Posts by Studi

    Ganz still und leise und ohne groß von den Lokalmedien beachtet zu werden, wurde der 1. Bauabschnitt der Fachwerkreko am Marktplatz fertiggestellt. Auch der Bäcker hat schon eröffnet. Im 2. Bauabschnitt kommen noch 2 weitere Geschosse und das Dach hinzu. Die Qualität der ausgeführten Arbeiten ist absolut hervorragend!


    Wie sieht es denn aktuell mit der Rekonstruktion eines kleinen Fachwerkhauses in der Nähe des Marktplatzes aus? Tut sich hier etwas?


    Ja, mit dem Bau wurde begonnen. Allerdings in 2 Bauabschnitten, sobald das EG mit der Bäckerei fertiggestellt ist wird erst mit den übrigen Stockwerken und der historischen Fassade begonnen.

    Lange gab es keine Beiträge mehr aus Hildesheim, obwohl hier zur Zeit ein Bauboom herrscht wie es ihn wohl seit der Nachkriegszeit nicht gegeben hat. Ein schönes Beispiel -und fast ein Wunder für Hildesheimer Verhältnisse- ist die geplante Teilrekonstruktion eines Fachwerkhauses am Marktplatz:


    HiRathausstr
    Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung


    Damit wird auch die letzte Baulücke am Markplatz geschlossen. Denn derzeit steht dort ein oller zweigeschossiger 50er Bau mit Flachdach und verkachelter Fassade (bei GoogleMaps gut zu erkennen, Rathausstr. 25) Im Erdgeschoss wird ein Traditionsbäcker einziehen, die oberen Geschosse werden als Wohnungen genutzt. Sobald es losgeht werde ich hier Fotos einstellen.


    Für die nicht-Hildesheimer, die sich aber ein bisschen auskennen, vielleicht ganz interessant, ein Überblick was sich derzeit so tut in der Stadt:


    - Am Bahnhofsplatz entstehen derzeit zwei neue Hotels. Modern zwar, aber obwohl der Bahnhofsplatz selber erst letztes Jahr umfassend erneuert wurde,gehört er immer noch zu den unattraktivsten Plätzen der Stadt. Die Neubauten schließen zumindest einige Baulücken und verdichten den viel zu ausgefransten Platz.
    HiHotel
    Quelle: BL-gruppe.de


    - Wohnungsbauten am Dammtor, mitten in der Innenstadt zwischen Dom und Michaeliskirche, direkt an der Innerste.
    Lange wurde hier über einen Bebauung gestritten, ein 50er Bau wird hierfür abgerissen. Könnte durchaus interessant werden, da hier viel Brachfläche, verwahrloste Grünflächen und Waschbeton vorherrscht.
    HiDammtor
    Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung


    - Anbauten am Bernwardskrankenhaus. Das Bernwardskrankenhaus befinden sich mitten in der Stadt, direkt neben dem Dom und der angrenzenden Neustadt, die noch viel erhaltene Altbauten aufweist. Wenn schon keine Rekonstruktion, so werten meine Meinung nach solche gefälligen Bauten auf jeden Fall eine von 50er und 60er geprägte Umgebung auf.
    HiBernward
    Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung


    -Umgestaltung der Häuserzeilen und Schließen von Baulücken in der Osterstraße. Ebenfalls direkt in der Innenstadt, Seitenstraße vom Marktplatz. Halte ich für sehr wichtig, da hier die Straßenflucht geschlossen und der alte Block wiederhergestellt wird. Brachflächen und eingeschossige Notbebauungen aus der Wiederaufbauzeit verschwinden.


    hiOsterstr


    Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung


    Das waren nur ein paar Beispiele aus der Innenstadt. Daneben wurde letztes Jahr die Fachhochschule Architektur und Grafikdesign im Weinbergviertel komplett neu errichtet, inkl. Campus, Wohnungen, KiTa. Außerdem derzeit in vollem Gange ein neues Stadtviertel namens "Ostend" (kein Scherz). Die größte Stadterweiterung in der Geschichte Hildesheims.

    Ich habe mir einige amerikanische Innenstädte bei Google Maps angeschaut und war doch recht verwundert: Die Überhand banaler Architektur der 60iger und 70iger Jahre, die Verwahrlosung der Infrastruktur und selbst die versiffte Graffitioptik - ich konnte kaum unterscheiden, ob ich mich gerade in einer amerikanischen oder deutschen Innenstadt befand. Kann es sein, dass unsere Nachkriegsarchitektur und unsere Art die Innenstädte zu gestalten doch der amerikanischen Kultur mehr angelehnt sind, als wir vermuten? Haben wir zu sehr unsere europäischen Wurzeln verlassen und sind wir (oder besser gesagt die Nachkriegs-Stadtplaner) einem Irrweg aufgesessen? Amerika geht jetzt seinen eigenen Weg. Wird Deutschland sich jetzt wieder mehr Europa zuwenden und unsere städtische Architektur in Zukunft wieder besser werden?

    Das kann man nicht so allgemein sagen. Ich bin regelmäßig in den USA und die Regionalen und Kulturellen Unterschiede dort sind gewaltig! Es gibt weder "die Amerikaner", noch "die amerikanischen Innenstädte". Städte in Neuengland sehen komplett anders aus als Städte im Mittleren Westen, Kalifornien oder gar die Architektur mit karibischen Einflüssen in Florida. Was mir bei meinen Reisen immer wieder auffällt, ist das hohe Maß an Pflege bei Grünflächen und historischen Innenstädten. Die Altstädte werden geschützt und Neubauten passen sich dem Stil an, während in neuen Vierteln auch konsequent modern gebaut wird. Dieser immer wieder beschworene Mix aus Alt und Neu funktioniert weil beides dort in der Regel gleichberechtigt angesehen wird.

    Ich habe mich schon als Kind für mittelalterliche Geschichte interessiert. Wenn in der Schule Museen und Muesuemsdörfer oder Burgen besichtigt wurden, war ich so ziemlich der einzige, der das interessant fand, während sich meine Mitschüler eher gelangweilt hatten.
    Ein "Schlüsselereignis" war sicherlich die Rekonstruktion des historischen Hildesheimer Marktplatzes. Ich kann mich noch ganz dunkel an die schlimme 60er bebauung erinnern wenn ich mit meinen Eltern in der Stadt war. Überhaupt empfand ich Hildesheim als Kind immer als grau, kühl und abweisend. Wie eine wohltuende Insel wirkte dagegen der neu entstehende Markplatz, ich verfolgte mit Interesse das Wiedererstehen des Knochenhauer-Amtshauses. Besonders das beeindruckende Fachwerk Gerippe ist mir in Erinnerung geblieben.


    Als ich älter wurde bemerkte ich bei mir ein gewisses Talent für Gestaltung, Proportion und Farbwirking bei Gebäuden. Ich studierte Architektur anfangs eher aus Neugier um zu schauen, wo ich im Vergleich zu anderen Studenten stehe. Scheinbar ganz gut, da ich im Laufe des Studiums einige Ideenwettbewerbe gewann. Leider herrschte unter den Dozenten ein durchweg modernistisches Weltbild, dem man zu folgen hatte. Einige Dozenten waren streng, d.h. es wurde keinerlei Abweichgun von kubischen Baukörpern mit Rasterfassade zugelassen. Andere waren offener und ließen traditionell angeauchte Entwürfe zu, solange man sie begründen konnte, was als Student gegenüber erfahrenen Professoren verständlicherweise sehr sehr selten gelang. Wollte man auf Nummer sicher gehen, gabs für einen minimalistischen Entwurf - war er technisch fehlerfrei - eigentlich grundsätlich eine 1 oder 2.


    Ich spezialisierte mich auf Denkmalpflege und Bauen im Bestand, da es hier mehr Möglichkeiten gab, mit historischer Bausubstanz umzugehen oder diese im Idealfall noch zu erhalten.

    Studi, in Hildesheim bieten sich (da Bauplatz frei) momentan an: Goldener Engel, Borchersches Haus, Baulücke am Pelizaeusplatz /Kreuzstraße, langfristig ein Abriss der (leider erst frisch sanierten) Hauptschule Alter Markt und eine teilweise Reko der Eckemekerstraße. Ansonsten das Werben für eine neue Gestaltungssatzung, die die Verwendung von traditionellen Hildesheimer Windbrettmotiven für Neubauten bzw deren Anbringung an "Alt"bauten fördert.

    Das wären sicher schöne Reko-Kandidaten. Allerdings halte ich Fachwerkrekos dieser Größe als "Einstiegsprojekt" für utopisch. Ein Fachwerkbau in dieser Dimension stellt so hohe und spezielle bauphysikalische und -technische Anforderungen, dass ich so etwas eher als Krönung einer langen Karriere oder als Lebenswerk sehen würde. Und selbst dann nur mit Unterstützung von starken Investoren und Experten aus diesem Bereich.


    Als Einstieg sehe ich, wie oben schon jemand erwähnt hatte, Fassadenrekos oder wiederherstellung von Entstuckten Fassaden. Auch in Hildesheim gibt es da den einen oder anderen Kandidaten in der Nordstadt oder entlang der Einumer Str.


    Wenn man mal bedenkt, dass seit diesem Jahr die eh schon irrsinigen Vorschriften zur Wärmedämmung noch einmal verschärft wurden, dürften in den kommenden Jahren weitere Altbaufassaden verschwinden. Dort könnte man z.B. beginnen mit der Suche nach geeigneten Objekten.

    Das ist eine spannende Idee.
    Ich würde da gerne bei Bedarf meine Hilfe anbieten was bauliche und gestalterische Themen betrifft.
    Wenn es um Hildesheim geht natürlich ganz besonders.

    Ich war am Wochenende zum ersten Mal im neu eröffneten Dom und war absolut positiv überrascht. Der Raumeindruck ist schon außergewöhnlich.
    Man muss sich allerdings von den Bildern vor der Zerstörung verabschieden und unvoreingenommen reingehen. Die Decke ist hellgrau, weil sie aus Beton ist. der Beton aus den 50ern ist überall sichtbar, genauso wie die Reste der originalen Natursteinwände wieder sichtbar gemacht und alle Anstriche aus der Wiederaufbauzeit entfernt wurden. Auch wenn ich vorher skeptisch war, es passt einfach und wirkt durchdacht und hochwertig. Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht. Das beste was man meiner Meinung nach aus einer komplett zerstörten und in den 50ern schlecht wiederaufgebauten Kirche machen kann.


    Ganz toll in Szene gesetzt sind die Bernwardstür und die Domschätze im Kircheninneren, da können sich viele Museen eine Scheibe von abschneiden. Ich finde daher auch, dass der Dom im Inneren nichts mehr mit einer Kirche zu tun hat, dafür aber ein vorbildlich gestalteter Ausstellungsraum geworden ist. :wink:
    Das Fenster in der Absis ist transparent, sodass man den Rosenstock von Innen sehen kann, die Orgelempore wurde entfernt, eine komplett neue Orgel "klebt" an der Wand und hat einen phänomenalen Klang!


    Also, eine neue Attraktion im sonst so auf die kleinste Lösung bedachten Hildesheim. Jedem, der die Möglichkeit hat, kann ich einen Besuch im Dom (mit Orgelkonzert!) nur empfehlen!
    Werde nächstes Wochenende noch ein paar Fotos machen, falls es bis dahin noch kein anderer gemacht hat..

    Schlechte Neuigkeiten von der Altstadtgilde Hildesheim: Das Vorhaben, den im Krieg zerstörten Turmhelm der Jakobikirche wiederaufzubauen, wird nicht weiterverfolgt. Laut Altstadtgilde gebe es nicht den Hauch einer Unterstüztung aus dem Stadtrat. :thumbdown:
    Quelle: http://www.kehrwieder-verlag.d…php?edition=20140810_kewi


    Ebenso wurde die Idee zur Wiederherstellung der Hildesia-Statue, des Pfeilerhauses sowie der Vorschlag für ein Denkmal zur Zerstörung Hildesheim von der Politik abgelehnt bzw. aktiv verhindert.


    Als Hildesheimer kann ich da nur sagen, Hildesheim bleibt wie es immer war: provinziell und kleingeistig, schade.
    Dazu passt, dass das neue monströse Einkaufszentrum in der Innenstadt auch nach 2 Jahren immer noch nicht angenommen wird und gefühlt jeden Monat ein weiterer Laden leersteht.
    Auch beim Bahnhofsplatz, dem größten Schandfleck der Stadt, wurde eine Chance vertan. Der marode 60er Bau bleibt ebenso wie die gegenüberliegene 70er Platte erhalten und wird derzeit nur saniert...

    Jetzt muss ich auch noch eine Frage an unsere Architekten loswerden.


    Warum sind fast alle klassisch gehaltenen Bauvorhaben von derart schlechter Qualität? Warum stimmen die Proportionen so überhaupt nicht und warum ist der Umgang mit dem klassischen Formenrepertoire meist so derart schlecht? Wird es nicht gelehrt oder sind es die Vorgaben der Bauherren/Baugesetze, sie zu solch schwachen Ergebnissen wie in Berlin (Luisenvorstadt) führen?


    Meiner Meinung nach ist es eine Mischung aus beidem. Klassische Formensprache wird nur im Rahmen von Baugeschichte gelehrt. Wenn man mehr darüber wissen möchte muss man es sich selber aneignen oder einen speziellen Kurs belegen.


    Mit Bauherren hab ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Der Kostendruck ist so stark, dass es schon schwierig ist, die technischen Standards zu halten. An Gestaltung, also alles, was über das reine Zweckbauen hinausgeht, ist nicht mal im Traum zu denken. Im Laufe eines Projektes wird immer und immer wieder versucht Kosten zu sparen. Holzfenster? Nein, machen wir Plastikfenster. Klinker oder Sandstein? Nein, Putz geht doch auch. Ich habe schon erlebt, dass Bauherren sich Zargen, Fensterbänke, Türklinken usw. aus dem Baumarkt besorgt haben um das Angebot zu drücken.
    Das sind sicher subjektive Eindrücke aber vom Prinzip her gilt: quadratisch, praktisch, billig...

    Das kann ich bestätigen. In den USA und GB achtet man allgemein mehr auf traditionelles Bauen. Dort darf ein Gebäude auch "einfach mal schön" sein, etwas das hier bei den älteren Architekten und Bauexperten entweder Entsetzen oder einen Lachanfall verursachen würde, versehen mit dem Begriff "Kitsch".
    Ein Umdenken kann daher nur von unten erfolgen, in dem die Bürger sich für Ihre Städte engagieren. Schön wäre ein Schulfach Architektur, aber das bleibt wohl Utopie.

    Ich bin schon eine Weile hier angemeldet, war damals noch Architekturstudent, mittlerweile aber seit 5 Jahren im Berufsleben und seit einem Jahr Architekt.
    Was die Stimmung an den Unis angeht, kann ich das nur bestätigen. Von den Dozenten waren nahezu alle strikt modernistisch ausgelegt, von den Studenten geschätzt 80-90%. Traditionelle Entwürfe waren möglich, aber schwierig durchzusetzen, man musste diese schon sehr sehr gut begründen, was als Student gegenüber einem erfahrenen Professor nicht immer leicht war. Da wählten viele den einfacheren Weg und passten sich an, so wie auch ich während des Studiums zum größten Teil tat.


    Moderne Architektur ist nicht grundsätzlich schlecht oder häßlich. Was aber meiner Meinung nach fehlt, ist ein Gegengewicht dazu. Traditionelle, regionale Architektur wird von Investoren und Stadträten anscheinend nicht als gleichwertig angesehen, warum auch immer. Eine zaghafte Abkehr davon ist bei der jüngeren Generation aber zum Glück zu spüren.

    Die letzte konkrete Info dazu ist von 2011. Die Altstadtgilde möchte den Turm bis zum Jubiläum 2017 zusammen mit der Freitreppe wieder aufgebaut haben. Wie realistisch das ist kann ich aber nicht einschätzen... die Stimmung gegenüber diesem Vorhaben empfinde ich als eher "wohlwollend".
    Hier noch dazu ein Bericht aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung mit Visualisierung:
    http://www.hildesheimer-allgemeine.de/jakobi.html

    Ich finde Wolfsheim_jena hat vollkommen recht, so ist es nunmal. Und sein Ton ist völlig normal, ganz im Gegensatz zu dem von Marc!


    marc!
    also das klingt so als ob du dich für den perfekten autodidakten hällst, designer, architekt und investor in einer person. du scheinst nur deine meinung für richtig zu halten.


    Wie kannst du Neubauprojekte aus Russland und den Mittelmeerländern als Beispiel für gelungene Architektur anführen? das ist lächerlich. Allein vom stand der technik sind die Jahre zurück, die USA Jahrzehnte!

    Quote from "RMA"

    Bitte, nachdem die Stadt aussah, wie als wäre dort eine Kernwaffe getestet worden, hat man gleich noch den Bahnhof abgerissen, vermutlich der einzige unbeschädigte öffentliche Bau der Stadt? :gehtsnoch:


    Stimmt, das Bahnhofsviertel war in der Innenstadt die einzige Gegend, die nicht vollständig zerstört war. Das letzte unzerstörte Haus neben der Post wurde dort in den 70ern abgerissen. Müsste das hier gewesen sein:
    http://www.bildindex.de/bilder/MI05788b02b.jpg\r
    http://www.bildindex.de/bilder/MI05788b02b.jpg

    So, da habe ich doch noch die Bilder des geplanten neuen Bahnhofes gefunden.
    http://www.tonkuhle.de/blank.php?path=content/printable.php&contentid=6247\r
    http://www.tonkuhle.de/blank.php?path=c ... entid=6247


    Selbst ich, ein zukünftiger Anhänger der bösen Modernisten, :lachen: finde, dass dieser Entwurf keine Verbesserung darstellt und die Situation fast noch verschlimmern dürfte..


    Zum Vergleich hier der im Krieg unzerstörte und in den 50er Jahren abgerissene alte Bahnhof:
    http://www.lwg.uni-hannover.de/wiki/Bild:Sondergericht-abb6.jpg\r
    http://www.lwg.uni-hannover.de/wiki/Bil ... t-abb6.jpg

    Quote from "Brandmauer"

    Studi


    Ich habe noch eine Frage zu einem anderen Objekt: Die Bebauungspläne der Stadt Hildesheim sehen eine Neubebauung des Geländes der "Hauptschule am Alten Markt" vor. Die steht gegenüber von der Kaiserhausstiftung, dort wo der historische Erker angebaut wurde an einem Neubau.
    Weisst Du, wie diese Neubebauung einmal aussehen soll?


    Ich habe von diesem Projekt noch nie etwas gehört. Ich weiß aber, dass die Schule vor kurzem von Innen saniert wurde und es dort mehrere soziale projekte in diesem Jahr gab, die gefördert wurden. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass dort neu gebaut wird.


    An anderen Stellen in Hildesheim tut sich aber eine Menge. Hier die wichtigsten Projekte:


    Abriss des Hauptbahnhofs:
    Anschließend Neubau und Umgestaltung des Vorplatzes. Die Entwürfe dazu finde ich absolut scheußlich und überproportioniert. Leider habe ich keine Bilder gefunden, ich suche aber noch weiter.


    Umgestaltung des Multi-Store:
    Das riesige 70er Jahre Center am Bahnhofsvorplatz bekommt eine neue Fassade.


    Abriss des Klinikum Hildesheim:
    Anschließend Neubau an anderer Stelle und Neubebauung des alten Standortes am Weinberg, einer der besten Gegenden der Stadt.


    Neubau einer Galerie in der Fußgängerzone:
    Dazu werden einige 50er Jahre Häuser abgerissen um mit dem Neubau einen der häßlichsten Orte der Innenstadt zu beseitigen


    Neubau eines Ärztehauses:
    Auf einem der größten Parkplätze der Innenstadt soll ein Neubau entstehen, gegenüber des wieder aufgebauten Sülte-Hotels.


    Bilder werde ich wie gesagt noch versuchen zu finden.

    Quote from "Brandmauer"

    Hoffen wir, man macht solche Sachen in Zukunft besser. Zum Beispiel beim Pfeilerhaus, wo die Pläne heute leider Ähnliches vorsehen.



    Beim Zuckerhut ist die Entscheidung mitlerweile gefallen.
    Das Pfeilerhaus wird nicht rekonstruiert und erhält auch keine vorgehängte Fassade, es bleibt also wie es ist. Der Zuckerhut wird leicht verändert rekonstruiert. Er wird durch eine Glasfuge vom Pfeilerhaus getrennt und das Erdgeschoß wird komplett transparent ausgeführt.


    Dazu gab es einen Wettbewerb, der Siegervorschlag ist hier zu sehen:
    http://www.tonkuhle.de/include.php?path=content/news.php&contentid=6468&PHPKITSID=3e6ad0524e111d81d30db95c46268721\r
    http://www.tonkuhle.de/include.php?path ... 5c46268721

    Quote from "Oliver"

    Dieser 08/15-Kontrast-Glasklotz ist mir gerade erst aufgefallen. Ich kann es nicht verstehen, weshalb heutige Architekten so respekt- wie einfallslos mit einer Avantgardearchitektur des 19. Jahrhunderts umgehen. Wieso lassen selbige Architekten eigentlich das Dessauer Bauhaus ohne zeitgenössische Kontraste rekonstruieren ? Diese Arroganz ist einfach nur peinlich. Dem Junkerhaus gönne ich ein Sprayerkomando, das diese Billiggläser komplett zusprüht. :kopfschuetteln:


    ein massiver durchgang wäre dir sicher früher aufgefallen. Wäre der dann weniger arrogant?? :?: