Posts by Andreas

    Dich kann man so schön triggern, tegula. Nicht alles ganz so ernst nehmen.

    Aber natürlich begann dieser ganze Denkmalvandalismus im letzten Jahr mit BLM, den Zusammenhang kann man schlecht leugnen. Hier sehe ich aber eher Trittbrettfahrer an Werk. Die „Türkenkapelle“ war in diesem Fall das diskriminierende Objekt, gegen das man ganz mutig ein Zeichen gesetzt hat.

    .... oder es waren "patriotische" Deutsche, die meinen es gäbe eh schon zu viele Türken in Höchst. Blödsinn? Wahrscheinlich ja. Aber auch nicht mehr, als das zuvor gesagte.


    Im Ernst: Warten wir's einfach ab. Wird sich schon rausstellen wer's war. Und egal wer's war oder wenn's nicht herauskommt. Ärgerlich ist es auf jeden Fall.

    Sehr interessante Aneinandereihung von Ortsnamen und Bildern.


    Aber gibt es in diesem Forum wirklich jemanden, der das allermeiste davon nicht zumindest von Bildern kennt?


    Davon bin ich bislang in einem Forum, in dem die meisten Schreiber vorgeben in Fragen der Gestaltung von Stadtbildern Experten zu sein, ausgegangen.

    Aber ich denke wir können uns einig sein, dass so etwas nicht die Regel sein sollte.

    Prinzipiell ja, Es kommt aber auch darauf an, was vor der Fertigstellung schon vorhanden war. Die Kirche in Wetzlar war als solche ja schon bzw weiter nutzbar. Hier ist ja auch das nebeneinander verschiedener Stile das Interessante. Die Baupläne wurde ja mehrfach, je nach dem was gerade an Baustilen En Vogue war, geändert. Einen romanischen Turm abzureißen um den bereits daneben stehenden gotischen wie ur


    Der Kölner Dom befand vor dem Weiterbau ja nur aus dem 8allerdinsg schon nutzbaren, Chor, den nicht fertiggestellten Seitenschiffen und einem Turmstumpf. Außerdem war hier ja wohl der Plan zur Fertigstellung vorhanden. Da war der weiterbau schon sinnvoll. Beim Ulmer Münster hingegen, wäre auch der unvollendete mittelalterliche Bau sicher auch schon beeindruckend für uns.

    Zum Glück wurden im 19. Jahrhundert einige Burgen (wenn auch frei und zeitgenössisch) rekonstruiert.

    Sicher gibt es da auch positive Beispiel. da hängt - wie so oft im Leben- vom Einzelfall ab.


    Ich hätte keinen Mehrwert in einem halben Kölner Dom gesehen, nur um einen Bauzustand/Baustoppzustand zu konservieren.

    Ein Beispiel bei dem gerade der "Baustoppzustand" bewusst (teils) konserviert wurde, ist der Wetzlarer Dom. Die Doppelturmfassade wurde, obwohl dies zunächst durchaus im Raum stand, bei der Renovierung im ersten Jahrzehnt des 20. Jhd. nicht vollendet, So dass bis heute neben dem bis zur Turmhaube vollendeten gotischen Südwestturm mit der provisorischen barocken Haube noch er romanische Turm des Vorgängerbaues, steht. Allein das bis dahin unvollendete Nördliche Querschiff wurde neugotisch gestaltet. Der "Mehrwert" liegt darin, dass man am Wetzlarer Dom bis heute nachvollziehen kann, wie Neubauten von mittelalterliche Kirchen sukzessive erfolgten. Es wurden immer nur Teile des Bestandes abgerissen und durch neues in der jeweils zeitgemäßen "Mode" ersetzt, um eine durchgehende Nutzung der Kirche zu ermöglichen. In Wetzlar wurde der gotische Umbau durch den Stadtbankrott verschleppt und dann Ende des 15. Jahrhunderts ganz eingestellt. Der Zustand dieser Zeit ist im wesentlichen konserviert.


    https://www.wetzlar.de/tourismus/der-dom-in-wetzlar.php

    Wirklich sehr interessant.


    Grundsätzlich sehe ich es wie tegula als problematisch an seit Jahrhunderten teilweise zerstörte Gebäude zu rekonstruieren oder gar nie fertig gewordene zu vollenden. Auch wenn das Straßburger Münster in der gegenwärtigen Form sicher nicht den Plänen und Wünschen derjenigen entspricht, die es einst entworfen und begonnen haben, so ist die asymmetrische Fassade doch zwischenzeitlich zu einem Markenzeichen geworden.


    Anders liegt dies jedoch bei der Kathedrale von St. Denis, wo ja die Beseitigung des Turmes gerade mit der Absicht der späteren Rekonstruktion vorgenommen wurde.


    Ich würde es für sinnvoll halten, für die Begleitung der Rekonstruktion einen eigenen Strang zu eröffnen.

    In diesem Zusammenhang: Es ist schon seltsam, das Spendengelder für den Wiederaufbau von Notre Dame de Paris für andere Vorhaben verwendet werden dürfen (ungeachtet das diese sicher auch zu begrüßen sind).

    Mir scheint das ein typisches Strohmannargument zu sein - man ist mit der "Steinwüste" nicht zufrieden und nutzt den Umweltschutz, um sie loszuwerden.

    Eben. das Umweltschutz wichtig ist bestreitet ja keiner. Aber auch dessen Belange müssen mit anderen abgewogen werden. Bei Plätzen in historischen Altstädten und bei historischen Gebäuden wie dem Humboldtforum würde ich gepflasterte Plätze kleinen Rasenflächen ggf. vorziehen. Wenn man hier Blumenrabatten anlegen sollte, dann nicht aus Umweltschutzgründen, sondern aus ästhetischen.

    Das wäre eine Option. Das Bild zeigt, dass das jetzt Verwirklichte auch seine historische Legitimation hat und nicht aus Bosheit gewählt wurde.


    Da aber der Schlossplatz auch stark durch den neobarocken Bau des Marstalles geprägt wird, halte ich auch eine Gestaltung mit Blumenrabatten und dem Neptunbrunnen für sinnvoll. Ich stimme insoweit Matintre zu, dass es nicht hier nicht eine "historisch korrekte" Platzgestaltung gibt.


    Mir persönlich (aber das ist selbstverständlich rein subjektiv) gefallen die jeweiligen Platzgestaltungen der Gründerzeit/Wilhelminischen Zeit in Berlin meist am besten. Zur Zeit es Barock war man in Berlin offensichtlich doch recht sparsam bei Ausgestaltung der öffentlichen Räume. da gefällt mir dann doch eine Gestaltung mit Blumenbeeten, Brunnen und Denkmäler besser. Hier schließe ich mich dann newly an.

    Beispiele?


    P.S.: Und was meint "ähnlich"?

    zb. die Ashanti auf dem gebiet des heutigen Ghana.


    Demokratieähnlich heißt, dass nicht alles was wir heute mit Demokratie verbinden vorhanden war. So ist gerade die Teilhabe von Frauen an Entscheidungsprozessen auch in Staaten Europas und den USA erst im 20 Jhd. eingeführt.


    Für uns heute sind wesentliche Bestandteile der Demokratie neben der Mehrheitsentscheidung insbesondere auch die Gewaltenteilung und Grundrechtschutz (mit der wichtigen Komponente Minderheitenschutz).

    Es würde mich mal interessieren, wer sie denn außer den Europäern "erfunden" hat? Die Aztekenpriester? Die chinesischen Mandschu-Kaiser? Die persischen Shahs? Die Papua? Die Tuareg- oder Somali-Clans?...

    Na das ist dann doch ein wenig plakativ um nicht zu sagen platt. Das bin ich eigentlich von deinen Beiträgen, wenn wir auch nicht immer einer Meinung sind, nicht gewohnt.


    Da könnte man auch erwidern: Die Hunnen, die Feudalen Fürsten des 18 Jahrhunderts, Fürst Metternich, die Bolschewiki oder die Nationalsozialisten? Das wäre genauso unsinnig.


    Selbstverständlich gab es auch auf anderen Kontinenten seit Anbeginn der Menschheit Gesellschaften mit demokratieähnlichen Strukturen. Dass diese nicht überall und zu allen Zeiten bestanden haben und auch unserer heutigen Ausformung demokratische Strukturen nicht oder nur zum Teil entsprechen ist klar. Hierin unterscheiden sie ich auch nicht von den Vorformen in Europa. Eine tiefergehende Unterhaltung hierüber setzt allerdings Kenntnisse über die Geschichte anderer Kontinente im Detail voraus, die zu erlangen aufwändig sein dürfte. Zumindest ist hier auch nicht der Platz dafür.


    Wir sollten aber doch Einigkeit darüber erzielen können, dass alle Kulturen der Welt zwar nicht gleich aber doch zumindest in dem Sinne gleichwertig sind, als es sich lohnt der Erzeugnisse zu sammeln und in Museum über diese und die zugrundeliegende Kultur Kenntnisse zu vermitteln.


    In diesem Sinne schleiße ich mich nochmals ausdrücklich der Aufforderung von Maecenas an sich über und auf die Ausstellung im Humboldtforum zu freuen und die Diskussion hierüber zu beenden.

    Ich kannte weder Herr von Waldsteins Parteikarriere noch sonst irgendetwas näheres über seine Biographie

    Das mag ja sein, aber jetzt ist sie bekannt. Erschreckend finde ich allerdings, dass dies Kenntnis nur ein

    es interessiert mich auch nicht

    nach sich zieht. Ich habe eigentlich erwartet, dass, zumal in einem Forum in dem die Mitglieder doch einen gewissen Anspruch an kulturelle Bildung haben, die Buchempfehlung noch einmal überlegt und dann ggf. zurückgezogen wird.

    Ich kenne diesen Menschen zwar nicht, aber wer den Artikel auf Wikipedia geschrieben hat, hat es klar auf ideologische Verunglimpfung abgesehen. Zu etwa der Hälfte der verwendeten "rechts"-Attribute fehlt sogar eine Quellenangabe. Da hat jemand gedacht, Wikipedia sei kein Lexikon, sondern ein Medium, um vor bestimmten Menschen zu warnen.


    Kurzum: Man könnte meinen, einen Artikel des "Spiegel" vor sich zu haben.

    Und was möchtest Du uns damit sagen? Herr von Waldstein und seine Thesen, seien politisch nicht am äußersten rechten Rand einzuordnen?


    Dann bin ich ja beruhigt. Anhand seiner Aktivitäten und Veröffentlichungen hätte ich was anderes vermutet.


    Denke selbst Herr von Waldstein würde sich selber realistischer einschätzen.

    Man kann einfach nichts Nichtnationalsozialistisches machen außer den Clans mit ganz viel Liebe zu begegnen.

    Zwischen mit ganz viel Liebe zu begegnen und Arbeitslager gibt es aber eine Menge grundgesetzkonformer Sanktionsmöglichkeiten.


    Im Übrigen muss hier Manchem ja offensichtlich nochmals ausdrücklich klar gemacht werden, dass die Sanktion für eine Straftat die Verhängung einer Geld- oder Freiheitstrafe und eben nicht der Entzug der Staatsangehörigkeit ist.

    Staatsbürgerschaften können nur entzogen werden

    Aber nur aus den im Staatsangehörigkeitsgesetz genannten Gründen:


    https://www.gesetze-im-internet.de/stag/__25.html

    https://www.gesetze-im-internet.de/stag/__28.html


    Darüber hinaus kann die Verleihung der Staatsangehörigkeit zurückgenommen werden, wenn bei Antragstellung vorsätzlich unrichtige Angaben gemacht worden sind.


    https://www.gesetze-im-internet.de/stag/__35.html