Posts by Andreas

    Wie oft kaufst Du einen neuen Kühlschrank oder Waschmaschine, noch dazu in der Innenstadt?

    Genau. Ich habe auch noch nie in den letzten 40 Jahren einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine gekauft die nicht vom Händler, natürlich gegen Aufpreis, angeliefert wurde.

    Thema Wasser mehr in den Fokus rücken

    Das finde ich eigentlich gar nicht so schlecht. Gemeint ist hier ja als Ansatz das Wasser der Quellen denen Wiesbaden nicht nur seinen Namen sondern auch seine wirtschaftliche Entwicklung bis ins 19 Jahrhundert verdankt.

    In den Schulen gibt es keine verpflichtende Heimatkunde mehr, und die meisten Lehrkräfte stammen nicht aus Wiesbaden. Darum starteten wir voriges Jahr im Lockdown das Portal „Heimatschule Wiesbaden“.

    Ersteres ist in er Tat erschreckend, Zweiteres kein Grund Heimatkundlichen Unterricht nicht zu geben, (eher eine Frage der Ausbildung der Lehrer) Drittes immerhin ein wenig Hoffnung.

    So lange die Omas immer wieder ihr Wahlkreuz an der gleichen Stelle machen oder sich sogar vom Pflegepersonal die Hand führen lassen, ändert sich nichts zu ihren Gunsten.

    Wenn sich nichts ändert, ist das zu den Gunsten von Oma. Das ist ein Grund warum manche Parteien im Blick auf ihre älteren Wähler ja so reformunwillig sind.

    Oma wird aus ihrem Haus in die 1-Zimmer-Wohnung oder gleich ins Heim gedrängt. ("Ist doch besser so" oder "gute Tat") Die Kommune oder gleich ein Immobilienkonsortium übernehmen. Herein zieht per Zuteilung z.B. die noch nicht so lange unter uns weilende Großfamilie....

    Das ist zwar noch nie vorgekommen und wir auch von niemanden so gefordert, was Rückschlüsse auf die Wahrscheinlichkeit des Eintritts dieser Prophezeiung zulässt. aber wenn man in der Logik lebt, wonach der Staat schränkt Irgendjemanden bei irgendetwas ein, also ist ihm auch zuzutrauen, dass der der Oma das Häuschen versäuft, ach ne enteignet, ist das natürlich konsequent.


    Heimdall: Du hattest neulich mal so etwas geschrieben, dass der einfach Forist nichts mehr hinterfragen darf. Doch darf er und zwar auch die ständig stereotyp wiederholte eigene Meinung.

    So wird die Diskussion Scheibchen für Scheibchen in die gewünschte Richtung verengt.

    Man kann es aber auch so sehen, dass sich hierdurch die Diskussion auf deren eigentliches Themaa fokussiert.


    Ich bin der Auffassung das man in einer kontrovers geführten Auseinandersetzung - und eine solche ist bei jeder geplanten Rekonstruktion zu erwarten - nur dann zur Durchsetzung des eigenen Zielsgelangen kann, wenn man sachlich für dieses argumentiert und nicht den mit anderer Meinung persönlich angreift, insbesondere als Feind, der entweder bösartig oder dumm ist, bezeichnet.


    Selbstverständlich kann man damit die Hardliner der Reko Gegnerschaft nicht überzeugen. Denen geht es ohnehin nur ums Prinzip. Die meisten Menschen sind aber nicht grundsätzlich Pro oder Kontra Rekonstruktionen eingestellt. Diese erreicht am aber nicht Fundamentalkritik am System oder Angriffen auf Zeitschriften, die diese vielleicht wegen anderer Themen (Stadtbildfragen spielen ja z.B. im Spiegel eher eine untergeordnete Rolle) gerne lesen. Die wählen auch alle möglichen Parteien und vertreten alle möglichen Standpunkte zu allen möglichen Themen. Diejenigen die jede Rekonstruktion aus Prinzip ablehnen, haben es dann einfach, weil ihnen zu Hauf Beispiele für ihre These: Rekonstruktionsbefürworter = Rechtsaußen, geliefert werden.


    Aus meiner Sicht ist auch dies ein Grund warum zwei wichtige Rekonstruktionsvorhaben, nämlich die Bauakademie und die Alte Börse i Frankfurt zu scheitern drohen bzw, scheitern werden.


    Erfolgversprechender schient mir da eher in jedem Einzelfall zu argumentieren, warum gerade diese Rekonstruktion an diesem Platz so notwendig ist. Damit überzeugt man dann auch gegebenenfalls die Entscheidungsträger vor Ort (und darauf kommt es in erster Linie an). Bei Sanierungsprojekten bzw Traditionellem Bauen funktioniert das jedenfalls recht gut, wie die immer wieder in diesem Forum (zB. von unserem Forumskollen janpmw in Hessen) gezeigten Beispiele beweisen.



    Ich habe zu Hause einige Spiegel. Die zeigen die Realität. Das ist der kleine, aber feine Unterschied zu „Spiegel+“.

    Vielleicht ist das Realität, auch wenn's dir nicht passt. Das geht mir übrigens genauso, wenn ich morgens in meinen Spiegel schaue.:wink:

    Bitteschön Andreas, hier ist deine Primärquelle (leider aber hinter einer Zahlschranke verborgen).


    Wenn dir die von mir verlinkte Seite zu "rechts" ist solltest du dir aber Mühe machen diese inhaltlich widerlegen. Alles andere wäre Spiegel-Niveau.

    Den Inhalt des zitierten Artikels widerlegen muss und möchte ich in diesem Forum nicht. Hier geht's um das Berliner Schloss nicht um das Durchsetzen von politischen Zielen mit Gewalt. Ich habe auch nicht behauptet der Artikel sei "rechts" oder gar, dass ich der Auffassung von Herrn Müller auch nur im Ansatz zustimme. Bitte lies meinen Beitrag schon richtig.


    Im Übrigen verstehe ich auch euren Widerspruch nicht so recht. Mit der Verwendung von Kampfbegriffen kann man zwar vielleicht bei dem ein oder anderen das Gefühl mit seiner Meinung nicht alleine zu sein befriedigen, gewinnt aber nicht die Mitte und schon garnicht die die über Rekonstruktionen entscheiden.


    Und wenn jetzt das Argument kommt, die "Linken " machen es auch so: Das macht's nicht besser und führt nicht zum Erfolg, nämlich das auch zukünftig Rekonstruktionen wie das Berliner Schloss gebaut werden.

    Gleichzeitig rutscht das ohnehin seit jeher stramm linke Blatt noch weiter nach links, als verlängerter Arm und Plattform militanter Fanatiker, wie dieses aktuelle Beispiel zeigt.

    Das ist aber


    1.) keine Primärquelle

    2.) kein Nachweis, dass sich der Spiegel mit dem Aussagen des Herrn Müller identifiziert oder diesem zustimmt

    3. ) ein erneuter Versuch ein stramm rechtes Blatt ins Gespräch zu bringen

    4.) ohne irgendeinen Zusammenhang zum Thema dieses Forums noch gar zu dem dieses Stranges


    Auf die Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Spiegelartikels wartet man statt dessen vergebens.


    Ich kenne auch nur die ersten Zeilen des Artikels, wie diese oben abgebildet sind. Diese scheinen ja inhaltlich leider zuzutreffen.

    Dann setzt euch mit dem Inhalt des Artikels (den ja offensichtlich niemand gelesen hat) auseinander und nicht mit der Zeitschrift und deren Auflagenentwicklung im Allgemeinen.

    Und das hat jetzt mit dem Berliner Schloss genau was zu tun? Wenn Euch eine Zeitung nicht gefällt, kauft sie einfach nicht. Mache ich auch so ohne dies in einem Architekturforum jedem mitzuteilen.

    Die Garnisionkirche wird aber nicht rekonstruiert um "Preußens Glanz und Gloria" wieder zu bringen, sondern um das Stadtbild Potsdams zu reparieren.


    Irgendwie habe ich bei dem letzen Beitrag ohnehin den Eindruck, er sei eine von einem Gegner der Rekonstruktion der Garnisionskirche geschriebene Karikatur eine Rekonstruktionsbefürworters.


    (Bitte an das Team: Prüft mal, ob der Account von Exilwiener von Herrn Oswalt gehackt wurde)

    Nur ein Hinweis: der Kommentar wehrt doch nicht gegen das Bild an sich, sondern gegen dessen veränderten Kontext, wegen der Antragstellung durch die AfD. Er möchte vor allem nicht, dass das Bild in diesem Kontext wahrgenommen wird.

    Richtig. Und dass diese Befürchtung nicht ganz falsch ist, zeigen ja die Kommentare in diesem Forum.


    Wenn man das Bild richtig versteht, hat es selbstverständlich mit diesem Kontext garnichts zu tun, aber die öffentliche Wahrnehmung weicht ja leider öfters von dem ab, was eigentlich gesagt oder in diesem Fall dargestellt werden sollte.


    Die Argumention dass "Nationale Symbole" nicht von einer Partei vereinbart werfen , geht aus meiner Sicht fehl. Es stellt sich hier schon die Frage ob die Germania heute noch als "Nationales Symbol" verstanden wird. Dies ist wahrscheinlich schon seit geraumer Zeit nicht mehr der Fall.


    Auch taugt der Verweis auf die in verschiedenen Gesellschaftssystemen immer gleiche Flagge nicht viel. Die Farben einer Flagge sind ja kaum von verschiedenen Standpunkte anders zu deuten, ein als solches symbolhaft gemeintes Gemälde aber schon.


    Diejenigen, die bei ihrer Argumentation auf die Flagge Deutschlands und Tschechiens abstellen übersehen auch, dass erstere während des Dritten Reiches nicht und zweitere während der Zeit von 1918 - 1938 von einem großen Teil der Bevölkerung, nämlich dem deutsch sprechenden, nicht als identitätstiftend angesehen wurde. Dies nur so am Rande.


    Trotzdem stellt sich die Frage, ob das Gemälde von Veit in die Paulskirche gehört. Dafür spricht aus meiner Sicht schon, dass es eines der ganz wenigen Ausstattungsstpcke ist, die aus der Zeit der Paulskirchenversammlung erhalten sind. Dem Besucher der Paulskirche sollte das Gemälde dann auch dort sehen können. Dad es nicht in die derzeitige Inneneinrichtung passt, sehe 8ch nicht so. Es haben doch viele Menschen in ihrer ansonsten modern eingerichteten Wohnung ein altes Bild oder sonst einen Kunstgegenstand. Hier kein ein "Bruch" nicht nur einmaö gut aussehen , sondern bietet sich doch in dem Kontext gerade zu an.


    Mit dem Gemälde kann auch kein "aggressiver Nationalismus" verbunden werden. Im Gegenteil, waren die Darstellungen der Germania ohnhin zunächst nach aussen eher defensiv gemeint. Das gilt erst recht für das Gemälde von Veit, auf dem das Schwert gerade nicht erhoben, sondern von Friedenssymbolen umgeben ist und sie (durch die Möglichkeit die Nationalversammlung wählen zu können) von Fesseln der Unterdrückung befreit ist. Die symbolisiert dann doch eher den Wunsch nach Frieden, Demokratie und Einheit.


    Es muss allerdings auch zur Kenntnis genommen werden, dass das Germanische Nationalmuseum da Original nicht herausgeben möchte. Dies deswegen, weil es das Bild als wichtig für seine Sammlung ansieht und nicht etwas weil es meint es gehöre in den Giftschrank.


    Die ist aber auch nicht anders, als bei vielen in Museen vorhandenen Artefakten die, seien es Altäre oder Raumazstattungen, aus ihrem eigentlich Kontext gerissen sind. Da bietet sich dann aber an eine Kopie herzustellen. So könnte auch bei der Germania von Veit verfahren werden. Ich würde dies begrüßen.

    Heimdall : Das tut mir Leid, dich an unliebsame Schulstunden erinnert zu haben :wink:.


    Das von mir Angesprochene war dennoch näher am Thema, als das zuvor von dir Ausgebreitete. Und zu denen die nach Artikeln von Oswalt oder Trüby immer gleich aufgeschreckt herumlaufen und den Untergang der Welt oder zumindest der Abendländischen Kultur befürchten, gehören auch eher andere hier im Forum als ich.


    Aber sei's drum. Deine beiden letzten Beiträge verstehe ich so, als seien alle Argumente abschliessend ausgetauscht.

    Die Überarbeitung erfolgte laut den Angaben auf der Homepage: "weil die einseitig positive Darstellung Preußens dem Anspruch an eine wissenschaftlich fundierte und ausgewogene Gesamtdarstellung nicht genügte."


    Das ist nicht bloß eine differierende Sicht auf wissenschaftlichen Anspruch der Ausstellung, sondern auf deren notwendigen Inhalt. Ich sehe meine Hinweis nicht als Übertreibung an, zumal ich ja auch geschrieben habe, dass dies alleine nicht zu einer (negativen) Bewertung des Herrn Bödeckers führen kann. Mit meinem Hinweis spiele ich also überhaupt niemandem in die Karten. das brauchen wir aber daher auch , nicht weiter zu vertiefen.


    die Verwendung des Wortes "talmudisch" in diesem Zusammenhang mindestens grenzwertig

    Selbstverständlich ist die Formulierung in diesem Zusammenhang mehr als grenzwertig. Es handelt sich um Stereotypen wie sie im Vokabular des politischen Antisemitismus seit dem 19. Jhd. regelmäßig genutzt werden.

    Rastrelli :Die Kritik an einem Bundestagsbeschluss ist doch mit einer Verharmlosung von Antisemitismus nicht vergleichbar. Es ist auch nicht per se antidemokratisch, wenn man auf eine Änderung eines Beschlusses -mit demokratischen Mitteln- hinarbeitet. Das findet doch ständig, nicht zuletzt auch in diesem Forum statt, wo auch nicht alle Entscheidungen von Parlamenten und Behörden uneingeschränkt begrüßt und versucht wird auf deren Korrektur im Einzelfall hinzuwirken.


    Wir können uns sicher darauf einigen, dass wir den Äußerungen von Herrn Oswalt zu Rekonstruktionen im allgemeinen und den Versuch mit dem Verweis auf einen Spender die Rekonstruktion der Berliner Schlossfassaden im Besonderen zu diskreditieren, entgegentreten.


    Dies ändert jedoch nichts daran, dass man sich von bestimmten Spendern distanzieren muss und dass der Hinweis darauf wichtig ist Dann geraten auch die Projekte als solche nicht in Misskredit, worauf du ja -und so verstehe ich auch Majorhantines- zurecht hinweist.


    Am Rande (und dies alleine würde selbstverständlich bei einem Hobbyhistoriker keine Auswirkungen auf dessen Bewertung haben): Auch der Stiftungsvorstand, die Museumsleitung und das Museumsteam des Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau, haben offensichtlich ein Problem mit der von Herrn Bödecker favorisierten Darstellung der Preußischen Geschichte.


    https://www.brandenburg-preuss…de/termine/aktuelles.html

    Trüby und Co haben "uns" Reko-Freunde doch ohnehin längst in ihre Schubladen einsortiert,

    Das ist richtig. Der an Stadtbildfragen Interessierte hat dies aber in der Regel nicht. Wenn dieser nun die Artikel Trüby und Co liest und eine Blick in unser Forum wirft, könnte er bei aus einigen hier geschrieben Beiträgen den Schluss ziehen Trüby habe mit seinen Behauptungen Recht. Dies gilt es zu vermeiden.

    Täter ist einzig und allein Philipp Oswalt.

    Nein. Täter sind die die zeit des sog. Dritten Reiches für den Tod von Millionen verantwortlich sind und diejenigen, die dies zu bagatellisieren oder gar zu rechtfertigen suchen.

    Ebenso vertritt Kaufmann das von Oswalt vorgegebene Narrativ, nach dem "antisemitische oder demokratiefeindliche Förderer" den Schlossbau fördern würden. Damit reproduziert er dieses Narrativ, das suggeriert, Bödecker sei "Demokratiefeind" und Antisemit gewesen.

    Dies ist er aber nach den veröffentlichten Quellen und den Aussagen seiner Familie schon gewesen. Er war auch nicht ungeschickt, weil er sich mit Geschichte befasst hat (das tun viele ohne antisemitische und antidemokratische Standpunkte zu vertreten), sondern hat seine Thesen bewusst vertreten. Nur darauf wurde hingewiesen. Dadurch wird kein Opfer zum Täter gemacht.#


    Daran ändert sich auch nichts dadurch, dass in anderen Zusammenhängen auch andere Täter sein mögen. Das Defizit liegt dann nämlich nicht darin Täter als solche zu benennen, sondern allenfalls andere nicht zu benennen (wenngleich es sich mir auch nicht erschließt weshalb dann, wenn über problematische Ansichten eines Spenders für die Rekonstruktion des Schlosses geschrieben wird, auch problematische Handlungen von anderen, die mit Sicherheit nicht für die Fassaden gespendet haben, Erwähnung finden müssen).

    Dass die Entscheidung ein Gebäude nicht als Denkmal zu qualifizieren nicht zu Folge hat, dass es nicht trotzdem erhalten werden kann, ist eine Selbstverständlichkeit. Die überwiegende Zahl der Häuser sind keine Baudenkmäler und werden trotzdem nicht abgerissen, einfach aus dem Grund, dass der Eigentümer das nicht möchte.


    Soweit das Denkmalamt auf die Mosaiken verweist, kann dies nicht überzeugen. Diese sollen ja auf jeden Fall erhalten werden. Hätten diese Denkmalswert und wären diese nur am Rechenzentrum selber zu erhalten, hätte dieses ja allein deswegen gegebenenfalls als Denkmal qualifiziert werden können. Das hat aber das Landesdenkmalamt gerade nicht getan.


    Ob ein Gebäude im "Sinne der Nachhaltigkeit" erhaltenswert ist, was ja durchaus ein Argument gegen den Abriss eines Baues sein kann , hat eine Denkmalbehörde nicht zu prüfen.