Posts by Andreas

    Dennoch gilt bei Rekonstruktionen: So originalgetreu wie möglich. Die Inschriften gehören selbstverständlich dazu. Du kannst da nicht einfach selber etwas dazuerfinden, nur weil es Dir privat gefällt.


    Wenn dir ein "Spruch der Aufklärung" lieber wäre, schön, aber was hat das mit dem Schloss zu tun? Das wäre genau so anachronistisch wie über der Frauenkirche eine Inschrift anzubringen "Hier wurde im 18. Jahrhundert durch seine Majestät der erste WLAN-Anschluss Sachsens installiert". Tja, das wurde er aber nicht - ob es einem gefällt oder nicht. Ihr wollt rückwirkend Kunstobjekte "umbenennen" mit Namen die sie zu diesen Zeiten nicht hatten, und Inschriften an Gebäuden erfinden die sie zu diesen Zeiten nicht hatten. Damit verfälscht ihr die Geschichte. Geschichte ist nicht dazu da, dass du dich gut fühlst, sondern sie so zu zeigen wie sie war.

    Mir gefallen auch Rekonstruktionen besser, wenn diese so Originalgetreu wie möglich sind. dazu gehören auch Inschriften. die Inschrift an der rekonstruierten Kuppel finde ich unabhängig davon auch inhaltlich gut.


    Trotzdem muss doch auch erlaubt sein bei einem Gebäude, dass ja gerade keine originalgetreue Rekonstruktion ist über Veränderungen von Detail wie Inschriften nachzudenken, ohne dass einem gleich der Vorwurf der Geschichtsfälschung entgegengehalten wird. Beim Bau des Humboldtforums gibt es ja bedeutend erheblicher Abweichungen vom Bau des Berliner Stadtschlosses, als eine Inschrift.


    Mit Begriffen wie "Geschichtsfälschung" oder solchen Sätzen wie "Geschichte ist nicht dazu da, dass du dich gut fühlst, sondern sie so zu zeigen wie sie war" (was im übrige kein in sich stimmiger Satz ist), sollte man auch grundsätzlich sehr vorsichtig sein. Das sind eigentlich Begriffe von Gegnern jeglicher Rekonstruktion.

    Im Impressum ist nur eine dubiose Rechtsanwaltskanzlei angegeben.

    Der im Impressum angegebene Rechtsanwalt ist auf der Homepage der Rechtsanwaltskammer Frankfurt nicht im dortigen Anwaltssuchservice gelistet. Die Aufnahme in die Liste geschieht zwar nur nach ausdrücklicher Zustimmung, aber die verweigert ja eigentlich niemand, der von potenziellen Mandanten gefunden werden möchte.

    Heimdall: Meine Aussage ist sicher etwas verkürzt. Es ist jedoch der Gedanke der sich mir nach dem Lesen der zuvor geposteten Beiträge aufgedrängt hat. Recht hast du aber damit, dass sich eine Vertiefung der Diskussion sehr weit vom Thema des Ssätranges entfernen würde.

    .... und was sagt uns das Alles? Nationalismus führt immer nur zu Krieg, Zerstörung und Leid. Der Nationalismus hat wie der Kommunismus seine Chance gehabt und hierbei gezeigt, dass er zur Organisation des Zusammenlebens von Menschen offensichtlich nicht geeignet ist.

    "Staatskunst" ist in der Tat kein Rechtsbegriff. Der Diebstahl von in Museen ausgestellten Gegenständen von künstlerischer oder geschichtlicher Bedeutung ist aber eines der Regelbeispiele des Paragraphen 243 StGB (Besonders schwerer Fall des Duenstahls) und daher für die Bemessung der Höhe der zu verhängenden Strafe relevant. Insofern besteht schon ein Unterschied zum Diebstahl eines "Vermögenswertes im Wirtschaftsverkehr".

    Eine solche Diskussion in diesem Forum zu posten ist aus einer Sicht schon sinnvoll, zeigt sie doch die Position von Vertretern einer im Bundestag und Landtag vertretenen Partei zu Fragen der Gestaltung von Bauten und Städten. Es sind da ja auch durchaus verschiedene Facetten beleuchtet worden.


    Mir ist daher nicht ganz klar, warum bei setzten des links schon gleich wieder eine Opferrolle behauptet wird.


    Unabhängig von den angesprochenen Themen war für mich, der ja nicht ständig AFD nahe Medien konsumiert, dass sich die AFD durch als "rechts" einordnet, während die in diesem Forum mit AFD nahen Thesen auftreten, sich als die " Mitte" des politischen Spektrums sehen. Diese Ehrlichkeit finde ich - und das ist on keiner Weise ironisch gemeint gut.

    Vielleicht mag Saudi-Arabien für einige Muslime ein Reiseland sein,

    Saudi-Arabien sollte DAS Reiseland für Muslime sein (weil dort Mekka liegt).


    Eine touristische Öffnung des Landes für Nichtpilger ist aber aus meiner Sicht auf jeden Fall zu begrüßen. Wenn Kulturtouristen ins Land kommen, kann dies für den Erhalt von Kulturstätten nur von Vorteil sein. es ist ja leider oft so, das diese nur dann gepflegt werden, wenn sei auch Einnahmen bringen. Außerdem führt eine solche Öffnung, zumindest dann wenn der Tourismus nicht nur auf abgeschottete Club Hotels beschränkt ist, mittelfristig auch zu einer Verbesserung der doch noch sehr rückständigen Verhältnisse im Land.

    Heimdall: Du hattest, das nicht als unwahr bezeichnet. Das war ein anderer Forumsteilnehmer, der Beitrag ist zwischenzeitlich deaktiviert. Der Bezug auf einen deiner Beiträge war nur der Ausgangspunkt für meinen.


    Ich halte das nicht für Folkloreveranstaltung. Für die Teilnehmer sind solche Veranstaltungen wichtig.


    Es geht darum auch diesen Aspekt der deutschen Geschichte zu gedenken, das war der Ausgangspunkt unsere Kontotroverse. Dieses Gedenken geschieht hier.


    Das dies in Bezug zu anderen gegenwärtigen Entwicklungen gesetzt werden mag, halte ich nicht für problematisch, soweit dies an das erinnert werden soll nicht karikiert oder gar kontakariert. Es dürfte im Übrigen bei alle historischen Gedenkveranstaltungen zu allen Zeiten so gewesen sein, allein um auch die nicht unmittelbar Betroffenen dafür zu interessieren ( was sehr wichtig ist).


    Das der Bezug der hier zur Gegenwart gezogen wird, manchem nicht gefällt, mag sein. Es ist aber zum einen einer der sich aufdrängt und zu anderen einer- das weiß ich aus Gesprächen mit als Kinder vertriebenen - auch von diesen als Wichtig erachtet wird (und Vielfach zur Engagement in der Flüchtlingsbetreuung geführt hat). Das sind meine Erfahrungen, die ich bitte einfach einmal so hinzunehmen. Das ist jetzt aber schon ziemlich offtopic

    Heimdall: Ist das wirklich so. Ich meine es gibt doch zu Recht regelmäßig Veranstaltungen, Vorträge, Publikationen und ähnliches, die deutsche Kriegsopfer, die Vertreibung, die Zerstörung deutscher Städte und ähnliches tun Thema haben.


    Dies nicht nur in " Rechten Nischen" sondern von einer breiten Öffentlichkeit getragen und auch staatlich finanziell unterstützt.

    Weil diese These ja von Einigen hier als unwahr bezeichnet wurde, hier ein aktuelles Beispiel:


    https://www.fnp.de/lokales/lim…gion-aermer-91059847.html


    (Tag er Heimat im Landkreis Limburg-Weilburg unter Beteiligung von Vertretern der lokalen Politik und der Kirche )

    Vielen Dank S.Hartmann. Diese Fragen stelle ich mir auch. Die Betrachtung der Geschichte auch in ihren "unschönen "Facetten ist eben gerade kein "Schuldkult", sondern Auseinandersetzung mit dem was war. Die "positiven " Ereignisse in der Vergangenheit werden jeweils auch in Ausstellungen und Publikationen dargestellt.


    Das hierdurch die Wahrnehmung der Vergangenheit geprägt wird ist klar, wäre aber auch so, wenn dies einfach nicht thematisiert würde.


    Ich finde die differenziertr Art und Weise wie wir in Deutschland unsere Geschichte betrachten gut. Das fällt wir jedesmal auf, wenn man sich über historische Themen mit Menschen unterhält, die aus Ländern kommen, wo das gerade nicht so ist.

    Dem muss ich allerdings insofern widersprechen, als alles sozialdemokratische Entgegenkommen in Frankfurt letztlich vor allem Schaueffekten diente. Die SPD in Frankfurt war noch nie richtig Pro Reko. Da waren Leute von der CDU und FDP, trotz Vorbehalten, immer noch deutlich entgegenkommender. Es gibt aber immer Einzelpersonen, die in den linken Parteien zugänglich sind. Das war Olaf Cunitz von den "Grünen". Bei der SPD war Klaus Oesterling ein umgänglicher Fraktionsführer. Beim derzeitigen, nach links gerückten, Personal der linken Parteien in Frankfurt, ist es aber wahrscheinlich illusorisch auf weitere positive Entwicklungen zu hoffen.

    .....weil nicht sein kann, was nicht sein darf.


    Danke Heinzer für die demgegenüber realistische Einordnung.

    Deshalb würde dieser Entwurf auch nie in Dresden durchkommen.

    Ja das stimmt wohl, deswegen ist in Dresden seit 1990 auch überhaupt nichts im klassischen Stil gebaut, geschweige denn auch nur ein Gebäude rekonstruiert worden. Aber das kann der Dresdener selbstverständlich besser beurteilen, als der dort nur touristisch verweilende Schreiber dieser Zeilen.


    Und abstimmen kann man heutzutage (wenn überhaupt) nur über belanglose Dinge.

    Belanglose wie zum Beispiel die Zusammensetzung des Bundestages, über solche wichtigen Dinge, wie ein Fahrradparkhaus natürlich nicht.

    Das ist aber vielleicht auch ganz gut so, denn ich fürchte, dass bei Abstimmungen über konkrete öffentliche Bauvorhaben meist die billigste Variante die mit den meisten Stimmen sein wird. Ist aber nur eine Vermutung von mir.

    Meine Freundin hat neulich einen interessanten Gedanken formuliert. Wie viele der Ausstellungsstücke wurden speziell für den Handel mit den Europäern konstruiert, so es ja auch heute eine große Industrie mit Souvenirs und Nippes für Touris in jeder Stadt gibt. Gibt es zu dem Thema auch Forschungsergebnisse?

    Ist ja interessant, dass sich bei den meisten hier die Freundinnen die Gedanken machen. Vielleicht sollten wir diese dann auch statt uns schreiben lassen .:wink:


    (Bevor jetzt wieder verwirrte Reaktionen kommen: Ist ein Scherz)