Posts by zeitlos

    Stadtarchiv Nürnberg/ Denkmalarchiv F.A. Nagel


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    Das Denkmalarchiv des Kunsthistorikers Friedrich August Nagel (1876–1959) stellt zu einem großen Teil den Ausfluss privat motivierter Forschungsarbeit zu verschiedenen lokalgeschichtlichen Themen dar. Die Aufnahmen sind besonders wertvoll, da auf ihnen nicht nur die bekannten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten abgelichtet wurden. Die bevorzugten Bildmotive Nagels waren die Anfang des 20. Jahrhunderts noch vorhandenen Reste der barocken Gartenkultur Nürnbergs. Sie machen die Fotosammlung zu einer einmaligen Quelle für die Garten- und Bauforschung. Daneben hat Nagel auch die Zeugnisse bäuerlichen Wohnens im Umland in den Blick genommen. Neben den Fotosammlungen sind im Stadtarchiv Nürnberg auch der gesamte wissenschaftliche Nachlass des Forschers und Fotografen sowie seine für das Bauamt durchgeführten topografischen Untersuchungen zu historischen Bauten zu finden. Mehr dazu auf https://stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de/fotografieren-fuer-den-denkmalschutz-drei-bildbestaende-vorgestellt/

    Quelle: Facebook, Stadtarchiv Nürnberg

    ... Dahinter wird das leider nicht weniger schreckliche Kaufhof-Parkhaus sichtbar. Aber das könnte in den nächsten Jahren ebenfalls fallen, da es im allgemeinen Konsens als verzichtbar eingestuft wird. Was dahin kommen könnte, ist eine spannende Frage ...




    Hier die aktuelle Entwicklung zum Kaufhof-Parkhaus:

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    Gemeinderat stimmt Deal mit Grundstückseigentümer zu


    In seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien ist der Gemeinderat am Mittwoch dem Vorschlag von Oberbürgermeister Frank Nopper gefolgt und hat einem Deal mit dem österreichischen Immobilienmogul René Benko zugestimmt. Demnach erhält die Stadt nun das Parkhaus-Gelände, während sie das Grundstück des Kaufhaus-Gebäude Benko überlässt. Nachdem diese Grundsatzentscheidung nun gefällt ist, steht einer Diskussion, wofür das Grundstück genutzt werden soll, nichts mehr im Wege.

    Quelle: https://www.stuggi.tv/2021/07/…2mZvdm6VohRYxO4LyEnC3rVMc

    „Es ist mehr zu retten, als man denkt“ - Verband der Restauratoren VDR


    Quelle: https://www.restauratoren.de/e…jGubROStA408PMsnMKOzZDeoE

    Vielleicht können wir bitte unseren Fokus hier wieder auf die Zerstörung der Ortsbild relevanten Gebäude, Brücken und Denkmälern in den vom Hochwasser betroffenen Städten und Dörfern sowie deren möglichen Wiederaufbau richten? Wenn die politische Vereinnahmung von Themen in diesem Forum keine Rolle spielen soll oder darf, dann bitte auch nicht das Thema Klimawandel.

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    Denkmal-Dilemma: Steht die Geschichte der Heimat im Weg?


    Die Bausubstanz marode, eine Sanierung viel zu teuer. Seit Jahren stehen die Fugger-Häuser im schwäbischen Bubenhausen leer. Abreißen und neu bauen – die einfache Lösung? So wollen es jedenfalls die Bubenhausener und wenden sich mit einer Petition an den Landtag. Doch ihr Gegner heißt Denkmal- bzw. Ensembleschutz. Die schwierige Abwägung lautet: Was soll man in Bubenhausen bewahren? Einen lebendigen Ortskern mit Neubauten oder alte Häuser mit historischer Bausubstanz?

    Quelle:

    https://www.br.de/mediathek/vi…bGyLlomePfVgTXz1TUJlCcTaY


    Der Beitrag ist ab Minute 35:30 zu sehen.

    SWR-DATENANALYSE ZUR FLUTKATASTROPHE AN DER AHR

    Daten und Fakten zur Hochwasser-Katastrophe - STAND 24.7.2021


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    Schätzungsweise 3.000 Gebäude beschädigt - fast 500 zerstört

    Die Flut am 14. Juli reißt mindestens 467 Gebäude mit, darunter mindestens 192 Wohnhäuser. Geschäfte, Hotels, Fabriken und Werkstätten werden vom Wasser zerstört. Von den 4.200 Gebäuden entlang der Ahr sind geschätzt mehr als 3.000 beschädigt worden. Das sind mehr als 70 Prozent aller Gebäude.

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    Daten des EU Copernicus Emergency Management Service


    In der gegenwärtigen Lage ist das tatsächliche Ausmaß des Schadens schwer abzuschätzen. Satellitenbilder liefern eine erste Möglichkeit, aus der Vogelperspektive Daten vor und nach der Flut abzugleichen. Daraus lässt sich eine grobe Schätzung der Schäden an Gebäuden, Flächen und Infrastruktur ableiten. Grundsätzlich tendiert diese Perspektive laut Experten dazu, das Ausmaß eher zu unterschätzen. Die tatsächlichen Schäden sind häufig größer und nicht immer auf den Luftbildern zu erkennen. Der SWR hat die Rapid Mapping Analyse der Europäischen Kommission ausgewertet und die Informationen in den hier gezeigten Karten und Charts aufbereitet. ...


    ... Im Falle der Flutkatastrophe an der Ahr hat Copernicus EMS am 21. Juli 2021 Karten und Daten zu einer ersten Abschätzung der Schäden veröffentlicht.

    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/…0wJsjM4S04TQ1WfaOVswo04yI

    Länderspiegel vom 24. Juli 2021 (Video verfügbar bis 25.07.2022)


    Themen u.a.:

    Was stand eigentlich früher anstelle des Kulturzentrums am Münsterplatz?

    Auf den Seiten der Bauforschung Baden-Württemberg findet man diese Informationen zum ehemaligen Eckgebäude Wessenbergstraße 43 als Teil des Wessenberghauses, ehem. Domhof (Wessenbergstraße 41) lediglich mit einer Aufnahme der Gebäuderückseite:

    https://www.bauforschung-bw.de…hnhaus-in-78426-konstanz/


    Der Liste von Konstanzer Häusernamen (vor1877) in der Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_H%C3%A4usernamen_in_Konstanz)

    können die Bezeichnungen für das ehemalige Eckhaus Wessenbergstraße 43, dort auch "Pfründhaus St. Lukas" genannt, "Zum Rappen" bzw. "Zum Glas oder Kelch" entnommen werden.

    Als mit am stärksten betroffene Stadt infolge des Hochwassers macht es Sinn, hier längerfristig, je nach Kenntnisstand, Artikel und Beiträge zu den (teil-) zerstörten Bauwerken der Altstadt von Bad Münstereifel sowie deren eventuellen Wiederaufbau zu bündeln. Um sich ein Bild von den (bis zum Unwetter) vorhandenen Baudenkmälern zu machen, verlinke ich hier vorab diese Liste: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmäler_in_Bad_Münstereifel

    Ja, sollte, Heimdall 👍

    Die Fassadenrettung oder -wiederherstellung sollte in solchen Fällen eigentlich eine selbstverständliche (baugesetzliche) Mindestmaßnahme und übergreifender Konsens sein. Das dürfte die nicht nachhaltige Abrisswut gegenüber traditionellen ungeschützten Gebäuden zwar nicht komplett verhindern, aber doch begrenzen. Doch selbst in diesem Forum werden/ wurden solche Maßnahmen teilweise als „Fassadismus“ kritisiert und das im Wissen um die Tatsache, wonach die überwiegend modernistischen Nachfolgebauten keinen Mehrwert für das Stadtbild darstellen.

    Franzmichael


    Der Denkmalschutz winkt in seiner Begrenztheit in aller Regel bei traditioneller Architektur mit der Begründung ab, dass bereits zu viel ursprüngliche Substanz des Gebäudes verloren gegangen sei und damit nicht mehr schützenswert ist - Stichwort: Substanzfetischismus.

    Der Fokus der Denkmalbehörden richtet sich inzwischen ohnehin auf den Schutz der Nachkriegsarchitektur und ihren stadtbildzerstörenden Hinterlassenschaften. Von dieser Seite ist für unser Anliegen keine Unterstützung zu erwarten, eher das Gegenteil, also dort wo rekonstruiert werden soll, erhebt die Denkmalpflege, obschon Neubauten, mahnend bis verhindernd ihre Finger.


    Im Albstadter Fall kommt hinzu, die Bausubstanz sei so schlecht, dass die beiden Gebäuden nicht mehr zu retten seien. Ob es tatsächlich zutrifft? Wir müssen es wohl oder übel glauben. Gleichwohl gilt, glaube keinem Gutachten, das du nicht selbst gefälscht hast. Denn auch hier wissen wir aus Erfahrung wie im Einzelfall mit unliebsamen ungeschützten Gebäuden in der Praxis verfahren wird.

    Nachhaltig ist der Abbruch natürlich auch nicht - Stichwort: Graue Energie.