Posts by Pfälzer Bub

    Also in einem muss man Geissler leider zustimmen:
    Verglichen mit anderen "Engeln" in Deutschland, wie dem Friedensengel in München, der Fama in Dresden oder dem aus dem Charlottenburger Schlosspark ist die "Goldelse" wirklich hässlich:
    http://commondatastorage.googl…tos/original/59007591.jpg


    Dresden:
    http://abload.de/img/dscf0605zbsv3.jpg


    München:
    http://farm6.static.flickr.com…81400262_3daa820a55_b.jpg


    Charlottenburg:
    http://thumbs.dreamstime.com/z…-palast-garten-30630931.j

    „Die Ostzeile des Römers sieht aus wie vom Weihnachtsmarkt nicht abgeholt“, findet der aus Frankfurter stammende Architekt Philipp Oswalt. Der ehemalige Direktor des Bauhauses in Dessau ist Professor für Architekturtheorie an der Universität Kassel.


    Das ist doch nun wirklich gelebte Realsatire! ein Bauhäusler der gegen Rekos wettert! Wer hätte das gedacht!

    Meines Erachtens korrespondiert der Innenraum perfekt mit dem von mir als fabrikartig empfundenen äußeren. Ansonsten zeigt sich die Beliebigkeit unserer Zeit. Der Innenraum könnte überall sein, in Dresden, London, Hamburg, Paris, Barcelona oder Mannheim. Der Bezug zu Potsdam fehlt total. Ein klassisches Café-Interieur , wenn es schon "modern" sein soll, sieht anders aus.

    da stimme ich NICHT zu: Fischerinsel oder Alex das IST sterbensoede!

    Der Meinung bin ich auch, auch die Architektur ist sterbensöde. Wenn dieses stuckierten Kisten wie an diesem "Palais" das beste sind, was moderne, angepasste Architektur in Deutschland leisten kann, dann gute Nacht. Da genügt in Zukunft ein Bausatz, der an jeden Architekten geliefert wird und man kann das fertige Gebäude dann beliebig mit Stuckleisten bekleben, spart Kosten und Mühe. Wahrscheinlich wird das ohnehin heute schon so gehandhabt.

    Stadtreparatur ist total übertrieben. Sieht denn niemand, dass das nur die üblichen Kisten sind, die einen zu DDR-Zeiten passabel wiederhergestellten und jetzt verschandelten Altbau rahmen? Dass man dem ganzen ein bisschen Stuck angeklebt hat, macht das ganze nicht besser. Natürlich heißt es gleich wieder "besser als Glas und Strichcodefassade" klar, aber sind wir damit schon zufrieden? Die ganze Friedrichstadt sieht doch inzwischen so aus, sterbensöde!


    Das ist natürlich eine Geschmacksfrage. Ich finde diese Platzansicht schon sehr ansprechend. Aber auch den aktuellen Altmarkt sehe ich nicht so tragisch. Mir fehlt da allerdings ein fettes Monument oder ein plätschernder Brunnen in der Mitte.

    Die Ansicht ist doch garnicht die Vorkriegsansicht! So sah der Platz um die Jahrhundertwende aus.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum der Altmarkt immer zu diesem Dresdner Problemkind hochstilisiert wird, das er definitiv nicht ist. Bis auf den Kulturpalast würde ich die Randbebauung, auch die der Nachwendeära, als durchaus gelungen bezeichnen. Man schaue sich doch mal zentrale Plätze anderer, vor allem westdeutscher Großstädte an, wie zB der Stuttgarter Marktplatz, die Hauptwache in Frankfurt oder selbst den Marienplatz in München. Darüber hinaus, auch auf die Gefahr mich zu wiederholen, war der Altmarkt auch vor dem Krieg kein Juwel. Über die Kahlheit der Platzgestaltung kann man streiten, aber die ist wohl wirklich auch dem Status des Platzes als zentraler Veranstaltungsort geschuldet. Der Neumarkt und das kulturhistorische Zentrum liegen ja nur einen Steinwurf entfernt, wer den Altmarkt wirklich nicht erträgt kann doch jederzeit dahin ausweichen.

    Ich finde dieses Haus auch nicht schön und eine historische Bebauung wäre mir auch lieber.
    Aber da muss man trennen. Maßstab für den Denkmalwert eines Gebäudes ist nicht vordergründig so etwas subjektives "Schönheit" oder auch "Qualität". Diese Fassadengestaltung ist total zeittypisch und es ist eben auch Aufgabe der Denkmalpflege, besonders prägnante Vertreter eines Zeitstils zu schützen. Vielleicht hilfte es den Bau als mahnendes Beispiel erhalten zu wissen.

    Muss man da trennen? Jedes "Gebäude" dieser Art, welches verschwindet oder umgestaltet wird, ist ein Sieg für die Ästhetik und den Fortschritt, ja auch das, denn gerade die Art von Gebäuden verströmt heute eine Muffigkeit, die keine andere Epoche der Nachkriegsarchitektur vermag. Mahnmale dieser Art gibt es noch genug. Wenn man so etwas unbedingt erhalten möchte, kann man solche Fassaden ja in ganz Deutschland sammeln und eine Art Hessenpark der Scheußlichkeit irgendwo im Gewerbegebiet errichten, vielleicht lockt das ja auch mal eine linksintellektuelle Touristenklientel an, die ständig am stänkern über Rothenburg und Dresden sind. In einer solchen Umgebung müssten die sich doch mal richtig wohlfühlen. :rolleyes:

    Welche sind eigentlich Deutschlands schönste großstädtischen/metropolischen Ensembles oder gar das schönste? Ich rede speziell von geschlossenen, historischen, urbanen Ensembles, die einem ein ähnliches Gefühl geben, wie man es von anderen großen europäischen Metropolen wie z.B. Paris, Rom, Wien, Sankt Petersburg gewohnt ist. Unter den Ensembles dürfen sich Rekonstruktionen und historisierende Gebäude befinden, es sollten sich abseits davon aber möglichst keine größeren modernen Störfaktoren befinden.

    Alles gegeben am Rathausmarkt. Selbst die Nachkriegsblöcke wirken aufgrund ihrer Materialwahl nicht störend, sondern wie bereinigte Vorkriegsbauten, was beim Rathaushörn, an der Ecke zur Mönckebergstraße, sogar der Fall ist. Der linke Block zur Alster weist sogar eine Säulen-/ Pilastergliederung auf.

    Oh ja, bitte! Noch wichtiger fände ich eine "Neuordnung" des Gebiets um den Dom mit Reko des Rosenecks, der Garküchen, der Kannengiessergasse und der Schmittstube, das wäre ein Traum der, vor allem wenn sich das Domrömer-Projekt als Erfolg erweist, wahr werden könnte. Man darf halt auch mal träumen....

    Es geht doch nicht nur darum, ob da nur Altbauten stehen, sondern auch um den Genius loci. Der Hamburger Rathausmarkt, in seiner Verbindung von schöner Architektur und Lage am Wasser und nicht zuletzt seiner Zentrumsfunktion, die er bis heute erfüllt ist ein solches schönes großstädtisches Ensemble. Seine und die Belebtheit der angrenzenden Straßenzüge ist auch ausschlaggebend für mich ihn schöner als die Linden zu finden. Ich ziehe belebte Geschäftsstraßen monumentaler Pracht vor. Die Urbanität, die die Gegend um den Rathausmarkt ausstrahlt, finde ich auf den Linden nicht, diese gehört für mich persönlich einfach zu einem schönen Ensemble dazu. Der Mannheimer Friedrichsplatz ist sicherlich auch ein solches Ensemble. Auch wenn ich auch eher eine Abneigung gegen Mannheim hege, muss ich vor dem Platz den Hut ziehen und ihn in die Reihen der schönsten Großstadtensembles einordnen.

    Es wird sicher alles gut werden.....

    Das kann man nur hoffen. Es waren schon mehr solcher Grausamkeiten angedacht, die letztendlich alle nicht kamen. Einzig die Verunstaltungskomission wird angesichts solcher "Brüche" jauchzen und frohlocken. Solch wildes durcheinander führt jeden Gedanken an "kritische Rekonstruktion" ad absurdum. So entsteht in der Tat das verhasste Disneyland. Wer kann so einen Stadtorganismus ernst nehmen? Lieber Investor, schau dir das Quartier 8 an. Da wurde die Verbindung von alt und neu bei aller gerechtfertigten Kritik an der Ausführung, bisher m.E. am besten gelöst.

    Die Schokoladenseite der Linden in Höhe des Forum Fridericianum lässt gerne vergessen, dass weite Teile der ehemaligen Avenue schnöder Nachkriegs- und Nachwendemüll sind. Wenn das wirklich das schönste großstädtische Ensemble Deutschlands darstellt, dann ist es wirklich nicht mehr weit her. Hamburg wird hier auch mal wieder völlig vergessen. Was ist mit dem Rathausmarkt, dem Junfernstieg oder der Mönckebergstraße?
    https://upload.wikimedia.org/w…Hamburg-Alsterarkaden.JPG

    Das ist genau das, wovon ich und der Zeitungsartikel schon im Februar gewarnt haben, nämlich die Perforierung des Reservats von den Rändern her. Irgend ein Argument wird sich immer find en um eine Fläche des Reservats als vorbelastet zu erklären. Jetzt wird das beliebte verkehrsbelastungsargument hervorgekramt, nächstes Mal ist es eine Schienenstrecke, die ICE Strecke Mannheim/Paris läuft auch mittendurch, oder eine der Papierfabriken und schon dürfen dort Windräder gebaut werden. Währet den Anfängen! Schon jetzt entstehen unmittelbar ausserhalb der Reservatsgrenzen Windkraftanlagen, auch im Wald, das lässt nichts Gutes erahnen für die Zukunft, denn der Druck Flächen zu finden wird wachsen. Tausend Anlagen sind ja allein noch in Rheinland- Pfalz geplant. Letzen Endes werden die Grünen wohl einen Pyrrhussieg davontragen, eine komplette öffenung von Waldflächen und Biosphärenreservaten wird es nicht geben, dazu ist der Widerstand in der Bevölkerung inzwischen auch zu groß aber man wird versuchen zu perforieren wo es geht und die ohnehin völlig verspargelten Regionen wie der Hunsrück und Rheinhessen werden noch mehr verbaut werden weil es da auf ein paar Anlagen mehr oder weniger leider auch nicht mehr ankommt.

    Es ist immer wieder das gleiche. Ich kann das Gejammer der geldgeilen Käffer über die von ihnen selbst mitinszenierte Landschaftszerstörung und die resultierende Schallbelästigung nicht mehr hören. Erst nicht das Hirn einschalten und nur Geld und heile Welt sehn und dann motzen. Die Suppe löffeln wir alle sowohl visuell als auch finanziell aus.

    Seht doch nicht schon wieder alles so negativ. Dieser Entwurf ist nichts weiter als eine erste Massenstudie, das wird sich eh noch ändern. Viel interessanter finde ich, dass die Straßenfassaden ja historisch aussehen und offenbar viele Rekonstruktionen geplant sind. Warten wir ab.