Posts by Teichi

    Volle Zustimmung für Henry. Die Fassaden sind weitaus weniger schlimm, als viele sie hier hinstellen. Ich bin sogar geneigt zu sagen, dass wir uns freuen könnten, wenn diese Fassaden auf der Rampischen Gasse anstelle des furchtbaren Inside-Hotels angeordnet wären. Ich finde die Fassaden im Vergleich zu anderen architektonischen Auswüchsen durchaus gelungen und in der Salzgasse alles andere als störend.

    Also mit Verlaub, ich habe noch nie gesehen oder gehört, dass eine Stabbogenbrücke im Freivorbau errichtet wurde. Dies ist ein Verfahren für Stahlbeton oder Spannbetonbrücken. Bei Bogenbrücken mit unten liegendem Bogen aus Beton kann dieses Verfahren verwendet werden, aber nicht bei Stahlbrücken mit oben liegendem Bogen. Beim vorliegenden Tragwerk ist es unmöglich sowohl Fahrbahn als auch Bogen im Freivorbau zu errichten, da beide Bauteile niemals die ausreichende Steifigkeit aufweisen, um temporär als Kragarm zu halten. Zudem wäre auch das Einspannmoment vom Auflager nicht aufnehmbar. Das ist auch der Grund warum beim Freivorbau vom Pfeiler in beide Richtungen gebaut wird, da sich das Moment so wieder ausgleicht. Dies ist beim Bogen nicht möglich, außer er wird an riesigen temporären Pylonen zurückgehangen.


    Um es abzukürzen. Bogenbrücken können nur auf dem sogenannten Vorland gefertigt werden und dann eingeschwommen bzw. eingeschoben werden oder sie werden auf einem Lehrgerüst gebaut, dass bereits im später freizuhaltenden Lichtraum steht. Da letzteres nahezu immer ausgeschlossen werden kann, ist die bei der Waldschlösschenbrücke gewählte Lösung die einzig sinnvolle und machbare.

    Quote from "youngwoerth"

    Wenn Dir meine Meinung nicht passt, warum widerlegst sie dann nicht konstruktiv?


    Was soll ich denn widerlegen??? Die CDU hat Dreck am Stecken, da hast Du hundertprozentig Recht. Mir geht es nur darum, dass Du nicht in jedem zweiten Deiner Beiträge wieder davon anfängst. Die Mehrheit (zu der ich übrigens in diesem Fall nicht zähle) hat die CDU gewählt. Dies ist eine demokratische Entscheidung und die müssen wir jetzt akzeptieren. Damit ist das Thema durch und muss nicht ständig neu aufgewärmt werden.


    Zum Thema "Ich ziehe aus Dresden weg, weil mit hier so viele Dinge nicht gefallen" habe ich Dir meine Meinung dargelegt und Dir erläutert, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als Politik und Stadtentwicklung, die die Entscheidung für meinen Wohnort bestimmen. Auch hier trifft meine oben geäußerte Aussage zu, dass das Thema nicht ständig neu aufgewärmt werden muss. Wir kennen Deine Meinung, die wie ich an den Reaktionen einiger der Forenteilnehmer sehe, nicht mit deren sowie meiner Meinung übereinstimmt. Also lass diese ermüdenden Wiederholungen.


    Quote from "youngwoerth"

    Eine weitere Möglichkeit wäre, meine Beiträge zu ignorieren


    Gute Idee. Das habe ich auch sehr oft getan. Wie Du selber festgestellt hast, äußere ich mich nur selten. Irgendwann ist jedoch der Punkt erreicht, wo mich Dein Gejammer so sehr nervt, dass ich meine Empfindungen auch mal mitteilen muss.


    Quote from "youngwoerth"

    Hier persönlich gegen Forenmitglieder herumzustänkern


    Ich habe Dir offen und ehrlich meine Meinung gesagt, zugegebenermaßen mit einer gehörigen Portion Polemik und Ironie. Dies als Stänkern zu bezeichnen zeugt von Deiner nicht stark ausgeprägten Fähigkeit Kritik zu ertragen und anzunehmen.

    Youngwoerth, wann lässt Du endlich dieses sinnlose Geschwafel bleiben. :boese: Es ist ja schön, dass Du froh bist nicht mehr in Dresden zu wohnen, dies als Deine beste Lebensentscheidung bezeichnest (eigentlich schlimm, meine beste Lebensentscheidung war es eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen) und dass Du in der glücklichen Lage bist, nach Belieben Deinen Wohnort zu wechseln (andere haben so etwas wie Beruf und Familie), wenn Dir am alten Ort etwas nicht passt. Aber wenn die Politik und die Stadtentwicklung Deine einzigen Gründe sind, sich für oder gegen eine Stadt zu entscheiden, dann tust Du mir leid. Auch mir geht es extrem gegen den Strich, wie hier in Dresden Stadtentwicklung betrieben wird. Nur ist das für mich und für viele andere kein Grund die Stadt zu verlassen. Dresden ist trotz dieses erheblichen Mankos eine sehr schöne Stadt und extrem lebenswert. Dies sehen glücklicherweise viele der hier lebenden Leute so. Also hör endlich auf mit diesen sinnlosen Sprüchen wie "Ich würde meine Koffer packen und Dresden den Dresdnern überlassen." oder "die Dresdener sind selber schuld CDU zu wählen" und akzeptiere, dass andere Leute auch anders denken. Ich habe Dein ständiges Gejammer so satt. Wenn Dir Dresden so wenig bedeutet, dann spar Dir einfach Deine Kommentare zu dieser Stadt und kümmere Dich um Freiburg. Du sagst ja selber, dass Deutschland noch andere Städte bietet.


    Sorry, das war alles offtopic, aber es lag mir schon lang auf dem Herzen und musste mal raus.

    Hier die Antwort der FDP auf meine Protest-E-Mail:


    FDP-FRAKTION IM DRESDNER STADTRAT


    PRESSEMITTEILUNG


    Zastrow: „Neuer Vorschlag zur Bebauung des Neumarktes ist eine Provokation“


    - FDP-Fraktion will Planungssicherheit für Investoren und ein Ende der Bauexperimente


    (Dresden/22.04.2010) Nach aktuellen Meldungen gibt es einen neuen Vorschlag des Stadtplanungsamtes und der Gestaltungskommission zur Bebauung des Gewandhausareals mit Bürgerhäusern.


    Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Holger Zastrow:


    „Die vorgeschlagene Bebauung ist eine einzige Provokation. Die von der Gestaltungskommission und dem Stadtplanungsamt ausgelöste neuerliche Diskussion um die Bebauung des früheren Gewandhausareals ist völlig unnötig und widerspricht den Beschlüssen des Stadtrates. Im Mai 2008 hat der Stadtrat auf Antrag der FDP-Fraktion ein zehnjähriges Bebauungsmoratorium beschlossen. Dieser Beschluss ist für die Stadtverwaltung bindend. Das Planungsamt entwickelt also ohne Auftrag des Stadtrates absurde Ideen und verschwendet damit Zeit und wertvolles Steuergeld. Es wäre besser, wenn sich das Stadtplanungsamt um die freien Baufelder am Neumarkt kümmern und Investoren suchen würde. Beispielsweise ist immer noch offen, was aus den Baufeldern entlang der künftigen Rosmarinstraße direkt hinter dem Kulturpalast wird. Es ist auffällig, dass das Stadtplanungsamt am Neumarkt permanent mit umstrittenen Vorschlägen wie futuristischen Neubaublöcken auf dem ehemaligen Gewandhaus-Areal oder weltfremden Bürokratisierungskonstrukten wie der Neumarkt-Gestaltungssatzung in Erscheinung tritt und damit Investoren und Gewerbetreibende stark in ihrem Engagement behindert, aber die städtebaulichen Hausaufgaben nicht erfüllt.


    Der Bebauungsvorschlag ist ein Schlag ins Gesicht aller Bürger, die für den Wiederaufbau eines Stücks historischen Dresdens kämpfen. Zugleich richtet er sich gegen die Investoren der angrenzenden Baufelder, wie zum Beispiel des Quartiers VI, die teilweise seit Jahren auf Planungssicherheit am Neumarkt warten und endlich bauen wollen. Stadtplanungsamt und Gestaltungskommission torpedieren mit ihrem Vorstoß offenbar den gemeinsamen Kompromissantrag von FDP und CDU, um dessen Beschlussfassung im Stadtrat „auf Teufel komm raus“ zu verhindern und ihre „Betonvisionen“ weiterträumen zu können. Der Antrag von FDP und CDU würde dagegen endlich Planungssicherheit geben und den historischen Wiederaufbau des Neumarktes sichern.


    Der Dresdner Neumarkt eignet sich nicht als Spielwiese und Experimentierfeld von Bürokraten und selbsternannten Stadtverbesserern. Er ist das Herz Dresdens und muss sensibel und mit Respekt vor seiner großen Geschichte behandelt werden. Nur hier kann man das unzerstörte historische alte Dresden ein Stück zum Leben erwecken. Diese Chance darf man nicht dem aktuellen Zeitgeist und dem Geschmack einiger weniger Protagonisten in der Verwaltung und in so genannten Expertenkommissionen opfern. Bereits 2008 sind Stadtplaner und Gestaltungskommission mit ihrem Vorschlag für ein modernes Gewandhaus gescheitert. Nicht zuletzt dank des öffentlichen Druckes eines von der Dresdner FDP initiierten Bürgerbegehrens gegen die moderne Bebauung und für die historische Wiederherstellung des Neumarktes. Die Unterschriften damals und die heftigen Reaktionen aus der Bürgerschaft auf den ersten Vorschlag hätten der Verwaltung eine Lehre sein müssen. Eine übergroße Mehrheit der Dresdnern ist gegen die Bebauung des Gewandhausareals.“



    Das klingt zumindest sehr vernünftig, aber leider kann die FDP allein nichts erreichen. Herr Stübner von der CDU hat mir ebenfalls geantwortet. Er schrieb als Privatperson und nicht als Stadtrat und teilt die Meinung seiner Fraktion nicht. Mit anderen Worten: Er ist für die Bebauung des Gewandhausareals.

    Zum Thema Steinbogenbrücke:
    Es gibt verbindliche Richtlinien, in denen für Brückenneubauten das freizuhaltende Lichtraumprofil für die Schifffahrt geregelt ist. Im Fall der Waldschlösschenbrücke hat dieses Abmessungen von ca. 80 m Breite und 10 m Höhe (über Normalwasserstand). Mit einer Steinbogenbrücke im alten Sinn ist dieses Lichtraumprofil nicht einzuhalten, da ein Steinbogen statisch nicht in der Lage ist, eine Spannweite von 80 m zu überbrücken. Mit anderen Worten: Selbst wenn man eine solche Brücke bauen wollte, sie wäre unter den gegebenen Randbedingungen nicht umsetzbar.


    Aus dem freizuhaltenden Lichtraumprofil lässt sich auch die gewählte Konstruktionsform des Bogens erklären. Die Fahrbahn liegt unmittelbar oberhalb der Lichtraumgrenze und damit so tief wie möglich. Eine Spannweite von mehr als 80 m kann man aber nicht mehr mit einem schlanken Balken überbrücken (Seht euch dazu die Elbebrücke in Riesa an. Hier liegt die Fahrbahn deutlich höher über dem Fluss.). Also wird eine andere Konstruktionsform gewählt und es bieten sich hier aus meiner Sicht nur der Bogen oder aber wie in Niederwartha die Schrägseilbrücke an. Der gewählte Brückentyp ist also unter Beachtung der gegebenen Randbedingungen schlüssig und richtig. Bevor ihr also so sinnlose Ideen wie eine Steinbogenbrücke vorschlagt, die aufgrund ihrer aufwendigen Fertigungsweise wohl kaum billiger wäre, beschäftigt euch erstmal mit den Gegebenheiten und vertraut auch mal Fachleuten.

    Falls die neue Aktion unserer lieben Umweltschützer noch nicht ausreichen sollte, um wieder mal das Bauvorhaben zu stoppen und damit die Baukosten noch weiter in die Höhe zu treiben, habe ich einen Tip für sie. Die Internetseite feldhamsterverleih.de bietet viele Alternativen zur Erzwingung eines Baustopps.

    Youngwoerth, wieso setzt du dich nicht für die Aufnahme von Freiburg ins Weltkulturerbe ein. Ihr habt doch, wie du schriebts, immerhin einen Tunnel gebaut, dass gefällt der Unesco doch so sehr. Konzentrier deine Kräfte doch darauf und lass uns endlich mit deinem Gejammer zufrieden. Ich habe übrigens sehr wohl meine eigenen Argumente, nur bisher war es mir einfach zu doof mich an eurem Gejammer zu beteiligen, bis mir halt gestern der Kragen geplatzt ist.


    Die Entscheidung der Unesco ist einfach lächerlich. Das Weltkulturerbe erstreckt sich 20 km (oh sorry: erstreckte muss es heißen :D ) von Übigau bis Söbrigen und wegen eines kleinen Abschnittes mit Brücke wird der Titel aberkannt. Wieso beeinflusst die Waldschlösschenbrücke denn bitteschön das Gebiet um Pillnitz? Wo ist die Brücke an den herrlichen Elbhängen in Wachwitz zu sehen? Wenn ich auf der linken Elbseite vor den Elbschlössern stehe, kann ich mich an einer traumhaften Landschaft erfreuen, aber eine Brücke kann ich auch hier nicht sehen? Nochmals die Frage: Wieso soll all dies aufeinmal nicht mehr schön sein, nur weil auf einem kleinen Elbabschnitt die Bagger rollen? Ja Youngwoerth ich weiß, dass kann ich als Kulturbanause, der ich in deinen Augen bin, nicht verstehen. So geht es aber vielen Leuten, auch vielen Touristen und deshalb werden sie trotzdem weiter nach Dresden reisen. Zusammenfassend sage ich: Eine schöne Frau mit einer Narbe am Arm wird wegen dieser auch nicht hässlicher!!! Genauso nehme ich es auch mit Dresden.


    Noch ein Wort zum Image. Wenn viele der Schreiberlinge und Jammerlappen etwas objektiver argumentieren würden, wäre der Prestigeverlust bei weiten nicht so groß. Wenn mir jemand erzählt, dass ein neues Gebäude in Freiburg die dortige Innenstadt total zerstört, würde ich ihm vielleicht auch glauben, weil ich noch nie da war. Genauso ist es in Dresden. Viele denken, die Stadt wird durch die Brücke entsetzlich entstellt, nur ist dem, wie ich oben versucht habe anzudeuten, bei Weitem nicht so. Hätten die Herren der Unesco sich Dresden angeschaut, wäre ihre Entscheidung vielleicht anders ausgefallen.


    Und noch ein Wort zum Tunnel. Ihr lasst euch von angeblichen Experten Lügen auftischen und nehmt diese für bare Münze. Wieso eigentlich, wo ihr doch sonst jede geäußerte Meinung so kritisch hinterfragt? Ich blende jetzt mal unsere Meinungsverschiedenheiten zum Thema Brücke aus und sage euch als Bauingenieur: Ein Tunnel ist zum jetztigen Zeitpunkt absolut nicht mehr machbar!!!! Die ersten Zufahrtstunnel auf der Waldschlösschenstraße sind betoniert. Wenn man von diesen noch unter die Elbe gelangen möchte, benötigt es eines Aufzuges. Und selbst, wenn alle bisherigen Bauleistungen wieder abgerissen würden und ein Tunnel gebaut würde, würden dessen Ausfahrten aufgrund des genormten Längsgefälles der Zufahrten wahrscheinlich am Großen Garten bzw. kurz vorm Flughafen wieder ans Tageslicht treten.


    Ich hoffe Youngwoerth, das dir diese Argumente fürs erste reichen. So und jetzt hör auf zu jammern und lass uns die Brücke weiterbauen.

    Also Vitruv deine Argumentation ist ja hemdsärmelig. Du solltest vielleicht nicht gleich alle über einen Kamm scheren. Ich falle nämlich überhaupt nicht in das Spektrum deiner Vermutungen. Ich bin absolut für den Brückenbau, aber aus eigener Überzeugung. Ich wähle weder die CDU, noch bin ich obrigkeitshörig und mit einem Hochschulabschluss schon garnicht dumm. Ich bin übrigens bei weiten nicht der Einzige auf den dies zutrifft. Aber es ist halt sehr einfach zu sagen, dass alle dumm sind und die CDU wählen, wenn Sie für die Brücke sind. Wenn die demokratische Mehrheit angeblich dumm ist, lässt es sich leichter verschmerzen nicht seinen Willen zu bekommen, stimmts?


    Übrigens: Die Brücke mit den Nazis in Verbindung zu bringen ist einfach nur dumm und krank. Erweiter doch einfach deinen Kreis der Brückenbefürworter in CDU-Wähler, Alte, Dumme und Nazis. :boese:

    Dresdnerimexil Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Dieses gekränkte und beleidigte Gejammer über den Brückenbau geht mir auch gewaltig auf die Nerven. Und als die Meldung über die Verbreiterung der Albertbrücke kam, was passierte? Es wurde noch lauter gejammert. :boese:
    Ich würde allen Brückengegnern empfehlen, sich für den Abriss aller Dresdener Elbbrücken einzusetzen, sich dann ein Ruderboot mit Fahrradständer zu kaufen, um so problemlos über die Elbe zu schippern und dabei der Hufeisennase beim Jagen zuzuschauen.

    Habe heute Antwort von unserem "geliebten" Baubürgermeister erhalten. Das Schreiben übertrifft sich an geschwollenen Worten und sinnlosen, weil nicht zutreffenden Aussagen. :boese:


    Sehr geehrter Herr...,


    Sie fragen in Ihrer Mail u. a. nach der Übereinstimmung des Siegerentwurfes des von einem privaten
    Investor ausgelobten Realisierungswettbewerbes für das Quartier V.1 an der Galeriestraße/
    Frauenstraße mit den Inhalten des städtebaulich- gestalterischen Konzeptes für den Neumarkt
    und sprechen in diesem Zusammenhang die Kompetenz der Gestaltungskommission Kulturhistorisches
    Zentrum an.
    Das städtebaulich – gestalterische Konzept beinhaltet eine Reihe von Handlungszielen für den
    Bereich des Neumarktes. Richtigerweise lag dieses Konzept sowohl der Aufgabenstellung für den
    Wettbewerb als auch als ein Kriterium für die Entscheidung der Jury (unter anderen Kriterien wie
    z.B. Wirtschaftlichkeit und der Qualität der Grundrissorganisation) zu Grunde.
    Das o.g. Konzept wird durch den Siegerentwurf in den von Ihnen zitierten Punkten dem Grunde
    nach eingehalten. So sieht z. B. das städtebaulich - gestalterische Konzept für den Neumarkt
    allein für die unmittelbar den Platz Neumarkt und die Schloßstraße umgebenden Bauten die Bildung
    von Sattel- oder Mansarddächern vor.
    Über die von Ihnen zitierten Punkte hinaus sieht das Konzept u. a. vor, dass „die in den
    Zielstellungen der Quartiere getroffenen Festlegungen zu Achsmaßen, Geschoßhöhen, Gesimsund
    Firsthöhen Grundlage für eine detaillierte Gestaltung (sind), die auch die Möglichkeit des
    gestalterischen Kontrastes nicht ausschließt.“ Weiter ist u. a. zu lesen, dass „die stadträumliche
    und zeitliche Verknüpfung mit den Baumaßnahmen an der Frauenkirche und weiteren
    Repräsentationsbauten für die Wiederherstellung der Neumarktbebauung wichtige Anliegen
    (sind).“
    Das Quartier V.1 hat speziell die Aufgabe, ein Bindeglied der heutigen Zeit zwischen vorhandenen
    Baustrukturen der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts und den Baustrukturen des Neumarktbereiches
    zu formulieren. Der hier zu beachtende unmittelbar benachbarte Repräsentationsbau ist
    der heute unter Denkmalschutz stehende Kulturpalast.
    In diesem Kontext wurde völlig berechtigt eine Arbeit ausgezeichnet, die bei näherer Betrachtung
    sowohl Proportionen und Gliederungen der Neumarktbebauung aufnimmt, als auch zwischen den
    bauzeitlichen Schichtungen vermittelt.
    Die Arbeit zeichnet daneben aus, dass sie höchsten Anforderungen an die Umsetzung heutiger
    Nutzungsansprüche gerecht wird.
    Die Jury des Wettbewerbes ist ein unabhängiges Gremium aus den Vertretern der Bauherren und
    Auslober und von Architektur- und Baufachleuten. Dabei waren auch zwei Mitglieder der Gestaltungskommission
    vertreten. Beide Gremien sind jedoch nicht identisch. Zweifelsfrei jedoch ist die
    jeweilige vorhandene notwendige Fachkompetenz dieser Gremien.
    Mit der im Areal bisher entwickelten Symbiose zwischen den qualitätvollen modernen
    Einzelgebäuden und den rekonstruierten Fassaden wird ein bereits in der gesamten Geschichte
    des Neumarktes typischer Prozess fortgesetzt, in dem die Gebäude von jeher auch durch die
    Architektursprache der jeweiligen Entstehungszeit geprägt waren.
    Es soll ein Ort entstehen, der Tradition und Moderne verbindet, der lebendig ist, weil es sich dort
    gut wohnen und arbeiten lässt, wo Dresdner und ihre Gäste gern verweilen. Zur Verwirklichung
    dieser Vision greift ein ausschließlich historisch gewandter Blick zu kurz.
    Uns eint das gemeinsame Interesse an anspruchsvoller städtebaulicher und architektonischer
    Gestaltung des Neumarktgebietes. Seien Sie versichert, dass wir an diesen Bemühungen nicht
    nachlassen werden. Für Ihr Interesse an der weiteren baulichen Entwicklung der Dresdner
    Innenstadt danke ich.
    Mit freundlichen Grüßen
    in Vertretung
    gez. Jörn Marx

    Ich mach das mit den Bildern genauso wie SchortschiBähr. Habe mir sämtliche Fotos zum Neumarkt auf die Festplatte gespeichert und nach Quartieren und Jahren sortiert.


    Das Auffinden alter Bilder ist somit einfach und problemlos.

    Kann mich Saibo nur anschließen. Das Wichtigste ist zunächst, dass die Stadträume wiederentstehen. Ich selbst würde mir am liebsten auch alle Bauten als Leitbauten wünschen, wichtiger ist allerdings, dass die Urbanität in die Stadt zurückkehrt.


    Ich war neulich beruflich in Hannover. Die Stadt ist ja nicht gerade als Schönheit bekannt, aber sie hat eines was Dresden fehlt: geschlossene Straßenzüge bzw. lückenlose Randbebauung. Wenn in einem Straßenzug drei, vier neumodische, architektonisch nicht so gelungene Häuser stehen (so wie halt in Hannover), stört mich das weniger als wenn überall Lücken und Brachen sind (so wie halt in Dresden).


    Ich denke vorangiges Ziel ist es, den historischen Stadtraum Dresden wieder erlebbar zu machen. Wenn dabei viele Leitbauten entstehen ist es umso besser.


    Und noch ein Wort zu den Stahlbetonbauten. Stahlbeton ist nun mal der Baustoff der Gegenwart und er hat viele Vorteile. Warum verschließen sich viele dagegen. Wenn die Fassaden ordentlich ausgeführt werden, sieht nachher keiner mehr aus welchem Material die Tragkonstruktion ist. Seit froh, das überhaupt gebaut wird und denkt mal an uns Ingenieure, die es mit Stahlbeton viel leichter haben, die Gebäude zum Halten zu bekommen. ;-)

    Also, die Arche liegt komplett auf den Außenwänden des Innenhofes auf und hat keinerlei Stützen im Innenhof. Die Arche funktioniert prinzipiell wie eine Brücke über dem Innenhof. Du hast natürlich vollkommen Recht, dass das alte Mauerwerk diese neuen Lasten nicht aufnehmen kann. Aus diesem Grund wird jeweils auf der Innenseite dieser Wände eine Stahlbetonwand (Die ist später nicht zu sehen, also keine Angst.) vorgeblendet, die den Lastabtrag übernimmt.


    Wie man sieht geht es heutzutage nicht ohne Stahlbeton. Das ist ja immer wieder ein Streitthema hier im Forum. Die unteren Geschosse müssen einfach aus Stahlbeton bestehen, da sonst die hohen Lasten nicht abgetragen werden können. Das schafft kein Kellergewölbe von vor 1945. Und wer jetzt sagt, damals ging es auch. Damals waren die Decken Holzbalkendecken, die für die heutige Nutzung nahezu immer ungeeignet sind. Stattdessen gibt es Betondecken, die natürlich um ein Vielfaches schwerer sind. Des Weiteren müssen wir uns heutzutage an wesentlich strengere Normen halten als vor dem Krieg und die Lastannahmen in der Norm kann nun mal kein Ingenieur umgehen.

    BautzenFan, was meinst Du mit "Es läuft die Ausschreibung für die Arche"?
    Die Arche wird zurzeit gebaut und das schon seit längerer Zeit. Die Ausführungsstatik wurde übrigens, wie auch die des VVK-Areals und des Bauvorhabens An der Frauenkirche 16/17, von dem Ingenieurbüro erstellt, in dem ich arbeite. Also solltet ihr Fragen haben, nur zu.

    Die Frage mit dem Tunnel kann ich auch nicht beantworten. Er stand während der Perspektivenwerkstatt nie zur Debatte. Ich denke er ist politisch nicht gewollt, warum auch immer.


    Ich persönlich sehe einen Tunnel allerdings auch kritisch. Er ist sicher umsetzbar, aber technlogisch weitaus komplizierter als eine Brücke und damit teurer.

    Also ich möchte mich mal zu der Perspektivenwerkstatt Waldschlösschenbrücke äußern. Ich habe selber an einem der Entwürfe mitgearbeitet und kenne deswegen auch die Vorgaben der Stadt.


    Es wurde in der Aufgabenstellung von der Stadt ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Parameter der alten Brücke in Frage gestellt werden können und die Brücke entweder möglichst unauffällig gestaltet werden soll oder ein "Hingucker" wird. Die meisten Büros haben sich für ersteres entschieden, sodass die meisten Entwürfe ausdruckslos und fad sind (Das ist auch meine Meinung als Brückenbauer). Die Abweichungen vom Planfeststellungsbeschluss lassen sich durch die oben erwähnte Infragestellung aller Parameter erklären. Wir hatten seitens der Stadt freie Hand und da entstehen logischerweise Lösungen, bei denen die Stützen in der Elbe stehen oder die Brücke schmaler wird oder sich die Höhenlage der Fahrbahn ändert. Also kritisiert bitte nicht die Büros, sondern die Stadt, die mit ihren Vorgaben diese Lösungen maßgeblich mitbeeinflusst haben.


    Uns Ingenieuren die Nichtkenntnis der Brückenlage vorzuwerfen ist schlichtweg falsch. Wir waren alle vor Ort und haben uns mit der Situation vertraut gemacht.


    Ich selbst finde übrigens die Pylonbrücke von LAP an gelungensten. Einen ähnlichen Entwurf hätte ich selbst auch gewählt, wenn ich denn selber hätte entscheiden können. Aber wir Ingenieure müssen uns leider häufig den Vorgaben der Architekten fügen, auch wenn wir deren Entwürfe alles andere als gelungen finden. So war es übrigens auch in meinem Fall.

    Na das klingt doch schon VIEL besser als deine letzten Beiträge youngwoerth. Dein Brief bzw. deine Mail würde ich sofort unterschreiben. Ich hoffe nur die Sachsenbau sieht das Ganze genauso wie du und ich. Die Schließung des KP ist eine neue Chance auf die Kollhoff-Passage!!!

    Und Ich freue mich DRESDNER zu sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Selbst wenn der Worst Case eintritt und das Gewandhaus kommt, was ich nicht hoffe, bleibe ich der Stadt treu und bin stolz hier zu wohnen.