Posts by Treverer

    Ich kenne mich nicht mit Regensburg aus, und hatte noch nie die Gelegenheit die Stadt zu besuchen, ihr guter Ruf und ihre Einzigartigkeit in Sachen erhaltene Architektur in Deutschland eilt ihr jedoch voraus, besonders natürlich durch den UNESCO Weltkulturerbe-Titel.
    Nun wurde heute ein Rundgang durch die Altstadt bei Youtube hochgeladen...und nach betrachten von diesem, muss ich ehrlich gesagt gestehen, dass ich ziemlich enttäucht und entzaubert bin. Da steht aber jede Menge Nachkriegsschrott in der Altstadt herum. Sie wirkt nicht, wie eine gar nicht oder kaum vom Krieg berührte Stadt, sondern erinnert mich mit ihren zahlreichen Nackriegseinsprengseln, teils extrem unsensibel, eher an teilzerstörte Städte, wie meine Heimatstadt, Trier.
    Es ist auch besorgniserregend wie radikal hier anscheinend saniert wird. Jede Menge totsanierte, sterile Fassaden, modernistische Stadtmöblierung, und was hat man mit der Steinernen Brücke gemacht? Die Fahrbahn (es wird ja eigentlich nicht darauf gefahren) ist doch komplett neu und total steril. Ist das wenigstens Stein und nicht vielleicht sogar Beton/Kunststein? Man hat noch nicht mal verfugt, denn man kann durch die Lücken zwischen den Steinblöcken gucken. :unsure:
    Hier das Video, auf dass ich mich beziehe:

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    Schade das die historischen Standbilder von den Preußischen Generälen,Scharnhorst,Blücher,Gneisenau,.... anscheinend nicht mehr politisch UdL erwünscht sind.Sie hätten an ihren ursprünglichen Stanorten das Forum Fridicianum/Neue Wache,heute noch stärker optisch aufgewertet.


    Die beiden Generäle wurden nicht aus politischen Gründen abtransportiert, sondern aus denkmal-konservatorischen und restauratorischen Gründen. Die sehr wertvollen klassizistischen Bildwerke hatten stark unter der Witterung der zwei letzten Jahrhunderte gelitten und mussten geschützt und restauriert werden.
    Zitat:
    "Im Juni 2021 teilte die Senatskulturverwaltung mit, die Originale zum Schutz vor Verwitterung in die Zitadelle Spandau zu verbringen und durch Kopien zu ersetzen, wie das Landesdenkmalamt im Oktober 2017 empfohlen hatte. Die Berliner Denkmalpflegerin Gabi Dolff-Bonekämper forderte daraufhin, die neuen Denkmäler an den alten Standorten vor der Neuen Wache aufzustellen, wofür Schinkel und Rauch sie eigens geschaffen hatten:
    „Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Es ist beschlossene Sache, dass Kopien der Denkmäler angefertigt werden. Aber wo sollen sie aufgestellt werden? Wieder auf dem Rasen bei der Oper, wo sie aufs Neue aneinander vorbeischauen würden? Dafür sind die Kunstwerke und die dargestellten Persönlichkeiten zu bedeutend. Gerhard von Scharnhorst war eine Schlüsselfigur des politischen Reformprozesses in Preußen. Ohne seine Militärreform und den Einsatz der reformierten Armee hätte es keine Befreiung von französischer Fremdherrschaft gegeben – und damit keine Neue Wache. Ohne Bülows Feldherrengeschick wäre Berlin 1813 belagert und zerschossen worden. Die neu in Marmor geschlagenen Denkmäler sollten wieder rechts und links der Neuen Wache stehen, mit der sie eine historische, künstlerische und diskursive Einheit bilden.“"

    Na, ist doch ganz ansprechend geworden. Ein sehr schönes und wertiges Detail sind die seitlichen, blinden Fenster des Turms, die ihn nochmal gut gliedern. Wirkt fast romanisch. ;)

    Sehr traurig, die sich immer ins typische Berlin-Bild drängenden billigen, schäbigen Platten. Etwas weiter die Linienstraße runter stehen noch einige ganz besondere "Schönheiten". :kopfschuetteln:

    Was mir persönlich nicht so an den historischen UdL gefällt, sind die vielen Zweigeschosser und Dreigeschosser (letztere wirken trotzdem zwerghaft neben den hohen Gründerzeitpalästen) und die riesigen Brandwände (teils mit Reklame bedeckt), die dadurch entstehen.
    Ja, das bringt Abwechslung, wirkt gewachsen und urban (außerdem sind einige wertvolle barocke und klassizistische Gebäude darunter), aber speziell bei einem Prachtboulevard, wie UdL, fände ich eine relativ gleichbleibende Traufhöhe schöner, würdiger und eleganter.
    Bei engeren, wuseligeren Straßen, wie der Friedrichstraße, die nicht auf Pracht und Eleganz ausgelegt sind, mag ich hingegen die Höhenkontraste und gewachsene Urbanität.
    Übrigens traurig zu sehen, dass man auf dem letzten Bild über meinem Beitrag bereits mit dem Entstucken von Fassaden begonnnen hatte. Was eine schlimme, speziell Berliner Unart. Berlin wäre in weiten Teilen noch heute eine Schönheit, wenn man die Griffel von den Fassaden gelassen hätte.

    Um noch etwas positives zu sagen:
    UdL, von der Charlottenstraße bis zum Schlossplatz, ist, bei allem Verlust anderswo, eine der schönsten und prachtvollsten Straßen der Welt. Wie sich hier die bedeutenden Bauten und Denkmäler konzentrieren ist außergewöhnlich. Paris, London, Rom, Wien, Prag, Sankt Petersburg etc. verteilen ihre bedeutenden Gebäude über den ganzen Stadtraum, in Berlin wird hingegen auf kleinstem Raum alles aufgeboten was Rang und Namen hat: Staatsbibliothek, Reiterdenkmal, Sankt Hedwig, Staatsoper, Humboldt Uni, Alte Wache, verschiedene königliche Palais, Zeughaus, Schlossbrücke, Schloss, Dom, Museumsinsel.
    Dadurch, dass UdL schon seit Jahrzehnten eine Großbaustelle ist, ist diese Prachtentfaltung leider stark beeinträchtigt.



    Dieses Forum manchmal... :augenrollengruen: Ich habe angemerkt, dass die Halterungen unschön sind, weil die Aussage von Mantikor war, dass wir noch einige Zeit auf die Reliefs warten müssen, wenn neueste Info eigentlich besagt, dass sie in kurzer Zeit kommen müssten (Frühjahr 2022). Deswegen merkte ich an, dass is es seltsam finde, dass man solche, das Hauptportal schon etwas entstellenden Halterungen jetzt schon anbringt, wenn sich die Reliefs noch lange, womöglich Monate, verzörgern werden. Es ist mir vollkommen schnurz wie Metallhalterungen unter Reliefplatten aussehen, die bald(?) eh nicht mehr sichtbar sind.

    Insgesamt ist hier ein hässliches Entlein zu einem schönen Schwan geworden...aber ein paar Einsparmaßnahmen(?) wundern mich schon. Warum hat man z.B. die leicht geschwungenen aber schlichten Turmhauben der Ecktürme nicht wiederhergestellt? Wäre doch jetzt in einem gegangen und hätte bei diesem Mammutprojekt sicherlich auch nicht mehr die Bank gesprengt. Ohne richtige Hauben sehen die Türme wie amputiert aus.
    Sehr schönes Detail allerdings, dass der Ehrenhof tatsächlich eine schicke Auffahrt mit kleinem Springbrunnen bekommt.
    Hoffentlich kommt das edle, an das 19. Jahrhundert erinnernde, Vordach über dem Haupteingang auch noch.

    Moment mal, was heißt "einige Zeit warten"? Hab ich News verpasst, welche die Anbringung der Reliefs erneut nach hinten verschieben? Ich dachte, der letzte Stand war dieses Frühjahr für die Reliefs und Sommer für die große Kartusche?
    Aber ich muss gestehen, nach den ständigen Verschiebungen hab ich auch irgendwie komplett den Überblick verloren.
    Jedenfalls komisch, dass sich die Reliefs verschieben, aber man jetzt schon die sehr unschönen Halterungen dafür anbringt...

    Nachtrag: Hab's gefunden. Wusste doch, dass ich nicht ganz spinne. Im Frebruar hieß es vom Schlossverein noch:

    " Auch die beiden Schrifttafeln mit den dazugehörigen Texten werden zur Zeit in der Kunstgießerei Lauchhammer (Brandenburg) gegossen. Alle fertigen Relieftafeln sollen im Frühjahr 2022 am Eosanderportal unterhalb der Großen Wappenkartusche angebracht werden."

    "Jetzt wird die Kartusche Stück für Stück als Kupfertreibarbeit bei der Firma Fittkau Metallgestaltung GmbH in Berlin-Weißensee hergestellt. Die fertige Wappenkartusche soll im Laufe des Sommers 2022 am äußeren Eosanderportal unter der Kuppel angebracht werden."

    Vielen Dank für die Bilder! :)
    Seltsam, dass man wieder da einrüstet, wo man zuvor jahrelang saniert hatte. Berlin halt... Da braucht es insgesamt 10 Jahre, um zwei Turmspitzen zu sanieren und halbwegs aufzuhellen. In London und Paris geht das in einem Bruchteil der Zeit und dann sieht das sanierte Gebäude nachher auch aus wie frisch erbaut. ;)
    Gibt es eigentlich Zwischenupdates zur Sanierung der Gruft? Wie weit ist es da gediehen? Wie viele Jahre sind da noch eingeplant? Wäre nämlich mal schön, den Dom von außen komplettiert zu sehen.
    Seit man die Denkmalskirche in den 70ern abgerissen hat, klaffte da nämlich noch eine offene Wunde an der Nordfassade. Ich hoffe ja, dass diese endlich mal gehelit wird, hoffentlich mit Sanierung und neuem Eingang in die Gruft.

    Apropos Ostern:
    Man hat eine Aufzeichnung des Ostergottesdienstes im Dom veröffentlicht:

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    Auch das weit westlich gelegene Lwiw ist nicht sicher:

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    Bombeneinschläge seit Tagen, Tote und Verletzte.

    Was uns Heimdall sagen möchte:
    Es soll keine Sanktionen gegen Russland geben, es soll keine Unterstützung für die Ukraine geben und die Ukraine soll sich Russland besser sofort unterwerfen, damit es nicht noch schlimmer kommt.
    Tschuldigung, aber deine Putin-Arschkriecherei ist echt unerträglich. :augenrollengruen:

    Die haben wirklich die komplette Stadt zerbombt... Es ruft Bilder der Zerstörung deutscher/europäischer Städte im 2. Weltkrieg hervor.
    Das Schlimme ist ja außerdem, dass man sich nicht mal sicher sein kann, ob und unter welchen Umständen die Stadt überhaupt wieder aufgebaut wird, ob die vorherigen Bewohner, die überlebt haben und fliehen konnten, überhaupt wieder zurückkehren können. Wenn Russland diesen Teil der Ukraine an sich reißen sollte, wird das sicher nicht passieren. Wer würde freiwillig zurückkommen und unter Russlands Besatzung leben wollen...?

    Es ist mir ein absolutes Mysterium, was in den Köpfen der Stadtobersten von Dresden vor sich geht. Man sieht die enorme Aufwertung und Anziehungskraft, die Dresden mit dem Wiederaufbau des Neumarkts entwickelt hat...und man scheint das als abschreckendes Beispiel zu sehen, wie man es nicht am Neustädter Markt wiederholen soll? Häh?! Was?!
    Man will mehr Menschen über die Augustusbrücke auf den Neustädter Markt locken, aber Denkmalstatus von sozialistischer Einöde und Muff tut ganz klar das Gegenteil und schreckt weiterhin ab.

    Ohne das jetzt recherchiert zu haben, würde ich sagen, dass Haus ist wahrschienlich von dem selben Architekten, der auch die Fellini Residences und das KolleBelle entworfen hat, Marc Kocher. Sehr eigenwilliger Stil. Klassisch aber gleichzeitig verspielt.

    Wäre ja zu schön gewesen, wenn man einen Nöfer, Treese oder Patzschke dort rangelassen hätte, um wieder etwas Klasse und Mondänität an den Kurfürstendamm zu bringen. *seufz*
    Aber jeder dieser ranzigen, Nachkriegsklötze, der fällt, ist schon mal ein kleiner Gewinn.

    Da kann man nur hoffen, dass Albers Team sich letztendlich durchsetzt. Deren Entwuf scheint der harmonischste, nimmt Bezug auf die Vorkriegsbebauung und würde sogar einige Rekonstruktionen möglich machen. Der andere Entwurf ist der übliche experimentelle, modernistische Würfelhusten. Die Beispielsbilder, die Fassaden und Straßen zeigten, fand ich gruselig.

    Ja, Wikipedia sagt, dass man bis 1930 an der Ausmalung der Kirche gearbeitet hat. Also ein immenses Unterfangen. Gott sei Dank wurde die Kirche und die Bemalung nicht schon 15 Jahre später vernichtet, sondern hat bis heute überlebt.
    Es ist schön zu sehen, dass die Kirchengebäude, die Ende des 19. Jahrhunderts in ganz Berlin wie die Pilze aus dem Boden schossen, dennoch oft eine hohe architektonische und künstlerische Qualität besaßen und deren Wertschätzung und Erhalt eine vorrangige Aufgabe sein muss.

    Siehste mal, die kannte ich gar nicht! Wikipedia sagt in der Tat, dass sie den Krieg unbeschädigt überstanden hat und alles original erhalten ist. Was ein Glück! Und sie is ebenfalls so prächtig ausgemalt, wie die Herz-Jesu-Kirche, die ich bereits oben erwähnt hatte. Ein paar Bilder von Wikipedia:

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