Posts by Wiederaufbaumelder

Wir wünschen allen Nutzern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021

    Aber bei all der Kritik, die in diesem Forum berechtigterweise geäußert wird, sollte man nicht vergessen, lobenswerte Initiativen zu erwähnen, und sei es nur eine Fassadenrekonstruktion wie in der Greifswalder Strasse 14 (wobei man nicht weiss, wie viel prächtiger die vor der Schändung mal war)


    oder eine Fassadenverschönerung wie in der Greifswalder Strasse 219

    Nur der Vollständigkeit halber noch ein Bild von dem Bau, damit auch nachfolgende Generationen verstehen, wovon die Rede ist, auch wenn der Artikel längst gelöscht ist.
    Warum dieser Kasten ausgerechnet hier aufgestellt werden musste, in einem so geschlossenen Gründerzeit-Ensemble. In einem modernen Umfeld könnte er seine Qualitäten besser zur Geltung bringen. Hier wollte ein bekannter Architekt wohl ein Zeichen setzen. Wofür oder wogegen, das habe ich noch nicht herausgefunden.


    Das sieht ja auf den ersten Blick ziemlich trostlos und gar nicht sooo groß aus.
    Die bisherigen Räumlichkeiten in der Residenz hatten wesentlich mehr Charme.
    Eine vertane Chance.

    war jemand bei der Diskussion und ist da irgendwas bei raus gekommen, was einer Erwähnung wert wäre?


    apropos: Meiner Meinung nach ist der Alexanderplatz nicht mehr zu retten. Egal, wer da was baut, er wird immer einer der hässlichsten Orte der Stadt bleiben, weil man ja jetzt das Haus der Reisens und andere Scheusslichkeiten erhalten zu müssen glaubt.
    Da helfen auch keine Podiumsdiskussion.....

    Wenn man sich bei Wikipedia mal die Historie der Berliner Zeitung ansieht, ist es doch kein Wunder, dass die gegen das Schloss sind, schliesslich wollen sie sich nicht die letzten Leser auch noch vergraulen... die müssen das schreiben.
    Für das Projekt sebst ist die Meinung der Berliner Zeitung 10 Tage vor der Grundsteinlegung so was von irrelevant, dass man sie hier, glaube ich, nicht immer wieder lamentieren muss. Oder liege ich da falsch?


    Während die Sozialisten und Schlossgegner wettern und jammern, werden zwischen Schlossplatz und Lustgarten jeden Tag einfach mal harte und erfreuliche Fakten geschaffen. Die Diskussion ist durch, Leute. Das Humboldtforum kommt, und die Schlossfassade auch!
    Freut Euch drauf, es wird großartig, und am Ende werden das auch die meisten Gegener des Projekts anerkennen müssen.


    Und, wie viel habt Ihr schon für die Fassade gespendet?

    Am Wochenende gab es im Rahmen der Veranstaltung "Frühling auf Bötzow" neue Einblicke.
    Leider waren alle Führungen in die Kellergewölbe schon ausgebucht, als ich da war. Aber man verwies darauf, dass es ab Juni regelmäßig Führungen von 90 Minuten Länge geben soll. Mitte Mai eröffnet ein Restaurant und eine Cocktail-Bar auf dem Gelände.
    Die im vorigen Beitrag erwähnten Planungen wurden modifiziert, die aufgestelzten Gebäude entfallen, stattdessen soll es wohl wieder eigenes Bier und einen Biergarten geben. Toll wäre natürlich eine Rekonstruktion der Fabrikantenvilla. Nicht auszuschliessen, dass Herr Näder auch dazu noch Lust bekommt..... seine Geschäfte laufen gut derzeit.


    Zitat von der Projektwebsite http://www.boetzowberlin.de:
    "Auf einer Pressekonferenz hat Professor Näder in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, am 25. April 2013die Nutzungspläne für Bötzow enthüllt: ab 2015 wird das Ottobock FutureLab hier untergebracht sein. 200 Mitarbeiter werden künftig in diesem Think Tank, der Design Academy sowie in der weltweit modernsten orthopädischen Werkstatt tätig sein.


    „Teile unseres Marketings ziehen auf Bötzow ein: die jungen Wilden – Designer, Gestalter wie auch das Core Team ‚Digitale Zukunft’.“
    beschreibt Prof. Näder seine Pläne. High End Patient Care für den wachsenden Bedarf im Medizintourismus wird in Zusammenarbeit mit
    Berliner Partnern aus der Gesundheitswirtschaft ein Baustein auf Bötzow.
    Ebenso wie der Mobility Concept Store mit einer angeschlossenen gläsernen Rollstuhlmanufaktur, in dem individualisierte
    Mobilitätslösungen angeboten werden. Die Fertigstellung für das ca. 45 Millionen teure Projekt auf ca. 8.600 qm Fläche ist für Frühjahr 2015
    geplant. (...)"

    Wenn ich die Baustellen richtig einordne: Die Umgebung ist allerdings schrecklich. Auf der einen Seite Das KaDeWe-Parkhaus direkt gegenüber - und auf der anderen sozialer Wohnungsbau aus den 70igern. Kein Baum in den Strassen und zwischen den beiden Häusern eine mehr als 100m langer, schmaler Schlauch. Der Kiez obendrein alles andere als edel oder anziehend (meine Meinung, nachdem ich dort 2 Jahre gelebt hatte). Recht ärmlich. Eher bildungsferne Schichten. Schwule Szene, aber leider nicht die Edelschwule-Szene. Keine attraktiven Restaurants oder Kiezläden weit und breit. Ob das die Mischung für jemanden ist, der für einen edlen Quadratmeterpreis ein edles Umfeld sucht? Ausser KaDeWe ist da nur Wüste.

    Das wird sich wahrscheinlich schon bald ändern. Das Ouest-projekt nimmt die zukünftige Entwicklung voraus: Der Wittenbergplatz wird vielleicht schon bald wieder zu dem Edelviertel, das es mal war. Wir wissen ja, wie schnell so was gehen kann in Berlin. Bis es soweit ist, fahren die Käufer mit dem Taxi zum Kudamm.
    Und: Die Käufer solcher Luxuswohnungen wohnen wahrscheinlich zum größten Teil nur zeitweise dort. Die haben auch noch woanders Wohnungen, wo es sich besser überwintern lässt. Die kommen dann vielleicht nur wegen der Kultur und zum shoppen nach Berlin.

    Zum Wiederaufbau gehört auch, dass die Fußwege im Prenzlauer Berg wieder in einen begehbaren Zustand versetzt werden. Bislang musste man in zu vielen Strassen ständig damit rechnen, umzuknicken oder zu stolpern. Und dass in teilweise stark frequentierten Strassen wie der Kollwitzstrasse. Hier ist im letzten Jahr dank eines Sonderprogramms sehr viel passiert, z.B. auch in der Rykestrasse, in der Immanuelkirchstrasse oder wie hier in der Oderberger Strasse:



    Wer dem alten Zustand nachtrauert, kann ihn z.B. noch direkt vor dem Eingang zum Kino in der Kulturbrauerei bewundern...
    wer weiss, wie lange noch?

    Auf dem Pfefferberg-gelände entsteht ja grade ein neues Theater an der Stelle einer bisherigen Ruine, von der einige Originalteile wiederverwendet werden. Hier ist man bereits dabei, das Dach zu bauen. Hier geht es also wirklich ziemlich zügig voran, obwohl es meines Wissens ein rein privates Bauvorhaben ist.


    Auf einem Teil des ehemaligen Todesstreifens an der Bernauer Strasse entstehen nun immer mehr Gebäude, die sich alle auffallend ähneln:



    Ecke Bernauer Strasse/Schwedter Strasse


    zwischen Swinemünder und Ruppiner Strasse:


    und das nächste Projekt zwischen Wolliner und Swinemünder Strasse wird schon vorbereitet:


    hier gehts auch zügig voran. Stand Ende Juli:


    HIer noch der Entwurf dazu



    Alle Bilder wie immer von mir selbst

    Liebe Leute von auswärts:



    Wer über den langen harten Winter Berlin gemieden hat, dem möchte ich nur eben melden:
    Der Wiederaufbau der Stadt geht mit großem Tempo voran!


    Sicher wird es dazu auch bald neues Bildmaterial geben, nachdem das Wetter wieder zu Erkundungstouren einlädt.


    Um nur einige derzeit in Bau befindliche Neubau-Projekte (ohne Renovierungen) im Stadtzentrum zu erwähnen:


    Bundesbauten:
    - neues Bundesinnenministerium neben dem Garten des Kanzleramtes
    - Bürobau des Bundesministerium für Bildung und Forschung am Kapelleufer
    - Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses an der Luisenstrasse
    - Humboldtforum (Bauherr BRD)
    - Bundesnachrichtendienst Chausseestrasse




    Hotels:
    - Intercity-Hotel und Steigenberger vor dem Hauptbahnhof (zur Spree hin)
    - 2 weitere (Ibis und Amano) hinter dem HBF in Vorbereitung, Baustart in Kürze

    - 1 Hotel am Mühlendamm neben O2-World
    - Titanic-Hotels in der Chaussee- und der Französischen Strasse


    Büro- und Geschäftshäuser:
    - OVG am Humboldthafen
    - Palais am Deutschen Theater
    - Atlas-Tower am Breitscheidplatz
    - AVD-Palais Leipziger Platz 16


    Museen:
    - Architekturskizzenmuseum (Christinenstrasse Prenzlauer Berg)
    - James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel




    ÖPNV:
    - S 21 vom HBF zur Ringbahn
    - Verlängerung der M 10 zwischen Nordbahnhof und HBF über Invalidenstrasse
    - U 5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor


    Konsumtempel:
    - „Leipziger Platz 12“ auf früherem Wertheim-grundstück
    - Leipziger Platz Quartier (Ecke Voß/Wilhelmstrasse)



    Dazu unzählige Wohnungsbauten in allen Stadtteilen.
    Die letzten Kriegslücken in den Wohnvierteln werden in wenigen Jahren geschlossen sein!


    Ganz zu schweigen von den zahlreichen großen Sanierungsprojekten (Forum an der Museumsinsel, Bötzowbrauerei, Krausenhöfe,
    Staatsbibliothek......


    schon doll! Berlin ist wieder "Schaustelle" wie in den 90er Jahren, die Touristen können hier Spitzenleistungen der deutschen Ingenieurskunst bewundern, dazwischen hin und wieder sogar eine unverhüllte Fassade.... Berlin ist also nach wie vor eine Reise wert!
    :thumbup:

    Ich weiss nicht mehr, wer diesen Patzschke-Entwurf ins Spiel gebracht hat, aber es ist schon kurios, wie lange das jetzt geht... dabei haben die Baumaßnahmen doch angeblich schon begonnen und der hässlichere Entwurf wird auf der Bautafel gezeigt und Lüscher ist noch im Amt.


    Was soll das Jammern, rund um Leipziger und Potsdamer Platz hat die Moderne für immer gesiegt, kann man abhaken und sich lieber auf andere Projekte und Gebiete konzentrieren, wo vielleicht noch was zu retten ist.


    Ansonsten empfehle ich, hin und wieder in eine schöne Stadt zu fahren, dann lässt sich die Hässlichkeit Berlins besser aushalten.


    Lieber Klassiker, ich stimme Dir zu, und Du kannst Deine Botschaft nicht oft genug wiederholen, aber es ändert nichts.
    Ich weiss, es ist hart, aber es muss gesagt werden: Das alte Berlin wird nie wieder kommen! (Unsere Omas und Opas haben 1933 einfach den falschen Mann an die Macht gelassen. Von da an gings bergab.... dumm gelaufen.)

    Bis zur Fertigstellung an Pflaumenpfingsten oder auch davor werden noch viele Ignoranten über das Projekt lästern. Ich denke, das ist darauf zurückzuführen, dass sie denken, dass hier das Berliner Stadtschloss wiederaufgebaut wird. Dabei ist dies gar nicht der Fall. Vielmehr entsteht ein moderner Museumsbau aus Beton, der an drei Seiten und in einem Hof eine privat finanzierte Fassadenverblendung bekommt, die sich an der Fassade des früher einmal hier gestandenen Schlosses orientiert. Was soll daran schlecht sein?
    Die 912,4 Mio. Euro für den BND-Neubau erregen komischerweise weniger Unmut.

    Fassadenarbeiten an der Staatsbibliothek, zur Strasse Unter den Linden, berechtigen durchaus nicht zu der Hoffnung, dass den Mittelrisalit
    wieder die gliedernde Kuppel E. v. Ihnes schmücken könnte.


    Dazu kann ich erfreulicherweise berichten, dass mir beim heutigen Tag der offenen Tür im neuen Lesesaal von einer Mitarbeiterin bestätigt wurde, dass die Kuppel nach langem Hin und her tatsächlich kommen soll! Es war von Anfang an geplant, darin einen Archivraum unterzubringen, den sie schmerzlich vermisst hätten. . Nun ist zu hoffen, dass sie tatsächlich recht hat, aber sie wirkte da sehr bestimmt und sicher. Der Wiederaufbau der Kuppel sei erst möglich, wenn der vordere Bereich für den Publikumsverkehr gänzlich geschlossen werden kann, also ab März 2013.

    wahrscheinlich mit dem Ende der Legislaturperiode des grade erst gewählten Senats. Bis dahin kann noch viel verbrochen werden.
    Entweder es gibt einen Senatsinternen Umsturz oder einen Volksaufstand. Beides ist nicht zu erwarten, dafür sind sowohl die Stadtpolitiker als auch die Berliner viel zu sehr an Mißstände gewohnt. Es sieht auch nicht so aus, als könnte die Lüscher über irgendeinen Skandal stürzen, die wirkt so glatt und asexuell, und was gilt in Berlin überhaupt als Skandal. Das einzige, was sie stoppen könnte, sind Dinge, die man niemandem wünschen darf.


    Zum Glück gibt es Bauherren, die es irgendwie schaffen, sich ihrem Dikat zu widersetzen und anspruchsvoll bauen, aber ich denke, das sind Projekte ohne Wettbewerb. Apropos, vielleicht weist ihr ja irgendwann doch mal jemand nach, dass sie durch Mauscheleien immer die von ihr favorisierten Architekten zu Wettbewerbssiegern macht, dann hätten wir doch einen kleinen Skandal, den man mit Unterstützung der Bildzeitung aufbauschen könnte, um sie dann doch zu Fall zu bringen....

    Da gebe ich Dir auf jeden Fall recht. Der 2. WK. und die Schlacht um Berlin ist eines der einschneidendsten Kapitel der Stadtgeschichte, und die wenigen Spuren, die es heute noch gibt, sollte man konservieren, nicht zuletzt als Mahnung an die Nachwelt. Das kann die KW-Gedächtniskirche nicht alleine stemmen.
    Wäre übrigens auch mal ein interessanter Extra-thread: Kriegsruinen und Kriegsspuren

    Darf ich noch diese 3 Fotos beisteuern. Hier passen sie am besten hin und ich möchte sie gerne teilen, auch wenn sie nicht so meisterhaft sind wie andere hier präsentierte. Es ist immer wieder spannend, mit dem Focus des Kameraobjektivs Details hervorzuheben, die man im Gesamteindruck vielleicht nicht so wahrnimmt. Nur zwei Beispiele.








    und schliesslich dieses hier vom letzten Sonntag mit der Feuerperformance der franz. Gruppe "Carabosse" zum Stadtjubiläum.

    bis zum Bau der Staab-Häuser wird der Schinkelplatz auf diese Weise verschandelt:



    das wird eine Brücke oder Kabeltrasse rüber zu der Baugrube für den U-Bahnhof Museumsinsel, die man hier besser sieht:



    hier wird also jetzt die Ufermauer eingerissen (die Sandsteinplattenverkleidung wurde natürlich vorher gesichert) und die Baustelle
    immer größer. Warum dazu diese Brücke gebaut werden musste und man nicht von der anderen Seite rankommt , ist mir schleierhaft.
    Aber das wird sich wohl im weiteren Verlauf erklären.