Posts by Onkel Henry

    Nun, der Lange Eugen steht unter Denkmalschutz

    Daß man so ein Ding in stalinistischen Systemen als sozialistische Errungenschaft unter Denkmalschutz gestellt hätte, liegt auf der Hand. Aber in Bonn??? Das war mal die Hauptstadt der Bundesrepublik...oder ist das ein Denkmal der Guillaume-Affäre ?

    Also insbesondere der Post-Tower ist wirklich ein beeindruckendes Gebäude und eine Bereicherung für Bonn. Er wird nachst in wechselnden Farben und Mustern illuminiert, das sieht meistens ziemlich Klasse aus:


    Post-Tower mit Herz

    Weihnachtsbaum

    So ein Ding gibt es in allen Städten - nichts besonderes, nichts berauschendes halt nur ein Glas-Stahl-Betonkasterl mit Lichteffekten. Einfach nur billiger amerikanisierter Kitsch der Moderne.

    Ich muß jetzt doch mal auf die Bleibedachung kommen - natürlich bin ich dafür daß es wieder original so rekonstruiert wird, eben mit Bleibedachung und nicht mit Kupfer oder sonstwas. Was mir da allerdings da zu einfällt - auch die berüchtigten Bleikammern von Venedig waren mit Blei gedeckt, was in diesen Gefängniszellen an warmen Tagen zu einer unerträglichen Hitze führte. Könnte es denn sein, daß bei Notredame Bleiverdachung verwendet wurde, um die Wärme auf dem Dach besser speichern zu können?

    Den Kotzi empfinde ich als einer der scheusslichsten Ecken in Berlins, kein Ort wo ich mich gerne aufhalte. Vor der Kahlschlagsanierung in den 70igern war das noch ganz anders, die gemütlichen Kneipen, die Tante Emma Läden....alles plattgemacht für einen sozialen Brennpunkt greisslicher Optik.

    Ich liebe die Berliner Traufenhöhe,

    Wenn denn mal nicht die vorgeschriebene Mindesdeckenhöhe von 2,50m wäre. Sehr viel höher werden die auch von den "Baulöwen" nicht daher genommen. Neben einem klassischem Altbau mit Deckenhöhen ab 3.10m, sieht das dann reichlich albern aus. Ich wäre dafür die gesetzlich vorgeschriebene Deckenhöhe auf mindestens 3 m zu erhöhen - zumal die Menschen auch immer größer werden.

    Für den echten Berliner ist Meckern der normale Gemütszustand. Gemeckert wird immer und an allem und jedem.

    Ja, da ist was dran. Ich hab es am Bahnhof Treptower Park erlebt - die Ringbahn welche ja in recht kurzen Taktzeiten fährt, hatte Verspätung - das Gezeter und Gemecker hätt man mal erleben sollen - von Beschimpfungen gegen die Bahn mal ganz abgesehen. Ich stelle mir das lustig vor am Bahnhof Icking (Oberbayern) , S7 40 Minuten Takt und fällt zur Innenstadt aus...weitere 40 Minuten warten. Mach das mal mit Berlinern - ich weiß nicht was dann da abgeht ablachen:)


    Aber wir schweifen vom Thema ab - es ist ganz gleich, wie das Marienviertel gestaltet wird, die Berliner Bevölkerung wird so oder so oder andersrum was daran auszusetzen haben, in so weit wäre es sinnvoll, wenn einfach mal Rekofreudige Investoren die Zügel in die Hand nehmen. Egal welche politische Landschaft im Senat herscht...Geld wird immer gerne genommen.

    Gleichwohl sind zwei Drittel der Berliner mit der Politik der doppelrot-grünen Landesregierung unzufrieden.

    Und doch entscheiden sie bei den Wahlen, wer regiert. Mal ein abstraktes Beispiel: "wenn ich mir einen möglichst dummen und faulen Hund zulege, kann ich mich auch nicht beschweren daß der einfach mal nich apportieren will - die Entscheidung lag ja schlußendlich bei mir"


    Und es ist auch richtig, daß über die Honnecker Tristesse zwischen Spree und Fernsehturm, die Politiker nicht alleine bestimmen können - sie können nur positiv oder negativ auf solcherart Vorhaben einwirken - hier zeigt sich wohl eher die Tendenz zu letzterem.

    Es gab übrigens mal eine Umfrage zur Gestaltung dieser Ödnis bei der Berliner abstimmten...das Ergebnis war äußerst ernüchternd.

    Ich gebe hier mal zwischendurch zu bedenken, daß es die Mehrheit der BerlinerBevölkerung selbst war, die sich ihre erwünschten Politiker wählten. Demzufolge ist da von auszugehen daß die Berliner Bevölkerung mit dem Regierungstil des Berliner Senates durchaus zufrieden ist und wohl klassischen Rekonstruktionsplänen eher ablehnend bis gleichgültig gegenübesteht. Dies sollte uns aber nicht da zu verleiten über Politiker zu richten - die Watschn diesbezüglich gebührt den Wählern.

    Um noch mal den weit verbreiteten Irrtum entgegenzuwirken das die Kuppel irgendwann mal "Grünspan" ansetzt:


    Links befindet sich die Kuppelübliche Patina (Kupferhydrogencarbonat) Rechts Grünspan (Kupfer(II)acetat). Auch wenn es auf dem Foto mehr ins blaue geht, obwohl das grüne eher dominiert, ist hier schon ein doch recht deutlicher Farbsättigungsunterschied zu sehen.

    Eine sehr lobenswerte Arbeit, meine Hochachtung an Frau Dr. Rupprecht und den Handwerksleut die dieses bewerkstelligten. :daumenoben:

    Beim Dach des Treppenhauses allerdings, bin ich mir nicht sicher ob so das Original ausgesehen hat? Es wirkt für dieses Gebäude zu sehr "dahinimprovisiert" ....aber gut, wahrscheinlich waren da überhaupt keine Vorlagen mehr aufzutreiben und man hat es dann besser so belassen wie es ist, als es unnötig zu verkitschen.

    Meinst das Herti Kaufhaus am Alexanderplatz? Das hatte so einen riesigen Atlanten auf dem Dach. Die Ruine wurde aber nach dem Krieg abgerissen. Ebenso mit einem Atlanten geschmückt, das Herti Warenhaus in der Leipziger Straße...auch das steht schon lang nicht mehr.

    Sehr bedauerlich zu sehen, was für diesen Konsumtempel weichen mußte. Das ist leider kein Einzelfall, auch für EKZ wurde gebietsweise wertvoller Altbaubestand vernichtet. Ich habe mit entsprechenden "Krämern" welchen ihren Angestellten gerade mal das notwendigste bezahlen was sie gesetzlich müssen, kein allzugroßes Mitleid. Ja, ich fände es sogar wünschenswert wenn diese ganzen modernistischen Konsumtempel aus den Stadtbildern verschwinden.

    Sicher stellt sich natürlich auch die Frage was mit dem Personal passiert - kann ich nur sagen "Tüchtige Verkäufer werden auch sehr gerne von Fachgeschäften eingestellt". Freilich, für das ungelernte Personal wird es wohl etwas schwieriger, jedoch ist der Arbeitsmarkt an "Zuarbeitern" auch nicht gesättigt - wer flexibel ist, findet auch da sicherlich etwas.

    Ich war von Dänemark (Fynen) sehr positiv überrascht - das erste mal waren wir im Juni dort, herrlicher Sonnenschein angenehmer Wind und ich hab mir die Nase verbrannt weil ich die UV Strahlung einfach mal unterschätzte. Das zweite mal - in Deutschland war Hochsommer- im August....ja, die Wettercapriolen waren schon spaßig - Platzregen und Sonnenschein wechselten sich minütlich ab - war gerad beim grillen (Rindfleisch ist da recht günstig) rein ins Haus , Regenjacke übergezogen, kaum war ich draußen, rein ins Haus, Regenjacke wieder ablegen....so ging das die ganze Zeit. War aber wurscht, so eine Stadtwanderung durchs mittelalterliche Faaborg hatte bei jedem Wetter seinen Reiz.

    Ja, aber in natura schaut der Chemnitzer Kasten gut aus. Finde ich zumindest.


    Naja gut, unser Musikgeschmack trifft sich ja auch nicht so recht - in sofern nicht weiter verwunderlich floet:)


    Was mir ein wenig Sorgen bereitet ist das Jugendstil Kaufhaus am Münchner Hauptbahnhof (Karstadt)...einem Gerücht zufolge, soll es wohl nach Fertigstellung des neuen Münchner Hauptbahnhof einem Neubau weichen :schockiert: