Posts by Rosenkavalier

    Quote from "Wissmut"


    Nach meiner Ansicht waren dies nichts anderes als Wahlkampfsprüche, die jederzeit auch ihre Gültigkeit verlieren können.


    Das mag wohl richtig sein. Jedoch liegt hierin auch eine Chance. Ich stelle jetzt einfach mal einen Vorschlag zur Diskussion:


    Es sollte nun in die Offensive gegangen, öffentlicher Druck aufgebaut und die Dresdner ermutigt werden, ihre Meinung kundzutun.


    Wenn es der finanzielle Spielraum aus den Spenden zulässt (ansonsten nochmal einen neuen Spendenaufruf starten) schlage ich vor, eine Anzeige in die SZ und in die DNN zu setzen (es muss ja keine ganzseitige Anzeige sein), in der sich das "Bürgerbündnis Stadtbild Dresden" als überparteilicher Verein der Bevölkerung vorstellt, auf seine Ziele aufmerksam macht und darauf hinweist, dass die CDU zusammen mit der PDS plant, das harmonische Umfeld der Frauenkirche zu zerstören. Die Bürger können diesen Ansehensverlust Dresdens verhindern, indem sie sich an die Fraktionen bzw. an die entsprechenden Stadträte wenden mit der Bitte, dies nicht zuzulassen. Vielleicht kann diese Anzeige auch in Zusammenarbeit mit der GHND realisiert werden.


    Eine andere Möglichkeit wäre, um ein Interview bei den Zeitungen zu bitten und so die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.


    Für die FDP, die SPD, die Grünen und die Bürgerfraktion wäre es doch DIE Gelegenheit, das Thema als Wahlkampfthema für die nächste Kommunalwahl aufzubauen. Das muss der CDU und der PDS verständlich gemacht werden, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese beiden Parteien es riskieren wollen, sich im nächsten Wahlkampf wegen des dann wohl schon im Bau befindlichen oder sogar schon fertiggestellten "Gewandhauses" rechtfertigen zu müssen. Herr Feßenmayer selbst geht ja davon aus, dass das Gebäude den Leuten frühestens in zehn Jahren gefallen wird.

    Wenn es darum geht, die Leute auf der Straße anzusprechen, mitzureißen und begeistern zu wollen, bin ich mit Attika einer Meinung, dass das mit Emotionen verbunden sein muss; emotionslos würde es unglaubwürdig wirken.


    Allerdings geht es in der direkten Auseinandersetzung mit den "Modernisten", also z.B. am Freitag im Rathaus, darum, ihnen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, d.h. auf intellektuellem Niveau. Argumentierte man emotional, würde man nur ein herablassendes Lächeln ernten nach dem Motto: ihr könnt uns ja gar nicht verstehen, denn wir repräsentieren den Verstand (als Ausdruck dessen, was wir im Studium gelernt haben), ihr das Gefühl.
    Ich finde, dass die Ablehnung des Entwurfs bzw. die Nichtbebauung des Grundstücks ebenso mit intellektuellem Anspruch begründet werden kann. Beispiele finden sich hier im Forum zur Genüge.


    Andererseits ist es aber auch wichtig, sich in das Denken der Kommunalpolitiker hineinzuversetzen. Sie wollen ja von der Dresdner Bevölkerung wiedergewählt werden und deswegen muss ihnen unmissverständlich klargemacht werden, dass die Bevölkerung dieses Gebäude nicht will. Appelle an das eigene ästhetische Empfinden helfen da nur bedingt.
    Es könnte auch nicht schaden darauf hinzuweisen, dass mit dem Attraktivitätsverlust des Neumarkts die Besucher und damit das Geld ausblieben.

    Gestern habe ich an sämtliche im Stadtrat vertretenen Fraktionen (außer der FDP, denn die steht ja schon auf unserer Seite) E-Mails geschrieben mit der Bitte, die Bebauung des Gewandhausareals nicht zu unterstützen. Bis jetzt hat nur die Bürgerfraktion geantwortet. Sie steht wohl einer Bebauung ziemlich kritisch gegenüber, will sich aber, bevor sie sich festlegt, die Argumente der Befürworter erst noch anhören.


    Also am Freitag bitte zahlreich im Rathaus erscheinen und sachlich argumentieren.


    Selber kann ich leider nicht dabei sein.