Posts by Andreas

    Sind all diese Häuser nicht allererstklassigst?


    Ja´!


    Aber teilweise auch wohl sanierungsbedürftig.


    Andererseits sind einige Häuser schon duch "Sanierungen"" (Fenster!) entstellt.


    Bleibt zu hoffen, dass nicht das von Heimdall gechilderte Szenario eintritt und die Häuser als sogenannte Schandflecken beseitigt oder "kaputtsaniert" werden.


    Das ein Stadtbild, gerade bei Städten mit reichsstädtischer, bürgerlicher Tradition, von den historischen Bürgerhäusern geprägt wird und deren Erhalt daher besonders wichtig ist, scheint in den Städten Schwabens - ob Bayerns oder Württembergs- noch nicht hinreichend verinnerlicht zu sein. Dies führt dann leider zu den Entwicklungen wie sie hier im Forum in den Galerien von Giengen und Reutlingen, aber auch in den Berichten aus Memmingen, zu sehen sind.

    Auf der Homepage der Dom-Römer GmbH hört sich das allerdings anders an:


    http://www.domroemer.de/die-rekonstruktionen


    Hier ist zu den Konstruktionen folgendes ausgeführt:


    "Stichtag für die Fassadengestaltung der Rekonstruktionen ist der Tag vor der Zerstörung der Altstadt im März 1944. Dies entspricht dem Bild der Altstadt, an das sich die meisten Menschen erinnern und die Quellenlage für diese Zeit ist für den Nachbau der Häuser am besten geeignet. Zu diesem Zeitpunkt war die Goldene Waage das einzige Gebäude mit sichtbarem Fachwerk. Alle übrigen Altstadthäuser waren verputzt. Über das dahinterliegende Fachwerk gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Experten sind unterschiedlicher Meinung, ob diese Fachwerkkonstruktionen genügend dokumentiert sind, um sie wiederherzustellen. Deshalb werden die Gebäude hinter den Fassaden in zeitgemäßer Fachwerkbauweise errichtet, das heißt, es wird auch hier eine Holzkonstruktion mit Balken, Stützen und Balkendecken geschaffen. In der Konstruktionsweise unterscheiden sich die Rekonstruktionen also nicht vom historischen Vorgänger."

    Ich meine, ich hätte auch irgendwo schon einmal gehört, dass es tatsächlich einen Handel mit derart alten Hölzern aus Abrissgebäuden gibt


    Das gibt´s in der Tat. Wenn man unter dem Stichwort "historische Baustoffe" oder Ähnlichem "googelt" gelangt man zu den Seiten von Holzhändlern mit entsprechenden Angeboten.


    Ob die angebotenen Balken aus Abbrüchen stammen oder etwa bei Umbauten oder Sanierungen ausgebaut wurden ist dem natürlich nicht zu entnehmen.

    Petition für die Rettung des ehemalige Klosters der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz. in Eger /Cheb.


    http://www.citizengo.org/de/18…zigen-schestern-eger-cheb


    Die Klostergebäüde wurden in den 1930 iger Jahren als Ersatz für die Bauten des Klosters in der Gschierstraße in der Altstadt Eger an der Straße Richtung Waldsassen errichtet. Nach der Aufgabe der Nutzung durch die Grenztruppen der CSSR im Jahr 1990 verfällt der Gebäudekomplex.


    Weiteres zur Gechichte des Kloster auf:


    http://encyklopedie.cheb.cz/de…estern-vom-heiligen-kreuz

    Vielen Dank für den sehr interessanten Rundgang durch Reutlingen. Schade, dass das doch mit imposanten Bauten glänzende Stadtbild an einigen auch wohl noch zentralen Stellen durch umpassende Bauten wie das Rathhaus gestört ist.

    Das Missverständnis liegt darin


    Ich bin nicht sicher ob hier ein Mißverständnis vorliegt.


    Zunächst: Wer oder was wird von Dir zitiert? Ein Zitat aus meinem Beitrag ist dies jedenfalls nicht, vielmehr eine dem Sinn meiner Ausführungen nicht wiedergebende Zusammenführung zweier Halbsätze.


    Dass eine Auseinandersetzung mit dem zwischen 1933 und 45 Geschehenen schon erfolgt ist und auch noch erfolgt, soll und kann nicht in Abrede gestellt werden. Dies ist aber, wie die Beschäftigung mit Geschichte überhaupt, auch gut so. Es entbindet jedoch nicht davon dies auch weiterhin zu tun.


    Auch nicht, dass dies als "Waffe gegen uns eingesetzt" werden könnte. Wie stark diese "Waffe" ist, mag ohnehin dahingestellt bleiben. Ein "Versailles" haben wir jedenfalls nach dem II. Weltkrieg nicht gehabt - im Gegenteil.


    Um zum Ausgangspunkt der Diskussion zurückzukommen: Weshalb die Auseinandersetzung oder die Nichtauseinandersetzung mit der deutschen Gechichte zwischen1933 und 1945 für oder gegen die Rekonstruktion von Bürgerhäusern in der Nürnberger Altstadt spricht oder diese fördern oder verhindern können soll, kann ich nicht nachvolllziehen!

    Daher sind Äußerungen derart: Alles dies und das ist natürlich höchst wichtig und unbedingt zu befürworten, aber was hat das mit der Nürnberger Altstadt zu tun? schädlich und schon vom Ansatz her falsch. Gerade aus dieser Gesinnung heraus wird "Nürnberg", so wie wir es wollen und lieben würden, verunmöglicht. Und nebenbei wird, worauf es letztlich ankömmt, unser aller Zukunft "verspielt", dh vorsätzlich verhindert.


    Diese These kann ich ebenso wie die, dass es eine Rekonstruktion von Bürgerhäusern in der Nürnberger Altstadt wegen des in den Jahren 1933-45 in Deutschland und von Deutschen begangenen Unrechts nicht geben darf, nicht nachvollziehen.


    Dies scheinen mir alles ideologische Gedanken zu sein, die man zwar zur Kenntnis nehmen muß, die jedoch weder von der Auseinandersetzung mit der Geschichte unseres Landes in all ihren Aspekten, noch von der lebenswerten Gestaltung der Städte dieses Landes abhalten sollte.

    Mir ist überhaupt nicht klar warum die Aufarbeitung der NS Vergangenheit und die Beschäftigung mit der Geschichte Nürnbergs, die Wiederherstellung der Nürnberger Altstadt und die Rekonstruktion einzelner zerstörter Bauten in dieser in irgendeinem Widerspuch zueinander stehen soll.


    Ich halte dies alles für wichtig und sehe nicht, weshalb eines davon nur funktioniert, wenn man das andere unterlässt.

    Auch mir scheint nach den Bildern (leider war ich noch nie dort) die Reutlinger Altstadt recht interessant zu sein. Das es kaum Einzelbauten von überregionaler künstlerischer Bedeutung gibt, steht dem nicht entgegen. Eine typische schwäbische Reichsstadt eben. Das Esslingen hier pittoresker wirkt ist in der Tat darauf zurückzuführen, das dort mehr "mittelalterliche" Bausubstanz vorhanden ist.


    Das einzelne Bauten nicht liebevoll saniert sind, ist wie die Tatsache, dass es auch in relativ geschlossenen Straßenzügen offensichtlich immer wieder zu Abbrüchen kommt aus meiner Sicht ärgerlich. Demgegenüber finde ich die Bebauung um den Marktplatz nicht nur ärgerlich, sondern städtebaulich in der Tat eine Katastrophe. Rathaus und insbesondere auch die Bankgebäude reissen eine Wunde in das Stadtbild die nur schwer zu heilen ist. Die Befürchtung, dass es noch schlimmer kommen könnte, teile ich da eigentlich nicht.

    Kann man hier von einer Rekonstruktion sprechen?


    Aus dem Artikel ergibt sich, dass niemand das weiss wie der Festsaal ausgesehen hat. Auch Bilder oder Pläne liegen nicht vor. Da kann doch nichts rekonstruiert, sondern (wenn auch in einem historischen - welchem ? - Stil) nur neu geplant und gebaut werden. Unter einer Rekonstruktion verstehe ich aber etwas Anderes.

    Als auf niedrigstem Niveau würde ich das Gebäude auch nicht unbedingt bezeichnen. Es kommt hier in der Tat auf die Ausführung an.


    Allerdings halte ich das Haus an dem vorgesehenen Standort für unpassend. Die Bebauung an der Frankfurter Landstraße, gerade auch in umittelbarer Umgebung weist noch eine teilweise villenartige Gründerzeitbebauung auf. Gerade am Übergang dieser Bebaung zur Innenstadt sollte doch eine besonders hochwertige Bebung aufweisen.


    Das geplante Objekt ist doch eher eines, dass in Aussenbezirke passt. In Hanau etwa in den Bereich um den Beethovenplatz, dessen Bebauung hochwertige Bauhausarchitektur ist.

    Es ist schön, dass auch aus Memmingen einmal eine gute Nachricht kommt. In den letzten Jahren hatte man den Eindruck, die Stadt vernichte ihr historisches Erbe. Gerade in einer ehemalige Reichsstadt sind dies insbesondere die Bürgerhäuser!

    Ja, gerade die Betonpflaster sind mich auch sehr negativ aufgefallen. Aber die werden dort sicher nicht ewig liegen bleiben!

    Ich fürchte schon. Auch mich haben die Betonsteine schon seit dem ich die Limburger Altstadt kenne verwundert und gestört. Von den Limburgern werden die Steine aber nicht als negativ wahrgenommen (wohl weil man darauf besser gehen kann als auf Kopfsteinen mit denen einige Nebengassen der Altstadt noch gepflastert sind)

    Wenn ich schon "Kreuzberg" höre schaudert es mich


    Dann solltest Du es nicht beim hören belassen sondern Dir Kreuzberg auch einmal ansehen. Die Bereiche um Viktoriapark und Bergmannstraße bestehen auch heute noch aus nahezu flächendeckender Bebauung des letzen Drittels des 19. Jahrhunderts/Anfang 20. Jahrhunderts. Gerade für die Freunde historistischen Bauens stellt sich beim spazieren durch teilweise komplett erhaltene Straßenzüge (meist noch bestuckter Bauten) hier eine Vorstellung urbanen Lebens der Jahhundertwende zum 20. Jahhundert ein. Hinzu kommen die historischen Friedhöfe.

    Eine positive Meldung aus Wetzlar:


    Ein Fachwerkhaus wird saniert


    http://www.mittelhessen.de/lok…estueck-_arid,359123.html


    Ansich eigentlich nichts Besonderes. Bemerkenswert ist allerdings die Berichterstattung. Bei dem sanierten Gebäude handelte es sich nicht um eine Ruine. Zwar stand das Haus einige Zeit leer und es mag sich die Ausstattung nicht auf dem neuesten Stand befunden haben. Eine Ruine ist aber dann doch etwas Anderes.


    Gut dass es Bauherrn gibt, die sich hiervon (und auch von dem "Rat" wegen der hohen Sanierungskosten das Haus lieber abzubrechen) nicht von einer Sanierung abhalten lassen.


    Und wie immer wird es dann nach der Instandsetzung -für die Presse offensichtlich zunächst ausserhalb des Denkbaren- eine Schmuck- oder wie hier ein Sahnestück!