Posts by Stadtmensch

    Das Haus erinnert etwas an die ersten amerikanischen Wolkenkratzer aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die sahen auch alle schlecht aus, weil man vorhandene Archtektur einfach größer skaliert hat. So funktionierte das aber nicht.
    Ab 1915 wurden die Entwürfe dann langsam besser und fast alle amerikanischen Wolkenkratzer bis ca. 1950 sehen ausgesprochen gut proportioniert und gut dekoriert aus. Leider hat dann irgendjemand die Glasfassade eingeführt. :-(

    In Hamburg wurde die Millerntorwache versetzt: http://www.hamburger-sammelsurium.de/millerntorwache.html\r
    http://www.hamburger-sammelsurium.de/mi ... wache.html
    Das waren aber nur wenige Meter. Vorher wurde das Gebäude durch einen Verkehrsunfall beschädigt, jetzt ist es einigermaßen in Sicherheit. In diesem Fall bin ich für eine Translokation. Besser so, als das beschädigte Gebäude abzureissen oder am selben Ort auf den nächsten Unfallfahrer zu warten.
    Das Gebäude ist relativ klein, wenn da ein LKW reinfährt, "fährt er durch" und es bleibt nur ein Haufen Steine...

    Haus B, Verteilung der Fenster über die Fassade:
    Die Fenster müssten entweder paarweise zu einem Fenster zusammengefasst werden oder der Abstand zwischen den Fenstern sollte mindestens eine Fensterbreite sein. Bei großen Fenstern müsste die Aufteilung der Sprossen geändert werden.


    Die Fensterhöhe stimmt, von außen betrachtet. Von innen sieht man aber, dass es raumhohe Fenster sind. Ich hätte eigentlich erwartet, dass die Fenster in genau dieser Höhe auf einer normalen Fensterbank in normaler Höhe von ca. 90cm aufsitzen. Das würde dann auch die richtige Raumhöhe ergeben! Da die Höhe der Fenster von außen gesehen aber mit der Fassade stimmig ist, frage ich mich, wie die Decke konstruiert ist. Ist da eine Art "Kriechkeller" zwischen Erdgeschoß und 1. Etage?


    ENEV schön und gut, aber Zwischendecken muss man nicht dämmen! (Eine Wärmedämmung wäre eine mögliche Erklärung für so eine mächtige Zwischendecke)


    Edit:
    Ich sehe gerade, dass Haus B aus 1992-1993 stammt. Da lebten viele noch in den 80ern. Wer erinnert sich noch an diese total unterkühlte Werbung in einer Bar. Ein Mann, eine Frau. "Campari? - Was sonst." Chrom und schwarzes Holzimitat war noch in vielen Wohnzimmern vertreten. Unter Berücksichtigung des Baujahrs ist die Villa außerordentlich gelungen. Heute würde man vieles eben noch einen Tick besser machen...

    Ergänzung: Wie ein möglicher Neubau aussehen soll, steht noch nicht fest. Vage Hinweise finden sich im verlinkten PDF ser Stadt Lübeck.

    Ja, die Eselswiese ist mittlerweile Bauland und auch schon nicht mehr im Besitz der Stadt Lübeck. Sie gehört dem momentanen Betreiber des Casino-Hotels. Er kann jetzt sein Hotel auf dem Gelände erweitern, würde sich damit aber ins eigene Fleisch schneiden! Die Gäste, die nach Travemünde kommen, haben sich ja u.a. für ein altes Seebad mit Flair entschieden.
    Wenn der Hotelier unbedingt einen Neubau betreiben will, hätte er ja auch in Damp"2000" oder Timmendorf investieren können. Aber so macht er sich seine eigene Geschäftsbasis kaputt und geht am Ende mit einem Riesenkredit an der Backe pleite. Sein Vorgänger hat keine 5 Jahre durchgehalten. Und ein Grundstück in bspw. Damp wäre sicher auch billiger gewesen... Der Hotelbetreiber ist übrigens kein Travemünder Bürger, sondern von irgendwo außerhalb.


    Vor ein paar Jahren war die Eselswiese übrigens noch unter Denkmalschutz(!!). Der wurde dann zeitnah mit der Änderung des Bebauungsplans aufgehoben... Klüngel und Mauscheleien.


    Zum Maritim:
    Von einem Abriss ist mir nichts bekannt. Aber es ist im Detail schon etwas ungepflegt. Aufgefallen ist mir z.B. eine ehemalige Drehtür, die man wohl aus Kostengründen gegen eine Standardtür getauscht hat, ohne das runde Drehtürgehäuse zu entfernen. In dem runden Gehäuse ist also eine Klapptür. In der Führungsschiene der ehemaligen Drehtür wächst Moos(!!).
    An den Balkonen fehlen Sicherheitsgitter. Das Haus ist über 100m hoch und mir war mit 1,94m Körperhöhe nicht wohl bei den niedrigen Balkonbrüstungen. (Der Makler hat mir eine Wohnung im Maritim gezeigt). Achja: Und der Teppich im Wohntrakt ist hässlich. Ist wohl neu (Der Makler erwähnte es), muss aber irgendein Restposten aus den späten 80er Jahren sein.
    Insgesamt schon viele "Broken Windows" am Maritim... Der Makler klagte über freie Ferienwohnungen während der Saison.

    Hab lange überlegt, was mir daran nicht gefällt. Irgendwie ist es im Detail ganz schön, macht insgesamt auf den ersten Blick(!) auch einen guten Eindruck - aber irgendwas störte mich.


    Jetzt hab ichs rausgefunden: Die Grundstücke sind für diese Häuser viel zu klein - oder umgekehrt die Häuser zu groß für die Grundstücke. Selbst wenn da eines Tages noch Bäume gewachsen und Patina eingekehrt ist, wird das ganze Projekt schlecht aussehen.


    Und woran liegts: Das ganze Projekt ist offensichtlich in den Händen irgendeines geldgierigen Projektentwicklers, der zuviel Wert auf den eigenen Profit legt und deshalb solche Mickergrundstücke verkauft.


    Premium-Baumarktismus sozusagen...

    Bebauung der Eselswiese in Travemünde geplant


    Wahrscheinlich sagt der Titel kaum jemandem etwas, deshalb hier erstmal ein Googlemap-Link zum Ort und dann etwas erklärender Text:


    Eselswiese:
    http://maps.google.de/maps?f=q….001846,0.003873&t=k&om=1


    Die Bauarbeiten, die man auf dem Satellitenbild sieht, gehören zu den mittlerweile abgeschlossenen Sanierungsrbeiten am Kurhaus-Hotel, momentaner Eigentümer und Namensgeber ist die Arosa-Gruppe. Ist ganz o.k. geworden...
    Was ist geplant:
    Die Wiese soll teilweise überbaut werden, wodurch das historisch gewachsene Ortsbild an dieser Stelle gestört, wenn nicht gar zerstört wird.
    Hier mal ein Link: http://stadtzeitung.luebeck.de…hiv/2005/397/3970812.html


    Ich bin kein Travemünder Einwohner, habe dort aber Besitz und bin gegen diese Bebauung. Viele Travemünder ebenso. Ich befürchte eine Verschandelung des Stadtbilds, langfristig eine "Timmendorfisierung" Travemündes mit großer Beton-Platteneinkaufsmeile etc. Travemünde kann sich in Sachen historischer Architektur zwar nicht mit z.B. Kühlungsborn vergleichen, hat sich aber für einen Kurort, der die 60er und 70er Jahre in der Bundesrepublik durchgemacht hat, sehr gut gehalten. In der Umgebung gibt es viel schlimmeres zu beweinen.


    http://www.luebeck.de/wirtscha…f#search=%22eselswiese%22


    Das Grundstück ist mittlerweile vom Betreiber des Casino-Hotels aufgekauft worden. Mit einer Bebauung würde er sich ins eigene Fleisch schneiden, d.h. den Platz zerstören, an dem sein Hotel liegt. Der Vorbesitzer war nach ein paar Jahren insolvent - Will er auch dahin?


    Ich befürchte wie gesagt langfristig eine Verschandelung des Stadtbilds. Was tut man am besten gegen solche Entwicklungen?


    P.s.: Mit der Politik braucht man in Lübeck nicht zu rechnen, da geht nicht alles mit rechten Dingen zu: http://www.jphintze.de/blog/in…iche-privatangelegenheit/


    Welche Möglichkeiten bieten sich im Rahmen einer Bürgerinitiative? Es geht in dem Ort um einiges an Geld, d.h. um einges an potentiellem Wertverlust...

    Eine neue Bahnsteighalle ist so gut wie fertiggestellt:
    http://www.flickr.com/photo_zoom.gne?id=229594376&size=m\r
    http://www.flickr.com/photo_zoom.gne?id ... 376&size=m


    Das Foto zeigt den Blick auf den reinen Fußgängerbereich. Die Halle für die Züge ist in mehrere Bögen aufgeteilt und sieht auf den ersten Blick aus wie eine aus der Gründerzeit. In der Decke wurde sogar mit Holz gearbeitet! Einziger sichtbarer Unterschied zu einer Halle aus der Gründerzeit: Die Metallteile sind nicht mehr vernietet, sondern verschweißt.


    Hatte leider keinen Fotoapparat dabei, war auf der Durchfahrt...

    Da sieht man mal, wie wichtig Straßengrün ist: Das zweite Bild kann man nicht als schön bezeichnen, es entsteht eher der Eindruck einer Steinwüste. Hamburg hat es in den Altbauvierteln besser gemacht: Alle 20m ein Parkplatz geopfert, dafür ein Straßenbaum gepflanzt.


    Erst die Kombination aus schöner Architektur und öffentlichem Grün (Straßenbäume) macht ein Viertel so richtig lebenswert.

    Hier mal ein Link zu Googlemaps, damit man sich ein Bild von der Gegend machen kann. Es handelt sich um die Häuser in der Mitte:


    http://maps.google.de/?ie=UTF8&ll=53.575703,10.076255&spn=0.002121,0.005032&t=h&om=1\r
    maps.google.de/?ie=UTF8&ll=53.57 ... 2&t=h&om=1


    Da war eh nichts mehr zu retten. Selbst wenn man die Häuser jetzt wieder rekonstruieren würde: Da will sowieso keiner mehr wohnen. Es gibt schönere Ecken in Wandsbek.


    Den Anfang haben die Bombenteppiche im zweiten Weltkrieg gemacht: Es soll so gewesen sein, dass die Piloten falsche Infomationen über die Hamburger Geographie hatten und ihre Bomben deshalb an den falschen Stellen abwarfen. Die Mehrzahl der Bomben wurde in den östlichen Stadtteilen abgeworfen. Die Piloten nahmen an, hier sei das Stadtzentrum. Unterstützt wurde das Ganze noch durch eine getarnte Alster.
    Tatsächlich ist heute der Hamburger Osten viel hässlicher als der Westen.

    Pilaster, Thema Schule:


    Die Boveschule ist ja eine Grundschule. Oder war es als ich da lernte. Ich bin übrigens 1975 eingeschult, wenn ich mich richtig erinnere - Passt jedenfalls so zu meinem Geburtsjahrgang.


    Ja, vielleicht sind wir ja tatsächlich Schulkameraden? Ich kann mich aber kaum an Namen aus der Grundschulzeit erinnern. An einen Schulfreund aus der Grundschule erinnere ich mich auch nicht mehr mit Namen, aber die Familie wohnte in einem Haus auf der anderen Seite des Bahndamms und der Vater hatte die ausgesprochen coole Idee, die Grundstückseinfahrt nach sich selbst zu benennen. Mit persönlichem Straßenschild!


    Das fand ich als Grundschüler absolut obercool!! (oder wie man es so in den 70ern nannte - Nannte man es damals schon "geil"? Oder war das eher 80er?)


    Ich glaube, Charlotte-Paulsen war zu der Zeit auch nur ein Mädchengymnasium, wäre für mich also sowieso nicht in Frage gekommen(?).


    Meine Familie wohnte in der Freesenstraße in der Nähe der Wandsbeker Post (Auch ein architektonischer Pluspunkt!)


    Wegen weiterer Geschwister und zuwenig Platz sind wir dann aber in einen Vorort gezogen.

    Verschlimmernd kommt noch hinzu, dass in den letzten Jahren an dieser Straße viele Glaspavillons von irgendwelchen Baumärkten, Bürmärkten usw. hochgezogen worden. Da sehe ich für die Zukunft schwarz.


    Dabei hat Wandsbek Potential!
    Die meisten Hamburger kennen nur das Wandsbek entlang der Ausfallstraßen, und das ist echt ätzend. Schon in 2. Reihe, in den Parallelstraßen dieser Ausfallstraßen, findet man heute noch renovierungsbedürftige und renovierungswürdige Altbauten, auch Gründerzeitler.


    Wandsbek ist auch Wandsbek-Gartenstadt, Marienthal und die Gegend um das Wandsbeker Gehölz. Meine Grundschule war die architektonisch sehr schöne Boveschule. Das ist doch auch eine schöne Gegend da.


    Trotzdem wohne ich heute lieber in Eimsbüttel...

    Nein, das ist sozusagen ein Teil der Rückseite der Mönckebergstraße. Jeder, der mit dem Auto in die Innenstadt zum Einkaufen will, kennt diesen Platz. Von daher schade um den Parkplatz. Chilehaus und Meßberghof sind auch ganz in der Nähe (Hinweis für architekturinteressierte Hamburgtouristen)


    ...Naja. Es gibt inzwischen fast nichts mehr in der Mönckebergstraße, das man nicht auch woanders in Hamburg bekäme... Für Eimsbüttler wie mich gibt es keinen Grund, zum Einkaufen in die Mönckebergstraße zu wollen!


    Scientology sitzt ganz woanders. Als die noch in den Nachrichten päsent waren, saßen die am Steindamm, das war immerhin in fußläufiger Entfernung zum Domplatz. So 10-15 Minuten Fußmarsch. Dann sind die Scientologen aber aus ihrer ehemaligen Zentrale weggezogen. Wohin, weiß ich nicht. Will ich auch gar nicht wissen.