Posts by Oliver

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    Du bist aber sehr gnädig mit Münster ins Gericht gegangen. Nacht- und Schneefotos vom Prinzipalmarkt mögen vielleicht die Bausünden vergessen lassen, aber die sind in der Stadt real vorhanden. Bei strahlendem Sonnenschein und abseits der Touristenpfade schaut man dem Münsteraner Bauhorror tief ins Gesicht.

    Zeno, in den oben gezeigten Straßenzügen ist meist jedes Haus als Solitär geplant ohne das das Haus in seine Umgebung harmonisch eingebettet ist. Gerne bestätige ich Dir hiermit, daß dies auch in NRW nicht anders ist. Wir müssen endlich dazu kommen, daß sich die Architekten auch mit dem Umfeld beschäftigen und nicht einfach ihren Kasten durchsetzen wollen.

    Offenbar ist auch Tokio nicht vom sogenannten Modernismus, der nun schon seit 100Jahren propagiert wird, verschont worden. Die gleiche Bildsequenz sieht in vielen Städten der Welt ähnlich aus. Ich habe noch keine Sequenz gesehen, wo es nachher besser als vorher aussah.

    Danke für die vielen Bilder ! Die Stadt wirkt sehr unharmonisch, weil offenbar jeder Bauherr schon damals so bauen durfte, wie er Lust und Laune hatte. Offenbar pflegt man in dieser Stadt eine dekonstruktivistische chaotische Städtebautradition.

    Hallo, danke für den guten Bildbericht. Ich sehe es ähnlich wie der Pfälzer Bub, denn jede gefallene 60er Jahre Fassade ist ein Gewinn für jede Stadt. Das ist ein gutes Zeichen, denn am Anfang der traditionellen Moderne steht der Abriß.

    Warum hat denn die modernistisch gestaltete Fassade einen 10 m Vorsprung ? Besser wäre doch eine 10 m zurückversetzte Fassade, damit man später diesen Teil ebenfalls fassadenrekonstruktiv anpassen kann. Von daher wäre es auch besser, wenn man diese Seite nach einem Provisoriumkonzept designt. Zum Beispiel statt mit Beton lieber guten modernistischen Klinker nehmen und die exakte Lochfassade von damals rekonstruieren.

    Man muss diesen Leuten die Möglichkeit der Kreditaufnahme nehmen, sonst bauen die weiter auf Kosten der nachfolgenden Generationen so einen Müll. Kein Mensch braucht eine breitere Brücke dort.

    Hallo Nothor,
    Berlin ist im Grunde nicht mehr zu retten. Das muss man ganz klar so ausprechen, denn all die Bausünden sind einfach schon aus logistischen Gründen nicht mehr konventionell zu entfernen. Um es mal medizinplastisch zu formulieren: Man müsste das jetzige Gesicht der Stadt herausoperieren und durch ein frisches Transplantat ersetzen. Das wäre ein Projekt, wie es Deutschland noch nicht gesehen hat. Deutschland wird es auch nie sehen, denn wir werden uns mit übelstem Städtebau bis an unser Lebensende herumplagen müssen.

    Wie kann man sowas bauen ? Jede grüne Wiese ist schöner als dieses Monstrum deutscher Bautechnik. Ästhetik scheint an Deutschlands Architekturfakultäten ein Fremdwort zu sein, bzw. eine rein philosophische Bedeutung zu besitzen. Der Architekt der dies verbrochen hat, sollte besser Brötchen backen.

    Hier auch zu sehen:
    Berlin | Stadtschloss - Rekonstruktion als 'Humboldt-Forum' | In Planung - Page 32 - SkyscraperCity


    hmm den Artikel konnte man über google aufrufen und er wurde vollständig angezeigt...

    Und für sowas spenden Menschen 70 Mio € ? Der Bunker da in Mausgrau ist ja schon in der Miniaturgrafik extrem fad - wie soll er da bloß in realiter ausschauen ? Da machen die 10 Meter hohen Fenster (siehe Auto unten links in der "Einfahrt") den Kohl auch nicht fett. Die Kombination von Schlüterfassade und Bunkerstil sieht im höchsten Maße krank aus.

    Danke für die Bilder. Die ersten Bilder von der Flora schmerzen schon, denn ich habe noch keine so genannte Entkernungen gesehen, wo es Nachher besser als Vorher war. Ich mag es kaum schreiben: Gab es eine wertvolle Innenarchitektur, die jetzt für immer verloren gegangen ist ? :unsure:

    Johan, danke, daß Du uns die Welt ins Wohnzimmer holst ! :-D Freiburg wirkt im ersten Moment etwas farblos auf mich, aber von der Bausubstanz recht nett. Liegt sicher an dem Felsen dort, der städtebaulich wohl eher suboptimal ist. Regnet da sicher viel oder warum haben die so große Dächer ?

    Hallo MunichFrank,
    warum sollten Handwerker (es sollen ja Handwerkerhäuser gewesen sein) die komplizierte Technik mit Stürze bzw. Architrave verwendet haben ? Man schaue sich doch nur heute die Werkstätten der Handwerker an: funktional müssen sie sein und preisgünstig. So dachten die Handwerker auch schon vor 2000 Jahren.
    Meiner Meinung nach wurde jetzt mit Stürze gebaut, weil die heutzutage kostengünstiger sind als Rundbögen. Im Gegensatz zu früher. Es ist also allein dem fehlenden Geld beim Auftraggeber geschuldet, daß hier so gebaut wurde.

    Wieso hat der Bund das Grundstück jetzt übernommen ? Ich finde, daß der Bund sich aus solchen Dingen herauszuhalten hat, denn es ist nicht die Aufgabe des Bundes ein Schloß zu rekonstruieren. Das soll natürlich nicht heißen, daß man es nicht bauen soll. Am Kölner Dom wird heute noch gebaut und vom Bauvolumen ist das Schloß von ähnlicher Größe. Also: Einfach mit der Reko beginnen und was daraus wird sieht man in einigen hundert Jahren. Je schneller das Schloß "hochgezogen" wird, um so gräuslicher wird es werden.