Posts by Exilwiener

    youngwoerth


    Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ich verstehe einfach nicht, wie man nur so kurzsichtig sein kann und die einzigartige Chance der Wiederherstellung eines der wohl schoensten Ensembles des alten Dresdens vorsaetzlich zu verhindern versucht. Es wird doch im Endeffekt so enden, wie es schon am Marktplatz in Hildesheim war. Nach ein paar Jahren werden die stoerenden Provisoria sowieso wieder ersetzt.


    Aber wundern tuen mich diese Fehler nicht. Ich denke da nur an die absolut groesste Dresdner Fehlbesetzung eines Herrn Fessenmayr. Immerhin gehoert er noch einer Generation an, die seit den spaeten 60er Jahren alles Bewaehrte in Frage stellt. Mich beruhigt allerdings, dass wir nun die neue Generation sind, die nun unseren Alten die Stirn bietet.


    @4D GbR


    Bitte machen Sie sich die Muehe und lesen Sie in Zukunft zuerst die einzelnen Beitraege, bevor Sie unqualifizierte Anschuldigungen aeussern. Immerhin sorgen Sie mit Ihren Unterstellungen nicht gerade fuer positive Publicity Ihrer Firma. Ich hoffe, ich gehe richtig in der Annahme, dass Sie in ueberzogener Loyalitaetsbekundung zu Ihrer Kundin, vorzugsschuelerhaft uebers Ziel geschossen haben und bei Ihrer sonstigen Taetigkeit etwas gewissenhafter arbeiten. Richten Sie Frau Boettcher aus, dass wir sehr gerne mit Ihr in unserem Forum diskutieren moechten und zwar auf einem Niveau, wie es sich fuer kultivierte Kreise gehoert. Wir haben hier alle nichts gegen Frau Boettcher als Person! Das einzige woran wir uns stossen, ist die Intransparenz und Dreistigkeit, mit welcher in Dresden ueber die Koepfe der Bevoelkerung hinwegentschieden wird! So etwas ist nicht zu dulden und daher wird sich auch Herr Fessenmayr - am 26. Mai im Rathaus - so einiges vorwerfen lassen muessen.


    Es sind schon, auch am Neumarktgebiet (Behnisch, Bachmann) diverse potentielle Bausuenden verhindert worden. Dies wird auch in Zukunft geschehen. Gegen den Bau des "Palastes der Republik" in Berlin konnte sich die Buergerschaft nicht wehren, da man ja sonst Besuch von der Stasi bekommen haette... . In einer Demokratie ist es oberste Buergerspflicht, den Politikern auf die Finger zu schauen und bei Bedarf auch einmal darauf zu hauen. Vor allem, wenn die Verantwortlichen mit der Historie sowie den Ihnen anvertrauten Aufgaben heillos ueberfordert sind! Macht braucht Kontrolle!

    @Herr Binning,


    mit "schrecklicher Visualisierung" ist selbstverständlich nicht die technisch-handwerkliche Umsetzung (durchwegs qualitativ gut und aufwendig) der Modelle Ihres Unternehmens gemeint, sondern die Architektur einzelner "technischer Zeichner" (Böttcher) die dahinter stehen.

    Einfach pervers! Wer diese historische Stadt kennt, weiß was das bedeutet. Wenn ich an Steyr denke, denk ich an Rothenburg ob der Tauber.

    @schlossgespenst


    Ach Du liebe ....., es gab doch einmal so eine schreckliche Visualisierung für dieses Areal. Neumarkt 6 befindet sich unmittelbar rechts neben dem ehemaligen Hotel Bismarck und zwischen dem zur Reko vorgesehenen Grundstück. :boese:

    Schlapfen


    Kennst Du das Buch "Stadtbildverluste seit 1945"? Total interessant, was man da für Überraschungen entdeckt!


    Die von mir am meisten gehassten Objekte in Wien sind:


    1. Das Haas-Haus
    2. Der Franz-Josefs Bahnhof
    3. Der Akademie-Hof (neben der Secession; dafür musste erst vor kurzer Zeit ein Gründerzeitpalais geopfert werden)
    4. Das Hochhaus neben dem Hotel Marriott
    5. Eingangsbereich des Technischen Museums


    Wußtest Du auch, dass beim Naturhistorischen Museum eine Glas-Stahl-Bausünde in letzter Minute vom großartigen Museumsdirektor, Prof. Lötsch, verhindert wurde!

    Schlapfen


    Da huepf ich glatt aus den Schlapfen! Bin ich also doch nicht der einzige Wiener in diesem Forum! Dachte schon, dass sich in unserer Heimatstadt keiner fuer Baukultur interessiert.


    In Wien bekommen vor allem Spezis unserer Stadtregierung den Zuschlag fuer einschlaegige Bauvorhaben...


    Ausserdem ist in Oesterreich der Denkmalschutz ein zahnloses Krokodil (siehe Albertina). Die einzige Sache, die mich eigentlich so halbwegs beruhigt, ist, dass wir Oesterreicher mit allem etwas langsamer sind und erst einmal abwarten, wie sich die Dinge zuerst in Deutschland entwickeln. Ist es gut, wird es auch bei uns umgesetzt. Hoffe, dass auch bei uns irgenwann einmal das eine oder andere zuvor von Barbaren vernichtete Gebaeude dereinst rekonstruiert wird. Zum Beispiel Schloss Neugebaeude...

    Ich denke einmal, weil zu DDR-Zeiten kein Geld zur Verfügung stand und wahrscheinlich von den "Oberen" sowieso daran gedacht wurde, früher oder später den gesamten Altbaubestand zu schleifen und gegen WBS70 zu ersetzen...

    Schloßgespenst


    Natürlich wäre das eine mögliche Lösungsvariante. Das Problem ist jedoch, dass der Investor, der finanzierenden Bank, eine Machbarkeitsstudie (vor allem im Bezug auf die Rendite) vorlegen muss und da rechnet sich nun einmal ein in voller Kubatur gebautes Gewandhaus schneller - leider.


    Ich denke, die Stadt muss endlich einmal zur Einsicht gelangen, dass eine Bebauung, in welcher Art auch immer, sich negativ auf das Platzgefüge auswirken wird. Daher sollten wir alle die GHND dahingend unterstützen, damit diese eine 1:1 Bebauung auf der entsprechenden Fläche vornehmen kann. Diese sollte solange dort stehen, bis auch das neue BayWoBau-Quartier vis-a-vis fertig ist, um dannach eiene Entscheidung treffen zu können...

    Steffen


    Danke für die schöne Ansichtskarte - sogar in Farbe!


    Schloßgespenst


    das Hochhaus sieht wirklich schrecklich aus! Wenn man den Vorkreigszustand und den jetzigen (ist eigentlich kein Zustand) vergleicht, dann frägt man sich wirklich, in welcher Welt wir heute leben. Das gleiche habe ich mir auch vor ein paar Jahren am Neumarkt gedacht und nun geht es gut voran. Die Stadt muss von innen nach außen repariert werden. Stück für Stück.


    youngwoerth


    Ich bin am 31.12.2009 auf jeden Fall mit von der Partie!


    Sponsoren wird man sicher finden. Früher war einmal die Kommerzbank im Kaiserpalast. In Leipzig hat die Kommerzbank außerdem auch ein wunderbar wiederhergestelltes Gründerzeithaus bezogen. Warum denn nicht auch in Dresden?!


    "Kommerzbank macht zwar dein Konto schlank,
    baut aber wieder auf, was einst im Krieg versank!"

    Danke für die Antworten!


    Momentan ist es sicherlich von Bedeutung, dass das Hauptaugenmerk auf die Wiedergewinnung des Neumarktes zu richten ist. Jedoch sollte man schon ein neues Betätigungsfeld suchen, wenn die erste Hürde einmal - hoffentlich - genommen wurde. Auch der Neustädter Markt wäre an dieser Stelle zu erwähnen.


    Zwar würde ein Wiederaufbau des Kaiserpalastes nicht gerade billig werden, aber mir gefällt er so wahnsinnig gut! Übrigends auch das Viktoriahaus... . Bisher dachte ich immer, dass keine Gründerzeithäuser rekonstruiert werden, aber beim Neumarkt 4 wurde endlich einmal auch ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt.


    Wenn mir jemand sagen kann, wo ich weitere Fotos (vielleicht sogar ein Farbfoto) vom Kaiserpalast bekommen kann, wäre ich überglücklich!

    Ich habe eine Frage an Euch! Da ja nun hoffentlich wieder das herrliche, im Stil der Neoreinaissance gebaute Gründerzeitgebäude Neumarkt 4 kommen wird, möchte ich Euch fragen, ob es auch Bestrebungen gibt, dereinst einmal, den Kaiserpalast am Pirnaischen Platz wieder zu rekonstruieren?


    Ich habe mir am Wochende das Buch von Fritz Löffler angesehen und mich unsterblich in den Kaiserpalast verliebt!!! Gibt es einen Verein, der sich für die Reko einsetzt? Ich wäre sofort dabei!

    Bei einem Besuch im GHND-Pavillion hat man mir einmal gesagt, dass die BayWoBau sich bezügl. der Landhausstrassenfassaden erkundigt hat und behauptete, möglichst detailgetreu rekonstruierten zu wollen.


    Quote

    Das als "Juwel" bezeichnete Eckquartier mit Blick auf das Lutherdenkmal werde das lichtdurchflutetste sein.


    Bei "lichtdurchflutet" wird mir normalerweise Angst und Bange. Immerhin assoziere ich damit große Glasflächen. Hiermit ist aber hoffentlich nur die Sonnenbelichtung gemeint.


    Quote

    Zu den hier festgelegten drei Leitbauten und Fassadenrekonstruktionen hat also die Baywobau noch vier dazu genommen. Insgesamt werden nun sieben Parzellen an die alte Barockarchitektur erinnern, während die Dachlandschaft im ganzen einen homogenen Eindruck von geneigten Ziegeldächern straßenseitig erzeugen wird.

    vgl. GHND (2005), S. Quartier III


    Ich denke, es werden nahezu alle Fassaden wiederhergestellt. Manche sogar schöner als sie vor dem Kieg aussahen. Zu befürchten ist aber, dass die hofseitigen Dächer, so wie beim Hotel des Saxe, wieder in Form von Flachdächern ausgeführt werden.

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    Enge Kontakte bestehen zur Hochschule Telemark. Deren Institut für Volkskultur entwickelt bereits eigens für das Projekt einen Studiengang "Traditionelle Bauweise".


    Ein Studiengang "Traditionelle Bauweise" sollte eigentlich auch in unseren Breiten eingeführt werden. Ich bin mir absolut sicher, dass sich die Studenten um die Studienplätze reißen würden!

    Ich würde mir wünschen, dass so, wie es bereits in Dresden der Fall ist, dereinst auch im Forumsbereich "Frankfurter Bausituation", die Rekonstruktion der Altstadt mitverfolgt werden kann!

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    Wie lange würden denn der Kauf dauern? Kann der Investor das nicht noch eben schnell über die Bühne ziehen? Wenn das Haus ihm gehört kann er ja vmtl den Abriß verhindern.


    Das kommt vor allem darauf an, wie schnell der Investor die Finanzierung zustande bringt. Wenn er eine fixe Finanzierungszusage seitens der Bank erhält, kann bereits ein Termin beim Notar zwecks Beurkundung gemacht werden. => Treuhänder => Geldübergabe => dann ist er de facto Eigentümer. Rein rechtlich ist er dies aber erst, wenn die Eintragung ins Grundbuch erfolgte und das dauert... . Die Abrissfirma kann aber schon vorher ihre sieben Sachen einpacken.


    Hoffentlich gibt es noch ein Kehrtwende!!!! Ich finde es außerdem komisch, dass die Welt so einen Artikel pupliziert und dann ist plötzlich alles wieder anders???

    Scheint so, als müsste an jedes rekonstruierte Gebäude ein Objekt angebaut werden, um die Rekonstruktion vor den Gesinnungsgenossen in der Architektenschaft verteidigen zu können...


    ...worum handelt es sich hierbei jedoch wirklich?


    Hoffentlich bloß eine Hubba Bubba Blase, die bald platzt!