Posts by Vossi

    Mich erinnert das Aussehen in diesem Stadium auch sehr an die Typischen DDR-Plattenbauten, außerdem sehe ich da schon Risse oder Täusche ich mich?
    Aber mal von einem ganz nüchternen Standpunkt aus betrachtet : Ziegel sind zusammengepapptes Gesteinsmehl und Zement ist zusammengepapptes Gesteinsmehl. Wo ist da eigentlich ein substantieller Unterschied. Ist unsere Abneigung nicht nur rein psychologischer Natur ? Das Äußere der Bauten wird ja traditionell.
    Das Bauen am Hilton erscheint mir auch etwas gefährlich, wenn da so einen Platte mal wegkippt, hält sie dieses kleinen Geländerchen sicher nicht auf, und die Leute laufen da schon verdammt dicht vorbei...

    Was ich ganz besonders toll finde am Wiederaufbau des Neumarktes, ist die Wiederke(h)r der Erker.(kleines Wortspiel :D )
    Diese werden ganz neu in Erscheinung treten, da in historischem Gewand zur Zeit an Bürgerhäusern im Dresdner Zentrum nicht vorhanden.
    Und dann gleich in größerer Anzahl (4 Stück auf einmal).Auf den Anblick der Rampischen Gasse freue ich mich ganz besonders. Dank an die Investoren :daumenoben:

    Diese Feststellung hatten wir doch schonmal...
    Ich frage mich nur, wie Du darauf kommst, daß der Rohbau nicht mit der letzten Visualisierung übereinstimmt.
    Der Rohbau entspricht exakt dieser letzten Fassung : Die Eingangstür ist breiter als bei der alten Fassung (ist im Rohbau genau so) . Man sieht jetzt schon die Fensterstürtze, die jeweils 2 Fenster zusammenfassen werden, in der Mitte bleibt dann nur der schmale Betonsteg (ist in der Visualisierung genau so zu sehen- dunklere Farbe).Die Unterkante der Fenster ist viel niedriger als bei der alten Fassung.(siehe Rohbau)
    Meiner Meinung nach wird genau die letzte Fassung gebaut. Finde ich auch am besten, da eindeutig am elegantesten...in meinen Augen auch besser als dieser Vorschlag mit den plumpen Sprossenfenstern, wären einfach zu viele Fenster.(bei der angestrebten Nutzung)
    Wobei natürlich der Hummelentwurf das Nonplusultra gewesen wäre, aber das wird ja leider nichts.

    Angesichts unserer ständigen Diskussion über die furchtbar entstellende Nachkriegsmoderne gerät schnell mal in Vergessenheit, daß die Moderne schon vor dem Krieg, in den 20iger Jahren begann und man bereits damals mit der Modernisierung anfing. Dieser in meinen (Augen dann doch etwas sehr überladene) Neojugendrenaissancebarockbau am Altmarkt ist nur ein Beispiel. Auch das Kaufhaus Alsberg in der Wildruffer wurde in den 30igern im Stile der neuen Sachlichkeit umgebaut (vorher üppiger Neobarock). Für die Erweiterung wurde sogar ein wertvolles Renaissancehaus (von denen es auch damals schon nur noch wenige gab) abgerissen.
    Genau diese Stahlbetonbauten der 30iger Jahre waren dann übrigens die einzigen Gebäude am Altmarkt, die den Bombenhagel einigermaßen überstanden haben.
    Die am Ende üppigst überladenen und eklektizistischen "Neo"-Stile waren ab den späten 20zigern überall auf der Welt verpönt und man modernisierte weltweit. Das Schlimme in Deutschland war (und ist) ja nur, daß durch die Tabula Rasa des Bombenkrieges die Moderne nicht als abwechslungbringendes i-Tüpfelchen in den Städten in Erscheinung trat, sondern flächendeckend.

    Vielen Dank für die aktuellen Fotos.
    Bin mal gespannt, wann die bei der VVK diese Abstützrohre rausnehmen, die bauen da ja richtig drumherum.
    Ist bei Prisco jetzt eigentlich der Deckel auf der Tiefgarage drauf ? Da müßte ja auch langsam mal mit der Pflasterung angefangen werden, schließlich ist das fast der halbe Neumarkt. Überhaupt müssen die sich bis zur Weihe ganz schön sputen, sieht ja noch größtenteils aus wie Kraut und Rüben so um die Frauenkirche.


    Noch eine ganz andere Frage: Könnt ihr das aktuelle Bild des Neumarktes bei cityscope sehen. Bei mir funktioniert das nicht.

    Wenn ich mir das Bild vom Kurländer Palais so anschaue, bekomme ich eine Ahnung, warum die USD mit der Reko nicht in die Pötte kommt .
    Das Palais ist für heutige Nutzungen, wenn nicht gerade ein Millionär es als Privathaus oder die Uni es nutzt , wahnsinnig unrentabel. Dem Millionär und der Uni (als öffentliche Einrichtung) wär das ja egal, aber wenn man mit dem Bau Geld verdienen muß ?
    Schaut Euch mal die wenigen Geschosse im Haupttrakt an, dann noch das
    Hochparterre im Seitentrakt. Was soll denn da rein??? Läden (in der Lage?), Praxen(wo wohnen die Leute?), ne Kneipe(gibt es bald am Neumarkt wie Sand am Meer) vielleicht im 1.Stock mit Ballsaal wie im Watzke?
    Ich glaube ja, das Objekt ist bei dem Aufwand, der getrieben werden müßte, um es originalgetreu zu sanieren, einfach wahnsinnig unrentabel als "Geschäftshaus" im herkömmlichen Sinne so schön es auch aussieht.


    Vor ein paar Jahren war mal geplant, das Depot vom Albertinum dort hochwassersicher zu errichten. Leider hat das nicht geklappt. Sonst hätte das Land die Ruine übernommen, und bestimmt schon wieder aufgebaut.

    Der Eingang in der Mitte ist sicherlich ungünstig für die heutige Nutzung. (sieht aber wirklich etwas komisch aus, wenn man es erst einmal gemerkt hat) Da soll doch unten Gatronomie rein, gleichzeitig dient der Eingang sicher auch zur Erschließung der Büros und Wohnungen. Wäre der Eingang in der Mitte, wäre der Gastraum wohl etwas klein und wer will schon gerne durch einen Kneipe in seine Wohnung. :augenrollen:


    Dieser Neorenaissancebau an der Ecke gefällt mir persönlich überhaupt nicht, auch wenn er von 1845 ist. Der wirkt wie ein Fremdkörper, der an die Ecke rangeklatscht wurde. Stört mich auch immer auf den alten Fotos.
    Aber er ist natürlich besser, als eine Glaskiste.
    Ich hatte deshalb schonmal die Idee, den Neumarkt etwas aufzuweiten, und die Gebäudefront in einem konkaven Halbrund vom Quartier 2 zum Quartier 4 zu führen. Diese vorstehende Ecke des Quartier 3 zerteilt den Platz in meinen Augen sehr unvorteilhaft. Das ist natürlich nur so eine Spinnerei, aber ästhetischer fände ich das zurücktretende Halbrund. Man darf ja auch nicht vergessen, daß die Bebauung früher noch mit einem heute nicht mehr vorgesehenen Gebäude vor der Frauenkirche korrespondierte und abschloß. So ist die Bebauung entstanden.


    Wenn dieser Vorsprung des Quartier 3 nicht wäre, fände man vielleicht dort auch noch Platz für den Neptunbrunnen, den ich ja liebend gerne im Neumarktgebiet sähe. Wäre dann ein Pendant, zum Trevibrunnen, und würde bestimmt ein tolles urbanes Flair erzeugen.


    Naja, nur so eine Idee.... :lachen:

    Ich bin auch ganz baff, welch eine glückliche Entwicklung dieses Bauvorhaben nimmt.
    Soweit ich weiß, stehen die Keller auch noch, die Mübau hat nur ihr Grundstück "totalsaniert".
    Die Äußerungen, daß das Quartier IV zu klobig sei, kann ich nicht nachvollziehen, die Baumasse ist doch genau die gleiche, wie vor der Zerstörung. Vielleicht wirkt das jetzt nur so, weil die Anschlußbebauung und die restlichen Platzwände fehlen.
    Dankwart Guratzsch schrieb einmal, es handele sich bei den Rekonstruktionen nicht um kleine alte Fachwerkhütten, sondern um barocke Bebauung mit, für damalige Verhältnisse, großstädtischem Anspruch. (bis zu 7 Geschosse). Das wird jetzt langsam sichtbar.

    Das sind ja mal wieder sehr spannende Bilder.


    Beim Hotel de Saxe ist mir aufgefallen, daß das 4.Obergeschoß ja nun doch die ehemaligen Rundbogenfenster bekommt. (War auf allen Bauzeichnungen bisher anders) Finde ich Klasse.
    Weniger Klasse finde ich das Wald-und Wiesengrundstück des Quartier 3.
    Jetzt wo der Platz gepflastert ist, kommt der abrupte Übergang ins Nichts so richtig zum Tragen. Wenn da nicht bald mal was geschieht, wird das ein trostloser Schandfleck direkt an der Frauenkirche. Sehr schade.


    Noch eine Bemerkung zum Polizeianbau : Hätte man da nicht wenigstens die originalen Keller erhalten können... :zwinkern:

    Mein Gott, wenn ich mir die Betonplättchen beim QF so anschaue, wird mir angst und bange. Vor allem die Fensterstürze wirken so zerbrechlich, daß da nur einer einen Karateschlag anzusetzen braucht, und schon sind sie hinüber... muß man wohl vollstes Vertrauen in den modernen Werkstoff Beton haben...wenn ich mir da so die Wandstärken am Schloß anschaue...

    Die Idee mit dem Verschenken der Grundstücke hatte schon August der Starke beim Wiederaufbau von Altendresden (heute Neustadt).


    Genaue Bauauflagen gab es auch dazu... und seht Euch die Königsstraße an...ein Schmuckstück. Einheitlich in der Gestaltung und jedes Haus doch individuell.

    Ein wunderbarer Dachziegel des Hauses Nr. 29 gehört mir auch schon, ich hoffe, der ist dann wenigstens vergoldet und mit Gravur :gg: .


    Für die zwei Nachbarhäuser soll es ja auch Bauwillige geben, allerdings beim Kopfbau ist eine Reko wohl in weiter Ferne. Da sollen sich so um die 30 Erben herumstreiten, wieviel qm jedem so zustehen. Eigentlich schade, aber so ist das wohl bei Rückgabe vor Entschädigung.

    Auf diese Ansicht freue ich mich auch besonders. Wenn diese Häuser mit ihren tollen Erkern wieder stehen und im Hintergrund die Frauenkirche mit der Originalfassade des Priscoareals im Sonnenlicht zu sehen sein wird, dann ist die Welt in Dresden ein kleines bischen wieder in Ordnung. :grosshuepfen: (wenn man im richtigen Winkel schaut oder fotografiert)

    Das Schweinchenrosa der Dachziegel vom Hotel de Saxe finde ich auch nicht so toll. Vor allem, nachdem das Dach auf allen Bildern bisher doch deutlich dunkelroter wirkte und damit einen besseren Kontrast zur Fassade darstellte.


    Auf einem Bild der sanierten (Alt-)Platte an der Münzgasse ist ja auch schon das Gestell des ominösen Balkons zu sehen. Da hat man sich ja wieder selbst übertroffen. So ein gangwayartiger vollverzinkter Blechbalkon wird bestimmt ein toller Blickfang direkt am Eingang zur Frauenkirche :? .

    Könnt ihr mal erklären, wie ihr darauf kommt, daß der alte Kopfbauentwurf gebaut wird ? Ich sehe auf dem Foto nur ein paar Fensteröffnungen, die ja später noch verkleidet werden.


    Großer Jubel, daß der Polizeianbau endlich Geschichte ist... aber großer Katzenjammer, daß nun am Neumarkt wieder Schafe auf einer riesigen Brachfläche weiden können...

    Daß das Gewände rechts gerundet aussieht ist bestimmt eine optische Täuschung durch den Schatten des Gerüstes. Beim Nachbarfenster sind auch beide Seiten gleich.
    Das Problem mit dem hohl klingenden Pappmache - Putz wird wohl nicht auftreten, da das Erdgeschoss bestimmt eine massive Stein- oder Putzverkleidung erhält und man an die oberen Geschosse nicht so einfach drankommt, um eine Delle reinzuhauen.
    Insgesamt finde ich , das man sogar schon im Rohbau sieht, daß der Bau an der Landhausstrasse sich in mehrere Gebäude auflöst und schön kleinteilig wird. Das gefällt mir gut.

    Also , ich bin echt begeistert, daß es jetzt am Neumarkt so richtig losgeht. Da hat man ja wirklich die letzten Jahre sehnsüchtig darauf gewartet.(Wir erinnern uns : Die meisten , der jetzt in Bau befindlichen Objekte, sollten ja eigentlich schon fast oder ganz fertig sein :augenrollen: )
    Wenn jetzt auch noch die Mübau bauen würde, das Sachsenbauprojekt durchgekommen wäre und das Kurländer Palais aufgebaut sein sollte, dann hätte Dresden in 2 Jahren schon fast wieder eine komplette kleine Innenstadt. Aber leider kommt ja immer alles anders als man sich das wünscht.... aber was solls, ich bin Realist und trotzdem begeistert .

    Ich hätte es ja am besten gefunden, wenn sie beide Gebäude aufgestockt hätten. Dieser Treppeneffekt von links nach rechts sieht schon etwas seltsam aus. Das rechte Gebäude war ja auch vor dem Krieg schon ein Stockwerk höher, allerdings, wie mein Vorredner erwähnte, auf die unschöne Weise, mit einem wesentlich flacheren Dach. Um das zu vermeiden, hätte man auch den Eckerker ein Stockwerk höher ziehen müssen, mitsamt dem Abschlußfenster. Er hätte dann die gleiche Höhe wie der am 4. Haus der Rampischen Gasse und es sähe auch etwas großstädtischer aus als in dem jetzigen Entwurf (und man hätte noch eine tolle Wohnung mehr zu verkaufen).
    Also mich jetzt bitte nicht erschlagen, weil es ja der Leitbau ist, aber ich hätte das schöner gefunden als diesen Treppchen - Dächeraufbau.

    Vor kurzem wurde hier im Forum einmal angeregt, Dresdens Architektur auch einmal außerhalb des ja leider fast völlig zerstörten Zentrums zu betrachten. Als kleine Anregung dazu, habe ich ein paar von mir geschossene Dresdenbilder ausgewählt, die in Nebengassen und an weniger bekannten aber nicht minder schönen Stellen der ehemaligen Residenz und Reichsrentnerstadt entstanden.


    Als erstes eine südländisch angehauchte Villa am Weißen Hirsch, (ist dort eine unter vielen)



    Häuserzeile an der Bautzner Landstrasse



    Kurhaus Klotzsche



    Mehrfamilienwürfelhausvillen am Wilden Mann



    Rathaus Pieschen



    Dresden Plauen (Kurz vor F.C.Weißkopfplatz)



    Nähe Fetscherplatz



    Dresden Südvorstadt ( Wenige Reste der sehr attraktiven Bebauung, fast die gesamte Südvorstadt sah so aus - in ihren geschlossenen Quartieren )
    Man beachte die Wohnungsgröße :-)



    Ebenfalls Südvorstadt, offene Bebauung ( In der Gegend steht noch erstaunlich viel vom alten Dresden )



    Nähe Stresemannplatz (man beachte die Details im Putz , Bauen hat früher wahrscheinlich nichts gekostet...)



    Kleines Schweizerhäuschen in Oberloschwitz



    Kläglicher Rest (außer der ironischerweise stehengebliebenen Mutzschmannvilla) der Villenbebauung nördlich des großen Gartens



    Drei Beispiele der Würfelhausbebauung rund um Fetscherplatz, Stresemannplatz





    ...und zu guter letzt noch ein abschreckendes Beispiel, was man heute so in die Villenviertel hineinsetzt...(am Wilden Mann)



    Ich hoffe, meine Begeisterung für Dresden, auch außerhalb der ausgetretenen Touristenpfade, konnte sich ein wenig vermitteln.