Posts by Stadtmensch

    Zur Not muss man den "Investor" eben wieder enteignen.


    Sicher wird es zu einem Gerichtsverfahren um die Höhe der Entschädigungssumme kommen und da kann man dann in einem Aufwasch gleich mit untersuchen, wieso es dazu kommen konnte, dass so ein Wassergrundstück einfach so für den Preis einer besseren Einbauküche verkauft wird.

    Ich war schon lange nicht mehr in Itzehoe, aber soweit ich mich erinnere, sind da noch einige Straßenzüge mit Gründerzeitlern erhalten - Fotos wären toll!

    Ein fehlender Fahrstuhl und einigermaßen aussichtsreiche Rettungs- und Löschmöglichkeiten bei Feuer waren sicher auch ein Hindernis für eine größere Höhe.
    Rein technisch ist viel mehr drin, wie das Beispiel des Senders Gleiwitz zeigt. Aber ich persönlich würde ungern in 50m Höhe in einem Holzhaus wohnen in einer Stadt, in der es immer wieder mal zu Bränden kommt.
    Und jeden Tag mehrmals 50m über die Treppe rauf und runter ist auch anstrengend auf die Dauer. Und zeitraubend.

    Für Hamburg würde ich mir auch eine Rekonstruktion der Nikolaikirche wünschen. Die direkt angrenzende Wohnbebauung wäre aber nach heutigen Maßstäben nicht mehr vermietbar. Ich habe noch ein altes Foto aus der Zeit, als das noch stand und das war alles so in der Art wie die Deichstraße oder die Krameramtsstuben am Michel. Als Touristenattraktion schön und gut - aber wohnen möchte ich da nicht und das fängt schon mit der Deckenhöhe an...


    Ich würde anstatt einer Rekonstruktion auf ornamentverzierte Blockrandbebauung setzen und da sollen die Architekten gerne mal etwas neues wagen! Also gedanklich sich bestmöglich in das Jahr 1920 zurückversetzen und dann überlegen: Wie könnte man die Blockrandbebauung weiterentwickeln, ohne in Richtung Bauhaus & Co. abzudriften? Und ohne eine autogerechte Stadt zu planen?


    Architectura pro homine!

    Eine Schande, dass das alte Haus abgerissen wird! Ich denke auch, dass die Baufälligkeit nur vorgeschoben ist und Renditegedanken die Hauptmotivation sind. Es hat nur 2 Wohngeschosse und ist als Altbau auch eher nur einer von den einfacheren. Da kann man keine Luxusmieter mit anlocken und das ist das Todesurteil für dieses Haus.

    Ich habe inzwischen auch eine Seitenansicht des Hauses. Ein Stockwerk ist insgesamt 3,30m hoch - inklusive der Decke von Unterkante Deckenputz in der eigenen Wohnung bis Oberkante Dielen in der darüberliegenden Wohnung.


    Jetzt ist die Frage: wie dick ist so eine typische Holzbalkendecke mit allem, vom Putz bis zu den Dielen?


    ...Nach etwas Nachdenken: Siehe Treppenabsatz im Treppenhaus für den individuellen Einzelfall - oder?

    Uni und Umgebung ist Stadteil Rotherbaum. Nur einige wenige Fachbereiche finden nicht da statt, bspw. Medizin (Eppendorf) und Informatik (Stellingen). Man kann in Hamburg bestimmt stundenlang spazierengehen und nur durch Straßen laufen, die überwiegend noch Altbaubestand haben. Man darf nur nicht in die falsche Richtung abbiegen, denn hässliche Straßenzüge sind leider nie weit entfernt.
    Mit etwas gutem Willen kann man den gesamten Hamburger Westen als einigermaßen zusammenhängendes Altbaugebiet bezeichnen. Hamburgs Problemzone ist der Osten. Im Osten gibt es auch vereinzelt Altbauten, aber da muss man schon genau wissen, wo.

    Eppendorf ist kleiner, als man denkt und Eimsbüttel ist auch so eine Sache. Man muss da unterscheiden zwischen Eimsbüttel als Stadteil und Eimsbüttel als Stadtbezirk.
    Ein Hamburger Stadtbezirk enthält mehrere Stadtteile. Eimsbüttel als Bezirk enthält die Stadtteile Rotherbaum, Hoheluft-West, Harvestehude, Eimsbüttel (Stadtteil), Eppendorf, Stellingen, Lokstedt, Niendorf, Eidelstedt, Schnelsen).
    Die Stadtteile Eimsbüttel, Harvestehude, Hoheluft und Eppendorf zeichnen sich alle durch einen sehr gut erhaltenen, fast geschlossenen Altbaubestand aus. Der Spitzenreiter ist Harvestehude.

    Das mit der Decke im Treppenhaus ist eine gute Idee!
    Ja, ich will die Wohnung evtl. kaufen und wieder auf alt herrichten. Die Wohnung ist aus zwei kleineren Wohnungen zusammengelegt.


    Vorteil:
    - Kann ich mir leisten, ohne mich auf Jahrzehnte über beide Ohren zu verschulden.
    - Lage nicht ganz schlecht: 100m von einem wichtigen innerstädtischen Platz entfernt. Zentral und ruhig.
    - Haus und Wohnung ist/sind keine totale Ruine, es wurde immer mal wieder was gemacht.
    (Dach ist von Anfang der 1990er Jahre, Heizung von 1997, Fenster in der Wohnung eine bunte Mischung aus den Jahren 1983-2012)
    - Keller bis auf einen Raum überall staubtrocken. Und der nasse Raum ist nur nass, weil da wohl ein Rohr etwas leckt.


    Nachteile:
    - Liegt nicht direkt in Hamburg, sondern in einer anderen Stadt am Rande der Metropolregion Hamburg.
    - Ist ziemlich verbastelt.
    - Das Haus als Altbau an sich ist nicht allerunterste Qualitätsstufe, aber trotzdem nur Mittelmaß. Ein Palast ist es nicht unbedingt...
    - Die Räume sind ziemlich klein.
    (Badezimmer 10,5 qm, Kinderzimmer A 10,5 qm, Küche 11,1qm, Kinderzimmer B 11,8qm, Schlafzimmer 12,6qm, Arbeitszimmer 12,6qm, Wohnzimmer 22qm, 2 Balkone zu je 0,8 qm, Flur ca. 5-6 qm)
    - Bis auf die Wohnungstür und die Zimmertüren samt Zargen sind keine Altbautypischen Details erhalten geblieben. Die Türklinken sind irgendwelche hässlichen Baumarktteile.
    - Fußboden Laminat oder Linoleum. Nur im Badezimmer liegt originaler Terrazzo-Boden Fußleisten auch nicht mehr original.
    - Heizkörper für den jetzigen Grundriss schlecht positioniert. )
    - Auch am Haus muss mittelfristig was gemacht werden. Fassade ist in ca. 5 Jahren fällig.
    - Haustür sieht scheiße aus. (Nicht das Eingangsportal, sondern die Nachkriegstür, die da jetzt drin ist)


    Am meisten habe ich Angst, dass die Wohnung eines Tages schwer verkäuflich oder vermietbar ist wegen der vergleichsweise kleinen Zimmer!

    Hallo, ich habe diese Woche eine Wohnung besichtigt und frage mich, ob die Decke hier einfach nur abgehängt oder radikal entstuckt wurde... Ich finde den Abstand der Fensteroberkante zur Decke etwas knapp.



    Hier Innenansichten:



    Hier das Haus von außen:


    Die Deckenhöhe ist jetzt 2,95m und ich frage mich, ob da noch etwas Luft nach oben ist und wenn ja, wieviel.
    Auf Klopfprobe hin klang die Decke hohl. Könnte Rigips sein. Aber es würde bei Schilfrohr wohl auch hohl klingen, oder?
    Sicher ist nur, dass es keine Stahlbetondecke ist. Hätte mich auch sehr gewundert...

    Ich seh schon: Ich muss mich mal auf Fototour machen. Wahrscheinlich warst Du mehr im Norden von Eppendorf unterwegs. Da war es zur Gründerzeit noch nicht so entwickelt und bebaut.
    Tatsächlich gibt es in Eppendorf auch ein paar wenige Nachkriegsgebäude, aber die stehen da wohl, weil der Vorgängerbau wegen schlechter Pflege zusammengebrochen ist. Bombentreffer hat Eppendorf im WKII so gut wie keine einstecken müssen.

    Ja, die wirtschaftliche Nutzung solcher alten Gebäude ist immer ein Knackpunkt. Das bricht vielen Projekten und Ideen das Genick, denn dauerhafte Zuschussobjekte kann sich eine Gesellschaft, ein Staat nicht unbegrenzt leisten. Und gerade Berlin und Umgebung ist ja jetzt schon im Ruf, ein Fass ohne Boden zu sein...
    Für diesen speziellen Fall könnte ich mir eine Nutzung als Spielbank / Casino vorstellen. Im Gegenzug schließt man die jetzige Spielbank Berlin. Dazu noch gelegentliche Sportveranstaltungen, die einen glamourösen Rahmen brauchen. Deutsche Billardmeisterschaft, Tanzturniere und alles, was in diese Richtung geht. Das ist natürlich keine Lösung für jeden x-beliebigen Tanzsaal irgendeines Dorfgasthofs - Aber hier könnte das vielleicht funktionieren!
    Ich würde es aber nicht betreiben wollen, ehrlich gesagt...

    Die Bauten sehen im unteren Bereich ganz ähnlich aus wie auf dem Bild im verlinkten Artikel. Es hängen keine Markisen an den Fenstern im Erdgeschoss und der Anstrich ist auch schon etwas älter... Aber sonst ist da kein großer Unterschied. Ab der 3. Etage, im Dachbereich fangen die Unterschiede an. Die 3. Etage ist heute nur eine einfache Reihe von quadratischen Fenstern mit einem Teerpappedach drüber. Und mehr ist da heute nicht zu sehen - eine Auswirkung von WKII.
    Die Teilrekonstruktion baut höher und etwas näher ans Original angelehnt. Der Eckturm war im Original noch ein Stockwerk höher als jetzt in der Rekonstruktion vorgesehen. Ein guter Anfang ist das auf jeden Fall!

    So ein radikales Autoverbot muss es ja gar nicht sein!


    Ich würde mir aber wünschen, dass der Autoverkehr in Altstädten und Gründerzeitvierteln stark reduziert wird. Lieferverkehr und kurzzeitiges Parken am Straßenrand sind völlig akzeptabel. Irgendwo ist das Automobil ja auch eine zivilisatorische Errungenschaft und sollte als solche auch verteidigt werden! Was in manchen Gegenden aber verboten gehört, ist kostenloses Langzeitparken und Langzeitparken überhaupt.


    Was ich mir vorstellen könnte, ist ein grobes Raster mit Megaparkhäusern im 3- km-Abstand. Da in diesen Parkhäusern gibt es dann Langzeitparkplätze. Kostenpflichtig, versteht sich! Aus dem 3 Km-Raster würde sich auch ergeben, dass von jedem Punkt der Altstadt aus es schlimmstenfalls 1500m Entfernung zum nächsten Parkhaus sind. 1500m ist eine Wegstrecke, die man wirklich jedem zumuten kann. Wer das nicht mehr zu Fuß schafft, gehört eigentlich auch nicht hinters Lenkrad.
    Alternativ zu den städtischen Megaparkhäusern sollten private Angebote weiterhin möglich sein, so wie heute auch schon.


    Es muss nur Schluss sein damit, Parkraum zu verschenken!