Posts by Kardinal

    Das sehe ich nun ganz und gar nicht so. Diese Anlagen erscheinen nach jetzigem Standpunkt unrentabel, da viele die falschen Vergleiche ziehen. Natürlich werden diese Anlagen subventioniert, um die Produktionsmengen derart anzuheben, damit sich diese lohnen (Angebot und Nachfrage). Solange der Wirkungsgrad ausreichend ist, daß die erzielte Menge Strom die investierte um ein mehrfaches übersteigt, ist es rentabel (ich will jetzt nicht wieder das Märchen hören, daß die zur Produktion verwendete Menge an Energie höher ist, als die nutzbare, das ist schlicht falsch).
    Steinkohle wird bekannterweise in irrsinniger Menge subventioniert (wenn man jeden Kohlebergwerkmitarbeiter ein Ingenieursgehalt zahlen und sie trotzdem heimschicken würde, wäre der finanzielle Aufwand immer noch weit geringer als die Subvetionen, die man in den Abbau gesteckt hat.
    Das Braunkohle rentabel ist, kann ich nicht nachvollziehen, zumal wenn ich den abriss ganzer Dörfer mit den entsprechenden Baudenkmäler habe. Daß mal eines dieser umgesetzt wurde, war ja eine Sensation in den Medien.


    Gerade schon deswegen muss in diesem Forum laut Anklage gegen eine solche Energiewirtschaft erhoben werden, die vollkommen rücksichtslos mit dem baulichen Erbe umgeht!


    Genauso wird Atomstrom massiv subventioniert, abgesehen davon, daß Uran (ich zitiere jetzt einen Prof. für Reaktorbau, ein bekennender Atomfreund) "noch Jahrzehnte, wenn nicht gar ein Jahrhundert reicht!" Und dabei hat er auf noch nicht entdeckte Vorkommen spekuliert. Das ist also alles Quatsch, weil auch Du, Jens, keine Alternative zu der Frage hast, womit wir unseren Strom in fünfzig Jahren produzieren sollen.


    Ich bin für eine weitere Nutzung von Atomstrom, als Übergangslösung bis zu einer flächendeckenden Einrichtung von erneuerbaren Energien und ich lehne Windräder in Regionen ohne ständige Windbewegung ab. Aber diese grundsätzliche Ablehnung ist unsinnig und auch langfristig ökonomisch verheerend.
    Zumal ich kein Argument gelten lasse gegen Solarthermie, weil ich gerade damit die eindeutigen positiven Erfahrungen gemacht habe!

    Günter Possmann ist Vorsitzender der Freunde Frankfurts und mittlerweile haben sie einen Investor eingeschaltet und werden selbst nur als Mieter auftreten. Leider können diese sich nur den Bau eines Hauses leisten.


    Frank Albrecht, Präsident des hessischen Einzelhandelverbandes, ist aus familiären Gründen am Aufbau von Markt 28 (Würzgarten) interessiert.


    Es gibt noch weitere Interessenten, die sich aber noch nicht öffentlich geäußert haben und somit werde ich es auch nicht tun.

    In der heutigen FAZ ist auf Seite 2 des Deutschlandteils ein Artikel über den grünen Bürgermeister von Marburg.
    Titel: "Dämmunwilliger Solarkrieger".


    Ist ein wenig so, wie die Architekten, die moderne Bauten als das einzig Wahre anpreisen, aber sowohl Wohnung, als auch Büro in Altbauten haben.


    Die Pflicht ist Mist. Ich bin zwar sehr dafür, auch gerade in ALtbauten MAßnahmen zum Energiesparen durchzuführen, doch kennen sich eben die meisten gar nicht aus. Besonders Architekten haben oftmals keine Ahnung von Bautechnik und Bauphysik. Gerade bei Altbauten sind daher spezielle Maßnahmen zu treffen.
    Durch die den Architekten übliche Verallgemeinerung aufgrund vollkommener Inkompetenz kann so viel unersetzliche Substanz zerstört werden, und das auch noch mit zweifelhaftem Nutzen, denn nicht jeder Standort für eine Anlage ist effektiv. Ein Kraftwerk wäre da besser.


    Ich habe hierzu eine Idee und werde sie mal zu gegebener Zeit veröffentlichen.

    Schon wieder die ganzen Leute, die da so rumflanieren...


    Wer möchte mitmachen?
    Ich werde jetzt einen Flanier-Service für Architekten anbieten. Gesucht werden schlanke Menschen, die ungefähr 60 Stunden am Stück in "beschäftigter-Shopping-Pose" ausharren können, dazu Besitzer von BMW 3er Cabrios, die mit offenem Verdeck und viel Haarspray sich vor ein Gebäude stellen und so tun, als würden sie jung-dynamisch an dem Gebäude vorbeisausen.


    Für mehr Realität in Architektur-Ansichten!
    Der Flanier-Service lässt Ihre Architektur im gewünschten Licht und mit dem gewünschten sozialen Effekt erscheinen!


    Vergütung muß ich mir noch überlegen, aber das holen die doch alle mit Nachforderungen für die üblichen Baufehler wieder rein... :gg:

    Tja, das hat man nun davon, wenn man große Künstler will. Da wird halt nicht zweckorientiert gebaut. In erster Linie stellt sich der Star-Architekt ein eigenes Denkmal hin.
    ...ob das nutzbar ist, oder im Budget bleibt...egal! Es geht schließlich um den großen Ruhm eins noch nicht genug beachteten Künstlers! Lorbeeren! Bettet ihn auf Rosen! Benennt Frankfurt-Ost in Wolfgang-D.-Prix-Stadt um, oder am Besten gleich ganz Frankfurt! Dieser Name ist doch auch nur ein Relikt einer rückständigen Vergangenheit, der nur Ausdruck einer rechten Kleinbürgerlichkeit ist.


    Wolfgang-D.-Prix-Stadt! Und auf einem 200 m hohen Hügel steht der überwältigende, spektakuläre Glaskubus. Nein, nicht das Rathaus, die Geschäftsstelle des BDA!

    Jetzt schaut Euch doch das mal an:


    Hier wirbt der Star-Architekt genau für das, was der BDA allen einredet, wir wollten das um uns dann entsprechend zu beschimpfen.


    An anderer Stelle hatte ich ja schon meine Meinung kund getan, daß die Markthäuser Ausdruck einer vollkommenen Inkompetenz in Sachen nachhaltigem Bauen, geschweige denn im Verstehen historischer Konstruktionen ist.

    Das ist noch nicht gesagt...


    Aber selbstverständlich werden die Gegener jetzt Oberwasser verspüren und massiv versuchen, die beiden Geschäftsführer in ihrem Sinn zu beeinflussen.


    Aber erst mal ganz ruhig. Man darf jetzt nur nicht diesen Projektentwicklern mit langen Appellen oder gar Belehrungen auf die Nerven gehen...das sollen ruhig andere machen.
    Diese bekommen einen Auftrag, müssen ihn in einer bestimmten Zeit ausführen und die einzige Architekturvariante, die keiner Geschmachsdiskussionbedarf, deren Einteilung bereits jetzt hundertprozentig festgelegt ist, ist eben die Rekonstruktion.
    Ich setze darauf, daß einfach die massive Zeitverschwendung im Vorfeld nun für uns arbeitet.

    Warum glauben manche Leute, sie würden alles besser wissen?
    Ihr Studium vermittelt ihnen also mehr Wissen als 2000 Jahre Erfahrung?


    Wir brauchen die Vergangenheit nicht? Dann wird sie sich auch im negativen Sinn immer wiederholen...

    Darauf hast Du Dich also bezogen...


    Da muß ich mich entschuldigen, es war leider mißverständlich. Du hast also die Seitenansicht im Bild gemeint, nicht die zentral stehenden Häuser.


    Ich glaube das mit den Bildern funktioniert, wenn man die Bildadresse in die Leiste des Browsers reinkopiert.

    Korrigiert mich, wenn ich irre (Ist ja auch schon ein wenig her), aber ist in Riegels Beitrag vom 13.1.2006 nicht die Seite vertauscht?


    http://www.bildindex.de/rx/apsisa.dll/ortezoom?sid={b5df45d9-19ad-4636-960b-b76c0ef77e98}&cnt=160711&did=1238411&rid=1&aid=*&picno=37&zoomlevel=2


    http://www.bildindex.de/rx/apsisa.dll/ortezoom?sid={b5df45d9-19ad-4636-960b-b76c0ef77e98}&cnt=160730&did=1238411&rid=1&aid=*&picno=36&zoomlevel=2


    Anhand des gerade so links ins Bild reichenden Erkers vom Goldschmiedehaus scheint das die falsche Seite des Platzes zu sein.
    Die andere Seite hatte ebenfals zwei Gebäude linksseitig, allerdings Giebelständig, also der Richtung des Neubaus entsprechend. Allerdings auch zwei Obergeschosse. Die Fensterverteilung an der Seite stimmt wohl noch. An der Frontseite waren relativ mittig nur zwei Fenster, nachträglich eingebaut, das ursprünkliche Fachwerk aber aus der Übergangszeit, als um 1500 (überkreuzte Strebe im zweiten Obergeschoss)

    Als derjenige, der jeden einzelnen Balken in Wehrheim vermessen und begutachtet hat, mal folgende Sachverhalte.


    DIe Gebäude waren teilweise bereits abgerissen, als ich dort das erste Mal hinkam. Es waren zwei Scheunen und, ich glaube, drei einzelne Häuser. Eines war definitiv 19. Jahrhundert. Es gab bei diesem Gebäude vier Eichenbalken, die irgendwie verwendbar waren, der Rest hat nichts getaugt (Fichte oder Schrott).
    Zudem wurden einige lange Balken der Scheune vor dem aufladen entwendet. Die waren leider besonders wertvoll. Sonst wurde nur Eiche unterschiedlichen Alters aufgeladen. Da die Balken Schäden durch den rabiaten Abriss aufwiesen wurde ein relativ geringer Preis vereinbart und eben entsprechend grob aussortiert.
    Es gab noch einen wesentlich älteren Bau, der beim Verladen noch stand.


    Was soll ich nun sagen...es war eine teilweise bereits vollzogene Entscheidung mit dem Abriss. Das gute Holz deswegen nicht zu nutzen, wäre aber auch Quatsch.

    Nun ist es raus:


    Das Büro von Mäckler baut nicht nördlich der Leonhardskirche, wie man mir seitens des Büros fälschlicherweise gesagt hatte, sondern westlich.


    Damit wäre der Standort des spätgotischen Gebäudes Haus Aldenburg betroffen.
    Ich habe einen Aufmaßplan mit dem durch Untersuchungen 1935 festgestellten Fachwerk. Alle drei Häuser wiesen demnach eine Figur der Übergangszeit auf.


    Mäckler baut anderen Stelle nun eine Wohn- und Bürobebauung, fünfgeschossig, modern, wie man es von ihm kennt. Er greift zwar grob die Formen der Mainbebauung auf, hat jedoch keine detaillierten handwerklichen Qualitäten, sondern ist eben ein aus modernen, auf Quantität ausgelegten Produktionstechniken stammendes Produkt.


    Gegen das weiter westlich liegende Wohnhaus kann man gar nichts sagen, jedoch hätte ich mit eben persönlich diese besondere Note gewünscht, zumal es nur einen Teil ausgemacht hätte und sogar einen weiteren Bereich einbezogen. Leider wurde ich bei Gesprächsanfragen vertröstet (...wir rufen Sie zurück, jaja).

    Was zum Thema Haus Rebstock eben wichtig ist, daß vom Stadtplanungsamt, bzw. deren Vertreter eine Vor- und Nachteilsanalyse für die drei Varianten vorgestellt wurde.
    Man hat bei der Rekonstruktion auf Nachteile hingewiesen, die die Neubauplanung (bei der sie verschwiegen wurden) genauso, bzw. in anderer oder sogar schlimmerer Form auch hat. Der Hof von Rebstock bleibt eben eng (12 m breit) bei Rekonstruktion UND bei Neubau. Daß es aber nur bei Rekonstruktion ein Problem wäre mit einer Nutzungsverträglichkeit eine Gaststätte im Erdgeschoss, die man bei Neubau gar nicht hat, weil im Erdgeschoss dann die Autos in die Tiefgarage fahren, sehr schön für die Hausbewohner, und der Hof dann erst recht im hinteren Teil nicht mehr nutzbar...
    Naja, das Stadtplanungsamt versucht halt konsequent, ihren Entwurf durchzusetzen. Sie setzen sich gerade selbt an die Stelle des Planers. Das ist weder originär deren Aufgabe, noch haben sie dafür irgend einen Auftrag, die Magistratsvorlage sagt etwas völlig anderes.


    Der "Rucksack" ist ein Podest, welches das letzte Stück der Einfahrtsrampe überdeckt mit einer Höhe von ca. 1 m !!!
    Das als Qualitätsverschlechterung für den Aufenthalt anzuführen, ist wieder eine bewusste Täuschung seitens des Stadtplanungsamtes!


    Es mag da sehr positiv überraschen, daß ausgerechnet Stadtrat Schwarz hier richtige und gute Aufklärung betrieb und mal erklären konnte, wie die Verhältnisse wirklich sind!


    Zu der Kölner Vorstellung ist noch bemerkenswert, daß Dr. Schütte an einer Stelle zur Neubauplanung sich nicht verkneifen konnte zu sagen, daß die Qualität der Architekten in Deutschland ziemlich erbärmlich ist, von denen kann anscheinend keiner mehr ein normales Dach konstruieren! Das hat er fast wortwörtlich so gesagt (nach meiner Erinnerung).
    Meine Rede!!! Siehe auch meinen heutigen Beitrag zu den Mainzer Markthäuser!


    Daher wurden strenge Restriktionen auferlegt, aber alle Entwürfe werden begutachtet. Man darf sich zwar von den Anforderungen lösen (um mögliche geniale Alternativlösungen nicht zu beschränken), aber bei Missachtung der Vorgaben wirkt sich das ganz eindeutig auf die Bewertung aus, die nur durch eine wirklich genaile Alternative ausgeglichen werden kann. Man kann es vielleicht vergleichen mit dem unterirdischen Schumacher-Plan am Städel.
    Das Ganze wurde in der FAZ so hingedreht, als hätte man den Architekten alle Freiheiten gelassen und somit wird leider durch Herrn Dr. Alexander der Eindruck erweckt, in Köln sei moderne spektakuläre Architektur erwünscht...das Gegenteil ist eher der Fall.

    Einfach nur schrecklich!


    Teure Sandsteinverblendungen vor einer Dämmung, deren Sinn mir bei der dahinterligenden Betonstütze doch eher fraglich scheint, zumal direkt nebenan eine riesige Toröffnung ist.
    Das ist nur noch Quatsch, und sogar das Dach ist aus Beton gegossen.


    Die Architekten heutzutage können wirklich gar nichts mehr, das ist eine Beleidigung für jeden Bauhandwerker!!!

    Ich habe es noch nicht gesehen, aber die haben in Mainz (Markthäuser) denselben Mist gemacht...damit habe ich wohl meine generelle Meinung schon kundgetan.


    Selbst wenn man es in Ziegel mauert, was es möglicherweise auch im Original war, ist das doch viel besser als der künstliche Stein, der mit Stahl (Rost) bewehrt wird und dessen Haltbarkeit schon begrenzt bemessen wird (Carbonatisierung. In Beton dringt fortwährend Wasser ein...). Wahrscheinlich wird das Dach auch in Beton gemacht (AAAAAAAAAAAAAHHHHHH!!!!).


    Warum?
    Weil das so einfach ist wie Knetmasse basteln, weil die verantwortlichen Architekten von historischen Baustoffen anscheinend keine Ahnung mehr haben und weil es sich ja nur abschreiben muss. Dann wird abgerissen und neu gebaut.
    Genau das wollen ja gerade die Grünen in der Altstadt nicht. Fassadenklitterei!


    Damit wird auch dieser Bau beliebig...kann ja jederzeit abgerissen und neu gegossen werden...


    Vielleicht wäre es mit Mauerwerk genau so teuer gewesen (Handarbeit mauern, dafür keine Schalung nötig). Aber wenn der Architekt so etwas nicht kann...es sind teilweise nur noch Künstler und widersprechen damit in Persona der Architekturtheorie.

    Doch, die Gegend kenne ich. War schon öfter in Bilbao ("Bilbao is not Spain!"), allerdings zugegebenermaßen noch nicht am Museum. Kenne dieses nur von Bildern.
    Dahingehend habe ich mich falsch ausgedrückt. "Trist" im Sinne von unspektakulär. Schließlich gab es ja den Bedarf, Aufmerksamkeit zu erregen. Allerdings hatte ich sogar mehr erwartet von dem Bilbao-Effekt, war etwas enttäuscht, als ich es gesehen habe.
    Nun, in Bilbao scheint es funktioniert zu haben.
    Daß es aber einen Frankfurt-Effekt gibt, scheint mir schon aufgrund der in Bilbao vermissten Konkurrenzbauten (gotisches Kloster DIREKT nebenan, Wolkenkratzer, weitere Gebäude von auch welthistorischer Bedeutung) eben wenig wahrscheinlich.

    Wieder nichts gelernt!


    Zum Einen: Wir befinden uns hier, zwar am Rand, aber immer noch auf Altstadtgebiet. Um so schlimmer wird das dadurch deutlich, daß der zweite Guggenheim-Versuch in direkter Nachbarschaft zum Karmeliterkloster steht. Hat eigentlich noch niemand geäußert, daß das Original zwar spektakulär für so eine triste Gegend wie Bilbao, aber trotzdem hässlich ist?
    Zum Anderen: Ich will nun gar nichts zu dem Turm sagen, denn der steht auf dem alten Degussa-Gelände. Eine Rekonstruktion auf diesem Bereich ist wohl auch Spekulation, bzw. nicht unbedingt eine große Aufwertung. Aber der östliche Teil des Geländes (Seckbächer Gasse und Papageiengasse) hätte eine Rekonstruktion sehr nötig, gerade wegen dem Kloster. Auch wegen des berühmten Portals in der Seckbächer Gasse:


    Was ist aus der Erkenntnis geworden, daß man in Nähe historischer Substanz Rücksicht nehmen sollte?
    Und wie tief ist Frankfurt gesunken, daß eine Kopie eines weit entfernten Sensationsgiergemäßen Klotzes höher gewertet wird als die Darstellung bedeutender Frankfurter Geschichte.
    Aber Frau Roth soll ja hauptsächlich verantwortlich dafür sein...ich sag Euch mal eines: man kann zu Roland Koch stehen wie man will, aber Petra Roth als Alternative? Das wäre Hessens Niedergang!