Posts by Andreas

    Sag´ niemals nie(mand). Ich fände die Idee reizvoll.


    Na vieleicht bin ich ja auch der Walter U. der Schlossbauer und Du bist gar nicht so alleine mit Deinem Wunsch.


    Nein eher nicht. Den Plan Raschdorffs empfinde ich nicht als reizvoll. Das dieser noch verwirklicht wird halte ich unabhängig davon auch als sehr unwahrscheinlich nachdem er schon zu seiner Zeit und auch jetzt beim Wiederaufbau des Schlosses keine Grundlage des Bauens war.

    Auch Andresas Schlüter wollte ursprünglich die Spreeseite des Schlosses radikal umbauen und wäre wenig zimperlich gerade mit der ältesten Bausubstanz umgegangen


    Das ist natürlich richtig, wie es auch richtig ist, das Schlüter seinen Bau an die Stelle eines sicher auch nicht schlechten Vorgängerbaues gesetzt hat. Der Schlütersche Plan für die Spresfassade hat sich (was ja selbstverständlich ist) dem gesamten Schlüterschen Neu/Umbau angepasst.


    Und dies tut meiner Meinung nach der Raschdorffsche Plan nicht. Letztendlich ist dies aber egal, da dies ja seine Zeitgenossen ebso gesehen haben und eine Umsetzung nicht erfolgt ist und Niemand das Schloss Heute nach den Raschdorffschen Plänen errichten will.

    Wenn sich jedoch Architekten aller Generationen immer nur vor den Leistungen ihrer Vorgänger zurückgehalten hätten, wäre wohl nie etwas Großartiges entstanden.


    Das stimmt insoweit als man auf das "immer nur" abstellt. Aber wenn man, wie Raschdorff dies hier geplant hat, Teile eines Gebüudekomplexes ersetzen will, muss dieser Ersatz schon zu dem Bestand passen, zumal wenn dieser so hochwertig ist wie es dass Berliner Schloss war (und wieder wird)


    Auch gibt es Bauten und Teile einer Stadt, die ihre endgültige Gestalt gefunden haben, da nichts Besseres mehr kommt. Und hierzu gehört nunmal offensichtlich auch das Berliner Schloss. Allein dies rechtfertigt nämlich seine Rekonstruktion! (sogar der nicht aus einem Guss bestehende Teile der Spreeseite, wie sich dies in diesem Forum viele wünschen)


    Dein Ansatz für alle Bauten als gültig angesehen ist nur eine wenig von: "Wenn jedoch Architekten aller Generationen immer nur nach den Ideen ihrer Vorgänger bauen, wäre wohl nie etwas großartiges entstanden" entfernt, dem Argument der Reko-Gegner!

    Raschdorffs ältere Pläne hatten auch was


    Dieser Entwurf passt aber am Lustgarten überhaupt nicht (noch weniger als der verwirklichte).


    Schon diesen empfinde ich als wenig gelungen. Schinkel, Schlüter oder Eosander von Göthe sind dann doch Architekten einer anderen Klasse als Raschdorff. Während Altes Museum, Schloss und Zeughaus Bauten von Weltklasse sind, ist der Dom aus meiner Sicht höchstens Durchschnitt. Der Bauaufgabe eine Protestantische Predigerkirche zu errichten wurde mit einem Entwurf der süddeutschen oder eher noch römischen Barock zitiert begegnet, was von vornherein kein optimales Ergebnis bringen konnte. Die Würde und das Edele der mit ganz anderem, nämlich geringerem Aufwand von Schinkel entworfenen und errichteten Frirdrichswerderschen Kirche erreicht der Dom auch in keiner Weise.


    Interessant auch die von Raschdorff erdachten Umbauten des Schlosses. DIe Pläne berücksichtigen doch überhaupt nicht den Bestand und setzen sich nicht mit der Idee des Schlossbaues von Schlüter oder Eosander von Göthe auseinander. Ausserdem sollen bedenkenlos die bedeutenten historischen Bauten an der Spreeseite des Schlosses geopfert und duch unmaßstäbliches zeitgenössisches ersetzt werden. Für seine Zeit: noch schlimmer als Stella, der sich wenigstens gegenüber den Meisterleistungen seiner Vorgänger zurückhält und keine originale Bausubstanz vernichten wolill. Wenn es dieses Forum schon im frühen 20. Jahrhundert gegeben hätte wäre der Aufschrei - zu recht- groß gewesen. Ist er wahrscheinlich auch in den Kreisen die damals diesem Forum entsprochen haben.

    So ganz versteh ichs im Übrigen nicht. Das Haus steht doch noch - wieso Rekonstruktion? Will/muss man den Bau erst abreißen und dann wiederaufbauen? Oder nutzt man den Rekonstruktionsbegriff hier in DDR-Manier für "sanieren"? In jedem Fall bleibt ja wohl die Ansicht des Gebäudes gewahrt, das ist erfreulich.

    Das habe ich mir beim Lesen ds Artikels auch gedacht. Das Haus sieht auf dem Bild doch gar nicht so baufällig aus, dass man es abreissen und neu errichten müsste. Eine Renovierung würde doch ausreichen. Aber wahrscheinlich kann man es dann nicht so nutzen, wie man dies möchte.

    Wie ganz klar im Eröffnungspost steht, geht es außer dem großstädtischen Flair auch um ein geschlossenes Ensemble. Das bietet die Kö und die Breite Straße nicht mehr.



    Wenn man geschlossenen Ensemble so versteht, dass dort kein neueres Gebäude stehen darf, dann sicher. ich bin bisher davon ausgegangen, dass damit gemeint ist, dass die historische Bebaung die prägende sein soll.


    Ich schlage vor (obwohl mir klar ist, das auch dort neuere Gebäude sind, die aber wirklich untergeordnete Bedeutung auf den Platz haben):


    Karlsruhe, Marktplatz


    und (zur Güte)


    Düsseldorf, Heinrich Heine Platz

    Wenn es in erster Linie um ein großstädtisches Flair geht in Bereichen in denen zwar nicht eine geschlossene aber doch prägende historische Bausubstanz besteht dann nominiere ich:


    Düsseldorf, Königsalle und Breite Straße (mit dem Stahlhof und dem Marx-Hochhaus)


    Da man großstädtisches doch irgendwie immer mit den Bauten der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert verbindet, dürfen auf der Liste aus meiner Sicht die Stadzentren von Leipzig, Halle und Wiesbaden, die schon genannt wurden keinesfalls fehlen.


    Dass Maximilianstraße, Prinzregentenstraße und Ludwigstraße in München und die Linden, aber aus meiner Sicht auf seine Weise der Potsdamerplatz in berlin großstädtisch sind, ist aus meiner Sicht klar.


    Ältere Bausubstanz sehen wir heute oftmals nicht mehr großstädtisch an, auch dann wenn sie wie in Lübeck und Regensburg zum Zeitpunkt der Errichtung ihrer Bebauung großstädtisch waren und auf die Bewohner und Besucher sicher auch so gewirkt haben. Das zeigt, dass auch wir hier im Forum nicht frei davon sind Altes auch als altmodisch anzusehen. In dem genannten Sinne meine ich, dass auch die Zentren der Altstädte von Erfurt, Bamberg, Konstanz und erst recht Regensburg, Augsburg und Lübsck großstädtische Ensembles (ihrer Zeit) des Mittelalters oder der frühen Neuzeit sind.


    Dies gilt, meine ich, auch für die Hauptstädte des Beginns des 19 Jahrhunderts wie Karlsruhe, Hannover, Schwerin, Oldenburg oder Darmstadt die sich in ihren Haupt- und Prachtstraßen großstädtisches bewahrt haben.

    Ich glaube, Ihr redet nur aneinander vorbei.

    Die Aussage ist aber eigentlich recht eindeutig:


    So manches historische (schlichte) Haus könnte man dann getrost abreißen und durch ein neues, aber viel schöneres ersetzen! Die Städte würden sich extrem zum positiven wandeln. Ganze mittelmäßige Altstadtquartiere könnte man abräumen und mit reich verzierten Gebäuden und schönen urbanen Plätzen (alles neu angelegt und gut durchdacht) komplett neu aufbauen.

    Diese Aussage halte für falsch.

    Das verstehe ich nicht. In Frankfurt ist doch kein Altstadtquartier abgeräumt worden, sondern das Technische Rathaus Es wird an dessen Stelle die zerstörte Altstadt rekonstruiert und nicht in alter Formensprache etwas nie Dagewesenes neu gebaut.


    Ganze iAltstadtquartiere abzureissen, um an deren Stelle eine kleinteilige neue Bebauung zu setzen, ist aus n´meiner Sicht niemals erstrebenswert,,seien die Neubauten auch noch so gut.

    Ganze mittelmäßige Altstadtquartiere könnte man abräumen und mit reich verzierten Gebäuden und schönen urbanen Plätzen (alles neu angelegt und gut durchdacht) komplett neu aufbauen.


    Dem muss ich aber ganz entschieden widersprechen. Die historischen Häuser in Altstadten haben als originale Zeugen der Geschichte, einen Wert ansich.


    Auch wenn diese teils sehr einfach sind, zeigen sie doch, die Realität der Vergangenheit. Ohne die Originale der vergangegen Jahrhunderte würden wir den (realen) Bezug zu unserer Geschichte verlieren. Ein Verlust der auch durch Bilder ersetzt werden kann, sind es doch gerade die Häuser die als einzige wesentliche Relikte der Vergangeheit auch heute noch genutzt werden.

    Gegenüber der unmittelbaren Nachbarbebauung ist der schlanke Neubau doch eine echte Wohltat, in optischer Hinsicht.


    Sehe ich auch so, in der Umgebung sieht das Gebäude doch gar nicht schlecht aus. "Energieerffizienz" ist zwar sicher nicht der alleinige Maßstab für gelungenes Bauen, aber für sich genommen auch nicht schlecht, im Gegenteil.


    Problematsich wird es doch dann, wenn die "Eneregieeffizienz" über Allem, insbesondere der Ästhetik steht oder - noch schlimmer - historische Bauten durch das Anbringen von Dämmung oder Anlagen zu Energiegewinnung verschandelt werden.

    Der Titel des Beitrages täuscht aber.


    Fest steht: Das Kirchengebäude ist unter Denkmalschutz gestellt. Ob dies dazu führt, dass ein Abriss nicht erfolgt, bleibt abzuwarten. Wenn das Gebäude tatsächlich so baufällig ist, wie beschrieben, werden die Denkmalschutzbehörden sicher den Schutz - wie regelmässig - wieder aufheben. Was allerdings stimmt ist, dass das Grundstück nunmehr schwierig zu veräussern sein wird.


    Sollten die Denkmalschutzbehörden hier einmal ihre eigene Entscheidung auch konsequent durchfechten, ist dies auch gut und solte als Beispiel für andere gefährdete Bauten des 19. oder gar 17. und 18. Jahrhunderts dienen, bei denen Investoréninteressen immer über die des Denkmalschutzes gestellt werden (auch wenn der Investor ein in schlechtem Zustand befindliches Denkmal kauft und daher von vorneherein umd die Kosten der Sanierung wissen könnte)

    Ich halte es für durchaus wichtig, dass es solche Produktionen gibt die auch nicht den allergrößten Anspruch an sine Zuschauer stellt


    Das ist sicher richtig, nicht jeder Lust sich mit der Materie so eingehend zu beschäftigen, wie dies die Teilnehmer an diesem Forum tun (die auch sicher nicht die Zielgruppe dieser Sendung sind) Weniger ist da sicher besser als Nichts.


    Die wenigen Informationen in solchen Sendungen, müssen aber schon zutreffend sein.


    Es ist in Diskussionen mit nur am Rande Interessierten auch meist schwer gegen aus "dem Fernsehen bezogenes Wissen" anzukämpfen, auch wenn Tatsachen (nicht etwa Meinungen oder Ineterpretationen über die man sicher streiten kann) offensichtlich falsch dargestellt sind.

    Der Eigentümer möchte das Gebäude bekanntlich abreißen lassen. Vielleicht sollte sich die Polizei den Herrn mal genauer unter die Lupe nehmen...

    Die Mühe ein Haus erst anzuzünden um eine Abbruchgenehmigung für eine denkmalgeschütztes Haus zu erhalten, muss sich in Memmingen doch keiner machen.

    Die Wetzlarer neue Zeitung berichtet ausführlich über in den nächsten Jahren geplante Neubauprojekte in Wetzlar


    http://www.mittelhessen.de/lok…Wetzlar-_arid,512333.html


    Im Altstadtbereich ist dies nur, dass bereits im Forum vorgestellte, Objekt am Eselstreppchen.


    Dies anderen Bauvorhaben befinden sich weitgehend im Innenstadtbereich. Für das "Sophieneck" werden zwei Altbauten im Bannviertel weichen.