Posts by Andreas

    Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Bauphase kann man schon mal planen, wie es weitergeht:

    Es ist aber kein erster Bauabschnitt, sondern die Fertigstellung des Humboldtforums. Es mag ja sein, dass einem nicht alles daran gefällt und der eine oder andere sich mehr Rekonstruktion gewünscht hätte.


    Das was jetzt da steht ist aber das Ergebnis eines Kompromisses. Ohne diesen wären nicht drei Seiten der Fassade des Schlosses und der Schlüterhof rekonstruiert worden. Dies jetzt in Frage zu stellen ist unredlich und birgt im Übrigen die Gefahr, dass zukünftig überhaupt keine Einigungen über Rekonstruktionen mehr getroffen werden. 100 % Gewinnen gibt es im wirklichen Leben eben nicht.


    Der Beitrag von Barocksurfer steht für mich daher auf der gleichen Ebene wie der von Frau Ha in dem von Maecenas verlinkten Film.


    Spätere Bauabschnitte (Querbau, Weißer Saal, Schlosskapelle in der Kuppel, usw...) könnten je nach Kassenlage später angefügt werden.

    ... und mein historistischer Flüsse Brunnen (der ja wirklich realisiert werden kann) nicht?????

    Ist in der Tat eine Perspektive deren eintritt es zu verhindern gilt (zumal Autowaschanlagen im Ortskern).


    Die anderen Mitglieder im Rat sehen es (nach meiner Meinung zurecht) so:


    Zitat: "Dem widersprachen vehement andere Vertreter der SPD sowie von FDP und Bündnisgrünen. Das gemeindliche Einvernehmen für den Abriss zu erteilen, sei voreilig. „Es wäre fahrlässig, es jedem Eigentümer selbst zu überlassen, was er mit seinem Gebäude anstellt“, erklärten Christian Riepen und Lorenz Sökefeld von den Grünen übereinstimmend: „Dort wird später auch kein neues Wohnhaus entstehen, sondern eine PKW-Waschanlage.“ Und eine solche Waschanlage gehöre in ein Industriegebiet und nicht in den Borgholzer Ortskern, machten die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen deutlich.

    Rat riskiert einen Konflikt

    Jan Gerrit Möltgen (FDP) sprach sich dafür aus, dass Gebäude vorläufig unter Schutz zu stellen und seine Denkmalwürdigkeit zu prüfen. „Wir wissen noch zu wenig über das Gebäude, doch dafür gibt es Fachleute“, sagte der Liberale. SPD-Fraktionsvorsitzender Hubertus Eikenberg befürwortete ebenfalls eine vorläufige Unterschutzstellung. „Die Fachleute sollen entscheiden“, stellte er fest."

    Das sehe ich ganz anders: Wenn da ein Brunnen hingestellt wird, der aus alter Zeit kommt, dort aber nicht hingehört und nur als Zierde verpflanzt worden ist, käme ich mir getäuscht vor.

    Denn wer ein offensichtlich altes Bauwerk im Umfeld der Rekonstruktion sieht, denkt sofort, das wäre ein Teil, das schon immer dazu gehörte.

    Das stimmt natürlich. Der Gedanke könnte aufkommen.

    Diese Stadtpolitiker scheinen ja alles Fachleute zu sein.

    Immerhin einer der Stadträte hat aber eingeräumt kein Fachmann zu sein und die Denkmalwürdigkeit von Fachleuten überprüfen zu lassen. es habe ja auch Stadträte (von welchen Parteien ist auch mal hervorzuheben!) gegen die Erteilung des Einverständnisses mit dem Abriss gestimmt.

    Ich fände auch einen Brunnen im Stile des späten 19. Jahrhunderts toll. Das würde doch wirklich perfekt passen.

    Ja super Idee. Es müsste sich in Berlin doch irgendwo so ein Brunnen finden lassen. Man könnte ja auch mal ermitteln, ob früher bereits ein Brunnen am Schlossplatz stand und schauen ob von diesem noch Teile existieren.

    Lasst die doch demonstrieren, sind doch weniger als mittlerweile Beiträge hierüber geschrieben wurden.


    Wichtiger ist doch, dass die Schlossfassade rekonstruiert ist. Das können auch die, die dies nicht gut finden nicht mehr verhindern.

    So ist es, ich finde die Idee nach wie vor super. Und die dort zukünftig ausgestellte Sammlung ist von ausgesuchter Schönheit und Qualität, ich habe sie in Dalhem oft und gerne besucht.

    Das sehe ich genauso. Auch ich habe die Sammlung oft besucht, schon allein, weil an einem Tag die ganze Sammlung überhaupt nicht wahrgenommen werden kann. Gleiche gilt auch für das Museum islamischer Kunst.

    Auffällig ist aber regelrecht dass diese Sammlung erst unter Beschuss durch die linken Haltungsgenossen gekommen ist, als der Beschluss gefasst wurde, sie hinter den "reaktionären" Barockfassaden unterzubringen.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Dagegen spricht, dass Vergleichbares in vielen Ländern der Welt derzeit geschieht. Was aber sein kann, dass bis zu dem geplanten Umzug in das Humboldtforum die Sammlungen in der Öffentlichkeit nicht oder kaum präsent waren.


    Dabei ist es gar nicht zu leugnen dass nicht wenige Ausstellungsstücke unrechtmäßig bzw. durch Raub im Rahmen des Kolonialismus in die Sammlung gekommen sind, und von daher über Restitutionen bzw. faire Verhandlungen ernsthaft nachgedacht werden muss (z.B. im Falle der Benin-Bronzen). Die Mehrheit der ausgestellten Objekte ist aber keinesfalls unrechtmäßig in die Sammlung gekommen,

    So ist es und darüber muss auch verhandelt werden. Selbstverständlich kann es nicht dauerhaft so bleiben, dass in einigen Ländern von deren kulturellen Erbe überhaupt keine Spitzenstücke zu sehen sind. Hier sind auch Objekte zurückzugeben, zumal dann, wenn diese auf "zweifelhafte Weise" in die Sammlungen gelangt sind. Dies betrifft aber nur einen geringen Teil der Ausstellungsstücke. Es sind auch nicht alle Objekte von gleich wichtiger Bedeutung für das Ursprungsland, wenngleich sie für den Besucher in Berlin einen sehr guten Überblick über die jeweilige Kultur ermöglichen.

    Der ganze kalte Kaffee von vor zwanzig Jahren wird wieder aufgewärmt, reaktionäre Fassade (selbstverständlich ohne jegliche Kenntnis über deren kunsthistorische Bedeutung), Nachjammern hinter Erichs Lampenladen oder einem vermeintlich 'besseren' futuristischen Gebäude, moralinsaure Predigten über eine angeblich ganz schreckliche Sammlung aus Kolonialzeiten (über die sie wohl ebenfalls wenig Sachkenntnis haben und über die sie nie ein Wort verloren haben, als diese noch in Dahlem "verborgen" war). :blah:

    Viel Kenntnisüber die kunsthistorische Bedeutung sowohl der Schlossfassaden, als auch der darin ausgestellten Sammlungen scheint in der Tat nicht durch. Man könnte ja auf den Gedanken kommen, dass die früher in Dahlem ausgestellten gemeinsam mit den schon jetzt auf der Museumsinsel gezeigten dazu dienen "fremde" Kulturen bekannt zu machen und zu deren Verständnis beitragen. Aber soweit wird ja dann oft nicht gedacht (weshalb ich auch der Meinung bin, dass sich die Gedanken von 1968 hier allenfalls rudimentär und nicht verstanden widerspiegeln).


    Der Palast der Republik und der Platz davor kommen in dem Kommentar übrigens auch nicht gut weg. Wie ich schrieb: Es ist für Jeden was dabei (der meckern möchte).


    Aber wie von Maecenas im Übrigen gut zusammengefasst: Blah, blah.

    Ein Kommentar zur Eröffnung des Humboldtforums ("leider" hinter der Bezahlschranke):


    https://www.mittelhessen.de/ku…-humboldt-forums_22792527


    Die lesbare Einleitung fasst aber gut alles was noch kommt zusammen. Fast alles am Humboldtforum ist nach Auffassung des Autors schlecht. Da ist wirklich für jeden was dabei.


    Die Barockfassade erinnert den Autor nur an den Beginn des ersten Weltkrieges. Die Ostfassade sei langweilig. Kuppel und "Christenkreuz" symbolisieren für den Autor wohl das Böse schlechthin. Der Inhalt des Museums bestehe nur aus zusammengeklauten Trophäen preußischer Herrscher. Der "Berliner" fände das als "Staatsschloss" bezeichnete Bauwerk ohnehin doof.


    Gut sei einzig und allein das Dachrestaurant und zwar deswegen, weil man vom Dach "ins brandenburgische" sehen könne.


    Immerhin: Über die Fahrradständer hat er sich nicht ausgelassen (:wink:)


    Alles in allem: Da ist wohl einer mit sehr schlechter Laune aufgestanden und mit sich und der Welt unzufrieden.

    Heute ist dies leider nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar, denn die Fassade ist mit scheußlichen Platten verkleidet (wie kommt man eigentlich auf eine solche Idee?):

    Das Bild hat mir jetzt den Tag verdorben. Schlimmer geht nimmer. Heimdall: das fürchte ich auch, zumal ein Käufer vielleicht auch gar nicht davon ausgeht, ein historisches Gebäude zu kaufen, sondern eben ein hässliches etwas, das man ohne groß nachzudenken abreißen kann.