Posts by Wiederaufbaumelder

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Vielen Dank für die vielen Bilder, die aber auch zeigen, dass diese Oranierstatuen irgendwie deplaziert wirken und mit der Idee des Humboldtforums so gar nichts gemeinsam haben.
    Da sie eine späte Zutat des Kaiserreichs sind und Herrn Schlüter möglicherweise auch nicht gefallen hätten, bin ich der Meinung, dass man die nicht unbedingt zurück bringen muss, zumal sie erst wiederhergestellt werden müssten. Die Rossebändiger und der Schlossbrunnen hingegen sollte man schon zurückbringen, weil sie noch existieren und weil sie lange Zeit dort standen.
    Ansonsten sollte man das Schlossumfeld weiter denken als bis zur Schlossterrasse und sich als nächstes auf die Reko der Bauakademie konzentrieren und ggf. noch auf die Gestaltung des Einheitsdenkmals Einfluss nehmen.


    Auch der Einsatz für eine Reko des Martin-Luther-Denkmals wäre ein sinnvolleres Betätigungsfeld für Aktivisten als die Reko der Oranierstatuen, die mich sehr an die Figuren der Siegesallee erinnern, die ja auch aus der gleichen Epoche stammen.

    Fürs Kranzler Eck würde ich mir vor Allem wünschen, dass Gerry Webder woanders hingeht und an der Ecke wieder ein richtig großes Kaffeehaus entsteht, wo sich "tout Berlin" (und nicht nur Touris) trifft. Das "Romanische Kaffee" im Waldorf konnte mit seinen Mondpreisen (die sich kein Künstler leisten kann und wohl auch nicht leisten können soll), ja nicht an seine große Geschichte anknüpfen, aber vielleicht gelingt es ja bei einem neuen Café Kranzler.

    All die Bilder beweisen doch, dass es durchaus möglich wäre, Deutschlands Altstädte im großen Stil zu rekonstruieren. Aber das ist natürlich politisch nicht gewollt.
    Aber jedes Beispiel, sei es Frankfurt, Dresden oder Potsdam, regt im besten Fall Privatleute, Investoren und Fördervereine zu weiteren Projekten an...

    "So
    wie es früher einmal war: Der Aufbau der Frankfurter Altstadt hat
    begonnen. Neben 20 Neubauten soll es 15 Rekonstruktionen geben."


    Wenn es mal nicht um 20 - 30 Bauten, sondern um 1500 bis 2000 Bauten gehen sollte, dann kann man schreiben: Der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt hat begonnen. Frankfurt am Main hatte vor den Luftangriffen alleine schon 2000 Fachwerkhäuser.


    Der "Aufbau der Frankfurter Altstadt" erfolgte etwa zwischen 794 und 1945. Ein Wiederaufbau ist ausgeschlossen. Worum es hier geht, hat Ähnlichkeit mit dem Projekt Nikolaiviertel in Berlin - eine Mischung von verklärener Altbauromatik und Zugeständnissen an die Gegenwart.


    Am Ende noch ein schöner Patzer: "sogenannte Spoilen"..... statt Spolien. Journalisten müssen ja nicht alles wissen, aber korrekt Begriffe recherchieren sollten sie schon können.

    und vom alten Westen in den alten Osten, Ortsangabe überflüssig, oder? :wink: ebenfalls 1956



    Offenbar nicht, denn "vom alten Westen in den alten Osten" ist ja eindeutig falsch. Das Bild ist doch von der Frankfurter Alle Richtung Frankfurter Tor aufgenommen, da ist Westberlin doch weit entfernt.

    Frau Schachinger lebt noch und ich werde ihr bei nächster Gelegenheit vom neu erwachten Interesse an ihrem Buch von 1969 berichten!


    Dann richten Sie ihr bitte schöne Grüße aus und sie möge es mir verzeihen, dass ich die Bilder hier veröffentlicht habe. Wenn sie oder jemand Anderes damit ein Problem hat (Copyright), dann lösche ich sie wieder. Vielleicht können Sie sie aber auch ermuntern, weitere Bilder, die sie sicherlich damals gemacht hat, hier zu zeigen. Oder hat sie ihr Bildarchiv schon an das Stadtarchiv abgetreten?

    Hallo
    ich habe kürzlich ein Buch erworben, das mir recht selten zu sein scheint, und in dem ich einige seltene Aufnahmen vom Fischerkiez vor dem Abbruch entdeckt habe:
    Hier das Cover, das sehr schön die absolut erhaltenwürdige Reihe an der Friedrichsgracht zeigt:


    Weitere Bilder aus dem Buch (erschienen 1969 im Westberliner Verlag Bruno Hessling, den es nicht mehr zu geben scheint)







    Dsa Buch behandelt auch Beispiele aus anderen Ecken der Stadt....

    stimmt, der Wiederaufbau ist erfolgt, aber wie?
    Eine Rekonstruktion des Vorkriegszustands wäre, selbst wenn sie gewollt wäre, nach dem Krieg nicht bezahlbar gewesen.
    Dass sie nicht gewollt war, haben die Entwicklungen nach 1945 ja gezeigt.
    Dieser Zug ist also längst abgefahren, und auch die letzten Flächen, auf denen eine Rekonstruktion von Einzelbauten möglich wäre, sind bald bebaut. Klassiker nennt hier ja immer wieder viele Kandidaten für eine Rekonstruktion. BIs auf das Schloss und die Bauakademie gibt es aber derzeit keine weiteren mir bekannten Vorhaben dieser Art.

    Als Wiederaufbaumelder muss ich leider sagen: Wiederaufbau unmöglich!


    Wenn man bedenkt, welch unglaubliche Aufbauleistung innerhalb weniger Stunden zunichte gemacht wurde, kann man nur mit dem Kopf schütteln ob der Primitivität der Politiker und Militärs. Aber mit der Bombardierung von u.a. London, Coventry, Rotterdam und Warschau haben die Deutschen leider selbst für eine völlige Enthemmung auch bei den Alliierten gesorgt. Bomber Harris hat wahrscheinlich mehr aus Wut als aus Vernunft gehandelt...


    Die zerstörten Städte werden uns Deutsche immer an unsere damaligen Verfehlungen erinnern, und die amerikanischen und britischen Touristen dürfen sich auch ein bisschen für ihre damaligen Regierungen schämen....

    Auffallend ist doch, dass überall im Komplex das alte Berlin und das alte Wertheim zitiert werden.
    Auf diese Weise will man an alte Größe anknüpfen, aber es wirkt schon sehr bemüht.
    Eigentlich ein Eingeständnis an das eigene Versagen, etwas halbwegs Gleichwertiges, Eigenständiges hinzubekommen.


    Die Fassade wird am Ende von unzähligen Logos verschandelt sein, Innen sieht Alles statt wirklich edel nur auf edel gemacht aus.


    Bin mal gespannt, ob das Konzept von Herrn Huth aufgeht und die Berliner und Touristen wirklich so kaufgeil sind, dass alle 270 Läden davon leben können.


    Herr Huth hat ja laut Presse weitreichende Visionen einer Shopping-Landschaft zwischen Potsdamer Platz und Hackeschem Markt.... die Innenstadt als einzige Konsum-Landschaft, so wie es angeblich vor dem 2. Weltkrieg war.....


    na dann... viel Spaß beim Shoppen!!