Posts by Philon

    Für mich schlimm und nicht in die Altstadt gehörend. Da hilft der rote Sandstein auch nicht.

    Ganz genau. Anders kann man es nicht sagen.
    Und ein Armutszeugnis für Nürnberg, dass die Rekonstruktion des spätmittelalterlichen Marktgewölbes, immerhin eines für die reichsstädtische Verfassung sehr bedeutsamen Gebäudes, nicht einmal diskutiert worden ist.

    Das ist ziemlich willkürlich, der wievielte Aufguss eines Stils sind dann regionaltypische Baustile? Wie viel muss ich jedes Mal bei einer klassizistischen Fassade innovieren, um nicht als langweilig zu gelten?

    Es gibt schon einen Unterschied zwischen dem soundsovielten Aufguss eines Stils und der Fortführung einer Tradition. Bei Brenner sehe ich halt schlicht nichts, was interessant, besonders oder einfallsreich wäre. Er kopiert einfach nur. So was fände ich auch bei traditionellem Bauen uninteressant.

    Wobei Klaus Theo Brenner als Architekt und Stadtplaner durchaus einige angenehme Entwürfe zu Wege gebracht hat:
    https://www.klaustheobrenner.de/project.html

    Na ja, die besseren Bauten, die man da sieht, sind halt Retroarchitektur à la "Bauhaus 1920 bis 1950".

    Das war natürlich besser als das, was danach kam, aber gerade im zweiten und dritten Aufguss wie bei Brenner ist die Sache irgendwie dann doch ziemlich langweilig.

    Ich spare es mir, das konkret zu widerlegen, denn wer eine antirassistische Einstellung nicht als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreift und Kirche grundsätzlich politisch verortet, der hat sich bereits sehr eindeutig positioniert.

    Das ist jetzt aber auch eine Unterstellung. Wenn ich Holsteiner richtig verstehe, dann meint er, dass der Antirassismus (der für sich genommen natürlich ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Anliegen ist), in den letzten Jahrzehnten von Linksradikalen "gekapert" wurde, die nun ihre spezielle politische Ideologie unter diesem Label laufen lassen.

    Ich sehe nicht, dass Holsteiner gesagt hätte, dass Antirassismus für sich genommen linksradikal wäre.


    Nur mal ein Beispiel: Ich habe mich kürzlich auf eine Professur in den USA beworben und da wird neuerdings immer ein "diversity"-Statement verlangt. Ich schreibe also aus meiner naiven alteuropäisch-liberalkonservativen Sicht da rein, dass ich Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe oder ihrem Geschlecht beurteile und auch nie beurteilt habe, sondern nach ihrem Charakter und ihrem Können. Dementsprechend würde ich auch bei der Frage, wen ich als Mitarbeiter einstelle oder fördere, nur auf die wissenschaftliche Leistung und nicht auf Geschlecht oder Hautfarbe achten.


    Und werde unter anderem wegen dieses Statements abgelehnt. Begründung: Durch das Statement würde ich leugnen, dass BIPOC (oder wie es gerade heißt) aufgrund ihrer Hautfarbe und/oder ihres Geschlechte bevorzugt behandelt - und Männer und Weiße im Gegenzug aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts benachteiligt - werden müssten, weil sie jahrhundertelang benachteiligt wurden. Damit sei das Statement latent rassistisch.


    Diese Art von linksradikalem "Antirassismus", der selbst nichts anderes ist als ein knallharter Rassismus, kann man sich gerne schenken und ich gehe mal davon aus, dass Holsteiner so etwas gemeint hat, als er sagte, dass "Antirassismus" heute nur ein Label für linksradikale Positionen sei.

    Ich glaube, die ganze Diskussion beruht bis zu einem gewissen Grad auf einem Missverständnis:

    Stadtbild Deutschland e.V. ist natürlich im Hinblick auf Architektur im besten Sinn konservativ: Nämlich ausgerichtet auf die Bewahrung, Überlieferung und - wo es verloren gegangen ist - Wiederherstellung des architektonischen Erbes. Das ist konservativ und da beißt die Maus auch keinen Faden ab.


    Das bedeutet aber nicht, dass der Verein in anderen Hinsichten, Belangen und Fragen konservativ wäre (was ja alleine schon durch die parteipolitische Neutralität, wie sie in der Satzung verankert ist, ausgeschlossen ist).
    Und ebenso wenig bedeutet es, dass die Mitglieder in anderen als architektonischen Hinsichten, Belangen und Fragen zwangsläufig konservativ wären oder gar sein müssten.


    Wenn man die Unterscheidung trifft, löst sich die ganze Diskussion hier doch in Luft auf.

    Natürlich war das abwertend gemeint. Der ganze Artikel suggeriert da wäre ein Trupp konservativer (nette Umschreibung für eher rechts ausgerichtet) Aktivisten in die Konferenz eingefallen und hätte die Diskussion gekapert. Wenn es den Anschein gehabt hat, als hätte sich die Mehrheit für traditionellere Entwürfe eingesetzt, dann würde das natürlich täuschen, denn es kam eben kaum wer außer den Störenfrieden zu Wort.

    Ein ganz typisches Beispiel für subtile Manipulation durch "Framing".

    Wer sich gegen so etwas behaupten will, muss verstehen, was das ist und wie es funktioniert. Hier ein erster Einblick in das Thema:
    https://www.spektrum.de/news/w…ming-wirklich-ist/1627094


    Framing-Versuche haben in den letzten 10 Jahren massiv zugenommen. Wer verstehen will, warum manche Medien in den diesen Jahren so viel Vertrauen verloren haben, muss nur an dieser Stelle nachschauen. Denn natürlich merken diejenigen, die oder deren Sache durch "Framing" diskreditiert werden sollen, das und sind entsprechend verärgert.


    Wer als Journalist oder Journalistin auf diese Weise versucht, die Leser zu manipulieren, sollte sich schlicht und ergreifend was schämen. Das geht gegen alle Regeln des journalistischen Ethos.

    Die Senatsverwaltung wird jetzt ein Werkstattverfahren mit breiter öffentlicher Beteilung starten. Die erste Bürgerwerkstatt ist für Februar, die zweite für April anberaumt. Dort können Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken, Wünsche und Anregungen abgeben.

    Snork hat dazu ja schon etwas geschrieben, aber vielleicht noch einmal ganz konkret nachgefragt: Haben wir (sprich: der Ortsverband Berlin) denn für diese Bürgerwerkstatt ein ausgearbeitetes Leitbauten-Konzept, das wir da einbringen können?

    Entschuldigt die Wutrede. Es wäre so einfach, die deutschen Städte zu rekonstruieren, wenn es nur um bautechnische und finanzielle Möglichkeiten ginge. Natürlich würde die Sache Zeit brauchen, vielleicht eine oder auch zwei Generationen. Dies wird aber nicht passieren, weil eine Mehrheit gar nicht dieses Ziel verfolgt, ja, es torpediert, aus Selbsthass oder warum auch immer.

    Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Ich habe es auch aufgegeben, noch in meiner Lebenszeit wirklich etwas an dieser Situation ändern zu wollen. Das Zeitfenster der großflächigen Rekonstruktionen ganzer Stadtviertel, das es von Mitte der 90er bis Mitte der 2000er Jahre einmal gegeben hat, hat sich geschlossen. Jetzt ist überall an den Schaltstellen der Macht und der Universitäten die "Generation Selbsthass" am Ruder und macht alle platt, die anders denken.


    Mehr als eine Handvoll irrelevanter Mini- und Teilrekonstruktionen à la Turmspitze vom "Langen Franz" wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben. Egal wie sehr viele Leute sich hier im Forum das Gegenteil einreden wollen, nicht zuletzt, weil sie furchtbare Angst davor haben, mit dem Zeitgeist in Konflikt zu kommen.

    Deshalb ist jetzt etwas anderes notwendig: nämlich die Idee der Rekonstruktion für künftige Generationen zu bewahren und weiterzugeben, in der Hoffnung, dass die Situation in 30 oder 40 Jahren wieder anders aussieht. Mehr ist im Moment nicht möglich.

    Es wäre hilfreich, wenn die Moderation diese parteipolitische Äußerungen - zumal von den politischen Rändern - von sich aus löscht, bevor sich daraus eine "Diskussion" ergibt ....die man dann anschließend beklagt.

    Also, jetzt wird es langsam wirklich absurd: Du warst es doch, der die Diskussion erst so richtig hat eskalieren lassen und der zu persönlichen Angriffen auf ein Forumsmitglied übergegangen ist. Dazu hat dich niemand gezwungen.


    Ich möchte auch darauf hinweisen, dass der Ausgangspunkt der ganzen Diskussion nicht der Beitrag von Heimdall war, sondern eine kleine Spitze im Beitrag von Heinzer. Darauf hätte niemand reagieren müssen und deshalb haben wir auch erst nicht reagiert. Von uns aus hätte das stehen bleiben können, aber nachdem dann Heimdall darauf reagiert hat und du dann Heimdall persönlich angegriffen hast, mussten wir einschreiten.


    Ja, wir warten oft einfach mal ab und lassen Sachen stehen, bei denen die Forumsregeln nicht ganz eindeutig und mit 100%iger Sicherheit verletzt sind, bei denen es also im Hinblick auf die Forumsregeln einen Abwägungsspielraum gibt. Unsere Löschpolitik ist, anders gesagt, die des "benefit of doubt" oder, wenn du es anders nennen möchtest, des "in dubio pro reo". Davon werden wir sicherlich nicht abrücken, nur weil einige meinen, sie müssten bei jeder sich bietenden Gelegenheit eine Politdebatte lostreten.


    Wenn eine Diskussion dann aber von einzelnen Forumsmitgliedern eskaliert wird, weil sie meinen, unbedingt ihre politischen Sympathien und Antipathien im Forum ausbreiten zu müssen und/oder meinen, andere Nutzer persönlich angreifen zu müssen, dann schreiten wir ein und dann muss eben die ganze Diskussion gelöscht werden. Das hätte auch schon für die politisierende Reaktion von Heimdall auf Heinzers kleine Spitze gegolten. Die hätten wir gelöscht, wenn wir sie rechtzeitig gesehen hätten. Aber wir können nicht ständig jeden Strang überwachen, zumal wenn es so ellenlange Beiträge sind wie hier im Strang, wo dann mal einmal irgendwas in einem Nebensatz oder Unterabschnitt fällt.

    Erst recht gilt es aber, wenn dann jemand meint, er müsste dann vollständig auf Politik umschalten und andere Nutzer ad hominem attackieren.

    So, und wieder einmal mussten wir eine parteipolitische Diskussion, die zudem auch wieder einmal in persönliche Angriffe gegen einzelne Forumsteilnehmer mündete, unterbinden. Könnt ihr es nicht einfach lassen?

    Wir haben gegen das eine wie das andere klare Forumsregeln.

    Das ist nun echt nicht Böse gemeint...aber der Gleichgewichtssinn ist echt elementar.

    Defizite erhöhen etwa auch bei Senioren die Sturzgefahr beim Treppensteigen o.ä.

    Es ist ja nicht so, dass ich nicht auf zwei Beinen stehen könnte. Ich kann halt nur alles nicht, was einen etwas anspruchsvolleren Gleichgewichtssinn erfordert: Mit dem Rad komplizierte Kurven fahren oder auf das Rad auf-oder absteigen (da falle ich immer um); auf einem Surfbrett oder einem wackeligen Boot stehen; Balancieren; auf einem Bein stehen etc.
    Geht alles nicht.

    weil es nämlich verdammt viele Gründe FÜR und verdammt wenig Gründe GEGEN Fahrradfahren gibt als Alltagsfortbewegungsmittel.


    Tut mir leid, Philon, aber das beelendet mich dann schon ein bisschen. Ich schreibe 4 Absätze lang etwas darüber, dass niemand über jemand anderen urteilen sollte bzgl. seiner Wahl des Verkehrsmittels, und Du zitierst einen Satz, an dem dann trotzdem nichts falsch ist, oder möchtest Du etwa nicht, dass Fahrradfahrer mehr Platz bekommen in unseren autogerecht umgebauten Städten?

    Das habe ich schon verstanden, deshalb habe ich mich auch lediglich auf den oben noch einmal der Übersichtlichkeit halber zitierten Satz bezogen.

    Erstens habe ich das geschrieben, was ich geschrieben habe, weil ich die Aussagen in dem Text etwas widersprüchlich fand: Zum einen hast du gesagt, dass es eine individuelle Entscheidung mit individuellen Gründen sei und du über niemanden urteilen würdest; dann wolltest du aber gleichzeitig die individuellen Gründe, die Elbegeist angeführt hat, nicht gelten lassen. Das war zumindest irritierend und nicht zuletzt diese Irritation hat meine Replik motiviert.


    Zweitens wollte ich darauf hinaus, dass ich denke, dass es eben viele solcher individuellen Gründe gibt (weshalb ich denn auch meine genannt habe) - meiner Meinung nach zu viele, als dass sich die von dir prognostizierte Steigerung des Anteils an Fahrrädern im Individualverkehr wirklich ohne Druck seitens der Politik erreichen lassen würde.


    Von der "autogerechten Stadt" halt ich auch nichts. Ich bin für Städte, in denen in der Altstadt alles auf die Fußgänger abgestimmt ist und jenseits der Altstadt ein gut ausgebauter ÖPNV existiert (auf dem Land wird man ohnehin auch auf längere Sicht nicht um das Auto herumkommen). Gegen den weiteren Ausbau von Radwegen etc. habe ich nichts, aber ich möchte eben keinen noch so vermeintlich "sanften" Druck sehen, auf das Rad umzusteigen.

    Ich nehme an, wenn Du so schreibst, dann war die Stadt für die komplette Nahversorgung zuständig?

    Richtig.

    Auch zählt natürlich rein dabei, wie direkt eine solche Verbindung ist. Wenn ich bei einer täglichen einfachen Fahrt von einer Stunde auch noch mehr als einmal umsteigen muss, dann macht das wohl in der Praxis kaum einer.

    Zweimal umsteigen und dann kam man noch in einer Ecke der Stadt raus, die ca. 1,5 Kilometer außerhalb des Zentrums lag. Bis zum Zentrum also nochmal mindestens 20 Minuten mit dem Bus oder 30 min. zu Fuß.

    Bei einem jungen bis mittelalten Durchschnittarbeitnehmer würde ich pro Tag Gesamtfahrtzeiten bis maximal 2 Stunden ansetzen für alle Erledigungen.

    Das geht halt nur, wenn du feste Arbeitszeiten hast. Wenn du Überstunden machen musst, als Selbständiger tätig bist oder - wie in meinem damals Fall - unter massivem Druck stehst, zu publizieren und Drittmittel einzuwerben, um deinen Job nicht zu verlieren (den ich dann doch aus politischen Gründen verloren habe, wie du dich erinnern wirst), dann kannst du dir zwei Stunden pro Tag für Erledigungen, Pendeln etc. schlicht nicht leisten.


    Ihr redet halt alle aus sehr aus ökonomisch und sozial sehr privilegierten Positionen heraus. Denkt halt einfach mal darüber nach, wie sich diese Diskussionen für Leute anhören, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht.

    Wenn alles andere versagt, würde ein dreirädriges Fahrrad helfen.

    Ja, die kosten halt nur 2000 bis 3000 €. Wovon soll ich mir das als unbezahlter (also de facto arbeitsloser, wenngleich mit Lehrverpflichtungen bedachter) außerplanmäßiger Professor leisten? Das ist wieder nur was für die Privilegierten.

    Übrigens ist das nicht nur irgendeine Idiosynkrasie von meiner Seite. Ich meine mich daran zu erinnern, einmal in einer Studie gelesen zu haben, dass 60% derjenigen, die das Auto für innerstädtische Strecken bevorzugen, nur deshalb nicht das Rad benutzen, weil sie Angst vor dem Radfahren haben.

    Da hilft eine bessere Ökobilanz des Fahrrads gar nichts.