Posts by Andreas


    Die Reformierten bauten im Süden ja lange etwas anachronistisch altmodisch um sich vom "modernen", als katholisch und verschwenderisch verpönten Barock, abzusetzen. Interessant ist hier Oettingen, das "geteilt" war.

    Pfullendorf ist bzw, war aber eine "katholische Reichsstadt"!

    Der Plan die Autobahnbrücke Limburg mit Wohnungen zu bebauen, wird weiter vorangetrieben. Nachdem das Vorhaben nunmehr Ernst genommen wird, regt sich dagegen Widerstand


    http://www.nnp.de/lokales/limb…-erwarten-Mehrheit-gegen-


    Brueckenplaene;art680,975649http://www.nnp.de/lokales/limb…verordneten;art680,982467


    http://www.nnp.de/lokales/limb…mieren-sich;art680,967192


    Allerdings gibt es in der Stadt Limburg und deren kommunalen Gremien auch Befürworter.

    Ich glaube nicht, dass das Ruinenfoto 1945 aufgenommen wurde. Ich denke, dass die Aufräumer und Abreisser da schon kräftig am Werk waren. Es ist unwahrscheinlich, dass das Gebäude derart pulverisiert gewesen wäre, wenn die gegenüber liegenden Häuser praktisch bis heute unverändert stehen.

    oder das Bild zeigt nicht die Fassade zur Pacellistraße sondern einen rückwärtigen Trakt. Im Hintergrund ist der Turm der Michaelskirche sichtbar, der doch wohl südlich der ehemaligen Karmeliterkirche steht. Wenn die abgebildete Ruine sich mit diesem auf einer Höhe befindet, steht sie nicht direkt an der Parcellistraße.

    Das sehe ich auch so. Ich war letzten Monat in Alsfeld und hatte nicht den Eindruck, dass die Altstadt verfällt. Dass einige Häuser etwas Patina angesetzt haben und nicht so aussehen als seien sie vor fünf Jahren erbaut worden, halte ich für gut. Auch das macht den Charme einer Altsadt aus.


    Dies bedeutet natürlich nicht, dass Schäden an Häusern zu beseitigen sind, damit es gar nicht erst zu einem Verfall kommt.


    Was den immer wieder gerne genommen Begriff des Schandfleckes angeht: Ein Haus wird doch immer erst als Schandfleck bezeichnet, wenn Planungen bestehen das Grundstück anderweitig zu bebauen. Dann wird das Haus plötzlich zu Schandfleck für die ganze Stadt. Die Presse nimmt dann (meistens) dies gerne auf und unterstüzt die Abbruchpläne ohne sich mit der Frage wie das Stadbild beeinträchtigt wird, historischem oder baukünstlerischem,Wert auseinanderzusetzen. Dabei wird auch ausser Acht gelassen, dass der Eigentümer eines Grundstückes dafür verantwortlich ist, dass ein Baudenkmal nicht verfällt. Diesen Eigentümer als Opfer des Denkmalschutzes darzustellen ist daher absurd. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn ein Investor ein Baudenkmal in schlechtem Zustand erwirbt und sich dann über Sanierungskosten beschwert. Hier liegt doch die Vermutung nicht nur nahe, das der Abbruch von vornherein geplant ist. Und Stadt und Presse machen da mit .... (und wenn wie in Reutlingen sich Widerstand regt, kommt das Gejammere das Klima für Investoren sei schlecht.)

    Wie sich aus anliegendem Artikel ergibt, steht noch nicht fest, wie die St. Martha Kirche wieder aufgebaut wird. Neben der originalgetreuen Rekonstruktion scheinen auch andere Möglichkeiten in Erwägung gezogen zu werden. Einzelheiten sind selbstverständlich noch keine bekannt.


    http://www.nordbayern.de/nuern…rche-sitzt-tief-1.3698292


    Zumindest zwei der Glocken sind, wie nach dem bisherigen Schilderungen von dem Brand zu vermuten war, nicht mehr zu reparieren.

    Der Tenor der Leserbriefe ist nicht unbedingt etwas völlig neues und kann daher auch nicht wirklich überraschen; man muß halt auch die Frage stellen, ob denn jeder Leserbrief, der irgendwo von dieser Sorte Menschen eingestellt ist, Bedeutung hat.


    Danke für die tröstenden Worte.


    Sicher darf man nicht allem was in Leserbrief oder auch in Foren geäussert wird, eine gleich hohe Bedeutung beimessen. Trotzdem bin ich doch manchmal verwundert was so geäussert wird. Ich habe hierbei kein Problem damit, das Menschen eine andere als meine Meinung haben..Dies auch in diesem Forum des öfteren der Fall. Allerdings erschrickt es mich schon, wenn das was einem selber wichtig ist, völlig in Abrede gestellt wird. Und das ist in dem zitierter Lesebrief der Fall. Aber wahrscheinlich ist es besser sich hiermit nicht weiter auseinaderzusetzten.

    Naja dann ist ja erstmal alles nicht ganz so schlimm


    Das finde ich schon. Eine im zweiten Weltkrieg lt. Wikipediaeintrag nur leicht beschädigte mittelalterliche Kirche ist bis auf die Grundmauern abgebrannt!


    Welches Ausmaß die Schäden haben bleibt abzuwarten. Zumindest der Dachstuhl, der ja worauf ursus carpaticus zurecht hinweist einer der letzten mittelalterlichen in Nürnberg gewesen sein dürfte, scheint zerstört.


    Nicht nur schlimm, sondern (hier fehlen mir die Worte) ist allerdings die in einem Leserbrief zu dem bereits erwähnte Artikel in der FAZ von einem Mark Möschl geforderte Konsequenz aus dem Unglück.

    In Berghausen (Lahn-Dill Kreis) wehren sich Bürger gegen den geplanten Abriss eines Teiles der Kirchhofmauer:



    http://www.mittelhessen.de/lok…ghausen-_arid,280432.html



    Die teilweise erneuerte Kirchhofmauer umgibt den ehemalige Friedhof um die evangelische Kirche. Diese besteht aus einem in den Jahren 1965 bis 1966 errichteten zentralen Neubau und dem gotischen Chorturm. Kirche und ummauerter Kirchhof prägen die Ortsmitte des Dorfes Berghausen.

    Der Altstädter Markt ist auch heute schon Fußgängerzone. Da allerdings trotzdem immer wieder Fahrzeuge den Platz passieren sind die beschriebenen Maßnahmen wohl notwendig.


    Auch gibt es hier Gastronomie.


    Am Altstädter Markt stehen ausser dem nach Kriegszertörungen rekonstruierten Rathaus einige meiner Meinung nach sehr gelungene Bauten aus der Zeit des Wideraufbaues nach den Zerstörungen des II Weltkrieges.


    Die in dem Artikel beschriebenen Umbauten betreffen eins von diesen. Es handelt sich um den im Jahre 1953 (Bauantrag) errichteten, denkmalgeschützten Nachkriegsbau Altstädter Markt 3/5. Nach dem Denkmalverzeichnis ein dreigeschossiges Doppelhaus mit raumbildender Wirkung für den Altstädter Markt. Der beispielhafte Vertreter der konservativ- traditionalistischen Architektur des Wiederaufbaus griff mit seiner L-förmigen Führung samt dem Risalitvorsprung an seinem Nordende vertraute Bilder und Blickwerte des zerstörten Marktplatzes auf, den an dieser Stelle ein traufständiges und ein durch die Tiefe Gasse abgegrenztes giebelständiges Fachwerkgebäude rahmten. Trotz Schließung dieser Gasse blieben die Sichtgewohnheiten somit gewahrt. Neben den Fenstergewänden aus Sandstein und dem ebenfalls aus Sandstein hergestellten, zweigeschossigen Hängeerker trügen auch die schiefergedeckten, holzverschalten Gauben zur Auflockerung der Baufluchten und zum historischen Gepräge der Neubauten bei, die noch traditionell aus Sandstein, Ziegeln und Bimsstein entstanden wären (zitiert nach DenkXweb - Hessens Kulturdenkmäler online)


    Das Doppelhaus halte ich, gerade auch was die Gestaltung des Erdgschosses angeht, für gelungen, da hier auf die traditionelle Bauweise in der Hanauer Altstadt Bezug genommen wurde. Der Einbau von Geschäftslokalen im Erdgeschoss und die damit verbundene Öffnung der Fassade für Schaufenster wird dieses Bild beinträchtigen. Ob es sinnvoll ist, sei dahingestellt.

    Ein Gründerzeithaus in Wetzlar wird saniert:


    http://www.mittelhessen.de/lok…t-Leben-_arid,268695.html


    Das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Geschäftshaus steht am Eingang der Bahnhofstraße in Wetzlar. Die Bahnhofstraße führt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts von der Wetzlarer Innenstadt zu dem damals auf der Gemarkung ds Dorfes Niedergirmes liegenden Bahnhof . Zunächst waren hier auf Grund der Nähe zum Bahnhof Industriebetriebe und Hotels angesiedelt. Da die in den umliegenden Dörfern wohnenden Arbeiter der Wetzlarer Fabriken auf dem Weg vom Bahnhof zu den Arbeitsstätten die Bahnhofstraße passieren mußten ließen sich hier immer mehr Einzelhandelsgeschäfte nieder, die zu einer Wandel zur Einkaufsstraße führten. In der Nachkriegszeit bis in die 80 Jahre kam es dann vielfach zum Abruch der gründerzeitlichen Bausustanz. In den 80 Jahren des 20 Jahhunderts wurde sie schließlich zu Fußgängerzone. Zugleich begann aber auch der Niedergang der Straße, mit der Schleißung alteingesessener Geschäfte und dem folgenden Leerstand. bzw. Neuvermietung an Billigläden uä.


    Es ist daher sehr erfreulich, dass es nunmehr zur Renovierung des am Eingang der Straße stehenden Hauses kommt. Dieses (Buderúsplatz 5) steht unter Denkmalschutz, was ja leider alleine keine Garantie für den Erhalt dargestellt hätte. Auch das Nachbargebäude Bahhofstraße 1 (ebenfalls ein denkmalgeschützter gründerzeitlicher Backsteinbau) ist vor einigen Jahren aufwändig renoviert worden.

    Kann einer sagen, wie alt das Haus Nr. 10 denn tatsächlich ist?


    Ich meine schon dass ein gewisses Alter eines Hauses für sich allein für seine Erhaltung spricht. Von "Altersfetischismus" kann man da nicht sprechen.Die Erhaltungswürdigkeit ergibt sich schon daraus, dass je älter ein Haus ist umso weniger Gabäude aus dessen Bauzeit bis in unsere Zeit überdauert haben.


    Das bedeutet aber nicht, dass ein Gebäude umso weniger erhaltenwert ist je jünger es ist. Das Haus Nr. 4 ist aus meiner Sicht, schon allein wegen seiner doch recht aufwändigen Fassade, erhaltenswert.