Posts by Wolfsheim_Jena

    Im Stübchen ist noch Licht, Genosse Dase schläft noch nicht... :D


    Verstehe nicht, was sollte das erklären? KPMG ist zuweilen einer meiner Sponsoren und/oder Kunden, ich arbeite nicht bei der Firma.
    Übrigens: KPMG = Klyveld, Peat, Marwick & Goerdeler (ja, die Firma hat indirekt auch Leipziger Wurzeln!)

    Ich finde das ein sehr schönes Gebäude, es hat fast etwas Sagebiel-Artiges.


    Zur Linken erkennt man übrigens einen der gelungensten Beispiele neuer Leipziger Architektur: Das KPMG-Haus in der Münzgasse von Schneider & Schumacher Architekten. Es folgt dem tortenförmigen Grundriß des Grundstücks auf den Zentimeter und bildet einen äusserst reizvollen Kontrast zur umgebenden Gründerzeit bzw. Moderne. Definitiv mein Favorit unter den zeitgenössischen Bauten in Leipzig, nicht zuletzt weil ich es arbeitshalber auch oft von innen gesehen habe.


    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra/search/options/YToyOntzOjg6ImFkdmFuY2VkIjtzOjE6IjEiO3M6MTI6InNlYXJjaHN0cmluZyI7czo5OiJt_G56Z2Fzc2UiO30/display/5307097\r
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra ... ay/5307097

    Ach schön, wie es in L.E. vorangeht. Vor allem finde ich gut, daß Spreadshirt nach Plagwitz geht. Zuviele Loftprojekte sind auch nicht gut. Man kann aus alten Fabrikhallen auch mehr machen. Wichtig ist, daß Plagwitz wieder Arbeitsplätze (jetzt der postindustriellen Sorte) erhält!


    Übrigens: Die oben abgebildete "Riemannstrasse" ist eigentlich die Härtelstrasse. Die Riemannstrasse verläuft einen Block weiter südlich.

    Quote from "uaoj36"

    Markkleeberger, sagte:



    Aber auf einen Tag werden diesen Wüsten doch jeder zuviel. Dann kommt (im tiefsten Elend) of eine Sehnzucht nach eine bessere und schönere Welt.
    Eine Wiedergeburt von ......Harmonie, Gemütlichkeit und ....der Kunst !!!
    Und dann werden die Betonwüsten allmählich langsam verschwinden.


    Du meine Güte...

    Nun, realistischer Weise muß man sehen, daß es keine Rekos geben wird. Dazu ist der Grund zu teuer, als das man dort vergleichsweise teure und ineffiziente Gebäude baut. Am ende wird es wieder auf investorenbauten mit teilweise mangelhafter gestaltung hinauslaufen.

    Nun ja, daß sich keiner dafür interessiert ist falsch, wenn ich dran denke, wie erbittert da vor 2 Jahren für die Reko der Paulinerkirche gestritten wurde. Es ist nur so, daß sich die Wogen geglättet haben. Man hat eben einen guten Kompromiß gefunden und die Leute sehen, daß halbwegs anständig gebaut wird.

    Das fände ich sehr gut, wenn man die Dachlandschaft berücksichtigen würden und den Platz so gestalten wurde, daß die Blickbeziehung zwischen Innenstadt und der Hauptfassade der Bibliothek wiederhergestellt wird. Und ich hoffe auf eine wertige, stilgemischte Bebauung.
    Ich denke, in fünf Jahren drehen sich dort die Kräne und in zehn sieht man die ersten Ergebnisse.

    Ja, eben: Vom Beklagen kommen die Bauten auch nicht wieder! Dase und aurinko haben das schon richtig verstanden, es geht doch nicht darum, daß alle einer Meinung sind.


    :lachen: Kinder, die Parodie kann ich gut vertragen, macht Euch keine Sorgen. Das tut dem Forum gut, daß endlich einige Leute auch mal eine Gegenposition offensiv vertreten. Die Architektur-Realität ist jedenfalls auf deren Seite.


    Sonst wird das hier so eine weltfremde Heiapopeia-Sosse und das wollen wir ja nicht. Im übrigen finde ich es schön wie aufmerksam Du meine Beiträge liest, Du kannst ja schon fast meine Argumentationslinie auswendig, Respekt.
    Vielleicht sollten meine behaarlichen Schreibereien doch noch was bewirkt haben?

    Quote from "rakete"

    Weltfrieden
    wer sagt denn, dass der von dir genannte ort nicht irgendwann mal mit einem ähnlichen gebäude bebaut werden wird? für diesen fall prophezeihe ich schon heute entrüstung darüber, "warum man nicht einfach die börse wieder aufbaut, die war doch so schön, und gerade an dem standort, ...". aber das nur am rande.


    was macht denn eine innenstadt lebendig? in erster linie ist es wohl der nutzungs- und damit nutzermix. auf der brache sachsenplatz entsteht ein quartier mit handel, gastronomie, wohnungen, büros und eben auch kultur. und das ganze nicht voneinander separiert, sondern über- und hintereinander oder besser: miteinander. das ist wahre stadtreparatur.


    oder anders ausgedrückt: baustile (und geschmäcker) werden sich immer wandeln. die grundlegende idee der europäischen stadt mit ihrem nutzungsmix und hang zur inszenierung ist beständig. mix und inszenierung - dieses quartier wird in seinem wesen traditioneller und damit beständiger werden, als es viele heute glauben mögen.



    Das glaube ich auch! Denn die Katharinenstrasse und das angrenzende Quartier wird eines der lebendigsten werden, immerhin liegt es mitten in der Innenstadt. Und da kommt es vor allem auf den Nutzermix an! Wichtig wäre, keine Mononutzungen zuzulassen, sondern eben Wohnen, Arbeiten und Kultur über-, unter- und nebeneinander.
    Und was den Kunstbunker angeht: um der Fortführung der Diskussion willen würde ich vorschlagen, ihn als Realität für die kommenden 50 Jahre zu akzeptieren. Er ist jetzt dort und er bleibt es auch. Stattdessen geht es jetzt darum, das Umfeld zu zu entwickeln, daß es positiv mit dem Gebäude korrespondiert. Das ist schon schwierig genug.

    Das unterstelle ich natürlich nicht! Ich bin mir sehr wohl bewußt, es mit gebildeten Diskutanten zu tun zu haben. Jedoch weicht das Gesagt eben auch bisweilen allzu stark von der Realität ab.
    Ich finde es nützt uns doch allen nichts, wenn wir hier Träumereien entwerfen, wie toll das alles sein kann und draußen machen alle was sie wollen. Deswegen darf es uns m.E. nicht irrelevant sein, was draussen ist, das finde ich eine furchtbare Äußerung.


    Es geht mir nicht darum, hier ein nicht umsetzbares Idealbild zu entwerfen, sondern eine den Umständen entsprechende Optimallösung.
    Denn vielleicht liest auch einmal ein Bauherr oder Architekt hier mit.

    Quote from "Der Herzog"

    Wolfsheim_Jena:
    Du hast absolut nichts verstanden !!!! Gar nichts! Es geht nicht darum wie es ist sondern, dass wir hier was ändern wollen.
    Studi: Von daher ist es auch irrelevant "wie es nunmal ist".
    denkt mal drüber nach.


    Nö.
    Ändern kann man vor allem dann etwas, wenn man die realen Umstände, unter denen Bauprojekte ausgeführt werden, mit in seine Überlegungen einbezieht. Diese Umstände bestimmen Nutzung, Stil, Wertigkeit und Lebensdauer eines Baues, nicht das Wunschdenken. Es sei denn, man hat Bill Gates als Bauherren.


    @ Studi: Danke
    @ Mathias: Danke


    Da zeigt sich wieder: auch auf die Gefahr hin, daß man halbtot gehauen wird, es lohnt sich immer wieder, seine Meinung offensiv zu vertreten.

    Man muß das von außen sehen: Selbstverständlich weiss man in Deutschland wo Münster und Erfurt liegen. Aber über ihre Region hinaus können sie ja nun eher weniger Impulse setzen. Jedenfalls kennt diese Städte im Ausland nahezu keiner, das hat auch nichts mit der Einwohnerzahl zu tun. Beispielsweise wohnen im Landkreis Unna fast 500.000 Menschen und niemand weiss wo das ist oder was so toll an Unna ist. Bei Berlin ist das eben anders.



    Sehr richtig. Die förderale Struktur steht Deutschland ungemein gut. Es gibt so eine große kulturelle Vielfalt und darüber hinaus einen Wettbewerb zwischen den Bundesländern, den es so in anderen Staaten nicht gibt. Auch deswegen gibt es in allen Regionen Deutschlands starke Zentren, kein Landstrich ist einfach nur "dunkel" wie etwa in Frankreich.


    Das sollte auch unbedingt bebehalten werden, die recht kleinteilige Struktur nützt uns jedenfalls mehr als sie schadet.

    Das stimmt, die unsanierten Palazzi in Venedig und Florenz haben eine Charme, dem alle verfallen. Bei uns aber ist es erst gut, wenn alles steril sauber und makellos ist.
    Die Villen sehen jetzt besser und sauberer aus als je zuvor! Oftmals waren sie ja gar nicht gestrichen, sondern nur einfach geputzt.

    Die Betonung liegt auf "hatte"!
    Im Vergleich zu anderen Bauten Leipzigs ist das Ensemble "Döringsche Häuser" einer verschwindenenden Minderheit überhaupt präsent, geschweige denn bekannt. Bürgerschaftliche Regungen der sonst so engagierten Leipziger sind mir nicht zu Ohren gekommen. Ich sehe daher keinen Sinn und keine Notwendigkeit an dieser Stelle den Aufwand einer Reko zu treiben.

    Wie soll das in angemessener Zeit finanziert werden? Mir wäre es lieber wenn man qualitätvolle, abwechslungsreiche Bauten errichtete, die sich an klassische Proportionen anlehen (Blockrandbebauung, wechselnde Fensterfluchten, wertige Materialien, unterschiedliche Dächer), um den Mangel an hochwertigen Einzelhandelsflächen in der Innenstadt zu beheben. In diesem Segment ist das Potenzial der Sanierungen bis auf wenige Projekte ausgereizt, ab jetzt heisst es neu bauen.
    Meinen Vorstellungen kommen die beiden Bauten in der Katharinenstrasse schon recht nahe. Der Eckbau zum Markt hin bedarf der Verbesserung.

    Quote from "Philon"


    Haben wir gar nicht. Wir haben uns nur die kühne Gegenposition erlaubt einem totalen Hirngespinst zu widersprechen, wo die Rede von kompletten Rekonstruktion barocker und mittelalterlicher (!!!) Architektur war. Na toll, Versatzstück-Architektur fürs romantische Gemüt. Wie nett.


    Der oben gezeigte Entwurf gefällt mir bislang nicht so sehr. Die Eckausprägung könnte wirklich markanter sein und die Dachlandschaft etwas einfallsreicher. Immerhin ist der Eckbau auch direkt vom Markt her zu sehen, und sollte ein Leitbau mit markanter Architektur sein. Wobei ich das mittlere Gebäude an der Front zur Katharinenstrasse auf den ersten Blick recht gelungen finde.


    Mir wäre es am liebstn, es einen abwechslungsreichen Stilmix aus verschiedenen Gebäuden um den Kunstbunker herum gäbe. Durch unterschiedliche Dachlandschaften und Fensterfluchten wäre mehr Abwechslung schon gut.


    Im übrigen: man sollte auf bessere Visualisierungen warten, das hier taugt noch nicht zum stilistischen Diskurs. Schön ist es aber, daß es dort endlich vorwärtsgeht, wer weiß vielleicht haben wir schon in drei Jahren eine neue Katharinenstrasse, das wäre zu wünschen!