Posts by Exilwiener

    Das wäre sehr schade, denn diese Fabrik ist riesig und vermutlich kennen diese sogar recht viele hier, da man seinerzeit am Weg von Prag nach Dresden dort vor dem Autobahnausbau vorbeifahren musste. Übrigens ist das Villenviertel von Aussig der Hammer! Dort stehen Villen wie man sie in Mitteleuropa eigentlich nur noch in Dresden und Prag bewundern kann! Fast schon kleine Schlösser, da dort die bis 1945 die Creme de la Creme der ehemals österreichischen Industriellen residierten (sofern sie nicht jüdisch waren, dann nur bis 1939)…trotzdem sehenswert, sofern man die schreckliche Zeit des braunen und später roten Sozialismus ausblenden kann.

    Einfach genial, was man aus einem der versifftesten Orte in Frankreich gemacht hat!!!

    Ein Vorbild zum Beispiel für…das Ruhrgebiet, Frankfurt oder Berlin und viele andere kaputt gebaute und heute verwahrloste Gegegenden - hier die Medizin, die hilft:

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    Schrecklich wie hässlich diese Stadt heute ist. Trotzdem vielen Dank für die Vergleichsbilder, so kann wirklich jedermann sehen, dass es dringend einer neuen, aber wieder althergebrachten Architektursprache bedarf!

    Gibt es in der Wiener Innenstadt eigentlich auch solche Kaufhäuser aus der Zeit (60er/70er)? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. :/

    In Stuttgart gibt es am Marktplatz noch das Beton-Ungetüm des Breuninger, aber das ist mittlerweile ein reines (teures) Modekaufhaus.

    Nö, leider alle nach dem Krieg „modernisiert“ und damit zerstört.

    Das einzige Kaufhaus, das eventuell interessant wird, dass könnte das im Bau befindliche Lamarr der Signa Gruppe werden, der auch das Berliner KaDeWe oder das Hamburger Alsterhaus gehört:

    Mariahilfer Straße: Signa-Kaufhaus nach Hollywood-Star Hedy Lamarr benannt
    Eine gebürtige Wienerin, die in der Traumfabrik Hollywood Karriere machte und dadurch weltberühmt wurde, wird Namensgeberin für das Signa-Kaufhaus auf der…
    www.meinbezirk.at

    Naja, halt arg modern und daher spannend, ob es überhaupt angenommen wird, da im Gegensatz zu den beiden anderen Beispielen ohne jegliche historische Tiefe. Wir werden sehen. Es stand dort vorher ein Kaufhaus, das Wien-typisch mitsamt seinem historischen Treppenhaus blindlings abgerissen wurde - vor etwa eineinhalb Jahren…da hätte man etwas Geniales daraus machen können. Naja, we will see.

    Ich denke, dass die Ära der wohlgemerkt 08/15 Kaufhäuser so oder so zu Ende ist und die hässlichen Kaufhauskästen aus der vermutlich kulturhistorisch brutal hässlichsten Architekturzeit die Konsumenten einfach 0 zu einem Einkaufserlebnis mehr reizen.

    Im krassen Gegensatz dazu bieten jedoch Kaufhäuser a la Harrods, die klassischen Pariser Kaufhäuser, das KaDeWe oder das Alsterkaufhaus in HH ein Erlebnis, das auch Konsumenten dort hinein zieht und an das man sich gut und gerne zurückerinnert. Das Karstadt am Hermannplatz wird hier vermutlich auch wieder eine Ikone werden!

    Ein Kaufhaus muss entweder toppen oder es wird floppen!

    Dieses zwar nicht ganz schönbrunnerische aber dennoch warme Gelb war viel schöner.

    Ja, das finde ich auch. Mir ist bei uns in Ösistan in letzter Zeit aufgefallen, dass plötzlich auch alle möglichen Palais und Schlösser einfärbig hell angestrichen werden...zB aktuell das Palais Lobkowitz, eine Seite des Palais Harrach oder Schloss Marchegg.

    Das Bundesdenkmalamt meint hierzu, dass diese Farben befundet wurden. Ich hoffe jedoch, dass sie nicht nur die Grundierung hier als erste Farbschicht damit meinten :biggrin: . Schaut gerade beim Palais Harrach (dzt nur die Seite hin zur Tiefgarage so angestrichen, aber die beiden Hauptfassaden sollen auch so werden) sehr fad und unvollständig aus.

    Wer im übrigen eine Ahnung davon erhalten möchte, wie der unzerstörte Plenarsaal Paul Wallots gewirkt haben muss, der reise in die kleine Residenzstadt Köthen. Im dortigen - von einem deutsch-jüdischen Patrioten maßgeblich finanzierten - kaiserzeitlichen Rathaus gibt es einen hoch eleganten Ratssaal, der den Plenarsaal im Reichstag en miniature frei interpretiert; inklusive der ortsfremden Kommunalheraldik an den Wänden.

    Rathaus
    Wenn Sie Köthen besuchen, ist das über 100 Jahre alte Rathaus auf jeden Fall einen Besuch wert. Sehenswert ist vor allem der historische Ratssaal mit seinen…
    www.koethen-anhalt.de

    Eiserner Pirat

    Wahnsinn! Was für ein großartiges, schönes Gebäude der Reichstag einmal innen wie außen war! Bitte, vielleicht reine, aber nicht so weit hergeholte Spekulation, aber würden die Ungarn ihr Parlament durch Brandstiftung und Krieg verloren haben, dann würde sie es - siehe Burgberg in Budapest - höchstwahrscheinlich 1:1 wieder rekonstruieren. Wie armselig und blutleer, ja seelenlos der heutige Reichstag im Gegensatz zu den überlieferten Bildern des unzerstörten Reichstags wirkt. Auch wenn es heutzutage total unrealistisch ist - so wie es vor 1989 in Budapest total unmöglich erschien - aber irgendwann einmal...*hach*

    Ja, das habe ich die letzten Jahre auch mehr und mehr wahrgenommen, dass die sächsischen Städte Leipzig und Dresden von der Lebensqualität et cetera mittlerweile zumindest Teile des Westens und hier vor allem die großen Ballungsräume in Punkto Sauberkeit, Bildung und nicht zuletzt Sicherheit zumindest gefühlt hinter sich gelassen hat.

    Als ich vor 25 Jahren in Sachsen studiere, da haben fast allen Studienkollegen nach dem Studium den Osten in Richtung Westen verlassen. Mittlerweile ist ein Großteil wieder zurück nach DD oder L. Das finde ich bemerkenswert.


    Ernsthaft, das Bismarck heute überhaupt noch in Hamburg und Bremen steht, und nur "rekontextualisiert" wird, haben wir dieser Praxis zu verdanken.

    Immerhin würde das heutige Deutschland als moderner Nationalstaat ohne Fürst Bismarck und vermutlich einer der größten Deutschen überhaupt nicht existieren. Abgesehen einmal von der Reichseinigung, der ersten Sozialversicherung weltweit und dem Gründerboom, der auch heute mit den zu einem Teil noch existierenden Unternehmen, sogar immer noch für Wohlstand sorgt!

    Meiner Meinung nach sollte eher das kontextuiert werden, wenn man sich an diese Persönlichkeit einmal ernsthaft herantrauen möchte.

    Das heutige, von einem aktuellen Politiker bezeichnete „beste Deutschland aller Zeiten“ wäre ohne Fürst Bismarck überhaupt nicht denkbar.

    Wunderschön! Die beiden Wandbrunnen erinnern mich ein bisserl an die beiden Wandbrunnen an den beiden Flanken des Michaelertraktes der Wiener Hofburg am Michaelerplatz.

    Ich kann mir aber schon vorstellen, dass die beiden Wandbrunnen in Berlin früher oder später wieder rekonstruiert werden. Dafür wird noch etwas Zeit vergehen, aber irgendwie schreien diese Stellen danach wieder vervollständigt zu werden. In Wien sind diese Wandbrunnen ein schöner Anziehungspunkt, vor allem im Sommer, wenn sie in der Nacht beleuchtet sind! Alles wird irgendwann wieder gut.

    Gerade im Netz entdeckt - das noch intakte Hamburg mit seinem Hafen 1939 in Farbe!

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    Einfach nur wunderschön und gleich mehrmals gefilmt, der ehemalige Kaiserspeicher! Anstatt steht heute dort die ikonische Elbphilharmonie, die mir äußerlich auch irgendwie gefällt, aber der Kaiserspeicher wäre noch einmal eine Liga höher, weil einfach stimmiger im Zusammenspiel mit der Speicherstadt dahinter. Aber staunt selbst!

    Laut den Plänen ist eine Verschiebung um bis zu 8 Meter die Rede. Das wird einigen im Forum nicht gefallen...

    …mir zum Beispiel 😉. Bis 8 Meter würde bedeuten, dass wir vermutlich ein Palais de Saxe und auch die wahnsinnig schöne, gar für Dresden gar ikonische Moritzstrasse 6 nie mehr sehen werden können!

    Bitte, ich unterstelle der Bauverwaltung in Dresden wie immer das schlechteste, da ich hier wieder vermuten würde, dass damit genau die zukünftige Rekonstruktion dieser beiden Ikonen gleich a priori verhindert werden würde - der mögliche, partielle und städtebaulich wichtige Durchbruch zur Willsdruffer Straße wäre quasi obsolet und der Kulissencharakter des Neumarkts in diesem Bereich im wahrsten Sinne des Wortes zementiert!

    Naja, warum hat man dann überall in Deutschland eigentlich zB die Hakenkreuze demontiert? Ist doch „insoweit ein Teil der deutschen Geschichte, die einen natürlich nicht gefallen muss“.

    Wenn man objektiv sein möchte, dann sind sowohl die Symbole und Propagandawerke des braunen wie auch des roten Sozialismus nicht erhaltenswert und zwar nicht aus künstlerischer oder historischer Betrachtung, wo beide Systeme teilweise sogar auch gute Kunst und tolle Bauwerke hervorbrachten, sondern einzig und allein deshalb, weil diese auch nicht unähnlichen sozialistischen Ideologien in ihrer Auswirkung immer in Mord und Totschlag enden. Bitte, wenn schon, denn schon. Ich verstehe bloß nicht, weshalb hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Mir selbst ist es persönlich schnurzegal, ob an einem Gebäude ein historisches Hakenkreuz hinge oder ein Roter Stern, aber widerlich fände ich es irgendwie trotzdem. Würde es aber als historische Tatsache sehen können.

    Aber vielleicht werden hier jedoch auch persönliche Gefühle verletzt und jetzt komme ich mit der Mohrenstrasse daher, die genau aus diesem eher konstruierten Thema eliminiert wurde. Wäre es da nicht angebracht auch solche Propagandatafeln zumindest in einem Museum aufzuhängen, damit sich niemand im öffentlichen Raum hier gekränkt fühlt?! Man muss ja nicht so weit gehen wie die woken Bilderstürmer, die die historische Mohrenstrasse einfach komplett auslöschten. Nur Food for Thought.

    OT: Ich bilde mir ein, dass es in Dresden/Loschwitz auch eine Ruine irgendwo oberhalb des Körnerplatzes gibt, die früher ein Ausflugslokal war und seit dem Krieg nicht mehr aufgebaut wurde. Weiß jemand mehr, das wäre doch voll toll und erinnert mich an dieses Beispiel.

    Dann dürfte man vermutlich gar keine Dokumentationen mehr anschauen. Im Prinzip muss man immer alles hinterfragen, was einem so aufgetischt wird und das ist auch gut so.

    Ich sah dieses Foto mit der noch vorhanden Frauenkirche Kuppel auch zum ersten Mal, bin aber ein bisserl enttäuscht, weil es so unscharf ist und man die Zerstörungen rundherum nicht sieht oder ist das nur ein kleiner Ausschnitt eines ganzen Fotos? Der Sohn von Herrn Dr. Hoch ist glaublich Historiker und macht wunderbare Führungen am Weißen Hirschen! Die Familie Horch ist auch eine der wenigen Familien, die auch heute noch ihre Villa am weißen Hirschen bewohnen. Das finde ich wichtig und wunderbar, dass es aus dieser Schicht noch Familien gibt, die immer viel zum Stadtwerden und der Identität beigetragen haben und es weiterhin tun. Quasi eine gewisse historische Tiefe!

    Vermutlich bzgl der genauen Zahlen nicht, aber ehrlicherweise wird man hier nie eine seriöse Zahl eruieren können. Bei mir im Schulbuch in den 1980ern stand dass ca 300.000 Menschen starben und andere Historiker sprechen von mindestens 25.000 Menschen. Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Jeder einzelne Mensch, meist Frauen und Kinder war einer zuviel!

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann haben wir das Verschieben des HSR nur der Schlampigkeit der Bauverwaltung zu „verdanken“. Hätten die Leute dort ihre vorher schon bekannten Hausaufgaben ordentlich erledigt, dann müsste das HSR erst gar nicht verschoben werden müssen. Sie haben blöderweise vergessen, beim Vertrag vom Schützresidenzgrundstück einen Passus einzufügen. Passt leider ins Gesamtbild und ich bin schon froh, wenn das Gebäude überhaupt wieder zurückkommen wird und zwar schöner den je, wenn man sich die Vorkriegszeitaufnahmen davon ansieht. Schade halt ums PdS, aber vielleicht kann das ja doch noch kommen. Das prachtvolle Winterpalais des Prinz Eugen von Savoyen in Wien steht bekanntlich in einer noch viel schmäleren Gasse!