Posts by Maat

    Wie kann man denn die hier geäußerten Bemühungen um die Rekonstruktion des Gotischen Viertels (Alte Schule, St. Marien …) konkret unterstützen? Und ist es überhaupt noch sinnvoll, wenn der Bund nun diesen modernen Abschluss fördert (da gibt es doch bestimmt eine Zweckbindung über mehrere Jahre)?


    Was ist eigentlich aus dieser Initiative geworden? Im November hieß es dort noch:





    … seitdem herrscht auch dort leider Funkstille.

    Hallo Kralle,


    danke für diesen interessanten Link!


    Sie sagt aber leider abschließend auch:


    "Sie wollen also nicht das einstige Provisorium, das die Turmansicht Jahrhunderte prägte, rekonstruieren?
    Nein, den alten Notabschluss mit dieser Fachwerkkonstruktion, den wollen wir nicht. Erstens wäre das teuer, zweitens war das ja auch so nicht geplant. Und die Freiheit, die von unseren Vorfahren angelegten Fenster auszubilden, die sollte sich diese Stadt irgendwann nehmen."


    Schade!

    @ Kralle, @ Ein_Hannoveraner:


    Mit Beginn des Wiederaufbaus bin auch ich von einer Rekonstruktion des früheren „Turmstummels“ ausgegangen – von einem Geläut mal ganz abgesehen. Viele andere Spender und Förderer sicherlich auch. Mir persönlich fehlt ohne den Turm der frühere kirchenburgähnliche Charakter und die entsprechende Wirkung auf das Stadtbild. Einerseits bin ich somit enttäuscht.


    Anderseits bin ich froh, dass die Stadt nicht auf den Trichter gekommen ist, einen neugotischen oder zeitgemäßen Turm zu bauen (siehe Dateianhang: Entwurf Hamann um 1900, entnommen aus Steve Ludwig, St. Georgen zu Wismar).

    Siehe hierzu auch die Empfehlungen des UNESCO-Sachverständigenbeirates für das Welterbe Altstadt Wismar im

    Dort heißt es unter anderem:

    • "[…] mit der Akzeptanz der Prämissen, dass […] der spätmittelalterliche Turmstumpf-Notabschluss zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgebaut werden könnte, stimmt der Sachverständigenbeirat der Errichtung der Aussichtsplattform zu"
    • "der Beirat besteht darauf, dass die Durchblicke zwischen dem Westportal und dem Mittelschiff des Langhauses von St. Georgen durch den Einbau von Treppe und Aufzug erhalten bleiben"

    Das lässt hoffen …

    Weil sie sich nicht an Fristen gehalten hat, musste die Stadt Wismar der ursprünglich beauftragten Firma kündigen.


    Aufzug, Treppe und Aussichtsplattform auf dem Turm der Wismarer Georgenkirche sollten zur Urlaubssaison fertiggestellt sein. Jetzt können die Arbeiten vermutlich erst zum Jahresende beendet werden, wie Burkhard Rode vom Gebäudemanagement der Hansestadt Wismar mitteilte. Das mit dem Schachtgerüst für den Aufzug und die Fluchttreppe beauftragte Stahlbauunternehmen habe die Baufristen zweimal nicht eingehalten sowie beanstandete Mängel nicht behoben. Die Hansestadt hat der Firma laut Rode gekündigt und muss mehrere Leistungen erneut ausschreiben.


    (Quelle: Wismarer Ostsee-Zeitung vom 23. Mai 2013)