Posts by Oliver

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Ich habe im Internet ein hübsches Beispiel für Geldverschwendung gefunden.


    http://www.steuerzahler-nrw.de…38c34630i1p131/index.html


    Schon eine Unverschämtheit, fast 600000 € für ein paar Pflastersteine zu verlangen.


    Ein Zitat von der Seite sagt alles:


    Quote

    Unterm Strich zahlt der Steuerzahler also rund eine halbe Million für ein Porträt, das man nicht erkennen kann. Ach ja, zentnerschwere „Pixelstühle“ aus Beton, ein Baum und Lampen werden den Platz vervollständigen. So schafft die Stadt nach eigenen Worten „neue Stadträume mit hoher städtebaulicher Güte und Aufenthaltsqualität“. Vielleicht hat „Qualität“ doch mit „Qual“ zu tun...

    Quote from "Breslau06"

    Ich war vor 3 Wochen in Bern. Diese Geschlossenheit ist wirklich beeindruckend, wie man sie in Deutschland höchstens noch am Prinzipalmarkt in Münster antrifft. .


    Der Prinzipalmarkt ist aber nur eine schwache Rekonstruktion der ehemaligen Bebauung und Münster selbst besteht doch eher aus typischer 50er Jahre Notarchitektur.

    Hallo Stefan,
    das Gebäude war aber schon vorher nicht gerade eine ästhetische Freude ! Das wird übrigens das Schicksal vieler Häuser sein, wenn demnächst energieabhängige Steuern für Nicht-Nullenergiehäuser kommen werden. Das Gesetz liegt schon in der Schublade der Ministerien ! Wie dann die letzten Reste deutscher Altstädte aussehen werden, kann sich wohl jeder albtraumhaft ausmalen.

    Kann es noch eine größere Demütigung für die 60er Jahre "Architekten" geben, als eine Abrißprämie für ihre Bauten auszuschreiben !? Schade, daß Herr Behnisch es nicht mehr miterleben darf, wie seine Bauten mit Abrißbirne und Abrißprämie "nachbearbeitet" werden.


    P.S. Kennt Ihr auch den Clip bei Youtube mit Helge Schneider als Abrißunternehmer Jean-Luc Borowski ? "Ich höre schon das "Fis" in den Städten Deutschlands, den Anlasser für die Abrißbirne". :lachen:

    Hallo Cosmea,
    ich empfehle Dir zwei Artikel von Karl Erwin Fuchs in den Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein Bände 183 und 185. Er befasst sich darin mit Grenzsteinen aller Art aus Kurköln. Dort ist auch eine breite Literaturliste zu finden. Für Rhein-Main findet sich in der Liste u.a. folgende Publikation: R.Zorn, Grenzsteine des Rhein-Main-Gebietes. Hofheim i.T. 1931.

    Quote from "SchortschiBähr"

    ...Ich kann nur alle Forumsmitglieder und alle Mitlesenden wärmstens dazu einladen auf die Großdemos zu kommen und sich für eine bürgerbestimmte, direkte, demokratische Mitbestimmung und menschenwürdige Gestaltung unserer urbanen Umwelt zu engagieren, einfach durch leidenschaftliche Präsenz!
    ...


    Den Eingangsbeitrag zu diesem Thema habe ich bereits 2004 geschrieben, also lange bevor irgendwelche Abrißbirnen am Hbf aufgezogen sind. Warum hat sich denn damals in der demokratischen Planungsphase keiner von den heutigen Demonstranten dagegen ausgesprochen ? Damals hätte man die Planungen überarbeiten können, um ein noch besseres Konzept zu erhalten. Aber offenbar hat diese Möglichkeit der Einflußnahme keiner von den heutigen Demonstranten genutzt und hat lieber Däumchen gedreht. Es ist einfach nur lächerlich, nun die Demonstrationszüge als "bürgerbestimmte, direkte, demokratische Mitbestimmung" zu beschönigen, denn in Wahrheit haben sie mit einer demokratischen Findungsphase nichts gemein.
    Das Projekt selbst finde ich gut, denn gigantische Gleisflächen können nun endlich für einen urbanen Städtebau genutzt werden und laut dem Zitat von 2004 soll sogar noch der Park um 20 ha größer werden ! Ich kann die Aufregung nicht nachvollziehen.

    Der Fuchsschwanz fehlt noch ! Ist ja im Prinzip alter kalter Kaffee und erinnert mich an den Vierzylinderbau von BMW, dessen Architekt sich später das Leben nahm. Ich kann dem Diplom-Inchnör (sic) nur den Tip geben, den Job zu wechseln und KFZ-Designer zu werden. Irmscher sucht bestimmt noch einen mittelmäßigen Designer für den neuen Manta.

    Hallo Lucien Steil,
    wie ich schon vor Jahren schrieb finde ich den Barcelona-Pavillion von Mies v.d. Rohe wirklich gelungen, aber diese Architektur funktioniert eben nur mit absolut hochwertigen Materialien. Wenn man beim Material auch nur die kleinsten Kompromisse eingeht, sieht es scheuslich und grauenhaft aus. Im Vergleich zu seinen Bauten seiner Frühphase (siehe den o.g. Link zu Allan Greenberg) ist der Barcelona-Pavillion einfach besser - ästhetischer und vom Material einfach qualitativ wertvoller. Oder ist das Beton da auf den Bildern ? Allerdings scheint es bei Mies nach dem Pavillion einen qualitativen Einbruch gegeben zu haben, denn da stimmt an seinen Bauten ja nun überhaupt nichts mehr, wenn ich da so an die Klötze am Berliner Alex denke.

    Stimmt doch gar nicht, Halleluja ! In dem obigen WTC-Vorschlag ging es allein um Büroflächenmaximierung und um Schattenwurfaspekte. :blumen:

    Das Problem ist doch, daß es keine schönen neuen Bauten mehr gibt, sondern nur noch architektonische Varianten der Hässlichkeit. Die Varianz der Hässlichkeit verkleinert sich aber erstaunlicherweise, wohl universitär bedingt - wegen der Einfalt der Architektur-Professoren. Dabei muss ich feststellen, daß das Maximum an Hässlichkeit noch lange nicht erreicht ist und ich den zeitgenössischen Architekten in dieser Disziplin noch einiges zutraue.

    Ich habe meine Meinung zum Stadtschloß seit einiger Zeit revidiert. Nicht weil ich klassische Architektur nicht mehr mag, sondern weil ich es für unverantwortlich finde, Prachtbauten in Städte zu bauen, die es nicht verdient haben. Ich finde es daher in Ordnung, daß der Bund sich nun langsam aus dem Projekt zurückzieht und nur noch eine grüne Wiese hinterlässt, auf dem die Hunde der Berliner ihre barocken Haufen ablegen können. Wenn man in München, Hamburg oder Köln sowas bauen würde, könnte ich dem Projekt schon eher was abgewinnen. Allerdings sollte dann der Bau nicht so einfältig mit Glas- und Stahlbetonintarsien verunstaltet werden, sondern vom Volumen kleiner und gemäß überlieferter traditioneller Proportionenlehre ein Optimum an Eleganz darstellen. Das oben dargestellte Projekt in Berlin sollte nun endlich als Luftschloß in die Annalen eingehen.

    Quote from "youngwoerth"

    Mit Kiste haben die beiden Entwürfe ja wohl nicht viel zu tun. Dir sei natürlich Deine Meinung gegönnt, Oliver, aber ich empfinde sie zuweilen als beinahe extremistisch-konservativ und sich undifferenziert sich gegen alles und jegliches Neue sträubend. An vielen Ecken taucht dann alle Tage mal wieder ein negativer Einzeiler von Dir auf, vielleicht denkst Du ja mal darüber nach, wie das auf Dauer auf Andere wirken kann. Ich wurde ja selbst gerade von Dase daran erinnert, dass man manchmal seine Empfindungen besser für sich behält und gebe das nun mal ganz vorsichtig an Dich weiter. :zwinkern:


    Hallo Youngwoerth,
    meinetwegen kannst Du gerne Hadids 08/15-Bau zujubeln. Ich werde weiterhin Mainstreamarchitektur als selbige bezeichnen, auch wenn es Dir nicht passt und Du Kritiker deswegen als "extremistisch-konservativ" bezeichnest. Würdest Du bei Hadids Borg-Bau eigentlich auch 2 Katzen empfehlen, damit es gemütlich wird ? Für mich und den Großteil der Forumsmitglieder sieht nunmal der optimale Entwurf für Bonn so aus:



    Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/F…Garnier_bordercropped.jpg
    Author : -- Eric Pouhier Date : December 2005
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    Quote from "RMA"

    Wie geschah es eigentlich, dass du zum Misanthropen wurdest, Oliver? :augenrollen:


    Hallo RMA, das musst Du mir mal erklären ! Was soll an meinem Beitrag menschenfeindlich sein ? Stimmt es denn nicht ?