Posts by MAK

    Die Otto-Gildemeister-Straße. Keine Sorge, das ist jetzt schon die vorletzte Straße, die ich hier zeige. Ich komme mir selber langsam bisschen irre vor mit der Bilderflut, so klar im Kopf bin ich noch. (vielleicht hätte ich nur Vorschauen anzeigen sollen, aber ich bleibe jetzt meiner Linie treu)


    Möchte man nun zur nächsten nördlicheren Parallelstraße, muss man einmal um die Parkalle herum:


    Anstatt des Neubaus stand hier früher eine sehr schöne Villa, allerdings vor meiner Zeit.

    Weiter mit der Altmann-Straße. Ich glaube, ich hatte schon ein paar Bilder zu dieser Straße gepostet, aber ich war tatsächlich an zwei verschiedenen Tagen dort. Man sehe es mir nach, wenn ich mich da wiederhole, die Straße hat aber die Aufmerksamkeit verdient. Die Straßen in der gegend sind immer sehr geschlossen, es finden sich kaum Bausünden.


    Dieser verdammte Sensorfleck macht mich aber gerade wirklich fertig.


    Es sind mal wieder ein paar Monate um, da kann ich in gewohnter Regelmäßigkeit mal weitermachen. Ein paar Bilder aus dem Bürgerparkviertel habe ich noch auf Platte - unter anderem von der Hermann-Allmers-Straße, einer meiner Lieblingsstraßenzüge.


    Fangen wir an mit der Parkalle und zwar gleich mit einem ziemlich üblen Vertreter, ich nenne es immer das Palais Plastique. Ich weiß nicht, was sich der Bauherr dabei gedacht hat...



    Weiter Richtung Norden sieht es dann folgendermaßen aus (ich habe den Sensorfleck leider übersehen und bin nun zu faul, den extra für den Upload zu rauszushoppen, bitte um Nachsehen...):


    Erst einmal ein paar sehr hübsche Gründerzeitler:



    Dann noch zwei Neubauten im mittlerweile bekannten Stil. Diese wurden meiner Kenntnis nach anstelle von einstöckigen Nachkriegs-Backsteinbauten errichtet, bin mir da aber nicht sicher. Mit dem zweiten Vertreter kann man sich ja noch einigermaßen arrangieren (meine persönliche Meinung - der gute Herr findorffer sucht in der Schublade wahrscheinlich gerade nach einem Messer):


    Die zur Allee gerichtete Frontseite von dem oberen Haus ist übrigens nicht die Seite mit dieser Art angedeutetem Risalit. Es steht tatsächlich mit der Seite zur Straße. Es ist ein wenig kurios...


    Ich finde es ok, Schulnote: 3. Ich mag leider diese französischen Balkone nicht (heutzutage sind das ja nur ein paar Gitter, die vor bodentiefe Fenster gezogen werden) und die Flachdächer sind in der Tat ein Manko. Die kriegen ein Kieselbett oder ein paar Sukkulenten und das war es dann sogar schon mit der Nutzung - wenn man wenigstens was draus machen würde!


    Zumindest wird aber ein passender Klinker verwendet und die Fassade ist nicht bar jeglichen Gestaltungswillens - es sind ein paar Vertiefungen an den Fenstern erkennbar sowie ein horizontaler Fries. Die Architekten können das ja, wenn sie wollen, siehe etwa das Gebäude der Bremer Landesbank, dessen Fassade eine gewisse Tiefe hat. Davon wünsche ich mir einfach mehr, dann kann ich auch mit moderner Architektur leben.

    Der genaue Trassenverlauf war mir tatsächlich nicht bekannt, dabei kenne ich die Gegend sehr gut. Danke für die Aufklärung! Was für ein Irrsinn das alles war.


    Bei dem giebelständigen Gebäude am Körnerwall hatte ich immer gedacht, dass es sich um eine Bombenlücke handle. Mir war nicht bewusst, dass die Trassenplanung zum Abriss führte. Ich finde den Neubau übrigens sehr gelungen, er fügt sich wunderbar ein. Vielleicht könnte man aus diesen unheilvollen Parkplätzen, die als Folge der Trassenplanung entstanden, ebenfalls wieder etwas Gescheites machen (ohne ein unterirdisches Parkhaus ist das aber auch nicht machbar fürchte ich).

    Wo wir gerade beim Thema sind: Es gibt ja einen Dokumentarfilm von Konstanze Radziwill (wahrscheinlich die Tochter des berühmten Malers?) zu dem Thema namens "Trassenkampf". Ich wollte den immer mal sehen, aber er ist schwer zu bekommen. Hat jemand hier diesen zufällig?

    Es ist schade um das Gebäude; mich stören auch diese an zentraler Stelle errichteten Parkplätze der BREPARK. Kiesschotter weit und breit, WTF. Da hätte man einen wunderbaren öffentlichen Platz draus machen können, der von Ost und West von Altbauten eingeschlossen wäre. Schade drum. Glücklicherweise bleiben aber viele Altbauten des Reals anscheinend erhalten und werden dann hoffentlich nur durch belanglose Bauten ergänzt.


    Ich muss aber hier Dinge richtig stellen. Es handelt sich oben nicht um den OP-Trakt des Augenklinikums. Ich bin mir recht sicher, dass es das frühere Pockenhaus ist (um 1900). Die Visualisierung mit den Neubauten kann zudem nicht dieses Gebiet zeigen, denn der Altbau in der Mitte ist meines Erachtens (das erkennt man am Giebel und den Rundbögenfenstern) das Ehemalige Mädchenheim, in dem heute der Betriebsrat ist. Dieses Gebiet ist zwei Straßen weiter nördlich, ergo haben auch die Neubauten nichts mit dem Pockenhaus zu tun.


    Du warst doch auf der Webseite und hast dort die Visualisierung gefunden. Auf der gleichen Seite findet man einigermaßen brauchbares Material, u.a. auch diese Übersicht: https://neues-hulsberg.de/wp-c…sgebaeude-Steckbriefe.pdf

    Auch wenn ich dem Vorhaben kritisch gegenüberstehe, vor allem wegen der von Dir zu recht kritisierten banalen Neubauvorhaben, so bin ich angesichts des vorherrschenden Zeitgeists in der Architektur (siehe zum Beispiel das aktuelle Geschehen in Hamburg: Abriss von Gründerzeitlern in der Zeughausstraße und Johannisbollwerk) der Meinung, dass wir in Bezug auf dieses Areal - sofern die Nachnutzungsempfehlungen von 2012 eingehalten werden - noch mit einem "blauen Auge" davongekommen sind, denn es werden vor allem die scheußlichen Nachkriegsbauten beseitigt.

    Was mich immer wieder an dieser Architektur in den Schwachhauser Seitenstraßen so fasziniert, ist die Fähigkeit der Architekten damals, eine ganze Straße beidseitig im gleichen Stil zu entwerfen, aber jedes Haus ist anders gestaltet. Dieses Talent haben die heutigen Architekten nicht mehr. Wären sie vor die gleiche Aufgabe gestellt, sie würden grandios scheitern. Hinzu kommt, dass bei der gegenwärtig dominierenden "Architektursprache" sowieso kaum Möglichkeiten bestehen, eine so abwechslungsreiche, vielfältige und auf Schönheit ausgerichtete Straße zu entwerfen.

    Ja, den Gedanken habe ich jedes Mal. Nur ganz selten gibt es mal ein paar Brüche - wie in der Altmannstraße, ich zeige später mal was ich meine - aber solche Gebäude fügen sich dann zumindest doch in Traufhöhe etc. noch ein.

    Was mich immer wieder an dieser Architektur in den Schwachhauser Seitenstraßen so fasziniert, ist die Fähigkeit der Architekten damals, eine ganze Straße beidseitig im gleichen Stil zu entwerfen, aber jedes Haus ist anders gestaltet. Dieses Talent haben die heutigen Architekten nicht mehr. Wären sie vor die gleiche Aufgabe gestellt, sie würden grandios scheitern. Hinzu kommt, dass bei der gegenwärtig dominierenden "Architektursprache" sowieso kaum Möglichkeiten bestehen, eine so abwechslungsreiche, vielfältige und auf Schönheit ausgerichtete Straße zu entwerfen.

    Ja, den Gedanken habe ich jedes Mal. Nur ganz selten gibt es mal ein paar Brüche - wie in der Altmannstraße, ich zeige später mal was ich meine - aber solche Gebäude fügen sich dann zumindest doch in Traufhöhe etc. noch ein.


    An der Ecke zur Parkallee wurde dann dieses Ungetüm eingefügt:



    "In den nächsten Tagen" mache ich weiter mit einem Spaziergang entlang der Parkalle (Licht und Schatten) und gehe dann noch einmal durch weitere Seitenstraßen im Bürgerparkviertel, die ich am folgenden Tag - weil das Licht einfach grandios war - ebenfalls abgegangen bin.