Posts by Kardinal

    E i n l a d u n g
    zur 18. Sitzung des Sonderausschusses "Dom-Römer" am
    Donnerstag, dem 18. Februar 2010, 17.00 Uhr,
    Rathaus-Südbau, Bethmannstraße 3, 3. Obergeschoss, Sitzungssaal 310
    (Besuchereingang: Bethmannstraße 3)
    Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an dieser öffentlichen Sitzung
    teilzunehmen.


    T a g e s o r d n u n g


    1. Feststellung der Tagesordnung


    2. Genehmigung der letzten Niederschrift


    3. Vorstellung der Preisträger-Entwürfe des Architekturwettbewerbes „Stadthaus am Markt“
    durch Frau Ettinger-Brinckmann (ANP - Architektur- und Planungsgesellschaft mbH)
    HINWEIS: Die Modelle und Planentwürfe der am Architekturwettbewerb beteiligten Büros
    werden in der Zeit vom 1. bis 15. Februar täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr in den
    Römerhallen im Rathaus-Römer ausgestellt und präsentiert.


    4. Bürgerinnen- und Bürgerrunde
    (Wortmeldungen der Bürgerinnen und Bürger zu Punkten der Tagesordnung)


    5. Bericht des Dezernenten


    6. Dom-Römer GmbH
    hier: Vorstellung von Herrn Michael F. Guntersdorf (Geschäftsführer)


    7. Dom-Römer-Gestaltungsbeirat
    Hier: Vorstellung durch den gewählten Vorsitzenden


    8. Entwurf Doppelhaushalt 2010 und 2011
    mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2010 - 2013
    hier: Informatorische Lesung
    Vortrag des Magistrats vom 04.12.2009, M 237
    (StK Uwe Becker)
    (StR Edwin Schwarz)


    9. Wann kommt der Bebauungsplan für das Dom-Römer-Areal?
    Bericht des Magistrats vom 30.10.2009, B 911
    (StR Edwin Schwarz)


    10. Aufsichtsratmandate der Dom-Römer GmbH
    Bericht des Magistrats vom 20.11.2009, B 938
    (StK Uwe Becker)


    11. Bestellung des Aufsichtsrates der Dom-Römer GmbH
    Bericht des Magistrats vom 30.11.2009, B 962
    (StK Uwe Becker)

    1. Jürgen Aha hat sich auf die Architekten bezogen, da diese die Rekonstruktion als "Touristenattraktion" im negativsten Sinne anprangern und und die Begeisterung von Touristen quasi als Nachweis des Untergangs der hoch qualitativen Kunst und Kultur sehen (die manchmal nur von den Künstlern selbst verstanden wird als Rechtfertigung ihres Standes).
    Eine "Polenschelte" ist dort in keinster Weise enthalten. Gleichgültig ob man Widersprüche einzelner Sätze im Artikel zum Leserbrief ausmacht.


    Schließlich ist Aha Mitinitiator des Altstadtforum und hat die Einladung polnischer Vertreter dort selbst veranlasst!


    2. Die Architekten und "Schöngeister", die sich immer noch für den Erhalt bzw. eine Sanierung des Technischen Rathauses einsetzen, scheinen immer noch nicht mitbekommen zu haben, daß die technischen Mängel dort dermaßen gravierend sind, daß, verbunden mit der mehr auf Gestaltung als auf Funktionalität ausgelegten logistischen Aufteilung, ein Erhalt ökonomischer und ökologischer Blödsinn ist.


    Ein Betonbau ist nun mal nicht so einfach zu sanieren wie ein Fachwerkhaus oder ein Mauerwerksbau. Carbonatisierung von Stahlbeton bzw. mangelnde Betondeckung und durchgerostete Bewehrung sind hier die Stichworte.
    War halt nur noch bedingt Handwerk. Und gutes schon gar nicht mehr.

    Die Beibehaltung des Tisches war aber Teil des Wettbewerbs, da der Schirn-Architekt (aufgrund grobschlächtigen Verhaltens der Frankfurter Gesprächspartner) auf diese bestand.
    In der Ausschreibung wurde daher die Beibehaltung des Tisches gefordert, ein weiterer Beitrag mit einer "Abriss-Variante" konnte aber jeder Teilnehmer zusätzlich abgeben. Daß der Tisch in den Modellen zu sehen ist, kann keine Überraschung sein und bedeutet auch keine Änderung der zuletzt überall, aber immer nur inoffiziel zu vernehmenden Haltung, daß dieser stört.
    Insofern keine Neuigkeit hier.


    Aber in dem Siegerbeitrag wird noch ganz anderes deutlich:
    Wie zu erwarten hat der Wettbewerbssieger keinerlei Ahnung von Fachwerkbauten, ganz zu schweigen von der ortsüblichen Variante. Das Rote Haus hat die falsch in einer Quelle angezeigte glatte Wand (in die er noch wandhohe Fenster eingesetzt hat, was nun wirklich nichts mehr mit dem Anspruch einer möglichst weitgehenden Rekonstruktion zu tun hat), des Weiteren hat er über die Hälfte der Goldenen Waage weggelassen, inkl. des Treppenturms.
    Mir würde es persönlich ganz schön auf die Nerven gehen, jedesmal, wenn ich einkaufen gehen will, die Feuerwehr zu rufen, damit ich über eine Leiter aus den OGs klettern kann.
    Dadurch fehlt außerdem das "Belvederche". Mir scheint, daß ein großer Teil der Frankfurter Politiker immer noch nicht realisiert hat, daß dieses "herausragende" Merkmal nicht auf dem Eckgebäude, sondern auf einem Hintergebäude stand.


    Ein weiteres Indiz für die Hilflosigkeit der Verfasser ist die Dachausbildung. Daß die Barockgiebel, sowie die (eine) Brandwand über die Dachfläche hinausragen... gut, war so, aber alle anderen Giebel, inkl. die des Roten Hauses, zeugt von Fahrlässigkeit gegenüber der Aufgabe.


    Wie zu erwarten wird der Architekt nicht, vor allem nicht in der kurzen zeit in der Lage sein, fachgerecht zu rekonstruieren. Leider gibt es in Frankfurt auch keine Instanz die das beurteilen könnte. Eventuell vom Gestaltungsbeirat Björn Wissenbach, der ist aber nur nicht stimmberechtigtes stellvertretendes Mitglied.
    Andererseits kann man dem Architekten in den Punkten zur Goldenen Waage auch nur bedingt einen Vorwurf machen. Da hat nämlich unser Dr. Alexander von der FAZ ganz recht. Die Ausschreibung war dilletantisch. Der Treppenturm beispielsweise war in Grundplänen im Umriss zwar eingezeichnet, doch befand er sich ca. 50 cm zu weit nördlich. Außerdem war es ein gleichmäßiges Achteck, was nur ganz grob an die Gestalt des Treppenturms erinnert.

    Akademiker? Die Frage ist immer, welche Art von Akademiker?


    Es gibt auch wissenschaftlich seriöse Akademiker, die aufgrund von Forschung zu Ergebnissen kommen. Je detaillierter diese Forschung, um so genauer stellen die Aussagen die Realität dar.
    Wenn wir jedoch Peter Cachola Schmal (wie auch beispielsweise Herr Dr. Cuadra, der als Architekturtheoretiker und Professor in Kassel im Fachbereich Architektur lehrt, scheinbar aber noch nie selbst ein Haus gebaut hat) betrachten, der nur die philosophische Betrachtung einer Gebäudedarstellung in seinen Blickwinkel zieht bei der Bewertung der Frage "Abriss- ja oder nein?" Aber das ausschlaggebende Argument der bautechnischen Verantwortbarkeit (die meisten vor Ort kennen ja die Betonabplatzungen, die eine kostenmäßig nicht abschätzbare Generalsanierung der statischen Funktionalität ankündigen können), als auch die wirtschafliche Betrachtung (riesige Flure, Energieeffizienz? ach wo?) lässt er komplett außen vor.
    Damit ist er als "Experte" ein Witz.
    Abgesehen davon regt mich wieder dieses "Subventionierungs"-Geschwafel auf. Das Geld wird dort in dieser Summe SOWIESO ausgegeben! Wir verlangen für das Geld aber eben einen qualitativen Gegenwert. Ohne Rekonstruktionen ist das unwirtschaftlich, weil der erhoffte Effekt der Aufwertung ausbleiben wird!


    Außerdem frage ich mich, ob sich Herr Dr. Cuadra überhaupt Architekt nennen darf. Schließlich muß man doch Berufspraxis nachweisen , um in die Kammer aufgenommen und damit den Titel führen zu dürfen.

    Ausschreibung:
    Maintor Panorama und Maintor Winx


    Ort:
    D-60311 Frankfurt am Main


    Abgabe 15.11.2009
    voraussichtliche Entscheidung: 12/2009
    Verfahren Beschränkter Wettbewerb als Einladungswettbewerb
    Berufsfeld / Branche Architekten
    Gewünschte Teilnehmerzahl: 7
    Gebäudetyp Wohn- und Geschäftstürme, Hochhäuser
    Zulassungsbereich Deutschland
    Sprache Deutsch
    Auslober DIC – Deutsche Immobilien Chancen
    Aufgabe Aus dem jahrzehntelang abgeschlossenen Industrie- und Verwaltungsareal wird ein offenes multifunktionales Ensemble verschieden genutzter Einzelgebäude mit hoher Lebensqualität im Herzen Frankfurts entstehen.


    - Die Neugestaltung ist so konzipiert, dass sich das neue Viertel nahtlos in die angrenzenden Teile der Frankfurter Innenstadt und zum Main integriert und damit neue attraktive Verbindungen schafft.
    - Es wird ein offener und kommunikativer Erlebnisraum geschaffen, dessen Schnittpunkt in einem zentralen, öffentlichen Platz liegt. Darüber hinaus entsteht Wohnraum in wertvoller und prominenter Lage am Main.


    Ein für die Öffentlichkeit bis heute nicht begehbares, gewerblich genutztes Areal in bester Innenstadtlage wird unter Integration des Ankermieters Degussa mit seinen rund 1.000 Arbeitsplätzen der Öffentlichkeit erstmals zugänglich gemacht. Das Vorzeigeprojekt leistet mit seinen integrativen Konturen einen weiteren Beitrag zum Erscheinungsbild der Stadt als internationale Metropole.


    gesetzte Teilnehmer


    - Allmann Sattler Wappner Architekten, München
    - David Chipperfield, London
    - Happ Architekten, Frankfurt / Max Dudler, Berlin
    - HPP Hentrich Petschniff + Partner, Düsseldorf
    - Kleihues + Kleihues, Berlin
    - KSP Jürgen Engel, Frankfurt
    - Prof. Christoph Mäckler, Frankfurt

    E i n l a d u n g


    zur 16. Sitzung des Sonderausschusses "Dom-Römer" am
    Dienstag, dem 22. September 2009, 17.00 Uhr,
    Rathaus-Südbau, Bethmannstraße 3, 3. Obergeschoss, Sitzungssaal 310
    (Besuchereingang: Bethmannstraße 3)
    Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an dieser öffentlichen Sitzung
    teilzunehmen.


    T a g e s o r d n u n g
    1. Feststellung der Tagesordnung
    2. Genehmigung der letzten Niederschrift
    3. Bericht des Dezernenten
    4. Bürgerinnen- und Bürgerrunde
    (Wortmeldungen der Bürgerinnen und Bürger zu Punkten der Tagesordnung)


    5. a) 3D-CAD-Animation zum Neubau des Historischen Museums
    b) Neue Architektur des Historischen Museums den Menschen dieser Stadt visualisieren


    Bericht des Magistrats vom 27.07.2009, B 629
    (StR Prof. Dr. Felix Semmelroth)


    Dr. Heike Hambrock
    Ausschussvorsitzende



    Da bin ich mal gespannt, wie hübsch das denn aussieht. :boese:

    Ich war vor nicht allzu langer Zeit beim Herrn Jacob gewesen und habe mir das Modell angesehen. Habe ihn auch im Hinblick auf die Frankfurt-Rekonstruktion zu seiner Einschätzung für Hanau gefragt, gerade auch aufgrund dieses Wettbewerblichen Dialogs.
    Leider war er da sehr ablehnend und fand dass so etwas nicht machbar sei.
    Sehr schade.
    Habe auch versucht, andere von der Idee zu begeistern, aber bisher ist da leider nichts passiert.

    Bezüglich des Kosten-Argumentes ist es ja so (wie die meisten hier auch wissen), daß schon das vielzitierte "für so viel Geld bauen die das alte da wieder auf" (ähnliche, meist bösartige Ausdrücke sind hier sinngemäß auch oft verwendet worden) schon deshalb Quatsch ist, da hier nur ein bereits beschlossenes Projekt mit entsprechenden, bereits beschlossenen Ausgaben (Wettbewerbssieger KSP Engel & Zimmermann, mittlerweile ohne den Zimmermann) nun zu einer Form gebracht wird, die eben nicht im großen Teil der Bevölkerung Empörnung und Ärger auslöst.
    Das heißt also, bereits verplantes Geld wird nun so verwendet, daß es nicht nur strukturell besser eingesetzt wird, sondern auch besser aussieht und Identität stiftet. Zudem durch seine erwartngsgemäß erheblich längere Nutzzeit auch nachhaltig und somit weit kostengünstiger ist. Ganz zu schweigen von der Frage ökologisches Bauen.


    Wenn man an dieser Stelle den Engel-Entwurf gebaut hätte, wäre nicht ein einziger Cent mehr in die Erhaltung alter Gebäudesubstanz geflossen (weil auch gar keiner übrig wäre).


    Wie Wolff Holtz mal in einer Diskussionsrunde mit Herrn Engel im Fernsehen gesagt hat, es stimme schon, daß die Rekonstruktion inkl. Abriss Techn. Rathaus 150 Mio. kosten kann, aber was koste sein Entwurf. Die nicht gegebene Antwort war auch eine Antwort. :lachen:

    Spielverderber dahingehend, als daß ich die Diskussion nach außen trage... wo sie wohl keine Wirkung zeigt.


    Da gab es doch noch andere große städtische Architekten, deren Siedlungen unter Schutz stehen, die selbst aber für ihr Konzept die ganze, damals noch bestehende, Altstadt abgerissen hätten...
    ...was muß es auch als Architekt nerven, wenn man sich selbst für gottgleich hält und dann doch jeden morgen auf Klo gehen muß. Und dann stinkt es auch noch, genauso wie bei allen anderen Menschen...

    So, ich bin jetzt mal ein Spielverderber... :augenrollen:


    Habe schon letztes Jahr Frau Dr. Hambrock (als Mitglied des Denkmalbeirats) auf dieses Gebäude hingewiesen und jetzt noch mal nachgefragt, was denn daraus geworden ist.
    Bisher keine Antwort.
    Aber demnächst ist ja weder Dom-Römer-Ausschuss, dem, wie einigen bekannt ist, Frau Dr. Hambrock vorsitzt.

    Auch der Domplatz hat als solcher ursprünglich nie bestanden. Dieser Platz entstammt der ersatzlosen Niederlegung der gotischen Michaels-Kapelle. So weit ich mich erinnerere geschah dies 1827.
    Die einzigen alten Plätze dort sind die, die aus "stillgelegten" Friedhöfen entstanden, also um den Dom herum wäre das südlich wohl der Weckmarkt. Das gilt, wenn ich die entsprechende Stelle im Batton richtig verstanden habe, wohl auch für den Hühnermarkt (als Friedhof zur dort gelegenen Marienkirche, die aber wohl bereits im Mittelalter niedergelegt wurde).

    Wie wäre es mit der Neugasse 1a? Es gibt auch ein Bild vom Abriss der durch die Braubachstraße weggefallenen Gebäude des Nürnberger Hofes. An dem einen Haus war ein Rundbogenfries, dahinter ein sehr schönes Gewölbe. Und die Rückseite des Goldenen Lämmchens hatte Fenster, aber wie die aussahen... ?

    Hatte leider keine Zeit, Passagen rauszulösen.
    Außerdem halte ich eine vollständige Darstellung des Textes für unerlässlich, da ich auch zu viel Angst davor habe, daß Diskussionen aufgrund nicht erwähnter Details auf fehlerhafter Grundlage geführt werden könnten.


    Zur Frage von Auslobung und Grundstückszuschnitten folgende (nun doch herausgelöste) Passagen aus erwähntem Beschluss von 2007 (vollständig einsehbar unter der PARLIS-Seite der Stadt Frankfurt):


    Auszug aus der am 6.9.2007 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Magistratsvorlage M 112, Punkt 1 f:

    […] die ehemaligen Altstadthäuser „Goldene Waage“ und „Rotes Haus“ sowie die komplette Straßenzeile mit den Häusern „Junger Esslinger“, „Alter Esslinger“, “Goldenes Lämmchen“ und „Klein Nürnberg“ möglichst originalgetreu rekonstruiert werden sowie die Rekonstruktion des Hauses „Großer Rebstock“ angestrebt wird, sofern eine sinnvolle Lösung für die Tiefgarageneinfahrt gefunden, die Verträglichkeit mit dem Haus am Dom und die Nutzbarkeit des Gebäudes gewährleistet werden kann, […]


    1. Der Vorlage M 112 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der beigefügte Rahmenplan als schematische Grundlage der weiteren Planung betrachtet wird; die einzelnen Parzellen sind bei weiteren, sich konkretisierenden Rekonstruktionsprojekten dem historischen Zuschnitt anzupassen, und dementsprechend sind auch die Parzellen der Goldenen Waage und des Roten Hauses anzupassen. […]


    Herr Pfaff, der Geschäftsführer der Dom-Römer-GmbH werden soll ist von Haus aus Betriebswirt und hat schon verschiedene Großprojekte zum Erfolg geführt, weshalb auch er mit der Aufgabe betraut wurde.
    Z.B. mehrere Hochhäuser und, gegen Widerstände, das Thurn & Taxis-Palais.


    ...das Thurn & Taxis-Palais.


    Zum Glück steht in der Ausschreibung, die NUR das Gebiet südlich der Straße Markt vorsieht (deshalb sind nur 2 der 6 resp. 7 Häuser einbezogen) originalgetreue Rekonstruktion.
    Was ist das?
    Weiß eigentlich keiner genau, bzw. bin ich im Zweifel, ob das auch nur eine, der hier im Text erwähnten Personen beurteilen kann. Auch ich suche noch (mit Riegel :zwinkern: ), und bin schon Jahre beschäftigt. Wie sollen das dann unbedarfte Personen (auch Architekturprofessoren, bes. Städtebauer werden ja darin nicht ausgebildet) dann einschätzen?


    ...naja, vielleicht als promovierte Arzthelferin. :lachen:

    Hier ist sie also, die lang erwartete Wettbewerbsausschreibung:
    Nun stellt sich die Frage: Wer kann beurteilen, was originalgetreu rekonstruiert ist?


    Hierzu die Einladung zum nächsten Altstadtforum am 6.7. (Montag) um 18.30 Uhr vor der Kunsthalle Schirn, also am Ort des Geschehens.
    Ich werde auf dem Podium sein, dazu der Zimmerermeister und Restaurator Ralf Wargel.


    Danach kann man ruhig noch mal die Frager stellen: Wer der Architekten des Wettbewerbs soll in der Lage sein, originalgetreu zu rekonstruieren? Und wer der Jury-Mitglieder ist in der Lage dies zu beurteilen? Sogar Herr Prof. Dr. Weiß ist als Jury-Mitglied bisher nur angefragt.


    Bewerbungsschluss: 27.07.2009, 00:00 Uhr
    Verfahren: Beschränkter Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
    Berufsfeld / Branche: Architekten
    Gewünschte Teilnehmerzahl: 30
    Sprache: Deutsch (de)
    Region: EWR,WTO
    Verfahrensbetreuung: ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH


    Aufgabe: Im Rahmen der Neubebauung des Dom-Römer-Areals nach dem Abriss des Technischen Rathauses soll der geschichtlich bedeutsame Archäologische Garten, die historische Keimzelle der Stadt Frankfurt, mit einem öffentlichen Gebäude bebaut werden. Es soll den Bereich vor dem Domturm räumlich fassen, damit Römerberg und Domplatz stärken und die unbefriedigende Nachkriegssituation der tiefliegenden Freifläche vor freigestelltem Dom aufwerten. Der Ort war vor seiner Freilegung stets überbaut und Bestandteil der dichten mittelalterlichen Stadtstruktur. Erwartet wird daher eine Lösung, die das historisch geprägte Ensemble Dom-Altstadt-Römerberg ergänzt und bereichert. Städtebaulich ist die Aufgabe besonders schwierig, da es gilt, auf die stadträumlich sensible Situation zu reagieren, die zudem vor einem großen Umbruch steht. Die Teilnehmer müssen sich mit unterschiedlichen Gebäuden aus verschiedenen Epochen auseinandersetzen. Hierzu zählen der Kaiserdom St. Bartholomäus, das aus den 1960er Jahren stammende Gebäude des Kunstvereins, das aus den 1980er Jahren stammende Gebäude der Kultur-Schirn, das kürzlich fertig gestellte katholische Kultur- und Begegnungszentrum ‚Haus am Dom’ sowie die vorgesehene Bebauung auf dem Grundstück des Technischen Rathauses. Es ist beabsichtigt, die Altstadt Frankfurts in ihrem Wesen wieder zu gründen. Aus diesem Grund soll in Zusammenhang mit der Überbauung des Archäologischen Gartens auch eine Häuserzeile am so genannten Krönungsweg, dem Straßenzug "Markt" wieder entstehen, die 2 für eine Rekonstruktion vorgesehene Fachwerkhäuser einbezieht. Die Gebäude "Rotes Haus" im Westen und "Goldene Waage" im Osten sollen möglichst originalgetreu rekonstruiert werden. Diese Häuserzeile ist funktional und gestalterisch in die Bebauung "Archäologischer Garten" zu integrieren. Die Überbauung des Archäologischen Gartens muss sich nicht nur städtebaulich in das Dom-Römer-Areal einfügen, sondern zugleich zwischen der geplanten kleinteiligen, teils rekonstruierten Häuserzeile und dem Gebäude der Kultur-Schirn vermitteln. Hinsichtlich der Gebäudehöhe soll die Höhe der umgebenden Bebauung aufgenommen werden. Das repräsentative Stadthaus für Frankfurt mit Besucherzentrum und stadtgeschichtlicher Ausstellung soll ein einladender Ort der "Begegnung" mit Besuchern und Gästen der Stadt als auch mit der Geschichte des Ortes und der Stadt sein. Es soll das vorhandene Bodendenkmal respektieren und in eine raumschaffende Architektur einbinden. Dies erfordert eine Auseinandersetzung mit dem Raum an sich, der Atmosphäre des Baukörpers, dem Verhältnis von alt - neu und innen - außen, der Lichtführung und den Blickbeziehungen an diesem zentralen Ort der Geschichte Frankfurts. Aufgrund dieses besonderen Standortes werden an die Gestaltung der Fassaden hohe qualitative Ansprüche gestellt. Erwartet wird eine Formensprache, die in Bezug auf Maßstäblichkeit, Material, Tektonik und Farbe dem besonderen Ort, sowie der städtebaulichen Gestalt Rechnung trägt und den genius loci durch eine eigene Identität stärkt. Es wird Wert auf Einfachheit und Funktionalität im Detail, eine sorgfältige und materialgerechte Ausführung im Sinne einer nachhaltigen Architektur auch in Bezug auf Folgekosten gelegt. Das Bodendenkmal Archäologischer Garten soll öffentlich zugänglich bleiben und die Mauerreste der ehemaligen karolingischen Königshalle in der unteren Ebene museal präsentiert werden. Im Besucherzentrum sollen allgemeine touristische Auskünfte gegeben sowie Gruppen und Delegationen empfangen als auch Ausstellungen oder Veranstaltungen durchgeführt werden. Insgesamt soll das Gebäude für ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Nutzung mit einem maßvollen Einsatz an Technik offen sein. Die städtebaulich vertretbare Bruttogeschossfläche beträgt 4 000 m²; sie dient als Orientierungswert. Daher dient der Wettbewerb bezogen auf das konkrete Raumprogramm teilweise auch der Ideenfindung. Ziel des Wettbewerbs ist es realisierbare Entwürfe für einen Neubau über dem Archäologischen Garten zu erhalten.


    Informationen: http://www.wb-stadthaus-am-markt.de\r
    http://www.wb-stadthaus-am-markt.de


    Gesetzte Teilnehmer:


    1. Stefan Braunfels.
    2. kadawittfeldarchitektur.
    3. Christoph Mäckler.
    4. HG Merz.
    5. Wandel Hoefer Lorch + Hirsch.


    WETTBEWERBSBEKANNTMACHUNG


    Dieser Wettbewerb fällt unter: Richtlinie 2004/18/EG


    ABSCHNITT I: ÖFFENTLICHER AUFTRAGGEBER/AUFTRAGGEBER


    I.1) NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N): Stadt Frankfurt am Main, Stadtplanungsamt, Braubachstraße 15, D-60311 Frankfurt am Main. Weitere Auskünfte erteilen: ANP, Hessenallee 2, z. Hd. von Frau Ettinger-Brinckmann, Herrn Walberg, D-34130 Kassel. Tel. +49 561707750. E-Mail: mailto:info@wb-stadthaus-am-markt.de">info@wb-stadthaus-am-markt.de . Fax +49 5617077523. URL: www. wb-stadthaus-am-markt.de. Weitere Unterlagen sind erhältlich bei: ANP, Hessenallee 2, z. Hd. von Frau Ettinger-Brinckmann, Herrn Walberg, D-34130 Kassel. Tel. +49 56170775-0. E-Mail: mailto:info@wb-stadthaus-am-markt.de">info@wb-stadthaus-am-markt.de . Fax +49 56170775-23. URL: www. wb-stadthaus-am-markt.de. Projekte oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: ANP, Hessenallee 2, z. Hd. von Frau Ettinger-Brinckmann, Herrn Walberg, D-34130 Kassel. Tel. +49 56170775-0. E-Mail: mailto:info@wb-stadthaus-am-markt.de">info@wb-stadthaus-am-markt.de . Fax +49 56170775-23. URL: www. wb-stadthaus-am-markt.de.


    I.2) ART DES ÖFFENTLICHEN AUFTRAGGEBERS UND HAUPTTÄTIGKEIT(EN): Agentur/Amt auf regionaler oder lokaler Ebene. Allgemeine öffentliche Verwaltung.


    ABSCHNITT II: GEGENSTAND DES WETTBEWERBS/BESCHREIBUNG DES PROJEKTS


    II.1) BESCHREIBUNG


    II.1.1) Bezeichnung des Wettbewerbs/Projekts durch den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber: Stadthaus am Markt.


    II.1.2) Kurze Beschreibung: Im Rahmen der Neubebauung des Dom-Römer-Areals nach dem Abriss des Technischen Rathauses soll der geschichtlich bedeutsame Archäologische Garten, die historische Keimzelle der Stadt Frankfurt, mit einem öffentlichen Gebäude bebaut werden. Es soll den Bereich vor dem Domturm räumlich fassen, damit Römerberg und Domplatz stärken und die unbefriedigende Nachkriegssituation der tiefliegenden Freifläche vor freigestelltem Dom aufwerten. Der Ort war vor seiner Freilegung stets überbaut und Bestandteil der dichten mittelalterlichen Stadtstruktur. Erwartet wird daher eine Lösung, die das historisch geprägte Ensemble Dom-Altstadt-Römerberg ergänzt und bereichert. Städtebaulich ist die Aufgabe besonders schwierig, da es gilt, auf die stadträumlich sensible Situation zu reagieren, die zudem vor einem großen Umbruch steht. Die Teilnehmer müssen sich mit unterschiedlichen Gebäuden aus verschiedenen Epochen auseinandersetzen. Hierzu zählen der Kaiserdom St. Bartholomäus, das aus den 1960er Jahren stammende Gebäude des Kunstvereins, das aus den 1980er Jahren stammende Gebäude der Kultur-Schirn, das kürzlich fertig gestellte katholische Kultur- und Begegnungszentrum ‚Haus am Dom’ sowie die vorgesehene Bebauung auf dem Grundstück des Technischen Rathauses. Es ist beabsichtigt, die Altstadt Frankfurts in ihrem Wesen wieder zu gründen. Aus diesem Grund soll in Zusammenhang mit der Überbauung des Archäologischen Gartens auch eine Häuserzeile am so genannten Krönungsweg, dem Straßenzug "Markt" wieder entstehen, die 2 für eine Rekonstruktion vorgesehene Fachwerkhäuser einbezieht. Die Gebäude "Rotes Haus" im Westen und "Goldene Waage" im Osten sollen möglichst originalgetreu rekonstruiert werden. Diese Häuserzeile ist funktional und gestalterisch in die Bebauung "Archäologischer Garten" zu integrieren. Die Überbauung des Archäologischen Gartens muss sich nicht nur städtebaulich in das Dom-Römer-Areal einfügen, sondern zugleich zwischen der geplanten kleinteiligen, teils rekonstruierten Häuserzeile und dem Gebäude der Kultur-Schirn vermitteln. Hinsichtlich der Gebäudehöhe soll die Höhe der umgebenden Bebauung aufgenommen werden. Das repräsentative Stadthaus für Frankfurt mit Besucherzentrum und stadtgeschichtlicher Ausstellung soll ein einladender Ort der "Begegnung" mit Besuchern und Gästen der Stadt als auch mit der Geschichte des Ortes und der Stadt sein. Es soll das vorhandene Bodendenkmal respektieren und in eine raumschaffende Architektur einbinden. Dies erfordert eine Auseinandersetzung mit dem Raum an sich, der Atmosphäre des Baukörpers, dem Verhältnis von alt - neu und innen - außen, der Lichtführung und den Blickbeziehungen an diesem zentralen Ort der Geschichte Frankfurts. Aufgrund dieses besonderen Standortes werden an die Gestaltung der Fassaden hohe qualitative Ansprüche gestellt. Erwartet wird eine Formensprache, die in Bezug auf Maßstäblichkeit, Material, Tektonik und Farbe dem besonderen Ort, sowie der städtebaulichen Gestalt Rechnung trägt und den genius loci durch eine eigene Identität stärkt. Es wird Wert auf Einfachheit und Funktionalität im Detail, eine sorgfältige und materialgerechte Ausführung im Sinne einer nachhaltigen Architektur auch in Bezug auf Folgekosten gelegt. Das Bodendenkmal Archäologischer Garten soll öffentlich zugänglich bleiben und die Mauerreste der ehemaligen karolingischen Königshalle in der unteren Ebene museal präsentiert werden. Im Besucherzentrum sollen allgemeine touristische Auskünfte gegeben sowie Gruppen und Delegationen empfangen als auch Ausstellungen oder Veranstaltungen durchgeführt werden. Insgesamt soll das Gebäude für ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Nutzung mit einem maßvollen Einsatz an Technik offen sein. Die städtebaulich vertretbare Bruttogeschossfläche beträgt 4 000 m²; sie dient als Orientierungswert. Daher dient der Wettbewerb bezogen auf das konkrete Raumprogramm teilweise auch der Ideenfindung. Ziel des Wettbewerbs ist es realisierbare Entwürfe für einen Neubau über dem Archäologischen Garten zu erhalten.


    II.1.3) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV): 71220000.
    ABSCHNITT III: RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE, FINANZIELLE UND TECHNISCHE INFORMATIONEN


    III.1) KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL DER TEILNEHMER: Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt ausschließlich auf der Basis von Informationen und Erklärungen in einem Bewerbungsformular und von Referenzblättern (s. u.), die der Bewerber einreicht sowie ausschließlich auf Grundlage formeller und professioneller Kriterien. Der Auslober beabsichtigt, anhand dieser Kriterien aus dem Kreis der Bewerber 25 Bewerber zur Teilnahme am Wettbewerb auszuwählen, die aufgrund der aus ihren Bewerbungsunterlagen ersichtlichen Qualitäten ausgeführter Referenzprojekte (mind. eins) bzw. sonstigen Belege ihrer beruflichen Qualifikation sowie ihrer Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit für die Lösung der anstehenden Planungsaufgabe am geeignetsten erscheinen. 5 Bewerber sollen gesetzt werden. Arbeitsgemeinschaften zum Zwecke der Erfüllung der quantitativen Kriterien sind zulässig, quantitative Angaben werden in diesem Falle addiert. Darüber hinaus sollen 5 Nachrücker nach denselben Kriterien ausgewählt werden für den Fall, dass ausgewählte Bewerber ihre Teilnahme nicht bestätigen oder später zurückziehen. Zur Beurteilung der architektonischen Qualität ausgeführter Projekte wird ein Auswahlgremium hinzugezogen, dem auch externe Fachleute angehören.


    III.1.1 Formelle Kriterien:


    a) Der Bewerber erfüllt die Anforderung an die berufliche Qualifikation (s. u. III.2);
    b) Die Teilnahmehindernisse gemäß RPW § 4 (2) liegen nicht vor;
    c) Die Teilnahmehindernisse gemäß § 11 VOF liegen nicht vor. Darüber hinaus:
    d) Es liegen keine Mehrfachbewerbungen vor; Mehrfachbewerbungen führen zum Ausschluss sämtlicher Beteiligter;
    d) Die Bewerbungsfrist ist beachtet;
    e) Die geforderten Unterlagen (ausgefülltes Formblatt plus max. 3 DIN A 4-Seiten Referenzblätter bzw. pdf im angegebenen Umfang) sind vollständig;
    f) Die Bewerbungsunterlagen werden zweifach - einmal als Ausdruck unterschrieben und einmal in elektronischer Form (Anlage zu einem eMail) abgegeben; der Ausdruck ist original unterschrieben;
    g) Die Bewerbung muss in deutscher Sprache erfolgen; Informationen in anderen Sprachen werden nicht akzeptiert;
    h) Für die Bewerbung ist ein Formblatt auszufüllen; Informationen jedweder anderer Art werden nicht zur Kenntnis genommen;
    i) Der Bewerber bestätigt die Richtigkeit der geforderten Erklärungen mit seiner Unterschrift. Sollte sich im Verlauf des Verfahrens herausstellen, dass die Erklärungen nicht der Wahrheit entsprechen, wird der Bewerber aus dem Verfahren ausgeschlossen. Der Auslober behält sich das Recht vor, in Zweifelsfällen nähere Informationen einzuholen. III.1.2 Professionelle Kriterien: Die professionellen Kriterien sind untergliedert in quantitative und qualitative Kriteren. Die quantitativen Kriterien enthalten Minimalanforderungen; die Nichterfüllung dieser Minimalanforderungen führt zum Ausschluss. III.1.2.1 Quantitative Kriterien: Fachkunde (Erfahrungen) in Bezug auf vergleichbare Projekte und Leistungsfähigkeit seit 1999: Die Vergleichbarkeit der Projekte wird gemessen anhand der Größe und Funktionalität. Die Bewerber müssen innerhalb der letzten 10 Jahre verantwortlich zeichnen für die Planung und Realisierung vom mind. ein Projekt (im Folgenden: Referenzprojekt), das mind. folgende Anforderungen erfüllt: — Mind. 1 000 m² BGF, — Nutzung für kulturelle Zwecke, eingebunden in historischem städtebaulichen Kontext, — Verantwortlichkeit des Planers in mehreren Leistungsphasen gemäß HOAI § 15 oder vergleichbar. Zuverlässigkeit: Die Zuverlässigkeit wird wie folgt beurteilt: — Büroerfahrung (mind. 5 Jahre), — Professionelles Personal (mind. 5 technisch qualifizierte Angestellte ohne Büroinhaber im Durchschnitt über die Dauer von 5 Jahren), — Haftpflichtversicherung. III.1.2.2 Qualitative Kriterien: Die qualitativen Kriterien werden wie folgt bewertet: — Die architektonische Qualität des/der Referenzprojekte/s. Zur Beurteilung sind Referenzblätter einzureichen, die das geforderte Referenzprojekt und sein Umfeld zeigen. Hierzu sind Fotos (keine Renderings), ggfs. ergänzt durch einzelne, klar lesbare Planunterlagen, zu verwenden, — Wettbewerbserfolge in Wettbewerben auch nicht vergleichbarer Projekte, — Arbeitsschwerpunkte/Aufgabenbereiche, — Auszeichnungen und sonstige professionelle Preise. III.1.2.3 Bewerbungsunterlagen: Als Grundlage zur Beurteilung anhand der vorgenannten Kriterien dienen folgende Bewerbungsunterlagen: — Bewerbungsformular. Die Bewerber müssen das Bewerbungsformular vollständig ausfüllen, das erhältlich ist als download auf der website mailto:info@wb-stadthaus-am-markt-ffm.de">info@wb-stadthaus-am-markt-ffm.de ; in dieses Formblatt sind alle geforderten Informationen einzutragen bzw. Erklärungen abzugeben. Eine genaue Erläuterung, die das Ausfüllen erleichtert, findet sich ebenfalls auf der website, — Referenzblätter über (mind. ein) Referenzprojekt / von Referenzprojekten. Die Referenzblätter sollen max. 3 DIN A4 Seiten (Querformat) umfassen. Die Fotos - Renderings werden nicht beurteilt - und Zeichnungen sollten - im eigenen Interesse des Bewerbers - klar und gut über Beamer-Projektion lesbar sein, da sie die Grundlage für die Bewertung der architektonischen "Handschrift" bilden. Falls mehr als 3 Blätter abgegeben werden, wird der Auslober eine Zufallswahl treffen. III.1.2.4 Abgabeform: Die Unterlagen sind einmal als Ausdruck und im Original unterschrieben per Post einmal elektronisch per E-mail an abzuliefern (Adressen s. Anhang A, III). Die Unterlagen werden nicht zurückgesandt.


    III.2) TEILNAHME IST EINEM BESTIMMTEN BERUFSSTAND VORBEHALTEN: Ja. Teilnahmeberechtigt sind in den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sowie den Staatender Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen (GPA) ansässige natürliche Personen, die gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt berechtigt sind. Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36 EG gewährleistet ist. Teilnahmeberechtigt sind außerdem juristische Personen, zu deren satzungsgemäßen Geschäftszweck der Wettbewerbsaufgabe entsprechende Planungsleistungen gehören. Juristische Personen haben einen bevollmächtigten Vertreter zu benennen, der für die Wettbewerbsleistung verantwortlich ist. Der bevollmächtigte Vertreter sowie der (die) Verfasser der Wettbewerbsarbeit müssen die Anforderungen erfüllen, die an natürliche Personen als Teilnehmer gestellt sind. Teilnahmeberechtigt sind ferner Arbeitsgemeinschaften natürlicher Personen sowie juristischer Personen. Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein. Jede Arbeitsgemeinschaft darf nur mit einer Bewerbung und bzw. einer Arbeit in diesem Verfahren vertreten sein. Mehrfachbewerbungen und Mehrfachbearbeitungen durch Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft oder Zweigniederlassungen sind ausgeschlossen. Die Voraussetzungen für die Teilnahmeberechtigung müssen zum Zeitpunkt des Endes der Bewerbungsfrist erfüllt sein. Die Nichterfüllung einer der Anforderungen nach Ziff. III.2 ist ein Ausschlusskriterium.


    ABSCHNITT IV: VERFAHREN


    IV.1) ART DES WETTBEWERBS: Nichtoffen. Gewünschte Teilnehmerzahl: 30.


    IV.2) NAMEN DER BEREITS AUSGEWÄHLTEN TEILNEHMER: 1. Stefan Braunfels.
    2. kadawittfeldarchitektur.
    3. Christoph Mäckler.
    4. HG Merz.
    5. Wandel Hoefer Lorch + Hirsch.


    IV.3) KRITERIEN FÜR DIE BEWERTUNG DER PROJEKTE: Die Beurteilungskriterien für die Wettbewerbsentwürfe werden im Auslobungstext bekannt gegeben.


    IV.4) VERWALTUNGSINFORMATIONEN


    IV.4.2) Bedingungen für den Erhalt von Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen Schlusstermin für die Anforderung von oder Einsicht in Unterlagen: 27.7.2009. Die Unterlagen sind kostenpflichtig: Nein.


    IV.4.3) Schlusstermin für den Eingang der Projekte bzw. Anträge auf Teilnahme: 27.7.2009.


    IV.4.5) Sprache(n), in der (denen) Projekte oder Anträge auf Teilnahme verfasst werden können: Deutsch.


    IV.5) PREISE UND PREISGERICHT


    IV.5.1) Es werden Preise vergeben: Ja. Zahl und Wert der zu vergebenden Preise: Die Wettbewerbssumme beträgt 60 000 Euro.


    IV.5.3) Folgeaufträge: Nein.


    IV.5.4) Die Entscheidung des Preisgerichts ist für den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber bindend: Ja.


    IV.5.5) Namen der ausgewählten Preisrichter:
    1. Dietrich Bangert, Berlin (angefragt).
    2. Prof. Annette Hillebrandt, Köln.
    3. Prof.Dr.Dr. Vittorio Lampugnani, Zürich.
    4. Florian Nagler, München.
    5. Prof. Franz Pesch, Stuttgart.
    6. Dr. Petra Roth, Oberbürgermeisterin, Frankfurt am Main.
    7. Edwin Schwarz, Stadtrat, Frankfurt am Main.
    8. Prof. Dr. Gerd Weiß, Landeskonservator, Wiesbaden (angefragt).


    ABSCHNITT VI: ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN


    VI.1) WETTBEWERB IN VERBINDUNG MIT EINEM VORHABEN UND/ODER PROGRAMM, DAS AUS GEMEINSCHAFTSMITTELN FINANZIERT WIRD: Nein.


    VI.2) SONSTIGE INFORMATIONEN: Der Grobterminplan ist wie folgt: Auswahlgremium August 2009. Laufzeit Wettbewerb September bis Mitte November 2009. Preisgericht Dezember 2009.


    VI.4) TAG DER ABSENDUNG DIESER BEKANNTMACHUNG: 26.6.2009

    Heute geschickt bekommen!!!


    E i n l a d u n g


    zur 15. Sitzung des Sonderausschusses "Dom-Römer" am
    Dienstag, dem 16. Juni 2009, 17.00 Uhr
    ,
    Rathaus-Südbau, Bethmannstraße 3, 3. Obergeschoss, Sitzungssaal 310
    (Besuchereingang: Bethmannstraße 3)
    Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an dieser öffentlichen Sitzung
    teilzunehmen.


    T a g e s o r d n u n g


    1. Feststellung der Tagesordnung


    2. Genehmigung der letzten Niederschrift


    3. Bericht des Dezernenten


    4. Bürgerinnen- und Bürgerrunde
    (Wortmeldungen der Bürgerinnen und Bürger zu Punkten der Tagesordnung)


    5. Kinder- und Jugendkulturhaus über Archäologischen Garten
    Antrag der FDP vom 02.03.2009, NR 1300
    (StR Edwin Schwarz)


    6. Leerstand im Technischen Rathaus verhindern
    Antrag der LINKE. vom 14.05.2009, NR 1395
    (StR Edwin Schwarz)


    7. Für Apfelweinmuseum jetzt eine Zwischenlösung finden
    Antrag der CDU vom 25.05.2009, NR 1412
    (StR Prof. Dr. Felix Semmelroth)


    8. Dom-Römer GmbH
    Gründung
    Vortrag des Magistrats vom 15.05.2009, M 106
    (StK Uwe Becker)
    (StR Edwin Schwarz)


    9. Neubebauung des Dom-Römer-Areals
    Bericht des Magistrats vom 03.04.2009, B 203
    (StR Edwin Schwarz)


    10. Klimaschutz in Frankfurt
    Klimaschutzstadtplan für Frankfurt
    Bericht des Magistrats vom 03.04.2009, B 212
    (StR Dr. Manuela Rottmann)

    Präsenz zeigen! Die üblichen Verdächtigen fangen wieder an, zu spinnen. Und damit anwesende Entscheidungsträger nicht einen falschen Eindruck bekommen durch das dort dann übliche pseudo-intellektuelle, möchte-gern-philosophische Geschwafel...


    von http://www.bda-hessen.de">http://www.bda-hessen.de
    unter Auslobungen


    5X5 Jetztzeithäuser Ausstellung
    Eine Studie zeitgenössischer Architektur zur Römerbergbebauung


    11. Juni bis 12. Juli 2009


    Ausstellungseröffnung - 10. Juni 2009 - 18:30 Uhr
    Historisches Museum Frankfurt am Main



    Begrüßung:
    Dr. Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum Frankfurt am Main


    Redner:
    Dieter von Lüpke, Leiter Stadtplanungsamt Frankfurt am Main
    Werner Pfaff, zukünftiger Geschäftsführer Dom Römer GmbH
    Bernhard Franken, Franken Architekten, Kurator der 5x5 Studie
    Dieter Brell, 3deluxe
    Andreas Krawczyk, Architekten nkbak
    Martin Gruber, Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten
    Prof. Michael Schumacher, Schneider + Schumacher


    Moderation:
    Prof. Dr. Manuel Cuadra, Universität Kassel, Landessekretär BDA Hessen


    Nach dem einleitenden Vortrag von Herrn von Lübke und Herrn Pfaff über den aktuellen Stand der Planung zur Römerbergbebauung findet eine Präsentation jedes teilnehmenden Büros mit anschließender Podiumsdiskussion und Get-Together statt.
    Ende der Veranstaltung ist um ca. 20:30 Uhr.


    Historisches Museum, Saalgasse 19 (Römerberg), 60311 Frankfurt am Main




    Infos und Kontakt:


    Nicole Kirchhofer, Franken Architekten
    Fon +49.69.297 283 0
    mailto:kirchhofer@franken-architekten.de">kirchhofer@franken-architekten.de

    Ich erinnere mich daran, daß ja bei der Samstagsberg-Rekonstruktion das Salzhaus ebenfalls in Erwägung gezogen wurde. Walter Wallmann (damals OB von Frankfurt) soll sogar auf dem Römer in Zimmermannskluft dafür gesammelt haben! Heute wäre nur ein Bruchteil solchen Engagements seitens Frau Roth ausreichend um die Altstadtbebauung vollständig und erheblich beschleunigt entstehen zu lassen... aber je nachdem, wer wie ernsthaft hinter Projekten steht und damit auch ernsthafte Politik macht...ist vielleicht auch gar kein Wunder, daß sich im Moment die Nachrichten der Unternehmensumzüge aus Frankfurt weg häufen.
    Auf jeden Fall stand damals wohl eine Summe von 2-3 Mio. DM im Raum. Es wäre natürlich traumhaft, wenn man das einfach umrechnen könnte.


    Den Phönix würde ich abbauen und, wenn es von der Höhe her passt, entsprechend an die rekonstruierte seitliche Fassade, praktisch am alten Ort, an eine Vorhangschale setzen (wie bei einer Verschieferung, um nicht das Holz zu beschädigen). Auch den Zwischenbau würde ich dann rekonstruieren, da hier das Fachwerk vor der Zerstörung noch freigelegt wurde. So hätte man einen wirklich schönen Anblick vom Paulsplatz.
    Oder eben an exponierter Stelle in der neuen Altstadt, auch wenn mir jetzt gerade keine solche einfällt.

    Heute war ein weitere Artikel zum Thema in der FAZ.


    Inhalt knapp: Verlegung U-Bahn-Ausgang könnte bis 11 Mio. kosten (das hieße aber, daß der Ausgang an der Braubachstraße wäre), waren aber auch weit billigere Varianten. Das altbekannte Lied von Rebstock (Rekonstruktion prinzipiell möglich, aber die Situation wäre nicht so schön dann...als ob die Situation bei einem modernen Gebäude besser wäre).
    Und es gibt eine Aussage von Dietrich Bangert, dem Architekten der Schirn, zu seinem Tisch. Er sagt, der Aufbau des Roten Hauses wäre uneingeschränkt möglich, die südlichere Bebauung allerdings nicht.


    Dazu muß man aber sagen, daß er die Planung mit Unterlagen des Stadtplanungsamtes gemacht hat und die haben ihm den Grundriss von Engel und Zimmermann gegeben, bzw. den letztes Jahr von ihnen eingebrachten Rahmenplan. Das Stadtplanungsamt hat also versucht, mal wieder Dinge zu beeinflussen.


    Zum Glück stehe ich mit Herrn Bangert in Kontakt und erfahre so ein paar Hintergründe.
    Ich werde weiter mit ihm reden, mal sehen, was bis zur nächsten DOM-RÖMER-Ausschusssitzung (Montag, 30.März, 17.00, derselbe Raum, wie immer) rauskommt.

    Und der entsprechende Kommentar des Autors (bekennender RekonstruktionsGEGNER!) dazu:


    Vor unangenehmen Entscheidungen


    Von Matthias Alexander
    18. März 2009 Außenstehende könnten auf die Idee kommen, der schwarz-grünen Koalition in Frankfurt sei es von Anfang an darum gegangen, die Bebauung des Altstadtareals zu hintertreiben. Wer die Gemengelage im Römer etwas besser kennt, weiß, dass die Dinge zwar nicht besser, aber komplizierter stehen. Trägheit, Inkompetenz und Machtspielchen einzelner Entscheidungsträger haben dazu beigetragen, dass die Stadt bei der Bewältigung der zugegebenermaßen sehr komplizierten Bauaufgabe kaum vorangekommen ist. Mit der traurigen Folge, dass selbst diejenigen, die einst mit Verve über Für und Wider von Rekonstruktionen und moderner Architektur gestritten haben, ein wenig das Interesse an der Sache verloren haben.


    Zwei Termine sorgen nun dafür, dass die Koalition Handlungsbedarf sieht. Im Herbst werden die städtischen Ämter aus dem Technischen Rathaus ausziehen. Von da an wird das leerstehende Gebäude – oder im Falle eines Teilabrisses sein Stumpf – jeden Besucher der Innenstadt an die Säumigkeit der Stadtregierung erinnern. Und wenn nicht, wird die Opposition mit Blick auf die Kommunalwahl im Frühjahr 2011 schon nachhelfen.


    Es steht außer Frage: Pfaff ist der geeignete Mann


    In ihrer Not hat sich die schwarz-grüne Koalition nun entschieden, das zeitaufwendige Ausschreibungsverfahren zu kippen. Sie schickt sich stattdessen an, den bekanntesten „Troubleshooter“ der Frankfurter Immobilienbranche anzuheuern. Werner Pfaff soll als Geschäftsführer einer „Inhouse“-Gesellschaft dabei helfen, alle baurechtlichen, statischen und wirtschaftlichen Hürden zu nehmen, die mit einem derartigen Vorhaben verbunden sind. Es steht außer Frage, dass Pfaff mit seiner immensen Fachkenntnis, seinem politischen Instinkt und seinem legendären Durchsetzungsvermögen der geeignete Mann ist.


    Allerdings kann auch Pfaff nur tätig werden, wenn klar ist, was gebaut werden soll. Doch immer noch gibt es keine genauen Nutzungsvorgaben. Noch immer ist unklar, was mit dem Archäologischen Garten passieren soll. Bisher gibt es nur einen langen Wunschzettel der Stadtverordneten, auf dem Dinge stehen, die teilweise nicht zu vereinbaren sind, zum Beispiel der Erhalt des Gartens und die Rekonstruktion von Goldener Waage und Rotem Haus. Irgendjemand wird demnächst unangenehme Entscheidungen treffen müssen. Das ist Aufgabe der Politik.

    Aus der heutigen FAZ:


    Keine europaweite Ausschreibung
    Frankfurt will Altstadt selbst bauen


    Von Matthias Alexander


    18. März 2009 Die schwarz-grüne Koalition in Frankfurt will die Bebauung des Altstadt-Areals nun doch in die Hand einer städtischen Gesellschaft legen. Nach Informationen dieser Zeitung zeichnet sich innerhalb der Koalition eine klare Mehrheit für diese Vorgehensweise ab. Damit wäre die europaweite Ausschreibung eines Investorenwettbewerbs, die das Liegenschaftsamt schon vorbereitet hatte, hinfällig. Ein Sprecher von Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) äußerte am Dienstag auf Anfrage nur, das genaue Vorgehen werde derzeit intern besprochen.


    Nur ein halbes Dutzend Mitarbeiter


    Rechtlich handelt es sich um eine sogenannte Inhouse-Vergabe. Im Gespräch ist, eine neue Gesellschaft zu gründen, die zu 100 Prozent der Stadt gehört und als Projektentwickler fungiert. Die Gesellschaft soll offenbar nur mit einem halben Dutzend Mitarbeiter ausgestattet werden. Als Geschäftsführer wird Werner Pfaff gehandelt. Der 1942 geborene Projektsteuerer soll seine Bereitschaft schon signalisiert haben. Mit seinem Unternehmen WPV hat er etliche Großprojekte in Frankfurt und in der Region betreut, etwa das Kronenhochhaus und den Umbau des Bildungszentrums der Lufthansa in Seeheim.


    Pfaff, der die Leitung seines Unternehmens allmählich in jüngere Hände legen will, hat das Vertrauen von Planungsdezernent Schwarz. Aber auch die planungspolitischen Experten in den Fraktionen trauen ihm zu, sowohl die technischen als auch die politischen, finanziellen und juristischen Aspekte des Projekts zu beherrschen.


    Über die Beauftragung einer Inhouse-Projektgesellschaft war innerhalb der schwarz-grünen Koalition zunächst nur am Rande gesprochen worden. Im vorigen Sommer war die Diskussion vor allem um die Frage gekreist, ob der städtische Wohnungskonzern ABG Holding direkt mit der Bebauung beauftragt werden könnte. Dagegen hatten Juristen starke europarechtliche Vorbehalte geäußert.


    Stadt bleibt an wichtigen Entscheidungen beteiligt


    Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes ist die direkte Vergabe von Grundstücken der öffentlichen Hand an Bauherren nicht zulässig, wenn das Vorhaben eine Größenordnung von mindestens 5,9 Millionen Euro erreicht und mit dem Verkauf Vorgaben zu Gestaltung und Nutzung des Areals verbunden sind – was für die Altstadt zweifelsfrei gilt. Vor allem der damalige Rechtsdezernent Boris Rhein (CDU), der inzwischen als Staatssekretär nach Wiesbaden gewechselt ist, hatte sich für eine Ausschreibung starkgemacht.


    Schon damals war in einem Gutachten der Anwaltskanzlei CMS Hasche Sigle auf die Möglichkeit einer Inhouse-Vergabe hingewiesen worden, ohne dass sie intensiv geprüft worden wäre. Als Nachteil einer Inhouse-Gesellschaft führen die Verfasser des Gutachtens an, dass die städtische Projektgesellschaft ihrerseits öffentlicher Auftraggeber im Sinne des Vergaberechts sei und damit die zahlreichen von ihr zu vergebenden Aufträge allesamt ausschreibungspflichtig seien. Außerdem äußern sie die Sorge, es könnte einer solchen Gesellschaft an Kompetenz mangeln, das Projekt zu entwickeln.


    Dass die Stadt auf einen Investorenwettbewerb verzichten will, wird im Römer auch mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage begründet. Womöglich zeige sich nur ein Unternehmen an dem Projekt interessiert, dem man dann im weiteren Fortgang des Projekts ausgeliefert sei. Eine Inhouse-Vergabe stelle dagegen sicher, dass die Stadt an den wichtigen Entscheidungen beteiligt bleibe.