Posts by niko

    Wie schon des öfteren in diesem Forum erwähnt wurde, sind die österreichischen Städte bei weitem (sehr weitem!!) nicht so zerbombt und flachgelegt worden wie die deutschen. Österreich wurde erst in den letzten Kriegsjahren überhaupt bombardiert und es wurde von flächendeckenden Boramdements eigentlich eher abgesehen, auch wurden fast keine Brandbomben benutzt. Alles in allem sind die Amis und Briten mit Österreich viel rücksichtsvoller umgegangen als mit D.


    Auch der Wiederaufbau ist in Ö mit viel mehr Hingabe und Liebe zum historischen Stadtbild und Detail vor sich gegangen. Der oft kritisierte Traditionalismus und die Vergangenheitsbezogenheit (K. und K.) hat sich hier dann mal doch ausgezahlt. Ausserdem hat der unittelbar nach dem Krieg entstandene Besiedelungsdruck, der in D durch die vielen Vertriebenen und Ausgebombten entstanden ist, in Ö so auch nicht stattgefunden, da die Ö Städte vor dem ersten WK meistens bevölkerungsreicher waren als sie es heute sind.


    PS: Östrreich in diesem Forum ständig als "deutschen Boden" oder deutsch zu bezeichnen, ist eine beleidigende und überhebliche Angewohnheit. In Ö ist man über seine historisch gewachsene Eigenständigkeit und Souveränität in kultureller, historischer, und politischer Hinsicht immer sehr froh und wie man heute sieht auch eigentlich ziemlich gut gefahren.

    Mich würde mal interessieren was ihr so als die schönsten jemals gebauten Gabäude auf der ganzen Welt erachtet? Dazu schlage ich vor das ganze in gewisse Unterkategorien aufzuteilen.


    schönste Kirche (Kloster, Abtei, Dom, ...)
    schönstes Schloss (Burg, Residenz, ...)
    schönstes öffentliches Gebäude (Rathaus, Museum, Gericht, ...)
    schönster Wohnbau
    sonstiges

    Sorry für die Fehlinformation aber ich habe vor nicht all zu langer Zeit mal in 3Sat eine Dokumentation über den Bau des Hochhauses von dem spanischen Architekten gesehen und das war der Bauträger irgendeine Gesellschaft für sozialen Wohnbau. Wahrscheinlich haben die sich das dann anders überlegt und doch gewinnbringende Luxuswohnungen bevorzugt.


    EDIT Antiquitus: Teil des Beitrages entfernt, weil unsachliche, dümmliche und bloß angreifende Polemik.

    Dieses Hochhaus war doch ein Projekt einer Sozialwohnbau-gesellschaft von Malmö, die Mal ganz andere Sozialbauten errichten wollte. Ich finde das Gebäude gar nicht so schlecht. Ausserdem wären bei uns die Sozialschwachen wohlr sehr froh, wenn sie in einem derartigen Appartement-Tower in bester Stadtlage wohnen dürften.

    Da anscheinend einige Niederländer im Forum sind, könnte vielleicht mal einer davon ein paar Bilder herzeigen. Würde mich sehr interessieren.
    Danke

    Meiner Meinung nach sind zum Beispiel die Gasometer in Wien zumindest ein gutes Beispiel für eine gelungene Adaption von zeitgenössischer Architektur mit historischen Baudenkmälern.


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    Ansonsten sind die Bauten von frank gehry auch nicht zu verachten.

    Ich finde, dass der Begriff Metropole und Weltstadt im deutschsprachigen Raum absolut überstrapaziert wird. Hier wird ja fast jede Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern gerne irgendwie mit mit dem Attribut Metropole geschmückt (Frankenmetropole, Donaumetropole Weisswurstmetropole, Hafenmetropole, usw.)


    Meiner Meinung nach gibt es weltweit nur eine kleine Hand voll Städten, die den Begriff Metropole wirklich verdienen und das sind solche, die von einer weltweiten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung sind. (London, Paris, New York, Tokio, Moskau und neuerdings wahrscheinlich auch Shang Hai). Alles andere ist bloss präpotentes Möchtegern-Geschwafel, so zum Beispiel in Berlin, die sich jetzt schon gerne in einer Reihe zumindest mit manchen dieser Städte sehen. Weit gefehlt.

    Wien und ganz Österreich sind im Vergleich zu Deutschland natürlich vom Bombenhagel geradezu verschont geblieben. So wurden durch die Eroberung Wiens durch die Rote Armee in zwei Tagen doppelt so viele Gebäude in der Leopoldstadt (2. Bezirk) zerstört als durchden ganzen Bombenkrieg vorher. Das kann man heute noch am Praterstern und entlang des Donaukanals sehr gut erkennen, da die Russen dort mit ihrer Artellerie den zurückflüchtenden Wehrmachtsverbänden gefolgt sind.

    Hat jemand von euch eine Ahnung, wie eigentlich die Amsterdammer Randbezirke und Vorstädte aussehen? Immer wenn ich dort war, habe ich eigentlich nur die Innenstadt besucht und bin nie bis zur Peripherie vorgedrungen.


    Die Niederlande und speziell Amsterdam sind doch auch sehr berühmt für ihre zeitgenössiche Architektur. Gibt es da auch einiges zu sehen?

    Vielen dank für die infos.


    Nun ja in München war ich eigentlich schon einige Male. Ich wollte demnächst irgenwann eigentlich mal einen Wochenendausflug nach Berlin machen, weil viele Leute in meinem Umfeld immer sagen was für eine super Stadt das sein soll. Aber nach den Meldungen und Eindrücken, die ich aus diesem Forum erhalten habe, werd ich es doch lieber Mal mit Madrid oder Paris probieren.

    Lissabon hatte wohr eine der grössten Altstädte die es in Europa jemals gegeben hat befor dann nach dem Erdbeben beinahe alles davon zerstört wurde. Das was sie danach aufgebaut haben ist aber immer noch einer der schönsten Stadtkerne die ich jemals gesehen habe. Sehr tolle Stadt mit sehr viel Flair.

    Nur mal so nebenbei, der Schicklgruber (auch Hitler genannt) und sein zärtlicher Liebesknabe Speer wollten ja selbst ihre eigenen Städte (vor allem Berlin) niederreissen und ihre gigantomanen Pläne von Germania verwirklichen. Die hätten ganz Berlin niedergerissen und dort ihre geisteskranke Protzarchitektur hingestellt. Wenn die noch mehr Zeit gehabt hätten würde Deutschland wahrscheinlich nocht viel schlimmer aussehen, als es das jetzt tut und so ist ihm Bomber Harris nur etwas zuvor gekommen. Und ich glaube, dass der Schickelgruber selbst zumindest aus denkmalpflegerischer Sicht gar nicht so bestürzt über die Vernichtung der Städte war

    In Österreich haben in der Nachkriegszeit einige Künstler versucht and die Hinterlassenschaften Gaudis und des Expressionismus anzuknüpfen und eine Spielart moderner Architektur zu etablieren, die sich der menschenverachtenden und tristen Form der Postmoderne entgegenstellen sollte. Sie nannten das den phantastischen Realismus, beeinflusst vom Surrealismus und haben einige Gebäude vor allem in Wien errichtet. Die wichtigsten Vertreter waren Hundertwasser und Ernst Fuchs (Hundertwasserhaus). Aber bis auf einige Gebäude in diesem Stil, die natürlich zu Touristenattraktionen wurden, hat sich das ganze absolut nicht durchsetzen können. Das ganze wurde von der etablierten Architektenszene meist als gewaltiger Kitsch bezeichnet von den Bürgern aber zum Teil sehr gut angenommen.


    Ich selbst finde es auch ziemlich kitschig, aber da es nur bei Einzelbauten blieb doch irgendwie angenehm und eine interessante Abwechslung in der Stadtlandschaft.

    Form follows function. Das ist das Credo der modernen Architektur und auch der modernen Designs und das wird auf sehr lange Zeit auch noch so bleiben denn das ist inzwischen ein großer Teil unserer ganzen Alltagskultur geworden. Es wird alles auf das wesentliche Reduziert und was darüber hinausgeht ist nur sinnlose Schnörkelei und Kitsch. Und unser Wirtschaftssystem untermauert das Ganze dann noch und betoniert es auf Ewigkeit ein.


    Und dieser ganze Neo-Historismus und Traditionalismus den manche architekten neuerdings aufgreifen ist meiner Meinung nach auch nichts als Augenauswischerei für Wahrnehmungskonservative. Dieses Zeugs kann sich nie mit wirklich historischem messen. Meiner Meinung nach sollte man sich auf Die archäologische Rekonstruktion der Sadtkerne und der Innenstadtbezirke konzentrieren und ansonsten den Architekten und Investoren in den Aussenbezirken ihren freien Raum für advantgardistische und wirklich moderne Bauten lassen, denn was da oft ansonsten an Investitionsruinen und Arbeiter/Ausländerpferchen herumsteht, könnte man mit moderner aber trotzdem menschenfreundlicher Arch. wirlich sehr verbessern.

    Der ausufernde Bauboom und die total zersiedelte Struktur in Vorarlberg (Ö) haben natürlich historische Wurzeln. Noch vor nicht allzulanger Zeit war Vorarlberg nämlich ein fast reines Bergbauerngebiet. Es gab fast nur winzige verstreute Döfer mit einigen Höfen. Die Städte waren sehr klein und nur von wenigen Bürgern und Handwerkernbesiedelt. Große Baudenkmäler und urbane Ensembles gab es bis auf sehr wenige Ausnahmen gar nicht. Im Laufe der Nachkriegsindustrialisierung, die in Vorarlberg sehr sehr stark und auch wirtschaftlich sehr erfolgreich war, zogen die Leute dann alle ins Rheintal (haupttal) herunter und siedelten sich dort an, was die explosionsartige Zersiedlung zur Folge hatte. Dazu kommt noch, dass der Vorarlberger eine extreme Vorliebe für Einfamilienhäuser im Garten hat, da er die urbane Wohnkultur nicht kennt und auch nicht zu schätzen weiss. Das ist der Grund warum beinahe das ganze Vorarlberger Rheintal ein einziger vorstädtischer Speckgürtel ist, wobei die Stadt dann fehlt. Und warum man da eine Vorliebe für postmoderne Kastenarchitektur hat ist auch leicht erklärt, da historische Baudenkmäler eigentlich nicht da sind und auch nie vorhanden waren bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit sich irgendwie architektonisch hervorzutun und dass ist halt die Moderne.

    Mich würde mal interessieren wie ihr euch alle eigentlich die zukunft der Städte so vorstellt. in diesem Forum wird ja ziemlich viel in der vergangenheit geschwelgt und bedauert was so alles verlorengegangen ist.
    Ich würde gern wissen, was ihre euch denn so für die zukünftige Raumplanung und Bebauung so vorstellt. Was soll rekonstruiert werden und in welchem ausmass. Welche Rolle spielen Neubauten und wie sollen die aussehen?


    Bitte um Kommentare!

    in diesem forum findet man relativ wenig über Amsterdam, dabei interessiert mich diese stadt wirklich sehr. Vielleicht gibt es in diesem Forum den ein oder anderen, der sich mit dieser Stadt auskennt. Würde gerne etwas darüber hören. Baugeschichte, fotos und anderes. Auch über zeitgenössische Architektur.


    lasst was hören!!!

    Also ich muss sagen ihr seit ja wirklich fast schon reaktionär drauf.


    Wien ist eben eine lebende Stadt (obwohl ich das manchmal bezweifle) und kein Museum. Was die Dachausbauten betrifft, so ist das eigentlich in allen Europäischen Städten schon seit jahrzehnten absoluter Standard. Die sind in Wien eigentlich noch sehr spärlich gesäht und die Stadt ist in diesem Sinne noch Entwicklungsland. Natürlich kann man diese Ausbauten vor allem in ihrem Ausmassen natürlich wirklich übertreiben aber es gibt auch sehr sensible und zurückhaltende Versionen, die man von aussen von der Straße überahaupt gar nicht sieht und die wirklich niemanden stören. Ausserdem ist es sehr schön in so einer Dachwohnung zu leben. Und jeder quadratmeter wohnfläche den man so erhält verhinder vielleicht eines der grausligen Hochhäuser oder Betonwohnblocks die man sonst irgenwo in der Innenstadt baut.


    Was das MQ betrifft so finde ich es eigentlich wirklich sehr gelungen. Es soll ja auch ein Museum für zeitgenössische Kunst sein und keine barocke Kirche. Wenn da kein Platz für zeitgenössische Architektur ist wo dann sonst. Ausserderm sind die Zubauten von aussen fast kaum sichtbar. der hässliche Flakturm im Hintergrund stört mich da um einiges mehr. Diese Dinger sollten mal endlich gesprengt bzw. abgetragen werden.


    Was den Karlsplatz betrifft muss ich euch allerdings recht geben. Der ist mittlerweile wirklich ziemlich verschandelt. Historisches Museum (Museum Wien) TU Bibliothek Akademie-Hof und andere Bauten passen da wirklich nicht in Bild. Übrigens das Gebäude auf dem der Akademieh. steht wurde schon beim u-bahn-bau abgerissen.


    Was haltet ihr eigentlich von dem Hochhausboom in Wien. Millenium-tower, wienerberg-city usw.