Posts by HelgeK

    Kann Orakel nur zustimmen. Flensburg dürfte zu den - bezüglich Stadtbild - am meisten unterschätzten Kleinstädten Deutschlands gehören. Wohl deshalb, weil besonders markante oder kulturhistorisch überregional bedeutsame Einzelbauten fehlen. Erschwerend kommt hinzu, dass Flensburg maximal weitab der Bevölkerungschwerpunkte im Westen und Süden Deutschlands liegt.

    Der Reiz liegt in einer intakten Altstadt in wunderschöner Lage.

    Beim Vergleich Schleswig-Flensburg liegt Flensburg IMHO eindeutig vorne, und der Umgang mit dem städtebaulichen Erbe ist dort deutlich sensibler.

    Schleswig hat erhebliche, völlig unnötige „Nachkriegsschäden“ erlitten, es gab in den 60er Jahren Flächenabrisse, seit Anfang der 70er verunstaltet das bauliche Experiment des „Wikingturms“ das schleiseitige Stadtbild, und nachfolgend taten zahlreiche weitere Einzelabrisse von zwar nicht „wertvollen“, aber dennoch für das Stadtbild relevanten Altbauten in zentraler Lage ihr übriges.

    Der lokalpolitische Mindset gegenüber dem Stadtbild ist seit dem Krieg leider ein völlig anderer als in Flensburg. Schleswig hatte alle Voraussetzungen, um ebenfalls ein kleiner, aber umso liebenswerterer „Hidden Champion“ unter Deutschlands Städten zu werden - aber es wurde vermasselt.

    Last but not least, soll das wunderschöne Schloss Gottorf durch einen riesigen modernistischen Anbau ruiniert werden.

    Es kommt auf die Feinheiten an. Die Tagesschau berichtet, dass es sich vornehmlich auch um die Großstädte handeln würde. Das wäre tatsächlich neu. Ich habe in meiner Einordnung daran Zweifel erhoben.

    Der Tagesschau-Bericht kommt leider nicht wesentlich über B.-Zeitungs Niveau hinaus. Absolute und relative Zahlen werden ohne Einordnung durcheinandergeworfen.

    Die 40000 leerstehenden Wohnungen in Berlin zum Beispiel gehen - nicht erwähnt - mit einer Leerstandsquote von lediglich 0,8% (2023) einher. Es handelt sich um einen Wert, der die unterste Grenze dessen markiert, was auf einem Wohnungsmarkt technisch überhaupt möglich ist, da es fluktuationsbedingt immer Leerstände geben muss.

    Also, wir können uns alle wieder hinlegen: Die Zahlen belegen lediglich altbekanntes - in strukturschwachen Räumen gibt es Leerstände, in den Metropolregionen Wohnungsmangel.

    Warum überhaupt an der Ostsee?

    Sämtliche LNG-Lieferungen kommen über Atlantik und Nordsee. Hamburg z.B. hätte nicht genutzte Flächen in zentraler Lage im Hafen. Bei uns müsste keine Naturlandschaft beeinträchtigt werden, und die Anlieferwege wären kürzer.

    Was ist so schlimm daran, die nächsten Jahre auf Patina verzichten zu müssen, wenn dafür das Schloß gerettet wird?

    Die Sanierung war offenbar dringendst nötig, um noch tiefergehende Schäden an der Substanz zu vermeiden.

    Der NDR hat Anfang des Jahres noch einmal einen Bericht gebracht, wonach die Renovierungarbeiten sich noch bis 2025 hinziehen und die Kosten auf insgesamt 48 Millionen EUR (!) steigern werden.

    Die Mittel werden offenbar zum Großteil von der EU gestellt.

    Grauenvoller Innenausbau. Alles kahl und steril. Mir gefällt es nicht.

    "Grauenvoll" finde ich zu hart. Die Büroräume sind, für sich betrachtet, IMHO doch eigentlich ok.

    Ich würde eher von einer verpassten Chance sprechen. Das Gebäude wirkt so wie ein ausgebombt, entkernt, wiederaufgefüllt mit einem Zweckbau mit niedrigen Decken, um möglichst viel Fläche hinter die schönen Fassaden zu pressen.

    Was hätten hier bei originalen Geschosshöhen für einmalige Räumlichkeiten entstehen können!

    Ich weiss nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund sind Bauflächen rund um Bahnhöfe, sei es das Humboldtareal in Berlin oder die Europaallee in Zürich, besonders anfällig für hässliche und eintönige Rasterarchitektur, demnächst nun auch in der bretonischen Kapitale Rennes.

    Ich denke, diese zentralen Bereiche stehen im besonderen Fokus der jeweiligen Lokalpolitik.

    Politiker sind meist keine Architekturliebhaber. Im Bestreben, nur ja nichts falsch zu machen, wird bei Fragen mit städtebaulichem oder architektonischen Bezug Sachverstand eingekauft. Je zentraler und je größer das Projekt, desto mehr Budget lässt sich akquirieren, je mehr Budget verfügbar ist, desto nahmhafter werden die Büros, die sich einbringen, und umso zeitgeistkonformer und hässlicher wird das Ergebnis.

    Diese Galerie sei dem kleinen Hamburger Stadtteil Övelgönne gewidmet. Övelgönne liegt an der Unterelbe im Westen Hamburgs, etwa auf halbem Weg zwischen der Innenstadt und Blankenese, mit dem es von Hamburg-Touristen gerne verwechselt wird. Hier nicht berücksichtigt habe ich den Hafen von Neumühlen, der strengenommen nicht zu Övelgönne gehört, und schon fast eine eigene kleine Galerie wert wäre.

    Über 90% des Stadtteils werden durch eine einen einzigen Fußweg, der ebenfalls den Namen "Övelgönne" trägt, erschlossen. Anfahrten per Auto sind nur über 2 Sackgassen möglich - "Neumühlen" und "Schulberg", wobei letztere mit über 20% Gefälle Hamburgs steilste Straße ist, und weder über eine Wendemöglichkeit noch Parkplätze verfügt. Wer sich hier hineintraut, muss rückwärts den Berg wieder hochfahren. Parkmöglichkeiten sind auch im Umfeld praktisch keine vorhanden, für Interessenten empfiehlt sich die Anfahrt mit der Fähre 62 ab Landungsbrücken, aussteigen in "Neumühlen".

    Övelgönne war bis 1864 ein zu Dänemark gehörendes Fischer-, Walfänger- und Lotsendorf, das mit der Eingemeindung zu Preußen und der Gründerzeit zunehmend von villenarartigen Gebäuden wohlhabender Hamburger überformt wurde. Mit dem Groß-Hamburg Gesetz von 1937 wurde es Bestandteil Hamburgs, Bezirk Altona.

    Ich beginne ganz im Osten von Övelgönne, oberhalb des Neumühlener Hafens, und gehe einmal durch den ganzen Ort durch. Nur Impressionen, kein Anspruch auf vollständige Auflistung aller relevanten Bauten.

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    Einer der ganz wenigen Neubauten:

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    Ehemalige Gärtnerei inkl. Taubenschlag:

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    Im östlichen Teil von Övelgönne gibt es einige größere Grundstücke und villenartige Gebäude. Nach Westen hin bleibt zwischen Steilhang und Strand nicht mehr Platz als für eine schmale Häuserzeile

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    Stilistische Anlehnungen gibt es in buntem Wechsel an England, Dänemark und Italien

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    Verhungern muss hier niemand! :wink:

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    Zwischen der Häuserzeile und dem Strand befinden sich kleine Vorgärten:

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    Ortszufahrt "Schulberg" - von einer Nutzung per Auto ist dringend abzuraten - möglich und zulässig ist sie aber!

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    Ortsseitiger Zugang zum beliebten Ausflugslokal "Strandperle":

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    Oben wohnt die Reederstochter, unten der Lotsensohn - Schauplätze von "Jan Himp und die kleine Brise", ein bezaubernder Liebesroman von Hans Leip:

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    Badezeug nicht vergessen - inbesondere im Westen von Övelgönne gibt es wunderschöne Strände, eine gute Gelegenheit für eine abschließende Abkühlung:

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    Ich hoffe, der kleine Ausflug ins sommerliche Hamburg hat Euch gefallen!

    Wenn ich das richtig verstehe, befindet sich das Projekt noch in der Konzeptionsphase. Was bislang gezeigt wird, wären demnach nur in Renderings gegossene Platzhalter die den städtebaulichen Grundsätzen des Projekts genügen, damit man etwas in der Hand hat, um Öffentlichkeitsarbeit leisten zu können.

    Das Hauptproblem scheint in diesem Fall nicht die finanzielle Ausstattung, sondern die Konzeption und Genehmigung der Wasserversorgung für so viele zusätzliche Einwohner zu sein.

    Mies van der Rohe hat sich wiederholt um Akzeptanz durch die Nazi-Elite bemüht, und rief 1934 sogar öffentlich zur Unterstützung Hitlers durch die Kulturschaffenden auf.

    Nur stieß er damit bei den Umworbenen nicht auf Gegenliebe, so daß ihm aus wirtschaftlichen Gründen irgendwann nur noch die Auswanderung bliebt. Aktiv Repressionen ausgesetzt oder gar verfolgt wurde er jedoch nie.

    Durch einen paywall-geschützten Artikel in der Zeit bin ich auf dieses Großprojekt aufmerksam geworden. Eine komplette Stadt soll im Umfeld von Sacramento entstehen, inkl. Wohn- und Gerwerbebebauung, dicht und kleinteilig, fußläufig, mit Fokus auf Aufenhaltsqualität im öffentlichen Raum und inkludierter ÖPNV-Planung. Mit andere Worten: Ein Gegenentwurf zur derzeitigen kalifornischen Realität.

    Laut Wikipedia wird die Stadt auf 400 000 Einwohner ausgelegt. Auf der Homepage des Projekt ist jedoch von einer regenerativen Energieversorgung für 1,5 Millionen Haushalte die Rede ("enough solar energy to power 1.5m homes at its peak").

    Das Grundstück, die nötigen Wasserrechte und lokalpolitischen Rückhalt haben sich die Investoren bereits gesichert.

    Homepage des Projekts

    Artikel in der Zeit

    Gallerie

    Die Bilder sind nicht copyright-geschützt, daher erlaube ich mir eine direkte Einbindung:

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    Geld und guter Geschmack sind ja nicht immer die besten Freunde. In diesem Fall aber schon. Das Haus hat was.

    Einzig die gepflasterten Flächen sind überdimensioniert, aber das ließe sich ja leicht ändern.

    Hat man Berlin einfach rausgelassen? 😂 Zumindest ist da einfach nur ein runder Kreis.

    Berlin war damals ja kein Stadtstaat, sondern einfach nur eine Kommune. Da die Statistik offenbar länder- bzw. regierungsbezirksbezogen bezogen erhoben wurde, taucht die Stadt in der Karte nicht auf, und die im städtischen Umfeld sicherlich erhöhte Kriminnalität wird durch die Betrachtung im gemeinsamen Topf mit der brandenburgischen Provinz unsichtbar.

    Im Gegensatz z.B. zu Hamburg und Bremen, die auch damals eigenständig waren, und sich statistisch nicht hinter unproblematischer Landbevölkerung verstecken konnten. Die Aussagefähigkeit der Statistik ist so IMHO begrenzt, da praktisch alle größeren Städte und auch das Ruhrgebiet unsichtbar bleiben.

    Was mich wundert, ist dass manche rein ländliche Regionen wie das östliche Ostpreußen damals eine relativ hohe Kriminalität aufwiesen. Was war da los? :wie:

    Ich habe im Netz keine aussagefähigen Bilder des fertiggestellten Inneren der Synagoge finden können.

    Die Synagoge soll ja - dem Konzept nach - grundsätzlich allgemein zugänglich sein, und auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand bei Gelegenheit Fotos machen könnte.

    schlechtproportioniert, kitschig und nicht stadtbildgerecht. Kurzum letztklassig.

    „letztklassig“ - ist das Dein Ernst?

    Wenn man die Galerie der deutschen Nachkriegssynagogen so durchblättert, scheint besondere Hässlichkeit oberste Architektenpflicht zu sein. Daran gemessen, finde ich den Potsdamer Bau gut. Evtl. sogar der bislang beste Nachkriegsbau.

    Dass der Vergleich mit den Synagogen aus der Zeit vor 1914 verloren wird, ist selbstverständlich so.

    Landebeine sind - für Starships, die auf der Erde eingesetzt werden - nicht vorgesehen.

    Für Mond und Mars schon. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

    Ich wage keine Prognose, wie schnell diese Schritte erfolgen werden. Grundsätzlich wird sich das Innovationstempo wohl weiter beschleunigen. Die „Starfactory“, die gerade errichtet wird, soll bald schon 1 Starship pro Tag produzieren können. Wir werden Starts in immer rascherer Folge zu sehen bekommen, bei denen zur Kostenreduktion - spätestens im kommenden Jahr - in Richtung Orbit auch Fracht an Bord sein wird.

    Ja, ich kann die Frage nicht sicher beantworten. Eine vage Vermutung wäre, dass die Oberflächlächen beim Starship deutlich größeren Temperaturschwankungen und damit größeren thermischen Spannungen unterliegen, weil - anders als beim Shuttle - die Tanks mit kryogenen Treibstoffen Teile des wiederzuverwendenden Schiffes und nicht isoliert sind. Beim Shuttle gab es nichts Vergleichbares, der Treibstofftank wurde nach Gebrauch zum Absturz und damit zum Verglühen gebracht.

    Aber, noch grundsätzlicher, ich bin mir noch nicht einmal im Klaren, wir groß das Problem überhaupt noch ist. Beim Start gingen diesmal offenbar keine oder fast keine Kacheln mehr verloren. Jedenfalls sind auf den Bildern aus der Orbitalphase keine Lücken zu erkennen. Und die Seite der Klappe, die die massivsten Schäden erlitten hat, war, wie gesagt, ohnehin nicht mit Kacheln geschützt.

    Was ich mich frage, ist, warum das mit dem Halt der Hitzeschutzkacheln so viel schwerer ist als beim Space Shuttle. Liegt es an dem anderen Werkstoff Stahl? Vielleicht hast du darauf eine Antwort.

    Hast du für den einzelnen Triebwerksausfall bei der Wasserung der Starship-Oberstufe eine seriöse Quelle? Irgendwie glaube ich nicht so ganz, dass das Starship die Landung überlebt hätte, wenn der Untergrund aus Beton gewesen wäre. So weich war das Aufsetzen dann vermutlich auch wieder nicht. Und das Astronauten den Flug überlebt hätten, daran habe ich auch so meine Zweifel.

    Ich habe den Flug übrigens auch live gesehen.

    Ja, ich war auch live dabei - war super spannend!

    Der 2. Triebswerksausfall bezog sich ebenfalls auf die Unterstufe / den Booster. Er ist durch Telemetrie und Filmfaufnahmen - s. z.B. - hier belegt. Eine weiche Landung wurde dadurch nicht verhindert, die steuernde KI war offenbar in der Lage, unmittelbar einzugreifen und die asymmetrische Schubverteilung zu kompensieren.

    Die Landung der Oberstufe war offenbar ebenfalls tatsächlich weich, einen Triebwerksausfall gab es nicht. Die Telemetrie zeigt, wie die Geschwindigkeit bei vertikaler Ausrichtung zum Schluß auf 2km/h herunter geht, um beim Umkippen im Wasser kurzfristig wieder anzusteigen. Der Rückgang der Geschwindigkeit erfolgte während des Landing Burns zügig, aber gleichmäßig. Ein Auftreffen mit 2km/h, also Fußgängergeschwindigkeit (- es könnte jenseits der Auflösungsfähigkeit der Telemetrie sogar noch weniger gewesen sein) auf Wasser ist weich. Beim künftig geplanten Fangen des Schiffs mit dem Startturm soll meines Wissens eine passende, "abfedernde" vertikale Bewegung der Fangarme erfolgen - es wird also keine Abbremsung auf exakt Null erforderlich sein.

    Mir ist grundsätzlich nicht klar, wieviel Kacheln wirklich verloren gegangen sind. Die Innenseite der besagten Steuerklappe war ohnehin nicht mit Kacheln geschützt. Die Kacheln werden beim nächsten Flug eines der beiden Hauptthemen sein. Gestern hat Musk in einem Life-Stream geäußert, dass die Kacheln bei dem für den nächsten Flug vorgesehenen Schiff komplett entfernt, und mit einer - wie auch immer - verdoppelten Haltbarkeit wieder neu montiert werden sollen.

    Am letzten Donnerstag (6. Juni 2024) hat der mittlerweile 4. Testflug von Starship stattgefunden. Von der Presse wurde der Flug teilweise als "Durchbruch" bewertet, was meiner Meinung nach nicht so recht passt. Ich würde eher von einem weiteren Schritt nach vorne im Rahmen einer kontinuierlichen Optimierung sprechen.

    Erreicht wurde eine weitgehend reibungslose Startphase (- 1 Triebwerk von insgesamt 33 fiel aus, was für sich genommen keine Gefährdung der Mission darstellt), eine saubere Stufentrennung, eine wie geplant weiche Wasserlandung der Unterstufe (- verbunden mit einem weiteren Triebwerkausfall), ein reguläres Erreichen einer elliptischen Umlaufbahn, und schließlich ein kontrollierter Wiedereintritt in die Erdathmosphäre mitsamt einer weichen Wasserlandung im Indischen Ozean. Während des Wiedereintritts kam es allerdings zu massiven hitzebedingten Schäden an einer Steuerklappe, die dennoch funktionsfähig blieb und entscheidend beim Landemanöver mitwirken konnte.

    Deutschsprachige Zusammenfassung des 4. Testfluges

    Starship ist damit jetzt weit genug entwickelt, um - noch ohne Wiederverwendung - wie jede andere orbitale Rakete Nutzlasten ins All transportieren zu können.

    Bereits beim nächsten Testflug wird wahrscheinlich das "aus der Luft fangen" der Unterstufe versucht werden. Sollte der Versuch gelingen, wäre eine teilweise Wiederverwendbarkeit analog zur deutlich kleineren Falcon 9 von SpaceX erreicht.

    Bemerkenswert ist meiner Meinung nach die erstaunliche Fehlertoleranz der Starships. Weder einzelne Triebwerksausfälle, noch eine gravierende Teil-Beschädigung des Hitzeschildes haben zum Ende der Mission geführt. Schon beim ersten Flug hatte sich gezeigt, dass die Rakete massiven außerplanmäßigen mechanischen Belastungen widerstehen kann, ohne zu zerbrechen. Wäre diesmal eine Besatzung an Bord gewesen, hätte sie trotz der schweren Schäden an der Oberstufe überlebt.