Posts by nel bosco

    Äh, Nein? Also ich persönlich würde schon lieber im gestreckten Dachgeschoss einer Rekonstruktion wohnen als in einem Füllbau. Außerdem ist das Dach nicht so entsetzlich wichtig, immerhin ist es ein Mansartdach, womit mE dem Rekonstruktionsanspruch genüge getan ist. Sicher ist das Dach des Originals ein bisschen eingesunken, aber wenn man ein Haus neu baut, dann kann es nicht aussehen als wäre es schon 400 Jahre alt, das geht nicht. Schon allein deshalb, weil man mehr oder minder Baumängel und -schäden rekonstruieren würde, und das widerspricht doch wohl dem Ethos des Baugeschäfts(falls die sich in irgendeiner Form ethisch verhalten :))

    Überdimensioniert würde ich die Auffahrten zur Schanzlbrücke zwar nicht nennen, wenn man sich das Verkehrsaufkommen in der Gegend anschaut (nahezu der gesamte Verkehr vom Wald zur Autobahn/nach Österreich läuft über diese Kreuzung), allerdings gäbe es durchaus bessere Möglichkeiten, das Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen, zum Beispiel einen Ausbau des ÖPNV, sowie die Nordtangente, die ihrerseits jedoch auch suboptimal ist, da sie die Landschaft des Unteren Bayerischen Waldes grob durchschneiden würde. Meines Erachtens braucht Passau Seilbahnen, die die Wohnviertel auf den Hügeln mit dem Stadtzentrum im Tal verbinden. Eine Stadtbahnlinie auf den alten Gleisen der Hauzenbergerbahn brächte kaum eine Entlastung, da diese Bahnstrecken leider im Tal liegen, während die Leute am Berg leben.
    Zum Hochwasser kann ich nur sagen, dass die Passauer wissen, womit sie rechnen müssen, und sich auch recht gut darauf eingestellt haben, auch wenn das heurige natürlich Rekordausmaße annahm. Es fehlen leider oberhalb von Passau Retentionsflächen an Inn und Donau (durch Zersiedlung und übertriebene Landwirtschaft), die Ilz trägt eigentlich kaum zum Hochwasser bei.

    doch, schon schön
    San Gimignano ist schön, schon aus Prinzip,genau wie fast alle italienischen Städte, und die Toscana(eigentlich ganz Italien) ist schon mindestens seit Goethe die "Modegegend", nicht erst seit ein paar Jahren. Der Schwarzwald und das Elsass mögen zwar ihre Qualitäten haben, kommen aber definitiv nicht an die Grandezza hin, die San Gimignano innewohnt. Demnächst behauptest du noch, Essen sei schöner als Trieste... :lachentuerkis:

    Ich erinnere mich gerade an einen Kommentar meines Kunstlehrers als es in Q12/I um laut Lehrplan "aktuelle Strömungen der Gegenwartsarchitektur seit der Moderne"(oder so ähnlich) ging: "Also des is as Militärhistorische Museum in Dresden, do hod da Libeskind an Keil eineghaut. Naja wem's gfoid"

    Ich könnte mir vorstellen, dass man mit der nicht-klassischen Ausführung die unumgänglich scheinenden Vorwürfe aus einer gewissen Richtung vermeiden will. Richard Wagner kann ja selber kaum was dafür aber er wird halt oft mit dem 12-jährigen Reich in Verbindung gebracht, und da will man wohl keine heroische Statue von ihm aufstellen, zumal er wahrscheinlich eh nie ein wirklicher Held gewesen ist.

    Fachwerk in Regensburg wäre optisch genauso schlimm wie ein Klinkerbau in der Passauer Innenstadt... Das passt einfach nicht, denn Regensburg ist eine bayerische Stadt und bayerische Städte sind eben durch Steinhäuser geprägt, da diese eben hochwertiger aussehen. Da ist es ganz klar, dass man sich für eine Fachwerkfassade schämt :wink:

    Noch eine Frage zu den Gründerzeitquartieren: Sollen sie aus durchgängiger Blockrandbebauung oder aus freistehenden "Mehretagenmietvillen" bestehen?
    Brauereien finde ich übrigens eine sehr gute Idee, auch wenn ich normalerweise Wein bevorzuge.


    Nur ein kleiner Vorschlag zur Ufergestaltung :smile:
    Allerdings weiß ich nicht ob es wirklich nötig ist, aus der Stadt eine schmutzige Industriestadt zu machen... Als "Landeshauptstadt" sollte sie ja doch eher von Handel, Verwaltung, Leichtindustrie und ähnlichem leben, wenn ihr meinen Gedankengang nachvollziehe könnt, denn welcher Landesherr hätte sich wohl gerne eine Stahlfabrik vor sein Schloss setzen lassen


    Zu den Altstadtgassen: Ich finde, dass die Hauptgassen schon höher als einstöckig bebaut werden sollten, da sonst kaum Urbanität aufkommt

    @DWF: Es wird sicher keine Ruhrpott-Industriestadt :biggrin:
    Ich finde übrigens, dass eine Straßenbahn vollkommen ausreichend ist, da Städte wie die hier geplante um 1900 noch nicht so weit ausgedehnt waren, dass eine S-Bahn notwendig gewesen wäre. Gartenstadt finde ich problematisch, da sie der Vorläufer des Suburban Sprawl war...
    Man sollte übrigens den Individualverkehr nicht komplett aus der Innenstadt verbannen, denn schöne Autos schauen vor tollen Häusern halt einfach so gut aus *schwärm*