Posts by erbse

    Gibt es einen passenderen Themenfaden, wo wir das vertiefen können?

    Ich habe einige Beobachtungen dazu, die ggf Erklärungsansätze liefern.


    Was Öffentlichkeitsarbeit angeht, da kommt es vor allem auf permanente Gespräche, Veranstaltungen usw. an. Stetig mit potenziellen Sponsoren sprechen. Das ist meist was langwieriges. Mit einer schicken Präsentation und ein paar Transparenten ists da nicht getan - im Ehfall hat die Zielgruppe das noch nicht mal wirklich wahrgenommen.

    Wie kann Landshut möglichst nachhaltig komplett gerettet und erhalten werden?

    Rigide Erhaltungssatzung, alles unter Denkmalschutz, gar Welterbeantrag?


    Dieses Stadtbild ist enorm wertvoll und absolut einzigartig! Ich sehe es sogar als potenziellen Kandidaten für das Weltkulturerbe.

    Nun, gerade bei Krisen werden ja Subventionstöpfe aufgemacht und es wird viel in Baumaßnahmen gesteckt, um die Binnenwirtschaft anzukurbeln. Man könnte Rekos einfach zu einem Teil davon machen. Sicher nicht zum größten, aber dass zumindest ein Anteil staatlicherseits für solche Maßnahmen reserviert wird, um Orte wirtschaftlich und von der Lebensqualität attraktiver zu machen.


    Wir könnten mal ausrechnen, was es kosten würde, jeden Marktplatz einer deutschen Großstadt mit einem Reko-Haus auszustatten.

    Du darfst nicht übersehen, dass Frankfurt ein Vorgriff auf die von Wirtschaft und Politik gewünschten "global cities" ist. Alles ist offen, flexibel und "im Fluss". (...)


    Alles ist anonym: Die da oben machen etwas, wir müssen unten uns damit irgendwie arrangieren. Zudem existiert kaum mehr ein solventes Groß-/Bildungsbürgertum, das als Mäzen für städtische Projekte fungieren könnte.


    Der These widerspreche ich. Auch globale Städte mit starker Fluktuation haben mitunter ein sehr starkes Bürgerengagement. Sehe ich etwa an den US-Städten, die noch viel stärkere Wanderungsbewegungen verzeichnen.


    Was uns in Deutschland einfach über das 20. Jahrhundert etwas abhanden gekommen ist, ist die Kultur der Philanthropie und des Mäzenatentums. Man musste durch Krieg usw. eben selbst erstmal sehen, wo man bleibt. Das wächst ja aber allmählich wieder und gerade Frankfurt ist dafür ein gutes Beispiel.


    Das Rathausdach-Projekt ist einfach noch nicht so prominent, bzw wurden offenbar noch keine wirklich großen Sponsoren akquiriert. Das ist vor allem eine Frage der Öffentlichkeitsarbeit. Das Potenzial dafür ist in Frankfurt größer als in den meisten anderen Städten.

    Solange von der lokalen Presse noch alberne Propagandaparolen a La "Schandfleck/Ruine/unrettbar" etc. bei vernachlässigten Altbauten verwendet werden, brauchen wir uns nicht wundern, dass Abrisse sogar beklatscht werden. Es verschwindet ja etwas scheinbar Unerwünschtes, als würde man den Müll rausbringen.

    Hoffentlich wird der Investor dazu verdingt, die Villa Merlin äußerlich wiederherzustellen. Meinetwegen auch rückwärtig vergrößert oder Ähnliches.


    Die Villa Charlotte / Rheingold ist sehr gelungen. Einer der besten Neubauten in neuer Bäderarchitektur der jüngeren Zeit. Etwa auf Augenhöhe mit dem Erweiterungsbau des Ahlbecker Hofs auf Usedom.

    Hallo ihr Lieben,

    Gibt es neue Studien oder Umfragen für dieses Thema? Lasst uns hier weiterhin ALLES sammeln. Wir brauchen immer mehr Empirie und Daten in dieser datengetriebenen Welt, um durchzudringen.

    Wie viel Prozent der Gesamtfläche der einstigen Frankfurter Altstadt wurde mit den Dom-Römer-Projekt eigentlich wiederhergestellt?


    Wir brauchen diese Zahl unbedingt mal, um das Projekt ins Verhältnis zu setzen und zu signalisieren, wie viel es noch zu tun gibt. Es wird ja oft so getan, als sei damit quasi die ganze Altstadt wieder geheilt...

    Ist doch eh der Normalfall in den USA.


    Finde das eher hinderlich. In den USA war das Thema bisher recht unpolitisch und pragmatisch. So wird es wieder stigmatisiert. Und am Ende spielt man das selbe Spiel wie die Modernisten, nämlich aus einer Machtposition heraus allen etwas aufzudrücken.

    Die Attraktivität des Inneren ist nach meinem Geschmack zwar konträr zum Äußeren

    Klassisches Exterieur und modernistisches Interieur - wenn wir so beide Disziplinen versöhnen können, bin ich sehr dafür! :tongue:


    Eine sehr gute Wahl. Ein schlichter, doch sehr gelungener und nachhaltiger neuklassischer Schulbau. Wird sicher in 200 Jahren noch stehen, im Gegensatz zu den ganzen containerartigen, kinderfeindlichen Brutalismus- und Plattenbauschulen der letzten Jahrzehnte.