Posts by BautzenFan

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Es gibt von dem Wendischen Haus noch gegenständliche Reste, wenn auch – verständlicherweise – in minimalem Umfang.


    Rest 1

    Da wären zunächst die Keller zu nennen. Ich gehe davon aus, dass man die Ruine nach dem Krieg in der damals schon allein aus wirtschaftlichen Gründen üblichen Weise abgetragen hat, soll heißen nur bis zur Rasenkante. Die Keller wurden nur zugeschüttet (wie wir das vom Dresdner Neumarkt kennen). Die Fläche des Wendischen Hauses war nach dem Krieg nie wieder bebaut worden.


    Rest 2

    Das folgende historische Foto zeigt die Ecke des Wendischen Hauses an der Kreuzung Lauengraben / Äußere Lauenstraße. Hier hatte im Erdgeschoss die Wendische Volksbank ihr Domizil:

    https://www.sorabicon.de/wp-co…endische-Volksbank_06.jpg

    Ganz rechts im Bild sieht man nebeneinander laufend zwei ältere Frauen, eine mit Krückstock. Man beachte mal den Wandpfeiler, den sie teilweise verdecken. Dieser wurde beim Abriss der Ruine als Sicherungsstütze für das Nachbarhaus stehen gelassen. Hier die aktuelle Situation (der bräunliche Pfeiler links neben dem Fahrrad):

    Klick


    Rest 3

    Wenn ich die Bildunterschrift des nächsten Fotos richtig interpretiere, existieren eventuell sogar Spolien des Gebäudes. Es handelt sich um ein im Sorbischen Museum ausgestelltes Werk der Künstlerin Susanne Krell.

    Wendisches Haus

    Collage, Photoprint hinter Acrylglas, vor erhaltenen Artefakten

    https://susanne-krell.de/vintage/data/htmls/video29-3.html

    Das muss ich mir unbedingt mal vor Ort anschauen (wenn die Museen wieder geöffnet sind).

    Ganz so optimal stellt sich der Sachverhalt (nach ganz aktuellem Recherchestand) leider doch nicht dar. Die Erstmeldung über den geplanten Bau eines sorbischen Wissenszentrums am so genannten Lauenareal erfolgte durch eine gemeinsame Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, des Landkreises Bautzen und der Stiftung für das Sorbische Volk. Dort hieß es wörtlich:

    Quote

    Geplant ist, auf dem sogenannten »Lauenareal« in Bautzen, einer zentral gelegenen Brachfläche, einen Neubau zu errichten, in den insbesondere das Sorbische Institut e. V. mit Sorbischem Kulturarchiv und Sorbischer Zentralbibliothek sowie das Sorbische Museum des Landkreises Bautzen integriert werden sollen.

    Quelle: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/243686

    BRACHE und NEUBAU am LAUENAREAL – das hieß für mich eindeutig, es geht um die (übrigens sehr große) Brachfläche des ehemaligen Wendischen Hauses. Der Bitte, hier aktiv zu werden, kam der Verein Stadtbild Deutschland umgehend nach, aber die Infos die ich zunächst mitliefern konnte, waren noch unpräzise.


    Zum Verständnis für Nichtortskundige muss ich an dieser Stelle den Begriff *Lauenareal* erklären. Damit ist das riesige Areal Lauengraben ab und incl. Nr. 8 (mit der Brache Wendisches Haus), die Häuser an der Äußeren Lauenstraße bis zur Goschwitzstraße und die Häuser auf der Goschwitzstraße bis einschließlich Goschwitzstraße 9. Letzteres ist der Standort des denkmalgeschützten Hauses *Alte Posthalterei*. Vor einigen Jahren gab es Planungen (schon weit fortgeschritten bis zum Architekturwettbewerb), alle dort stehenden Häuser (alle historisch) abzureißen (auch die Posthalterei) und ein monströses Einkaufszentrum zu bauen. Dazu kam es glücklicherweise nicht, weil der Investor (Investgesellschaft Säurich & Sassenscheidt) abgesprungen ist (zuviel Widerstand).


    Die folgende Grafik zeigt die Eigentumsverhältnisse: Klick


    Die Grundstücksfläche des ehemaligen *Wendischen Hauses* entspricht in der Grafik der rot kolorierten Fläche, die immer noch der Investgesellschaft Säurich & Sassenscheidt gehört.


    Nach (wie gesagt ganz aktuellen) Recherchen ist geplant, das Gebäude *Alte Posthalterei* für das Sorbische Wissensforum zu restaurieren. Weil hier aber etliche Institutionen untergebracht werden sollen, reicht die Posthalterei allein nicht aus. Man will (dafür hat die Stiftung wohl ein Vorkaufsrecht) die Fläche bis zum Lauengraben erweitern, incl. Lauengraben Nr. 8. Letzteres Gebäude (ein ehemaliges Wohnhaus) wurde für das ehemals geplante Einkaufszentrum freigelenkt – die Mieter mussten raus. Das Haus steht immer noch leer.

    Nach jetzigem Planungsstand soll die Fläche des ehemaligen Wendischen Hauses NICHT in das Bauvorhaben *Sorbisches Wissensforum* einbezogen werden.


    So wie sich die Sache jetzt darstellt, hätte man in der Pressemitteilung also besser die Formulierung „Restaurierung historischer Gebäude mit einem Neubau dazwischen (dieser auf der Hoffläche“.

    Aber aufgeben muss man die Sache noch nicht.


    Alte Posthalterei, Goschwitzstraße Nr. 9


    Alte Posthalterei, Hofseite


    youtube Video mit Visualisierungen (37 sek): https://www.youtube.com/watch?v=Xm91VJyU628

    Quote from Mantikor

    [Bezogen auf den Bereich mit und neben den ehemaligen Zentrums-Garagen]

    Töpferstraße - das ist ein riesiges Baugrundstück!

    So untertitelte Mantikor einige seiner Fotos, die er im August 2020 gepostet hatte. Dazu muss man wissen, dass auf der Töpferstraße sukzessive eine riesige Baubrache entstanden ist. Die Fläche umfasst die Grundstücke Nr. 29 (dies die eingestürzten Zentrum-Garagen) bis Nr. 35.


    Nr. 29 vor dem Einsturz




    Nr. 29, Aktueller Zustand






    Die beiden Gebäude Nr. 31 und 33 wurden im September 2006 abgerissen, vermutlich zur Gefahrenabwendung nach sehr langem Leerstand. Hier ein Foto von der Nr. 31, aufgenommen 1997: Klick


    Zur Nr. 35

    Das Gebäude wurde im März 2020 abgerissen (trotz Bürgerprotesten). Hier befand sich vor der Wende das Gebäude der „Nowa Doba“, eine sorbische Tageszeitung. Der Link öffnet eine Aufnahme von 1991: Klick


    Später etablierte sich in dem Haus eine Druckerei namens „Lausitzer Druckhaus“. Die Firma ging 2017 pleite, anschließend stand das Gebäude zum Verkauf und wurde im Sommer 2019 von dem jetzigen Investor erworben.

    Über den Abriss berichtete die Sächsische Zeitung am 11. März 2020:

    Quote from Sächsische Zeitung

    Übrig geblieben sind nur Haufen von Bauschutt. Der Abriss hatte in der Stadt für Diskussionen gesorgt, unter anderem weil sich auf dem Grundstück bis 1938 ein jüdischer Gebetsraum befand. Einige sehen die Erinnerung daran nun getilgt. Das Gebäude stand aber nicht unter Denkmalschutz – wegen des „hohen baulichen Veränderungsgrades“, wie das Landesamt für Denkmalpflege feststellte.

    Zur Bedeutung ist anzumerken, dass Bautzen keine Synagoge hatte, vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten wohnten nur etwa 100 Juden in der Stadt. Dieser Gebetsraum war also ihre wichtigste religiöse Stätte und sicher auch kultureller Treffpunkt.


    In einem weiteren SäZ-Artikel war zu lesen, dass im Inneren nichts mehr an diese einstige Nutzung erinnerte. Kein Wunder, denn das Haus war 1938 „arisiert“ worden, dabei wurden sicher alle Spuren an die einstigen jüdischen Bewohner und Nutzer getilgt.


    Haus Nr. 35 unmittelbar nach Beginn der Abrissarbeiten (die Fenster sind schon entfernt): Klick


    Vor einigen Wochen sind nun die Baumaschinen angerückt, ein Kran wurde aufgestellt:


    Und das hier wird gebaut:


    Quote

    Zwei Gebäude sollen entstehen; eins im vorderen Bereich und eine sogenannte Wohnvilla im hinteren Bereich. Weil ein Wohnquartier aber mehr ausmacht als bloß der Wohnraum, soll dazwischen ein Park mit Springbrunnen angelegt werden, und auch ein Café ist vorgesehen, damit sich die Anwohner treffen können. Das denkmalgeschützte Teehaus am Rand des Grundstücks soll nicht nur erhalten bleiben. Das Ziel von Ronny Zetsch ist es, das Gebäude bewirtschaften zu lassen – erst einmal liegt die Baustelle aber woanders.


    Quelle: Sächsische Zeitung, Druckausgabe vom 4. Dezember 2020


    Zum genannten „Teehaus“

    Offizielle Denkmalcharakteristik

    Gartenhaus; architekturgeschichtlich wichtiges Zeugnis, hoher Authentizitätsgrad, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung

    Datierung: um 1770


    Ansicht von der Gartenseite: Klick


    Ansicht von der Rückseite:

    Von Dr. Bernd Gross - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38500453


    Die Grundstücksgrenze wird in dem betreffenden Bereich von der hier erhaltenen äußeren Stadtmauer gebildet.

    Nachfolgend ein aktuelles Baustellen-update von diversen Projekten.


    Burglehn Nr. 15

    Über die Fertigstellung wurde zwar schon vor einiger Zeit berichtet, aber der Vorher-Nachher-Vergleich ist doch sehr für weitere Bilder geeignet:






    Eckhaus Kurt-Pchalek-Straße / Tuchmacherstraße

    Die Sanierung ist auf der Zielgeraden – die Baugerüste sind gefallen:








    Für 2 andere Objekte gibt es ebenfalls Neuigkeiten zu vermelden: Innere Lauenstraße Nr. 8 und 10 und für die Zentrum-Garagen Töpferstraße. Das folgt dann in Teil 2.

    Kleines Baustellen-update zum Sanierungsobjekt Hellhaus(Moritzburger Forst)


    Zunächst zur Erinnerung hier nochmal der Ausgangszustand:


    Von Bürger-falk - Bürger-falk, Copyrighted free use, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33502444


    Zum Vergleich ein Vorkriegsfoto:

    https://fotothek.slub-dresden.…_hauptkatalog_0110213.jpg


    Am 24. September meldete die Firma Natursteinwerk Bischofswerda auf ihrer FB-Seite::

    Quote

    Unsere Baustelle, Restaurierung Hellhaus Moritzburg, geht voran. Die abgebauten und restaurierten Gesimssteine sind wieder verbaut. Der Zimmermann kann kommen und den Dachstuhl setzen, denn der Winter kommt bestimmt. Die neuen Sandsteinteile wurden von der Firma Schubert gefertigt – eine sehr gute Arbeit.

    In vielleicht einem Jahr sollten wir dann fertig sein.

    Aus dem gleichen FB-Beitrag folgende Fotos: Klick


    Am 14.10. brachte die SäZ einen Artikel über die Zimmererarbeiten (leider hinter Bezahlschranke, ich vermute Anlass war das Richtfest). Aus dem genannten Artikel konnte ich aber 2 Fotos verlinken:

    Foto 1

    Foto 2

    Quote from Resurrectus

    ...ich bin davon augegangen, dass die meinsten Stukkaturen vernichtet worden sind und nur 1-2 Teile aufbewahrt worden sind.

    Aus einer Broschüre des SIB von 2016 über die Baumaßnahmen im Zwinger:

    Quote from SIB

    Eine große Herausforderung stellt der einst reichste und wichtigste Saal des Zwingergartens – der Marmorsaal im Obergeschoss des Französischen Pavillons – dar. Von diesem Raum blieben eine Vielzahl hochkarätiger Fragmente in Form von Pilastersockeln, Gesimsfragmenten und Brüstungsintarsien erhalten. Eine Probeachse zur Auslotung aller Möglichkeiten für eine Rekonstruktion wurde bereits Ende der 1980er Jahre angelegt. Eine weitere Vertiefung ist notwendig.

    Quelle: https://www.sib.sachsen.de/dow…n_I_Zwinger_Dresden_1.pdf

    Ende Juni 2020 wurde hier eine neue Ausschreibung des SIB gemeldet, wie folgt betitelt:

    Dresdner Zwinger, Marmorsaal, Rekonstruktiver Ausbau, Objektplanung Gebäude und Innenräume

    Der Zuschlag (ganz aktuelle Meldung) ging an das Architekturbüro Rainer Henke aus Dresden (bereits mehrere Referenzprojekte im Zwinger und übrigens auch mit der Planung der Innenraumrekonstruktion der Gewehrgalerie beauftragt).


    Zur gedanklichen Auffrischung einige wesentliche Zitate aus der Projektbeschreibung (ist nicht mehr aufrufbar, da die Ausschreibung abgeschlossen ist):

    Quote from SIB

    Die Zielstellung umfasst die Rekonstruktion und Restaurierung der barocken Raumfassung, mit deren Ausgestaltung repräsentative Zwecke im Zusammenhang mit der Hochzeit des Kronprinzen 1719 verfolgt wurden. Die Präsentation des handwerklichen Vermögens der sächsischen Handwerker und die Demonstration verschiedener Marmorarten charakterisieren das architektonische Konzept. Die Deckengemälde runden den oberen Abschluss des Raumes ab und lassen die Verbindung Raumarchitektur und Malerei zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.

    […]

    Für die Rekonstruktion der Natursteinbekleidung und Stuckierung der Pfeiler und Wandflächen ergibt sich die planerische Schwierigkeit, dass die rekonstruierbaren Raummaße vom heutigen Rohbauzustand abweichen. Die infolge der Zerstörung entstandenen Deformierungen in Neigung und die unterschiedlichen Höhen der Wandverläufe weichen teilweise von dem ursprünglichen Zustand ab, sodass es hier maßliche Vermittlungen oder gut abgewogene und vertretbare Kompromisse geben muss.

    Eine besondere Herausforderung bei der Rekonstruktion wird in der künftigen Auswahl von Natursteinen gesehen, deren ursprüngliche Brüche nicht mehr verfügbar sind. Der Ersatz muss in der Erscheinung des Materials dem Anspruch einer authentischen Rekonstruktion gerecht werden.

    Eine weitere denkmalpflegerische Zielstellung ist die Rekonstruktion der Deckenmalereien. Hier wird es zwar Schnittstellen und Verflechtungen zur hier ausgelobten Planungsleistung geben, der Prozess und deren Betreuung ist nicht Gegenstand dieses Vertrages.

    Die in der Ausschreibung genannten Termine:

    Projektstart: voraussichtlich November 2020

    Gesamtfertigstellung (LP 8 gemäß HOAI, d.h. diese Angabe bezieht sich auf die Fertigstellung des Saales): voraussichtlich IV. Quartal 2024


    Ein Teil des Saales in einem historischer Kupferstich, erstellt 1719 anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten:

    https://fotothek.slub-dresden.…_hauptkatalog_0250257.jpg


    Man beachte mal den rechten Teil des Deckengemäldes, dargestellt sind Genien mit Blumenkränzen. Im folgenden Bild sieht man die zugehörige Originalansicht (dokumentiert im Farbdiaarchiv 1943/44):


    Von Fehling - Fotothek, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14586060


    Und noch 2 Nachkriegsansichten des Saales.

    Zustand 1957

    Zustand 1960

    Die vielen, 1957 noch vorhandenen Stuckfragmente wurden abgenommen und und mit Hoffnung auf eine spätere Vollreko eingelagert.

    Fördermittel (egal ob von Bund, Land oder Kommune) werden meines Wissens immer als Kofinanzierung ausgereicht. Soll heißen, der jeweilige Bauherr muss einen Eigenbeitrag zusteuern. Im Falle des Residenzschlosses hat der Bund schon mehrfach größere Beträge spendiert. Dabei hat sich der Freistaat Sachsen bislang immer mit einem Anteil in analoger Größenordnung beteiligt. Die Gesamtsumme, die demnächst bis 2022 für die Schlosskapelle zur Verfügung steht, dürfte folglich wesentlich größer sein als 3,75 Mio Euro. Da sollte doch einiges realisierbar sein.


    Zieltermin für die Arbeiten könnte Ende 2022 sein; am 6. November 2022 jährt sich zum 350. Mal der Todestag von Heinrich Schütz (1585–1672). Aus diesem Anlass wurde ja 2022 als Schütz-Jubiläumsjahr deklariert.

    Ende November meldeten mehrere (seriöse) Quellen folgende frohe Botschaft:

    Damit ist freilich noch nicht verraten worden, WIE der weitere Ausbau erfolgen wird. Aber meiner Meinung nach ist mit gewisser Wahrscheinlichkeit keine moderne Version zu erwarten, quasi als „Zitat“ der Renaissancefassung. Dazu nochmals die Formulierung aus einem Artikel der sächsischen Denkmalpflege (wohl von Glaser):

    Quote

    Die Schlosskapelle war zunächst aus denkmalpflegerischer Sicht nur als Raumvolumen wiederherzustellen beabsichtigt. Die Forderung der Musikwelt nach einem Kammermusiksaal, den räumlichen und akustischen Bedingungen, unter denen Heinrich Schütz einen wesentlichen Teil seines geistigen Werkes aufgeführt hat, führten zu dem Versuch, die Kapelle als Innenraum von 1556 wiedererstehen zu lassen. Im Sinne eines Abbildes wird dies, gestützt auf drei Aufmassgrundrisse kurz vor dem Abbruch 1737, zwei historische Innenraumdarstellungen, das große Schlossmodell (Anm.: dies ein historisches Modell) und wenige archäologische Anhaltspunkte bis auf die Gewölbe annähernd gelingen. Die Gewölbe sind wahrscheinlich nur als Analogien möglich.


    Quelle: Denkmalpflegerische Aspekte bei der Sicherung des Dresdner Schlosses, abgedruckt in: Mitteilungen des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, Sonderheft 1997

    (offenbar ein Nachdruck, der Artikel muss schon in den 1980er Jahren geschrieben worden sein)

    Das Schlingrippengewölbe (gemäß dem obigen Artikel am schlechtesten dokumentiert) ist nun aber historisch rekonstruiert worden. Es wäre doch mehr als unlogisch, wenn man den weiteren Ausbau jetzt in moderner Gestaltung vornimmt.


    Noch einige Anmerkungen zu 2 wesentlichen Einrichtungselementen, die wiederkommen könnten.

    Quote

    In den Kellern des Landesamtes für Denkmalschutz liegt auch der Altar. Die Bürgerstiftung hatte im Zusammenhang mit dem Bau der Busmannkapelle nach den Teilen gefahndet. So kann auch der Altar fast vollständig wieder in die Schlosskapelle eingebaut werden.


    Quelle: https://www.heinrich-schuetz.e…ktion-schlosskapelle.html


    Der Altar wird m.E. wohl wieder an seinem originalen Standort aufgestellt werden. Sehr spannend bleibt demgegenüber die Frage, wie man es mit der Fritzsche-Orgel halten wird. Deren Rekonstruktion war schon mal fast auf den Weg gebracht worden.

    Am 22.12.1998 berichtete die Sächsische Zeitung:

    Quote

    Schloßkapelle erhält Renaissance-Orgel

    Von Ingrid Roßki


    Die Verehrer Alter Musik haben allen Grund zur Freude. Ihr Wunsch nach einer Schütz-Gedenkstätte in der evangelischen Schloßkapelle wird sich erfüllen. In der einstigen Wirkungsstätte von Heinrich Schütz soll auch die Gottfried-Fritzsche-Orgel von 1612 wieder erklingen. "Für ihren Nachbau gibt es bereits einen privaten Sponsor", sagte Hartmut Häckel, Pressesprecher im Ministerium für Wissenschaft und Kunst. "Zunächst nutzt das Staatsschauspiel ab Januar den Raum anstelle des Kleinen Hauses für vier bis fünf Jahre. Danach entsteht die Schütz-Kapelle wieder mit der Fritzsche-Orgel." Bereits 1991 übergab die Kammermusik der Staatskapelle Dresden eine Spende für den Bau des Instrumentes.

    Ich habe noch ein paar interessante Informationen zum kürzlich aufgestellten Wandbrunnen an der Ostfassade des Großen Schlosshofs gefunden. Das nachstehende Zitat stammt von der HP des mit dem Projekt beauftragten Büros (Harms + Schubert Freie Architekten, Dresden):

    Quote

    Der Sandsteintrog wurde im Jahr 1786 aus einem Stück (Monolith) gefertigt. Bei den Bombenangriffen auf Dresden 1945 war der Brunnen in großen Teilen erhalten geblieben, verfiel jedoch in den darauffolgenden Jahren zusehends. Mit Beginn des Wiederaufbaus des Schlosses in den 1980-er Jahren wurde er abgebaut und die Speierplatte geborgen und eingelagert. Da der Brunnentrog offensichtlich zu schwer für den Abtransport war, wurde dieser nach mündlicher Überlieferung im Hof vergraben und erst in jüngerer Vergangenheit wieder aus dem Erdreich geborgen. Dabei brach nahezu die komplette Vorderfront heraus. Die Umsetzung des Brunnentroges an seinen ursprünglichen Standort erfolgte im Jahr 2019 und bedeutete bei einem Gewicht von 12 Tonnen eine enorme Leistung.

    […]

    Um den Wandbrunnen wieder voll funktionsfähig zu machen, wird der Trog eine Bleiauskleidung und eine Gitterrostabdeckung erhalten.


    „Dabei brach nahezu die komplette Vorderfront heraus“

    Rätsel gelöst - ich hatte mich immer gefragt, wie es zu diesen Abbrüchen an der Vorderseite des Brunnens gekommen war. Die Bombennacht hatte der Trog nämlich weitgehend „in einem Stück“ überstanden:

    unmittelbarer Nachkriegszustand

    Zustand Juni 1957

    (Foto unbedingt vergrö0ern, Brunnen ist rechts im Bild)


    Und hier der gesamte Text (plus 2 Fotos): Klick



    Und noch einige Fotos vom Altan:

    Foto 1

    Foto 2

    Foto 3

    Foto 4

    ^

    Hier zum Vergleich ein Foto vom Sommer 2009 (MIT dem Fenstergitter unter der Brücke):  Klick


    Das betreffende Gitter war aber (wohl bis vor kurzem) für einige Zeit ausgebaut, weil es restauriert worden ist. Die betreffenden Arbeiten laufen aktuell und umfassen folgende Maßnahmen (Gastronomiebereich im Nordostflügel, dort Keller- und EG-Fenster):

    - 2 St. Neukonstruktionen von schmiedeeisernen Fenstergittern nach historischem Vorbild;

    - 13 St. Instandsetzung historischer schmiedeeiserner Fenstergitter


    Zustand im Sommer 2013 (einige Fenstergitter sind ausgebaut):


    Von Fuzre Fitrinete, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56555647

    (Foto etwas verkleinert/geschnitten)


    Ausschnitte aus voran stehendem Foto:




    Ein paar Details zum Fenstergitter unterhalb der Brücke. Die Ausschreibungsunterlagen enthielten auch Fotos vom Ausgangszustand. Das benannte Gitter war demnach ziemlich vollständig erhalten, wies aber Witterungsschäden auf („Roststellen“). Die zugehörigen Angaben aus dem LV:

    Quote from SIB

    Fenstergitter F-NO 1.06

    Instandsetzung eines historischen Fenstergitters, als vorgesetzte geschmiedete Stahlkonstruktion vor bestehende Fensteröffnung mit umlaufenden, bereits fertiggestelltem Natursteingewände, Öffnungsgeometrie mit oberen Bogensegment Öffnungsbreite 2280 mm, Öffnungsöhe 3750 mm, bestehend aus einem gewölbten Brüstungselement, einem Frontelement mit oberen Bogensegemnt, zwei Seitenelementen und einem Bekrönungselement vor der Fensteröffnung.

    Front- und Seitenelemente aus geschwungenen StahlVierkantprofilen, bewittert, Stabquerschnitt ca. 20 x 20 mm, incl. diverser ebenengleicher Zierelemente. Brüstungselement aus gewölbt vorstehenden StahlVierkantprofilen, bewittert, Stabquerschnitt ca. 30 x 30 mm, incl. diverser geschwungener Füllelemente. Bekrönungselement als Schmuckelement incl. diverser vorstehender Einzelemente Befestigung geschraubt an bauseits im Gewände aus Naturwerkstein verankerte Bandeisen.

    Oberflächen allseitig vorbereiten und neu beschichten

    Farbton RAL nach Wahl des AG. incl. der bauseitigen Bandeisen.

    Herzlichen Dank an alle Berichterstatter zum Baugeschehen im Schloss.


    Zum Thema *Großer Schlosshof* habe ich die für mich völlig neue Information gefunden, dass schon im Rahmen des Schlossumbaus unter König Albert vorgeschlagen wurde, die Sgraffito-Malereien an den Hoffassaden zu rekonstruieren. Wie im Protokoll einer Baubesprechung vom 26. Januar 1891 festgehalten wurde, begründete sich die Ablehnung dieser Idee nicht so sehr aus gestalterischen Bedenken, sondern vielmehr aus solchen der begrenzten Haltbarkeit. (siehe Band III der Trilogie *Residenzschloss zu Dresden*, dort Seite 417).

    Hier liegt nun m.E. die Vermutung sehr nahe, dass den damaligen Entscheidern wohl vor allem ein Bild vor Augen stand: Der Zustand des Fürstenzuges am Langen Gang. Diese Bildfolge war ja bekanntlich zunächst in Sgraffito-Technik auf die Wand gebracht worden (1872-1876). Bereits nach wenigen Jahren lagen erhebliche witterungsbedingte Schäden vor, so dass man sich nach 1900 entschloss, das Gemälde auf Meißner Porzellankacheln zu übertragen.



    Und noch eine Information aus der genannten Literaturquelle, leider keine gute:

    Quote from Rosemarie Pohlack

    Der Ausbau des Nordflügels ist nach 2021 geplant, wobei im Turmzimmer bereits die bis 2017 eindrucksvoll rekonstruierte Renaissancedecke erstrahlt. An der barocken hölzernen Wandgestaltung des Turmzimmers mit Spiegeln und Konsolen, die wieder Schauporzellan aufnehmen sollen, wird noch gearbeitet. Offen ist die Wiederherrichtung der Paradesäle des 19. Jahrhunderts, von Neuem Thron- und Großem Ballsaal.


    Kapitel: Wiederaufbau des ehemaligen Dresdner Residenzschlosses – Denkmalpflegerische Rahmenzielstellung und Nutzung; Autor: Rosemarie Pohlack

    2 aktuelle Fotos von dem entstehenden Schloss-Restaurant:
    Foto 1


    Wie blicken hier in den größten der 3 Gasträume. Die aufgehenden Mauern entstanden um 1400 (das sogenannte „Alte Haus“, erbaut unter Markgraf Wilhelm). Das Gewölbe wurde auf das 16. Jhd. datiert.

    An der Mauer, wo der Bauarbeiter steht, wird der Haupttresen eingebaut (Bereich rechts der Treppe). Die Treppe (4 Treppenstufen) führt in einen weiteren Gastraum. Die im Foto rechts angeschnittene große Türöffnung dürfte der Haupteingang in das Restaurant sein. Die kleinere Tür an der gleichen Wand habe ich als Zugang in den nordöstlichen Treppenturm interpretiert.


    Hier der Grundrissplan des Raumes:


    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Foto 2

    Ein solches Statement klingt für mich neu (gestern in etlichen Medien berichtet):

    Quote

    Bei den Ermittlungen zum spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Schatzkammermuseum Grünes Gewölbe 2019 führt eine weitere Spur nach Berlin. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden wurden bereits am 9. September sowie am Mittwoch Gewerberäume in der Hauptstadt durchsucht. "Wir sind zuversichtlich, die Täter identifizieren zu können, und das ist ein weiterer Schritt dazu", sagte ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft.

    Quelle: https://www.spiegel.de/panoram…1d-402e-8ce4-3192748366fc

    Quote from eryngium

    Zum Glück ist nur ein Torso herausgekommen, weil man nicht das Geld hatte, die barocke innere Neustadt noch weiter zu entstellen und durch gigantische Zeilen abzuriegeln.

    Um das noch etwas zu präzisieren: Dem NEUBAU gigantischer Zeilen wären Abrisse der historischen Bausubstanz vorausgegangen – und zwar in großen Umfang. Die in der 2. Hälfte der 1960-er Jahre entwickelten Baumaßnahmen für das Dresdner Zentrum waren in einer Sonderausgabe der Sächsischen Zeitung vom 4. Juli 1969 vorgestellt worden. Daraus einige Scans:


    Blick auf den Albertplatz (damals Platz der Einheit) - die Kontur mit den zentrischen Kreisen




    Von der Dreikönigskirche sollte lediglich der Turm erhalten bleiben - das Kirschenschiff hätte man abgerissen (siehe das von eryngium eingestellte Modellfoto.

    Quote from Chris1988

    Dass es zweistöckig ist, ist mir aber neu?

    [gemeint ist das Schlossrestaurant]

    Diverse Ausschreibungen für den Gastronomiebereich beinhalteten etliche Schnittdarstellungen. Demnach befinden sich die Gasträume ausschließlich im Erdgeschoss. Im Kellergeschoss sind lediglich Funktionsräume vorgesehen: die sogenannte Vorküche (die eigentliche Küche befindet sich im EG), 2 Abstellräume (interpretiere ich als Lagerräume für die Esswaren), Personalbereich, Dusche/Umkleide).


    Einige Anmerkungen zu den von Chris1988 zitierten Einzelmaßnahmen:


    „Neue Fenster sind drin, Türen folgen als nächstes.

    Hier möchte ich noch präzisieren, dass im Zeitungstext wörtlich von Eingangstüren die Rede ist.

    Nun, da erwarten uns ja demnächst einige Auffälligkeiten, zum Beispiel in der Schlossstraße (am Ostflügel, direkt neben dem Georgentor):



    geplant:

    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Durch diese Türen gelangt man direkt in den sogenannten Vorraum, dazu gleich mehr. Vermutlich ist mit den demnächst zu erwartenden neuen Eingangstüren auch der Haupteingang in das Restaurant gemeint (Schlosshof, Nordostfassade). Dort hat man übrigens eine (ca. 1993) bereits realisierte Gestaltung wieder rückgängig gemacht. Die Realisierung erfolgte in den frühen 1990er Jahren, und da wurde noch 1:1 nach den DDR-Planungen gebaut. Die Eingangsgestaltung basierte auf historischen Kupferstichen.


    Kupferstich nach Weck, um 1680 (man beachte den Eingangsbereich - mit Einzeltür und kleinem bogenförmigen Fenster – direkt neben dem nordöstlichen Treppenturm, dieser rechts im Bild): Klick


    Zustand bis vor wenigen Jahren (ca. 1993 realisiert):


    Zustand 1936


    Zustand 1947


    Aktueller Zustand:

    Foto von Seebastian (Bildausschnitt)


    Geplanter Zustand:

    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen



    Außerdem geht es mit der Rekonstruktion der historischen Gewölberippen los.

    Der Auftrag nennt sich „Wiederherstellung der Gewölberippen“. Die Vergabe erfolgte freihändig (d.h. ohne Ausschreibungsverfahren). Die zugehörigen Ausführungsunterlagen sind daher nicht öffentlich einsehbar. Über den Umfang der diesbezüglichen Arbeiten kann man als Nicht-Insider folglich nur mutmaßen. Also ich denke, hierbei handelt es sich um den sogenannten Vorraum. Meines Wissens (ich lasse mich gern korrigieren) sind nur dort solche Gewölberippen vorhanden (in stark lädiertem Zustand oder fast ganz zerstört) – in Bezug auf den jetzt im Ausbau befindlichen NO-Bereich des Schlosses (EG und Keller).

    Visualisierung Büro Peter Kulka


    Falls das tatsächlich die bestätigte Ausführungsversion ist, wird man wohl eine der Rippen in ihrem überkommenen (unsanierten) Zustand belassen (vielleicht weil die anderen weitgehend zerstört waren und deshalb – gemäß Visu - vollständig rekonstruiert werden müssen, während man bei dieser einen den Originalbestand zeigen will?).


    Eine im Zeitungstext genannte Jahreszahl habt Ihr hoffentlich nicht überlesen: Fertigstellungsjahr für das Schloss insgesamt: nunmehr 2025.

    Quote from Seebastian

    Also zum Thema Zugang Langer Gang.

    Eine Türe ist in Weltsicht und Wissen im 1. OG und im 2. OG ist die Türe im Sonderausstellungsraum des Münzkabinetts.

    Ich würde mir vorstellen, dass der Zugang von beiden Ebenen möglich sein wird., bzw. als Verbindung dient.

    Das die Treppe nach dem 1. OG endet glaube ich nicht.

    Das sehe ich ebenso: Der Zugang wäre (wie ich schon geschrieben hatte - rein baulich) von beiden Ebenen möglich (vom 1. und 2. OG Georgenbau. Hier noch der Grundriss für das 2. OG:


    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Quote from eryngium

    Die Treppe geht tatsächlich sogar bis ins 3. OG Georgenbau, wenn ich es recht sehe.

    Zur Bestätigung von eryngium hier ein Auszug aus dem LV für die Ausschreibung zur Jagdtreppe:


    Zur natürlich bereits vorhandenen, aber noch nicht beschrifteten Zugangstür im 1. OG Georgenbau, von der aus man ins Treppenhaus und von dort in die Gewehrgalerie gelangt. Ich zitiere aus einem Beitrag von RobBerg aus dem Jahr 2016:

    Quote from RobBerg

    Auch sieht man bereits den Zugang zur Gewehrgalerie, welcher bezeichnenderweise von Schusswaffen umrahmt ist.


    Gesamtansicht des Raumes

    Kurzer Filmbericht des rbb (ca. 3 min) über einen interessanten Ausstellungsbereich im Humboldtforum:

    Katakomben des Humboldtforum

    Mit dem Berliner Stadtschloss wurde 1950 ein wichtiges Stück Stadtgeschichte weggesprengt. Allerdings blieben die Keller erhalten und können nun von der Geschichte berichten: Reste eines Klosters, Räume für die Schlosswache und eine ehemaliger Hühnerstall finden sich hier…

    https://www.rbb-online.de/aben…deos/20200829_1930/7.html

    Quote from Rastrelli

    Ich bin gespannt, wie die Zuwegung erfolgen wird. Vom 1. OG erschiene mir jedenfalls sinnvoller.

    Sehe ich genauso. Das wird in den mir bekannten Darstellungen/Verlautbarungen auch immer so beschrieben (außer eben in der aktuellen PM). Aus rein baulicher Sicht wäre natürlich auch ein Zugang über das 2. OG möglich. Dann kommt man zwar durch den Riesensaal (der thematisch "passt"), aber danach müsste man noch durch das Audienzzimmer der Königin und das Münzkabinett. Sollte diese Zuwegung tatsächlich kommen, erschließt sich mir den Sinn nicht. Andererseits kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass in einer Landes-Pressemitteilung so ein kapitaler Fehler passiert. Die Texte werden doch von den Fachbereichen zugearbeitet.


    Nachfolgend noch einige Darlegungen zu besagtem Treppenhaus.


    Aus der Projektbeschreibung (Heine Mildner Architekten, Projektpartnerschaft mit Siegmar Lungwitz Architekt BDA, die beiden Büros hatten das VOF-Verfahren zur Auswahl der Planer/Architekten für den Ausstellungsbereich Langer Gang/Umbau Jagdtreppenhaus gewonnen):

    Quote

    Durch die geplante Integration des Langes Ganges in die Ausstellungsfläche der Rüstkammer, wird dem bestehenden Treppenhaus als Hauptzugang eine höhere Bedeutung zu teil. Insbesondere betrifft dies den Zugang vom 1. OG Georgenbau zum ‚Langen Saal’. Ziel des Entwurfskonzeptes ist daher, trotz Integration des für die Barrierefreiheit erforderlichen Aufzuges, eine angemessene Zugangssituation zu schaffen, welche den räumlichen Charakter der bestehenden historischen Treppenanlage beibehält. Vorgeschlagen wird durch Einfügen einer zusätzlichen Querwand an der Stirnseite zum Langen Gang den Aufzug weitestgehend zurückhaltend in den Treppenraum einzufügen. Der Zugang zur Gewehrgalerie erfolgt seitlich des Aufzuges durch eine Schleuse.

    […]

    Die Podeste, der Aufzugsschacht sowie die Erdgeschosstreppe sind in Massivbauweise vorgesehen. Die Treppenläufe der Obergeschosse bestehen aus einer geschweißten Stahlblechkonstruktion mit einer Bekleidung aus Bronze.

    Quelle:  http://heinemildner.de/portfol…anger-gang-gewehrgalerie/

    Einige Schnittdarstellungen aus den Ausschreibungsunterlagen (SIB):










    Visualisierung der Treppe (leider sehr klein): Klick


    Von Nikolai Karaneschev, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56350522