Posts by Lingster

    Also an den richtigen Stellen liebe ich Hochhäuser, aber dem Maritim in Travemünde kann ich trotzdem absolut nichts abgewinnen.
    Für mich symbolisiert das so ziemlich alles, was ich in der Architektur ablehne. Ich erkenne da keinen Gestaltungswillen, sondern nur simples stapeln von den immer gleichen Klötzchen. Das wurde beim ähnlichem Maritim in Timmendorfer Strand um Welten gefälliger gelöst.


    Aus der Zeit gibts ja auch in Deutschland Hochhäuser, die mir durchaus gefallen, wie der BMW-Vierzylinder oder das City-Hochhaus in Leipzig. Aber das in Travemünde? Was seht ihr denn in dem Gebäude, was ich offenbar nicht erkennen kann? Kann man das in Worte fassen?

    Das würde das Projekt verwässern und den interessierten Kulturtouristen verschrecken.

    Ich kann nicht erkennen, wie das Projekt verwässert werden soll, wenn auch mal eine Veranstaltung in der Münchner Frauenkirche oder in der französischen Kathedrale von Albi stattfindet. Das verschreckt doch keine Kulturtouristen sondern wirbt sie übern Tellerrand hinaus.

    Eine solche Route kann und will auch nicht alle Objekte einer Gattung bespielen.


    Naja, es sollte eine erkennbare Kernroute geben, aber langfristig sollte es aus meiner Sicht schon Ziel sein, ein möglichst umfassendes Bild darzustellen. Allein schon aus Werbezwecken für die Kernroute.


    Grob vergleichbar vielleicht mit der Tour de France und ihren Gastrouten außerhalb Frankreichs.

    aber soweit ich weiß nicht historisch gemauert.

    Nicht? Ich meine schon. Nur die Innen-Gestaltung/Nutzung wird nicht originalgetreu. Äußerlich (zunächst ohne Beiwerk) und die Bauweise sollten eigentlich historisch ausgeführt werden.



    Edit:
    Zumindest steht noch auf der HP:

    Quote from GK

    Die reichhaltig vorhandenen Quellen erlauben eine Rekonstruktion der ursprünglichen Architektur der Garnisonkirche, in historischer Bauweise und mit authentischem Material (Ziegel). So wird ein Hauptwerk des preußischen Barocks, dessen Baumeister Philip Gerlach war, wiedererstehen.

    garnisonkirche-potsdam.de

    Oder ist das ein 50er- Jahre Anbau im Heimatschutzstil?

    60er-Jahre Anbau ohne Denkmalschutz. Noch ist nicht klar was den Bau ersetzen soll, aber der erste Entwurf war einfach nur Horror. Und das was jetzt kommen mag, soll laut Vorgaben klar als Modern zu erkennen sein. Das lässt auf nichts Gutes hoffen. Hoffentlich werden die Anwohner und örtlichen Initiativen ordentlich Druck aufbauen.

    Beginnen möchte ich mit einem Projekt, welches bisher vollkommen an mir vorbei ging:
    Mit der geplanten Vergrößerung des Museums "Mensch und Natur" im Nordflügel von Schloss Nymphenburg in München.
    Es soll von 2500 auf 7000 Quadratmeter erweitert werden. Dafür soll nun ein Anbau ans Schloss (aus den Sechzigerjahren) weichen. Um den Bau an sich wäre es nicht so schlimm, er ist nichts Besonderes aber nimmt sich zurück, ist schlicht und stört die Architektur des Schlosses nicht sonderlich.


    Das, was zunächst folgen sollte, beschrieb die TZ wie folgt:

    Quote from Die TZ zum Gewinnerentwurf am 01.02.17

    Der krasse Gegensatz der Erweiterung zum Hauptschloss ist gewollt, deshalb hat er unter anderem gewonnen. So steht es auch in der Begründung der Jury: „Der Bruch mit der bis heute tradierten homogenen Fassadengestaltung der Schlossanlage wird bewusst inszeniert.“

    Durch Bürgerprotest wurde dies jedoch zum Glück bereits verhindert und der Architekt muss nun deutlich nachbessern. (unter anderem werden nun Fenster verlangt)


    Die neuen Anforderungen an das Gebäude hören sich bereits um einiges besser an:

    Quote from Die TZ am 19.09.17

    Doch der Bau ist auch eine Gratwanderung: „Die Fassade soll nicht als bloßes historisches Mäntelchen dienen. Sie muss sich in das bestehende Ensemble einfügen und soll gleichzeitig als zeitgenössisches Bauwerk zu erkennen sein“, erklärt Architekt Staab.

    Jedoch wissen wir alle, was es in der Regel bedeutet, wenn es heißt: "soll gleichzeitig als zeitgenössisches Bauwerk zu erkennen sein"


    Die derzeitigen Pläne sind aber noch nicht endgültig, es kann und wird noch an ihnen gefeilt, daher sollten wir das Projekt nicht aus den Augen verlieren. Vielleicht hat ja noch jemand mehr Informationen, als ich aus der Ferne.


    Projektseite auf immobilienreport.de
    Hier sieht man oben das abzureißende Gebäude

    Jetzt gleich kommt "Die Rettung Palmyras" auf ZDF (17.09 um 19:30 Uhr)


    Quote from ZDF

    In einmaligen Bildern zeigt der Film die Ruinenstadt Palmyra vor und nach ihrer Zerstörung durch den IS und zeichnet ihren erfolgreichen Weg zur globalen Handelsmacht der Antike nach.


    In der ZDF-Mediathek ist der Film bereits vorhanden: Mediathek


    Wiederholungen:
    ZDF: MO 18.09. um 02:55 Uhr
    Arte: SA 21.10. um 20:15 Uhr
    Arte: SO 22.10. um 14:55 Uhr

    Was hat es mit dem Gebäude "Weißgerbergasse 34" aufsich? Ich habs jetzt eingehend betrachtet und mir erschließt sich einfach nicht das Besondere, das Ehrenwerte an diesem Gebäude.
    Ja, es ist ganz gut und stört kaum die ansonsten vom Fachwerk geprägte Straße, aber zB Garageneinfahrten im Erdgeschoss konnten nur durch Bürgerprotest verhindert werden. Für mich insgesamt ein gefälliges aber gewöhnliches Bauwerk.
    Da bisher immerhin 4 Leute dort etwas sehen, was mir offenbar verschlossen bleibt, möchte mich ja vielleicht jemand aufklären?

    Ich fürchte, eine herrliche Utopie. Zum einen würde wohl die Zeitgrenze von 1914 verschoben werden, damit Plattenbauten und Beton-Brutalismus ebenfalls geschützt werden (was fatal wäre) und zum anderen würde man beim Versuch eine "Rekopflicht" einzuführen vermutlich stattdessen am Ende eine Verpflichtung für Sozialbauten einführen.


    Es sind einfach noch die falschen "ultramodernen Leute" an den entscheidenden Stellen.

    Zwei Verständnisfragen:


    Es müsste das "Gebäude des Jahres 2016" und nicht des Jahres 2017 sein, oder nicht?


    Quote from #1

    ...das von der Mehrheit der sich mit Vorschlägen beteiligenden Mitglieder...

    Dürfen wirklich nur diejenigen abstimmen, die einen Vorschlag machten?

    Auch Bonn ist ja jetzt um eine Bausünde ärmer. Und tschüss:


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    Es folgt vielleicht ein 100 Meter Hochhaus von den Kölner Architekten JSWD. Mal schauen was das wird. An Stellen wie diesen bin ich Hochhäusern durchaus zugeneigt.

    Was ist das denn für ein niveauloser Einstand ins Forum? Erst vollkommen absurde Zahlen in den Raum werfen ohne jegliche Grundlage und dann vom Stadtbildforum! fordern, Zahlen offenzulegen oder zum Thema zu schweigen. Wirklich unterirdisches Gebaren.