Posts by Vossi

    Es ist wirklich schlimm so etwas mit ansehen zu müssen...nach 40 Jahren Sozialismus kommt jetzt die Marktwirtschaft. Für so manche Häuserzeile ist das ein verhängnisvolles Duo.
    In 20 Jahren wird wohl auch so manche Hauptverkehrsstraße im Osten genau so aussehen.Kein Mensch will da mehr wohnen, selbst wenn die Dinger renoviert wären.
    In Städten wie München (Mittlerer Ring) oder auch Münster (wo ich wohne) ist jede Wohnung, selbst an den schlimmsten Hauptverkehrsadern belegt. Ich frage mich zwar manchmal auch, wer da wohnen will, da es auch dort nicht wirklich billig ist , aber Gardinen und Blumen belehren mich immer eines Besseren.
    In Dresden stehen die tollsten Gründerzeitler (selbt renovierte) an den Ausfallstraßen leer und ich bin gespannt, wie lange die Eigentümer noch durchhalten.
    Man kann diese Situation zwar beklagen, aber viel ändern wird man nicht mehr können. Die Abschreibungsblase der 90ziger und der Einwohnerschwund (Dresden 1939 / 630.000 Einwohner // Leipzig / 710.000 !!!) schaffen Tatsachen, an denen man nicht vorbeikommt : Der Wohnraum wird einfach nicht mehr gebraucht.
    Ich bin nur gespannt, wer nach Auslaufen des Aufbau-Ost-Programms die ganzen Straßen in die Einfamilienhüttensiedlungen und die 4spurigen Umgehungsstraßen um die dann durchlöcherten Stadtkerne im Osten der Republik noch bezahlen soll (oder kann). :?

    Auf der ZDF-Website gibt es eine ganz toll gemachte virtuelle Frauenkirche zu bestaunen. Beinhaltet eine Vielzahl von Rundumblicken in sehr guter Qualität sowohl vom Innenraum als auch von der Laterne. Sogar die Orgel, Glockenstube und Uhrwerk kann man bestaunen...
    Ist für alle Fans ein Muß !

    Da wir gerade am Träumen sind...ich hätte ja immernoch gerne den Neptunbrunnen aus der Friedrichstadt am Neumarkt.
    Jetzt gäbe es sogar 2 Aufstellmöglichkeiten: entweder anstelle der Ecke des Quartier 3 (da läge er schön in der Sonne) oder anstelle des Gewandhauses. Im Krankenhausgelände, welches mittlerweile sehr verbaut ist, kommt er überhaupt nicht zur Geltung ; am Neumarkt könnte er ein toller Blickfang werden . (Sehe schon die Fotos: Frauenkirche durch glitzernden Wasserstrahl durchscheinend :applausgrinsen: )

    Genau diese Ecke stört mich eigentlich auch...
    Als ich das Thema hier schon einmal anschnitt, war die Antwort, in Dresden gäbe es schon genug große und zugige Plätze...
    Da an dieser Ecke sowieso fast nichts rekonstuiert werden soll, könnte man sie in meinen Augen auch weglassen...fände ich harmonischer und ästhetisch ansprechender. Man darf ja auch nicht vergessen, daß dieser Platz völlig unplanmäßig gewachsen ist (siehe auch Alte Wache und Gewandhaus) und keinesfalls ideal zu nennen ist. Und die Sichtbeziehungen zum Quartier 2 / Coselpalais wären auch besser.
    Bin scheinbar nicht der Einzige, der so denkt. (Wo ist denn diese GNHD-Skizze her?)

    ...oder man nimmt eine Hebebühne... :)


    Was mir an der runden Ecke des QF auffällt, sind die vollständig mit Fenstern "gefüllten" Rundbögen. Das ist auf den alten Fotos anders.
    Irgendwie wirken die normalen Fenster dadurch gestaucht und die Fassade durch den mehrfachen Wechsel etwas unruhig. Es ist aber bestimmt der ursprüngliche Erbauungszustand der rekonstruiert wird...oder?

    Auf der GHND-Seite gibt es ja wieder schöne Bilder zu bestaunen.
    Beim Sockel für das König Friedrich August Denkmal fällt mir immer auf, dass er um 45 Grad gedreht aufgebaut wurde. Die Podeste für die Allegorien sind jetzt schräg seitlich angeordnet. Soll das die optische Wirkung der Hauptperson verbessern oder weshalb hat man das gemacht. Vielleicht weiß ja jemand etwas darüber.

    Worüber man sich so alles aufregen kann... :augenrollen:


    Wovon soll denn der Erhalt der Kirche bezahlt werden, wenn nicht von Eintrittsgeldern und Spenden. Eine Kirchgemeinde mitsamt Kirchensteuer gibt es nicht...und der liebe Gott wird es wohl auch nicht richten...

    Auf der Prager Strasse kann man sowieso nicht mehr viel retten. Da kann meinetwegen auch eine Superanerkannteinternationalstyleglasfassade hinkommen.
    Um ganz ehrlich zu sein, (vielleicht ist das auch nur meine Nachkriegssozialisierung) empfinde ich die Staffelung aus Richtung Hauptbahnhof als recht spannend. Erst die absolute Moderne an Hauptbahnhof und Prager (Corbusier in Reinform), dann die angepasste Architektur am Altmarkt und schließlich als Höhepunkt: Das "Alte" Dresden. Wenn die Quartiere eine in sich geschlossene Struktur haben, wirkt das in meinen Augen auch recht ansprechend. Was ich persönlich überhaupt nicht mag, ist so ein Durcheinander a la "hier ein Glaskasten , dort ne angepasste Putzfassade mit Betonsäulchen und dazwischen eine verschämte Barockfassade( mit nem Kino dahinter, oder so :?)... "
    Da ist mir eine einheitlich zeitgenössische Bauweise wie am Hauptbahnhof lieber. Die nimmt man hoffentlich (wenn sie jemals fertig wird) als eine Einheit wahr, auch im ästhetischen Sinn. (wenn sie auch nicht jedermanns Geschmack ist)
    Natürlich will ich so etwas Modernes nicht am Neumarkt, das ist klar. Aber die anderen Quartiere sind schon so geprägt, daß man dort in dem Stile weiterbauen sollte, um einen einheitlichen Stadtraum zu erschaffen.

    Eines der Hauptgebäude zum Altmarkt hin war auch ein Barockgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Also nicht nur Gründerzeitbauten. Der wirtschaftliche Druck zwang schon damals den Bauherren (ende 19. Jhd.)
    zu solchen Umbauten. Ein Spitzdach ist einfach nicht so wirtschaftlich, wie ein Flachdach (viel Dachfläche bei wenig Nutzraum).
    Dass die Gegend vom alten Kaufhaus Renner so günstig liegt glaube ich nicht. Sonst wäre das Grundstück längst wieder bebaut. Die Kundenströme ziehen entlang der Altmarktwestseite. An der Kreuzkirche, vor allem Südlich von ihr, fehlt einfach das Hinterland...da geht es nur auf eine große grüne Wiese...

    Was ich sehr faszinierend finde, ist der geplante Grünzug mit Wassergraben an Stelle der heutigen Wallstraße. Das würde die Gegend, die heute von einem riesigen Parkplatz und einigen Baracken bestimmt wird, bedeutend aufwerten.
    Überhaupt wäre ein durchgehender Grünring um die Altstadt sogar eine Verbesserung gegenüber der Vorkriegssituation. Nach der Schleifung der Festungsanlagen hat man es in Dresden nämlich verpasst, an ihrer Stelle einen schönen Grünzug anzulegen, wie es in vielen Städten geschah. Stattdessen schlängelten dich da 2 Straßen um das Zentrum, und dazwischen stand eingequetscht eine Häuserzeile. So eine Promenade hat viel Flair. Ich wohne in Münster an derselbigen und kann das aus eigener Anschauung nur zu lebhaft bestätigen. :D

    Gerade die Spiegel würden das HdS unheimlich "barockisieren". Dann wäre diese kasernenartige Strenge, die ich einige Posts zuvor angesprochen hatte, aufgebrochen.
    Wesentlich mehr,als das Fehlen des Hotels Stadt Rom, stört mich die Mondlandschaft auf dem Quartier 3. Da steht auch nichts in Aussicht...eine Holding hält die andere...und Dresden schaut in die Röhre...bzw. in die Baugrube.

    Auf dem unteren Bild sieht man das Haus"Zum Breiten Herd" (steht über dem Erdgeschoß auch dran :zwinkern: ) und daneben das Gildehaus.
    Das Haus "Zum Roten Ochsen" liegt links um die Ecke und beherbergt eine Galerie.
    In Erfurt wurde in den letzten Jahren eine innerstädtische Industrie-Brachfläche direkt hinter dem Dom revitalisiert.(Mit neuer Oper, Hotel, Büros, Altersheim...)Die entstandene moderne Glasbebauung bildet einen interessanten Kontrast zur restlichen vollständig erhaltenen Altstadtbebauung am Dom und Feste Petersberg. Die Gebäude sind nur max. 4 Geschosse hoch und fügen sich in den urbanen Kontext, die Straßen zum Teil mit Kleinpflaster belegt. Da kann man (in meinen Augen) wirklich von einem spannenden Kontrast sprechen, da hier wirklich nur ein wenig Neues in viel Altes integriert wurde, was so wohl nur in Erfurt möglich ist, da diese Großstadt im Krieg fast nicht zerstört wurde.
    Dies wäre wohl der Weg der Moderne auch in Deutschland gewesen...wenn nicht...naja diese Diskussion führen wir ja schon länger.

    Ich meinte nicht die Fensterbreiten, sondern die Breite des Putzstreifens nach jeweils 6 Fensterachsen. Auch am Gaubenabstand sieht man die Gliederung. Also jetzt mal nicht so blind durch die Welt laufen :zwinkern: .
    Und die Nazibauten aus den 30igern haben genau die gleichen stehenden Fensterformate mit 4geteilter Sprossung.(mal vergleichen mit Außenministerium oder Finanzministerium (wenn sie verputzt wären) in Berlin). Mit Kasernenbauten meinte ich den generellen Stil der Bauten, da sah eigentlich alles wie Kasernen aus.

    Die Gliederung ist doch auch deutlich in der unterschiedlichen Breite der Mauerstege zwischen den Fenstern zu sehen. Wenn ich mir die Fotos ansehe, gab es beim Original auch nicht mehr an Gliederung.
    Schön wäre es, wenn es auch in den anderen Geschossen barocke Spiegel gäbe...so wirkt die Fassade auf mich ein wenig, wie ein 30er Jahre Nazi-Kasernenbau oder auch wie die 50er Jahre DDR-Bauten.
    Alles in Allem aber ein toller Baufortschritt, nur schade, dass die Mübau Pleite gegangen ist...diese Mondlandschaft wird das Bild vom Neumarkt auch nach der Fertigstellung der jetzigen Bauvorhaben sehr negativ beeinflussen. Und die Stadt kann nicht mal einen Park anlegen (wie am Altmarkt), weil ihr die Grundstücke nicht mehr gehören.
    Kann man einen Investor eigentlich nicht zwingen, innerhalb einer bestimmten Frist zu bauen ? Die Gesellschaft "Hist. Neumarkt" steht doch auch angeblich unter Druck, bald mit dem Bau auf dem erworbenen Grundstück anfangen zu müssen.

    Beim Betrachten des "Galeriebildes" stellt sich mir die Frage, wie Betonwand und Ziegelfassade eigentlich miteinander verbunden werden.
    Wäre alles Mauerwerk, würde man das ja wohl verzahnen, aber in diesem Falle geht das ja nicht. Kommt da einfach eine Schicht Silikon dazwischen oder was?

    Vielleicht wird ja das Sockelgeschoß mit rauhem Sandstein verblendet und die Obergeschosse glatt. (So als Gliederung)
    Auf dem Foto sieht man ja, daß das Sockelgeschoß noch unverblendet ist.

    Ich persoenlich finde die Daecher der neuen Bauten viel besser als diesen pseudo- Mansarddachkram des Hilton.Bei diesem stimmen die Proportionen ueberhaupt nicht. Der obere Teil ist viel zu niedrig und ohne Fenster. Mir stoesst natuerlich auch das Flachdach sauer auf...aber man muss bedenken, dass man das Quartier in Zukunft nur noch aus der Naehe sehen kann, da faellt das nicht mehr so ins Gewicht.

    Das stand genau hinter dem Bahnhof am Friedrich List Platz. Heute beginnt da die endlose Plattenbebauung an der Fritz Löffler Straße.
    Das war wirklich ein tolles Gebäude und gar nicht so kaputt (halt massive Gründerzeit )
    Von der Südvorstadt gibt es einen tollen Band aus der Reihe "Dresdener Stadtteile". Es war ein Viertel der extremen Gegensätze : westlich der Bergstraße das vornehmste dresdner Viertel, das Schweizer Viertel und östlich das dichtbebaute Arbeiter-und Angestellten -Quartier.(Ich glaube es hieß Amerikanisches Viertel, wegen der endlosen Straßenschluchten.)
    Von ihm habe ich nur ein einziges Haus wiedergefunden, während vom Schweizer Viertel noch rund ein Drittel stehengeblieben ist. (Heute durchsetzt mit 60er Jahre "Vorplatte".)

    Leute, Leute, das geht ja hier wieder heiß her.
    Mein Vorschlag wäre, Leipzig-Grünau komplett abzureißen, und alle Bewohner in die Innenstadt zwangsumzusiedeln. Dann wären alle die alten Kisten dringend gebraucht und auch an der Hauptstraße müßten die Leute wohnen, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben wollten...Leipzig in den Grenzen von 1939...zwar immernoch mit ca. 150.000 !!! Einwohnern weniger als damals, aber der gestiegene Anspruch, was persönlichen Wohnraum betrifft, würde das wieder ausgleichen... die Fahrtwege in die City wären viel kürzer und auch zu Fuß zu erledigen, was aus Grünau doch vor allem älteren Mitbürgern ab 35 schwerfällt... weniger Autos...größere Lebensqualität...gespartes Geld...glückliches Forum :D