dürften, weisen die Damen auf dem Foto doch eher auf einen Aufnahmezeitpunkt hin.

    ...

    Und immer wieder fehlen Bäumen, Blumen und Grünanlagen in die Deutschen Städten, die so viel schöner aussehen könnten......

    Protest, Protest und nochmals Protest. Gerade Berlin ist ein Musterbeispiel dafür, wie grün eine Innenstadt sein kann. So viele große, mittlere und kleine Parks, dazu Plätze und vor allem die Straßenbäume... findet man nicht oft. In den 80er Jahren wurde imWestteil Berlins damit begonnen, sogar in den schmalsten Straßen, beispielsweise in Kreuzberg, Bäume zu setzen und (gut gemeint ist nicht immer gut gemacht), die Wohnungen noch zu verdunkeln bzw. vor allem auch ein Gefühl der Enge zu schaffen. (mein Gefühl)

    Diese "Unsitte" (vornehm ausgedrückt), Laternen-, Straßenschild-, Verkehrsschilder-, Ampel-, und sonstige Masten vollzukleben, ist voll zum :wuetenspringen::kopfwand::aufdenkopf::gehtsnoch:<X:daumenunten::cursing:.
    Da müsste es in den besonders betroffenen Gebieten tägliche Einsatztruppen geben, die die Sticker sofort wieder entfernen. Und sofern erkennbar, den jeweilig genannten/beworbenen Firmen/Veranstaltungen/Institutionen in Rechnung stellen.

    Ich habe den Eindruck, lieber "Klassiker", dass Du wohl lange nicht mehr in Berlin warst. Natürlich sind bei weitem nicht mehr alle Wohnhäuser aus der Zeit vor dem 1.Weltkrieg bestuckt. Aber die Vereinfachung der Fassaden hat nachweislich bereits in den 20er und 30er Jahren begonnen, natürlich nur in einem geringen Maße. Von hier und dort kann bei der Vielzahl der restaurierten Fassaden wohl auch kaum die Rede sein. Es gibt mittlerweile wieder ganze Straßenzüge oder Stadtviertel, (vor allem im ehemaligen Ostsektor) in denen die Fassaden rekonstruiert wurden.
    Und was heißt "endlich mehr" Bäume in den Straßen gepflanzt? Du wirst kaum eine europäische (Millionen-)Stadt finden, in denen es mehr Straßenbäume gibt.
    Dein Eifer ist ja immer wieder bemerkenswert, aber man kann auch alles übertreiben.

    Das geistert schon seit Jahren auf youtube herum. Schon der Titel des ersten Film ist falsch, weil es Berlin nicht (nur) im Jahre 1936 zeigt, sondern später (die Siegessäule steht schon auf dem Großen Stern im Film)

    Sollten die Originale der Rossebändiger aus dem Kleistpark nicht zurückzuerhalten sein, könnte man irgendwann auch mal über Nachgüsse diskutieren.

    Was soll man (ich) unter "irgendwann" verstehen? Schon der Baustart des Schlosses (von mir aus auch Humboldt Forum in Gestalt des Schlosses) wurde über viele Jahre verschleppt und verzögert. Schon vor längerer Zeit gab es die Auseinandersetzung mit den Provinzialfürsten von Schöneberg, die eine "Herausgabe" der originalen Rossebändiger verweigerten. Und so geht es mit allem, was das direkte Umfeld des Schlosses angeht (incl. Bauakademie). Ich für meinen Teil möchte das noch bei einigermaßen guter geistiger Verfassung erleben und in der Lage sein, die Rossebändiger (und auch den Schlossbrunnen) persönlich besuchen zu können. Ich bin über 60 und sicherlich nicht der einzige Vertreter dieser Altersklasse.

    Die Originale stehen im Kleistpark und brauchen (salopp formuliert) nur von dort zumSchloss gekarrt zu werden.

    In Berlin stehen noch einige tausend Gründerzeitler. Längst saniert gehören diese Bauten zu den beliebtesten und wertvollsten Wohnimmobilien in der Stadt.

    Ich habe die Frage nicht umsonst gestellt. Ich habe meine ersten 12 Lebensjahre im heute sogenannten Wrangelkiez gelebt. Wobei das noch relativ gut erhaltene Häuser waren. Aber auch dort habe ich enge, dunkle Hinterhöfe gesehen mit heruntergekommenen Hinter-und Quergebäuden, in denen die Menschen in wirklich unwürdigen Zuständen wohnen mussten. Auch meine Familie lebte bis 1964 im Hinterhaus mit Gemeinschaftstoilette und ohne Bad. Ein Bad in der Wohnung hatten wir überhaupt erst ab 1971 in Lichterfelde, aber selbst dort noch mit Ofenheizung und ohne fließend Warmwasser. Nur dasss es kein Hinterhaus gab und viel Sonne in der Wohnung.
    Und im Wedding gab es ähnliche und noch schlimmere Zustände, wenn ich die Bilder aus dem Film sehe.


    Ich finde es unglaublich überheblich, die damaligen Stadtplaner einer durch den Krieg und die Teilung geschundenen Stadt zu kritisieren.

    Und die von Euch so hochgelobten, heutzutage sanierten und auf modernsten Stand gebrachten und von vielen wirklich geschätzten Gründerzeitler findet man in Charlottenburg, Schöneberg, Steglitz, Neukölln oder anderen Bezirken und höchstens im Vorderhaus.