Posts by Rohne

    Also ich bin ganz gewiss kein Freund der autogerechten Stadt, aber dieses ständige Gewettere hier gegen jegliche Form von Straßen geht mir jetzt doch mal langsam auf den Sack.
    Ganz abgesehen davon dass gerade in Südwestdeutschland (BaWü und Hessen, zum Teil auch Bayern) kein einziger der geplanten Autobahnausbauten unnötig ist sondern die meisten schon seit Jahren überfällig sind und trotzdem nicht wirklich voran kommen (schonmal freitags von Frankfurt auf der A3 Richtung Würzburg oder A5 Richtung Kassel unterwegs gewesen?) ist dass eh auch Bundesaufgabe und damit ohne jegliche Relevanz für das hier besprochene Thema.
    Das Geld für derartige Projekte aus den eh schon unterfinanzierten Verkehrsetats zu ziehen ist das Dümmste was man machen kann. Die irrsinnig aufgeblähten Sozial- und Verwaltungsetats bieten da schon viel eher Ansatz zu Umschichtungen. Allerdings müsste man dafür natürlich auch erstmal gewisse Systeme einschneidend umbauen, was aber sowieso nötig ist wenn die öffentlichen Haushalte nicht in ein paar Jahren den völligen Kollaps erleiden sollen.

    Quote from "Robkriers"

    Das Bahnhofsviertel ist deutschlandweit mit Sicherheit eines der schmuddeligsten, gefährlichsten und häßlichsten Ecken. Bisher ist eine Mischung aus Entertainment und Rotlicht, wie in St. Pauli, nicht gelungen. Touristen meiden deshalb das Frankfurter Bahnhofsviertel.


    Sorry, aber das ist ja mal totaler Schwachsinn was du da schreibst. Seit den 80ern wo das vielleicht noch zugetroffen hat ist schon ne Weile vergangen...

    Ist im Prinzip nichts anderes als ein durch Salzhausteile geschmückter Bunker dem man so ein seltsames doppelgiebliges Dach aufgesetzt hat. Wie nennt man eigentlich diese Dachform, wo kurz vorm unteren Ende des Dachs nochmal eine Kehle kommt wo die Neigung nochmal abnimmt (also im Prinzip das Gegenteil eines Mansarddachs)? Würde gerne den Fachbegriff nennen können, wenn ich diese Dachform die dort ja mal gar nix zu suchen hat in der Luft zerfetze ;)

    PM der Stadt:



    Bilder:
    http://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/modell_norden.jpg\r
    http://www.frankfurt.de/sixcms/media.ph ... norden.jpg
    http://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/modell-sueden.jpg\r
    http://www.frankfurt.de/sixcms/media.ph ... sueden.jpg
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    http://www.frankfurt.de/sixcms/media.ph ... nenten.jpg


    Grauenvoll! Bleibt nur Sturm laufen wie beim Technischen Rathaus.

    So, dann will ich auch mal paar Bilder posten. Von der Bildkomposition sicher keine Meisterwerke, aber mir gings ja auch nur darum einen Eindruck von der städtebaulichen Situation zu vermitteln.
    Die Tour war folgende:
    vom Schweizer Platz durch Oppenheimer Landstraße, Schwanthaler Straße, Morgensternstraße, Schneckenhofstraße und Holbeinstraße Richtung Museumsufer.



    Oppenheimer Landstraße Richtung Südwesten.
    Anschließend gehts rechts in die Schwanthalerstraße:




    Blick von der Schneckenhofstraße in die Schadowstraße.
    Danach erreichen wir die Holbeinstraße:


    Kurzer Blick in die Passavantstraße:

    Und schon sind wir an der Kennedyallee:



    Gartenstraße Richtung Osten zur Schweizer Straße


    Wir folgen der Holbeinstraße Richtung Mainufer:


    Und zum Schluss gehts noch kurz in die Steinlestraße:


    Liebighaus von der Steinlestraße aus gesehen:

    Das hingegen erschließt sich mir überhaupt nicht. Alles ist erlaubt, aber ja keine Vergleiche mit dem der Zeit 33-45. Mal wieder typisch deutsch... :augenrollen:
    Dies nur um anzumerken dass nicht jeder diese Zeit tabuisiert und jetzt bitte zurück zum Thema

    Quote from "Stephan"

    In einem anderen Zusammehang habe ich mal den Begriff "Qualitätsjournalisten" gehört. :lachen:


    Journalisten sind bei mir sowieso unten durch. Und wenns um Städtebau geht ist das alles ja noch ziemlich harmlos. Was sich die Schmierfinken hingegen bei Berichten über Fußballfans einfallen lassen setzt allem die Krone auf...

    So, heut war wieder Sonderausschusssitzung.
    Hat einen spirituell aber nicht wirklich weiter gebracht. Die Bürgerrunde wurde unverschämterweise direkt an den Anfang gelegt, wo natürlich noch niemand großartig Kommentare abzugeben hatte.
    Zwei Berichtenswerte Sachen:
    1. Der Herr Dreysse fertigt gerade eine Dokumentation an (ähnlich wie die "Dokumentation Altstadt") über die vorhandenen Spolien. Es gab nur einen Zwischenbericht, Abschluss der Arbeiten wird Ende Januar/Februar erwartet. Durchsucht wurde vor allem der Bestand des Historischen Museums (nicht Spolien in Privatbesitz und auch nicht die Schutthaufen im Stadtwald für die schweres Gerät nötig wäre). Ungefähr 10% aller untersuchten Spolien waren tatsächlich von dem Gebiet um das es hier geht. In der Regel sind es steinerne Spolien wie Kragsteine, die Madonna vom Goldenen Lämmchen oder der Arm der die Waage hielt von der Goldenen Waage, zum Teil auch Fenstergitter und Ähnliches.
    2. Eher am Thema vorbei: die Erfahrungen aus anderen Städten mit einem Gestaltungsbeirat. Erst ein Vortrag aus Regensburg (wo die Altstadt ja noch fast vollständig erhalten ist), wo der Beirat im Prinzip zu Bauvorhaben in der gesamten Stadt mit einbezogen wird.
    Danach vom Herrn Fingerhut über eher Einzelbeispiele aus Basel, Karlsruhe (war erst vor kurzem hier im Forum Thema - das Gebäude am Marktplatz), Köln (das Bankgebäude wo Kollhoff gewonnen hat), Salzburg und noch 2 anderen Städten.
    Sehr ernüchternd in meinen Augen: die meisten von den Vortragenden als positiv dargestellten Beispiele der Einflussnahme des Gestaltungsbeirates hatten meistens nicht wirklich eine Verbesserung des Ursprungsentwurfes zur Folge sondern eher sogar das Gegenteil. Da merkt man halt gleich, was rauskommt wenn da nur Architekten drin sitzen.
    Auch die Vorträge waren irgendwie in Architektenmanier angefertigt: ich trag hier nur vor was mich betrifft, auf die spezielle Situation in der Stadt für die ich diesen Vortrag machen soll (hier Frankfurt), was sich übertragen lässt und was nicht, gehe ich nicht im Geringsten ein...
    Nächste Sitzung ist nächstes Jahr, im Januar oder Februar.

    Ach der Bartezko wieder. Der Artikel ist aber schon bischen älter.
    Natürlich hat er recht, dass man den Darmstädter Hof nicht einfach so vermodern lassen darf. Zurück auf die Zeil mit den Steinen! Aber in der Altstadt haben diese Spolien ja nun wirklich nichts verloren. Zumal wie sieht denn das aus, wenn so völlig wahllos irgendwelche Teile von älteren Gebäuden da irgendwo mit reingemauert werden, Hauptsache die Spolien werden irgendwie wiederverwendet... Nene, die sollten schon wieder an den Ort wo sie herkommen und nicht so sinnfrei auf die Neubauten verteilt.

    Auf dem Degussa-Areal muss man auch nichts rekonstruieren. Gehört zwar offiziell zur Altstadt, aber der Teil der Altstadt der erst mal vordringlich wieder ein historisches Gewand bekommen sollte ist der Teil südlich der Berliner Straße, vom Karmeliterkloster bis zur Fahrgasse (mehr wäre eh vollkommen illusorisch) sowie der Liebfrauenberg. Von mir aus kann man auf dem Degussa-Areal ruhig die Pläne die auf der Website dargestellt sind umsetzen, bitte bitte auch mit dem 150m-Hochhaus (und keinen Meter niedriger!). Nur die Bebauung zum Main hin muss noch an die Satzung fürs Mainufer angepasst werden, also weiße Putzfassaden, stehende Fensterformate, Schieferdächer...


    Zum Andreas Maier: sehr abstrus was er da schreibt. Auch Rothenburg o.d.T. wurde zerstört und wieder aufgebaut und dann faselt er was von wegen vorgeblendetem Fachwerk was völlig falsch ist (und auch überhaupt nicht wünschenswert) und kommt sogar auf die furchtbare Idee das Technische Rathaus stehen zu lassen und Fachwerk vorzublenden... :ba:
    Das einzige was ich echt nicht schlecht finde ist dies hier:

    Quote

    Auch daraus würde dann eine Führung im Konjunktiv, und vor allem in Hypotaxen: Hätte Frankfurt (so könnte zukünftig ein Stadtführer erläutern) an dieser Stelle nicht einen Betonklotz abgerissen, der früher die historische Struktur des Quartiers nach dem Krieg unsichtbar gemacht hatte, dann könnten Sie, verehrte Besucher, jetzt nicht sehen, dass hier Häuser stehen, die früher zwar nicht hier gestanden haben, die aber die historische Struktur des Viertels, wie es vor dem Betonklotz einmal war (obgleich sie jetzt nicht mehr so ist), ...